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Hackerangriff auf Vatikan: China spricht von "Spekulationen"

2. August 2020 in Aktuelles, 1 Lesermeinung
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Außenminister Wenbin hält sich zu den Vorwürfen in Pressekonferenz bedeckt - Regierungsnahes Portal beschwichtigt: Keine Störung der diplomatischen Beziehungen


Peking (kath.net/KAP) Hinsichtlich der von einem privaten US-Cybersicherheitsdienst berichteten Hackerangriffen auf den Vatikan gibt es von Seiten Chinas keine definitive Antwort auf die Frage, ob die Aktion vom Reich der Mitte ausgegangen ist oder nicht. In einer Pressekonferenz am Mittwoch bezeichnete Außenminister Wang Wenbin die Vorwürfe auf Anfrage der Nachrichtenagentur AFP als "grundlose Spekulation", für die es nicht ausreichend Beweise gebe. China sei ein "Verteidiger der Cyber-Sicherheit" und ein entschiedener Gegner von Datendiebstahl und Hacking.

Seitens des inoffiziellen chinesischen Regierungsportals "Global Times" hieß es am Mittwoch, der Zwischenfall werde die diplomatische Beziehung zwischen China und dem Vatikan nicht beeinträchtigen, zumal Papst Franziskus eine bislang "positive Haltung gegenüber China" gezeigt habe. Anders als zuvor in der "New York Times" berichtet, werde der Vatikan wohl kaum verärgert sein, und für China seien die Beziehungen zum Vatikan "sehr wichtig", wird Francesco Sisci vom Zentrum für Europäische Studien an der chinesischen Renmin-Universität zitiert.


Zuvor hatte das US-Unternehmen "Recorded Future" auf einem 20-seitigen Bericht Anschuldigungen erhoben, wonach es seit Mai Angriffe der Hackergruppe RedDelta - die jedoch auch als "Mustang Panda" auftrete -  auf vatikanische Datensysteme gegeben habe und Verbindungen zur chinesischen Regierung wahrscheinlich seien. Angesichts der für September anstehenden Verhandlungen zwischen China und dem Vatikan über eine Verlängerung des Abkommens über Bischofsernennungen gelten die Vorwürfe als äußerst sensibel.

Aus dem Vatikan gab es bislang noch weder Bestätigung noch Dementi zu den berichteten Angriffen. Zu einem Datendiebstahl dürfte es auch in der Hongkonger Studienmission in China - einer Art inoffiziellen Nuntiatur, die mit den Philippinen verbunden ist und deren Leiter als Schlüsselfigur in den Vatikan-China-Beziehungen gilt - gekommen sein, ebenso im Päpstlichen Institut für Auslandsmissionen (PIME). Dessen Generalsekretär P. Marco Villa bestätigte am Mittwoch gegenüber der römischen Nachrichtenplattform asianews.it, im E-Mail-Verkehr der Einrichtung habe es über Wochen Störungen und Blockaden gegeben.

Copyright 2020 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich

 Alle Rechte vorbehalten

 


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Lesermeinungen

 Hilfslegionär 2. August 2020 
 

Wäre ich ein Programmierer für einen Nachrichtendienst,

würde ich auch einen Tippfehlergenerator entwickeln, der den geschriebenen Text entstellt und den Autor unseriös erscheinen lässt.
Der Tippfehlergenerator hätte weiters den Vorteil, dass man Zahlenfolgen oder Codierungen im Fließtext stören bzw. unleselich machen könnte.

Nicht zuletzt gewinnt mit einem zensierten und eingeschränkten Internet der Amateufunk wieder an Bedeutung, auch mittels Amateufunk kann man Daten übertragen. Wobei nach Anton Zeilinger Laserkommunikation via Satelit und Quantentechnologie absolut abhörsicher ist.

Die Russen verwenden übrigens den Buzzer als Reserveeinrichtung für die atomaren Streitkräfte, ich erwähne das Signal, weil es unter Amateufunkern sehr bekannt ist.

Dem Vatikan empfehle ich auf Quantenkryptograpie und Satelitentechnologie umzusteigen. Standardverschlüsselung unter Verwendung großer Primzahlen für sensible E-Mails sollte ohnehin Normalität sein.

Bei ganz sensiblen Inhalten 4 Augenprinzip unter Ausschluss elektronischer Datenverarbeitung.

de.wikipedia.org/wiki/The_Buzzer


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