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Erzbischof zum US-Wahlkampf: Eine Geschichte zweier Nonnen

5. September 2020 in Prolife, 5 Lesermeinungen
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Jeder Katholik, besonders diejenigen, die in der Öffentlichkeit stehen, hätten die Verpflichtung, treu zum Evangelium des Lebens zu stehen, betonte Erzbischof Aquila.


Denver (kath.net/LifeNews/jg)

Samuel Aquila, der Erzbischof von Denver (US-Bundesstaat Colorado), hat auf Twitter die höchst unterschiedlichen Auftritten zweier katholischer Nonnen auf den Bundesparteitagen der beiden großen Parteien gegenüber gestellt.

 

„Eine Geschichte zweier Nonnen. Eine folgt der Lehre der Kirche, die andere nicht“, schrieb Aquila wörtlich und fasste dann die wesentlichen Aussagen der beiden zusammen. Sr. Deirdre Byrne trat beim Parteitag der Republikaner auf und sagte: „Als Ärztin kann ich eindeutig sagen, dass das Leben bei der Empfängnis beginnt.“ Sr. Simone Campbell war bei den Demokraten zu Gast. Ihre Stellungnahme lautete: „Abtreibung ist oberhalb meiner Gehaltsstufe.“


 

Die Gegenüberstellung spreche für sich selbst, ergänzte Erzbischof Aquila und fügte das kurze Gebet hinzu: „Herr, hilf uns das Evangelium des Lebens anzunehmen!“

 

Jeder Katholik, besonders diejenigen, die in der Öffentlichkeit stehen, hätten die Verpflichtung, treu zum Evangelium des Lebens zu sein. Abtreibung sei eine ernste Angelegenheit, die man nicht auf die leichte Schulter nehmen dürfe, betonte der Erzbischof.

 

Sr. Simone Campbell sprach bei ihrer Rede beim Parteitag der Demokraten über „strukturellen Rassismus, Engstirnigkeit und Sexismus“, die in den USA von Beginn ihrer Geschichte an „weit verbreitet“ seien.

 

Sr. Deidre „Dede“ Byrne, die vor ihrem Eintritt in den Orden „Little Workers of the Sacred Hearts“ mehrere Jahre als Ärztin in der US-Armee gedient hat, bezeichnete ungeborene Babys aufgrund liberaler Abtreibungsregelungen als „die größte marginalisierte Gruppe der Welt“.

 


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Lesermeinungen

 laudeturJC 6. September 2020 

„Oberhalb der Gehaltsstufe“

soll wohl heissen: ‚Das betrifft mich nicht, damit mögen sich andere befassen, aber MIR ist wichtig...‘ und dann kommt das andere.

Eine Art, das Problem auszublenden. Eine offene und direkte Zustimmung und Förderung der Abtreibung wie durch H. Clinton, beide Obamas und Biden wäre für eine Ordensfrau wohl doch sehr provokant und könnte kirchenrechtl. Folgen haben, aber so kann sie das übergehen.


3
 
 Chris2 5. September 2020 
 

Vielleicht mag die Frage naiv klingen,

aber was bedeutet der Satz „[irgendwas] ist oberhalb meiner Gehaltsstufe." überhaupt? Ich verstehe das nicht und finde auch nichts dazu. Meint sie damit, sie könne das nicht beurteilen und deswegen stehe ihr kein Urteil zu?


4
 
 girsberg74 5. September 2020 
 

Einverstanden mit Erzbischof Aquila, sehr sogar, doch ein Hinweis auf Spache:

Was bitte ist eine „ernsthafte Angelegenheit“? Wie ernsthaft ist das mit „ernsthaft“ gemeint. Nicht dass ich bei Erzbischof Aquila mir Gedanken machte, doch ich sehe die Gefahr, dass bei „ernsthaft“ Interpretationsversuche ansetzen könnten, die des Erzbischofs Rede aufweichten.


2
 
 Lilia 5. September 2020 
 

Herr, hilf unseren Bischöfen das Evangelium des Lebens anzunehmen!!

Und nicht auf eine Veränderung der Sexualmoral nach neuesten humanmedizinischen Erkenntnissen hereinzufallen!!


6
 
 Diadochus 5. September 2020 
 

Zustimmung

Da kann ich Erzbischof Aquila nur zustimmen. Was für ein Kontrast zu Bischof Taussig in Argentinien, der die Mundkommunion unter kanonischer Strafe verboten hat. Danke, Herr Erzbischof Aquila. Ich möchte hinzufügen, wir Katholiken sollten dann auch die mutigen öffentlichen Personen ebenso mutig unterstützen, und nicht im Regen stehen lassen. Meine Unterstützung haben Sie, Herr Erzbischof.


6
 

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