Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. US-Vizepräsident JD Vance legt Papst Leo XIV. nahe, sich aus der US-Politik herauszuhalten
  2. George Weigel an Kardinal Hollerich: Hat die Kirche Christus zweitausend Jahre lang missverstanden?
  3. Kard. Müller: „Niemand hat das Recht den Papst zu kritisieren, wenn er treu seinem Auftrag folgt“
  4. Phil Lawler: Die Kontroverse zwischen Trump und Papst Leo ging von Washington aus
  5. Schwedischer Kirchenhistoriker: Viele junge Menschen wollen katholisch werden, besonders Männer
  6. Marsch für das Leben München – Unterstützung von Bischof Barron, Schweigen von Marx und Wilmer
  7. Setzt euer Vertrauen nicht in Prinzen!
  8. Gericht verhandelt über Diskriminierung einer Lebensschutzgruppe an der Uni Heidelberg
  9. Trump gegen Papst Leo: Wenn Weltpolitik auf das „Heilige“ trifft
  10. Viel Lärm um nichts?
  11. Papst Leo gegen Präsident Trump – Was steckt dahinter?
  12. Kardinal Koch betont den zutiefst christozentrischen Charakter des Pontifikats von Papst Leo XIV.
  13. Ein Brief vom Papst an die Kardinäle und der Stilwechsel in Rom
  14. Papst um Entspannung bemüht: Reden in Afrika sind keine Fern-Debatte mit Trump
  15. Kardinal Fernández: Es laufen keine dezidierten päpstlichen Großaufträge am Glaubensdikasterium

"Köln gilt im Volksmund als 'die Domstadt', nicht als Dom- und DITIB-Stadt"

14. August 2020 in Deutschland, 12 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


In Deutschland ist rund um ein Trikot des 1. FC Köln eine brisante Diskussion entstanden. Kölner Kirchenvertreter verharmlosen, Unionspolitiker und die BILD-Zeitung üben deutliche Kritik


Köln (kath.net)

In Deutschland ist rund um ein Trikot des 1. FC Köln eine brisante Diskussion entstanden. Was ist passiert? Auf dem Dress ist in der Silhouette der Stadt plötzlich die von Erdogan unterstütze und von ihm sogar eingeweihte DITIB-Moschee zu sehen.  Der Verein spricht von "Willkommenskultur" und einem "toleranten, respektvollen Miteinander." Einige Fans des Fussball-Clubs sind darüber nicht ganz glücklich. Kritik gibt es auch aus der Union. Innenexperte Christoph de Vries meinte gegenüber der BILD, dass unter dem Deckmantel der Religionsfreiheit Erdogan mit DITIB einen "unheilvollen Einfluss auf türkischstämmige Bürger" in Deutschland ausübe.  DITIB sei daher für ihn "eine Gefahr für den gesellschaftlichen Frieden und Zusammenhalt" in Deutschland. CSU-Innenexperte Michael Kuffer findet den Moschee-Aufdruck auf dem Trikot "unpassend". Er vertritt die Ansicht, dass man die Moschee nicht mit dem Wahrzeichen der alten katholischen Domstadt gleichsetzen sollte. Dies sei für ihn "schlicht kultureller Nonsens."


 

Die BILD selber kritisiert das Vorgehen des 1. FC Köln als "armselig".  Alexander von Schönburg spricht in einem Kommentar von einer "anbiedernde Art": "Was will der FC damit sagen? Dass er für Vielfalt und gleichzeitig Erdogans verlängerten Arm steht? Köln gilt im Volksmund als „die Domstadt“. Nicht als Dom- und DITIB-Stadt. Klassisches Eigentor."

 

Zara Riffler schreibt bei "Tichys Online": Das neue Trikot des Kölner Fußballvereins „symbolisiert“ nichts anderes als ein falsches, fatales Verständnis von Vielfalt. Die DITIB-Moschee steht für einen türkischen Nationalismus, einen politischen Islam und Erdogans diktatorische Politik. Eine DITIB-Moschee auf einem deutschen Fußballtrikot ist somit reine, kostenlose Werbung für die Regierung Erdogans. Verharmlost wird der Vorfall in der Erzdiözese Köln, wo beispielsweise das Kölner Domradio Kritik am Vorfall kaum thematisiert und bevorzugt Stimmen zu Wort kommen lässt, die die dies relativieren. So meint der Kölner Stadtdechant Robert Kleine: "Jetzt hat man die Moschee dazu genommen. Besondere Bauwerke in unserer Stadt. Da könnte man sicherlich auch die Synagoge noch dazu nehmen. Aber die Moschee ist bekannter. Und was soll ich dagegen haben?"  Kleine spricht vom "Rat der Religionen" und dass der Fussballclub viel muslimische Fans haben, die sich darüber freuen, den Hintergrund mit Erdogan erwähnt Kleine nicht. Fans, die an dem Dress Kritik üben, haben für Kleine ein "enges Bild".  "Wer ausgrenzt, muss selbst mit Ausgrenzung rechnen.", meint der Stadtdechant.

Foto: (c) FCKÖLN / Hersteller


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu








Top-15

meist-gelesen

  1. Große SIZILIEN-Rundreise mit Kaplan Johannes Maria Schwarz!
  2. Kard. Müller: „Niemand hat das Recht den Papst zu kritisieren, wenn er treu seinem Auftrag folgt“
  3. US-Vizepräsident JD Vance legt Papst Leo XIV. nahe, sich aus der US-Politik herauszuhalten
  4. "Derselbe Polarstern"
  5. Der unerklärte Formatwechsel beim Konsistorium der Kardinäle im Januar
  6. Ein Brief vom Papst an die Kardinäle und der Stilwechsel in Rom
  7. George Weigel an Kardinal Hollerich: Hat die Kirche Christus zweitausend Jahre lang missverstanden?
  8. „Wenn man der Wahrheit einen Namen geben möchte, ist das sicher Gott“
  9. Phil Lawler: Die Kontroverse zwischen Trump und Papst Leo ging von Washington aus
  10. Nach Extremerfahrung des Mondflugs: Artemis-Kommandant Wiseman fragte nach christlichem Seelsorger
  11. Papst Leo gegen Präsident Trump – Was steckt dahinter?
  12. Marsch für das Leben München – Unterstützung von Bischof Barron, Schweigen von Marx und Wilmer
  13. Schwedischer Kirchenhistoriker: Viele junge Menschen wollen katholisch werden, besonders Männer
  14. Kardinal Fernández: Es laufen keine dezidierten päpstlichen Großaufträge am Glaubensdikasterium
  15. Setzt euer Vertrauen nicht in Prinzen!

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz