Login




oder neu registrieren?



Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:









Top-15

meist-diskutiert

  1. Europäischer Gerichtshof für Menschenrechte wies Klage dreier abtreibungsverweigernder Hebammen ab
  2. Vatikan unterstützt Bischof, der sein Priesterseminar wegen Widerstands gegen Handkommunion schließt
  3. Papst em. Benedikt XVI. an Gesichtsrose erkrankt und „äußerst gebrechlich“
  4. Schwedischer Kardinal Arborelius: „Wir haben nicht diesen Gegensatz zwischen Priestern und Laien“
  5. Die Theologie versagt auf ganzer Linie
  6. Papst in Buchbeitrag: Corona lässt Leben neu auf Gott ausrichten
  7. Vatikan bietet deutschen Bischöfen Gespräch zu Reformpapier an
  8. Vier ganz konkrete Wege, wie die Menschen, heute, Gott begegnen können!
  9. 27-Jähriger macht mit 15-Kilo-Kreuz eine Bußwallfahrt durch Polen
  10. "Tötungswillige Ärzte gesucht!"
  11. Weinhostien für das evangelische Abendmahl in Zeiten von Corona
  12. „Papst Benedikt selbst ist optimistisch, dass er bald wieder zu Kräften kommt“
  13. Vatikanist Edward Pentin: Franziskus-Nachfolger ist „wahrscheinlich konservativ“
  14. Kataloniens Präsident kündigt Sanktionen gegen Kardinal Omella an
  15. Papst telefonierte mit Mutter eines jugendlichen Unfalltoten

"New York Times": Vatikan wurde vor Gesprächen mit Peking gehackt

vor 7 Tagen in Weltkirche, 3 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Trojaner soll laut "New York Times" mittels päpstlichen Beileidsschreibens in Kirchennetzwerke eingeschleust worden sein - IT-Sicherheitsdienstleister vermutet Spionage durch China


Washington (kath.net/KAP) Netzwerke des Vatikans sollen laut privaten IT-Sicherheitsexperten von Mai bis Juli von Hackern infiltriert worden sein, und das womöglich im Auftrag Chinas: Das berichtet die "New York Times" (NYT, Mittwoch) unter Bezugnahme auf den US-Internetdienstleister Recorded Future. Der Vatikan, der Heilige Stuhl, die Diözese Hongkong und das Mailänder Seminar für Auswärtige Missionen seien demnach Opfer der Hackergruppe RedDelta gewesen. Aus dem Vatikan gab es dafür bislang keine Bestätigung.

Ebenso wie die Tatsache des Angriffs wäre jedoch auch dessen Zeitpunkt äußerst heikel: Für September stehen Verhandlungen zwischen China und dem Vatikan über die Verlängerung des 2018 geschlossenen Abkommens über Bischofsernennungen an.


Drei Dokumente sollen die Hacker für Phishing-Versuche eingesetzt haben, geht aus dem Bericht von Recorded Future hervor. Dazu gehört ein von Kardinalstaatssekretär Pietro Parolin unterzeichnetes Beileidsschreiben des Papstes anlässlich des Todes eines Bischofs, das vorgeblich vom Vatikan an die Diözese Hongkong gesendet wurde und den Trojaner PlugX, der einem Angreifer einen infizierten Computer kontrollieren lässt, enthielt. Ein zeitlich passender Netzwerkverkehr zwischen einem vatikanischen Mailserver und einem Kontrollserver der Täter lasse es als möglich erscheinen, dass die Mail von einem kompromittierten Account im Vatikan gesendet wurde, so die Sicherheitsexperten.

Die Hacks fallen nach Ansicht von Recorded Future in die Kategorie "klassische Spionage". Offenbar wolle man dabei frühzeitig erkunden, wie sich der Vatikan in den Verhandlungen positionieren wolle. Über die genaue Verbindung der Hackergruppe RedDelta zum chinesischen Staat äußert sich der Bericht nicht, sie sei aber "sehr aktiv" und greife vorrangig Einrichtungen an, die relevant für Chinas strategische Interessen seien, darunter auch einige in Indien und Indonesien. Recorded Future selbst hat den Sitz in Somerville im US-Bundesstaat Massachusetts. Hinweise, dass die Trump-Administration, die in den vergangenen Wochen fast täglich Kritik an China geäußert hatte, am Bericht beteiligt gewesen sein könnte, gibt es laut NYT nicht.

Spannungen wegen Hongkong

Vor allem wegen des scharfen Vorgehens Chinas gegen Hongkong ist das Verhältnis des Vatikans zur chinesischen Regierung derzeit mehr als gespannt. Die NYT verwies hier auch auf eine Papstbotschaft beim Angelus-Gebet auf dem Petersplatz vom 5. Juli. Franziskus wollte sich laut dem vorbereiteten Dokument an die Bevölkerung Hongkongs wenden mit der Bemerkung, die gegenwärtige Pattsituation erfordere "Mut, Demut, Gewaltlosigkeit und die Achtung der Würde und Rechte aller". Er hege die Hoffnung,  "dass das gesellschaftliche und vor allem das religiöse Leben in voller und wahrer Freiheit ausgedrückt werden kann, wie es in der Tat in mehreren internationalen Dokumenten vorgesehen ist". Diese Worte kamen dann jedoch in der Rede nicht vor.

Copyright 2020 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich

 Alle Rechte vorbehalten


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

 Heinzkarl vor 7 Tagen 
 

Das Vertrauen ist zerbrochen

www.die-tagespost.de/politik/aktuell/kommentar-um-5-vor-12-das-vertrauen-ist-zerbrochen;art315,210597


1

0
 
 Heinzkarl vor 7 Tagen 
 

Hilfslegionär

...und noch unsere Waschmaschine und leere Autotanks....


3

0
 
 Hilfslegionär vor 7 Tagen 
 

Es ab einen kurzzeitigen Ausfall von kath.net

heute vormittag. DDos Attacke?

Hoffentlich ist die Himmlische firewall aktiver als die irdische Websicherheit.

Heiliger Erzengel Michael verteidige unsere Rechner!


4

5
 

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

China

  1. China geht gegen christliche Inhalte in sozialen Medien vor
  2. Hackerangriff auf Vatikan: China spricht von "Spekulationen"
  3. China: Keine Sozialhilfe, so lange christliche Symbole in der Wohnung sind
  4. Kardinal Zen: Keine Antwort auf ‚dubia’ zu China
  5. China schloss 48 Kirchen innerhalb von zwei Wochen
  6. China Abkommen: Zen wirft Parolin Manipulation des Papstes vor
  7. Kardinal Zen bedauert Lage der Katholiken in China
  8. Stoppt den Mord an der Kirche in China!
  9. China: Regierung will Kontrolle über Religionsgemeinschaften
  10. China will Bibel „sozialistisch“ umschreiben








Top-15

meist-gelesen

  1. Papst em. Benedikt XVI. an Gesichtsrose erkrankt und „äußerst gebrechlich“
  2. Vatikan unterstützt Bischof, der sein Priesterseminar wegen Widerstands gegen Handkommunion schließt
  3. Vatikan bietet deutschen Bischöfen Gespräch zu Reformpapier an
  4. Europäischer Gerichtshof für Menschenrechte wies Klage dreier abtreibungsverweigernder Hebammen ab
  5. Die Theologie versagt auf ganzer Linie
  6. „Papst Benedikt selbst ist optimistisch, dass er bald wieder zu Kräften kommt“
  7. Schwedischer Kardinal Arborelius: „Wir haben nicht diesen Gegensatz zwischen Priestern und Laien“
  8. Neues kath.net-Kult-T-Shirt: Crux Sacra Sit Mihi Lux
  9. 27-Jähriger macht mit 15-Kilo-Kreuz eine Bußwallfahrt durch Polen
  10. Kataloniens Präsident kündigt Sanktionen gegen Kardinal Omella an
  11. „Letztlich geht es um die neue Evangelisierung“
  12. Tödlich verunglückt: Trauer um zwei Seelsorger
  13. "Tötungswillige Ärzte gesucht!"
  14. EKD-Kopf Bedford-Strohm kündigt Kurswechel an - „Zusammenarbeit mit NGOs wie Sea-Watch“
  15. Vatikanist Edward Pentin: Franziskus-Nachfolger ist „wahrscheinlich konservativ“

© 2020 kath.net | Impressum | Datenschutz