Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Wie die Piusbrüder - Linker belgischer Bischof plant weiterhin verbotene Weihen
  2. Ist der Islam ‚eine alternative Form des byzantinischen Christentums‘?
  3. Vatikan genehmigte 2025 in 34 Diözesen die Feier der Alten Messe in Pfarrkirchen
  4. Gefeuert wegen AfD-Kandidatur: Deutsche Caritas-Erzieherin zieht vor Gericht
  5. 'Amoris Laetitia' oder das Lehramt, das sich selbst abschafft
  6. Asymmetrisch blinder Blick auf die deutsche Landschaft
  7. Sechs Messdiener mit Down-Syndrom ministrierten bei der historischen Papstmesse in Paris
  8. Es gibt drei Erzengel, die vor Gottes Thron für uns eintreten
  9. Wort-Gottes-Feier in katholischer Kirche mit Liedern von Taylor Swift
  10. Die Deutsche Bischofskonferenz will keine 'Demontage' des deutschen Staatsfunks
  11. „Das Ende von Maria 2.0“
  12. „Wenn wir den wahren missionarischen Geist, den richtigen Weg finden, gibt es in Deutschland noch…“
  13. ‚Der Segen für Marie-Garance war auch ein Segen für ihre biologischen Eltern‘
  14. Papst versetzt umstrittenen Kurienkardinal Gambetti vom Petersdom in die Provinz
  15. US-Diözese führt Rosenkranzwochenende ein

Es gibt keine Opposition

7. September 2020 in Kommentar, 29 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Auf dem synodalen Weg gibt es keine Opposition. Wer nicht mit den Reformforderungen heult, darf gar nicht mitspielen. Die Laienfunktionäre lassen nur ihre eigenen Funktionäre zu - Der Montagskick von Peter Winnemöller


Linz (kath.net)

Manchmal sind einfache Sätze auch einfach entlarvend. Der Vorsitzende des „ZdK“, Thomas Sternberg, stellte kürzlich fest, dass es auf dem synodalen Weg von DBK und „ZdK“ keine echte Opposition zu den Reformwünschen der Laienfunktionäre gebe. Im Grunde seien sich alle über die Reformbedürftigkeit der Kirche einig. Die Funktionäre wünschen sich eine Dekonstruktion des Priesteramtes, der Geschlechterrollen, der Sakramente und des Glaubens der Kirche. Unter dem für die Funktionäre nützlichen Druck, den einerseits der Missbrauchsskandal und andererseits die massiven Kirchenaustrittszahlen darstellen, machen viele Bischöfe mit. Unklar ist, ob und inwieweit einzelne Bischöfe wirklich die Reformationspläne der Laienfunktionäre mittragen wollen. Viele Bischöfe zeigen, dass sie einfach noch retten wollen, was vielleicht nicht mehr zu retten ist. Dies mag löblich sein, gefährlich ist es allemal.

 

Der Dialogprozess von 2011 bis 2015 hatte nur narkotisierende Funktion. Die Textmonster, die verabschiedet wurden, sind noch nachlesbar. Die ohnehin erforderliche Reform des kirchlichen Arbeitsrechts wird als der große Erfolg dargestellt. Das war es dann auch schon. Weil auch Laienfunktionäre ein politisches Überlebensinteresse haben, hat man diesmal verbindliche Beschlüsse gefordert. Die DBK macht mit, obwohl auch deutsche Bischöfe wissen können, das verbindliche Festlegungen der Kirche in Fragen des Glaubens und der Sitten unveränderlich sind. Das Stoppschild aus Rom war erwartbar. Gläubige Katholiken sind entsetzt, was für ein schlimmes und gefährliches Spiel die Hirten spielen. Das Schisma manifestiert sich immer deutlicher.


 

Insofern müsste es auf dem synodalen Weg massiven Widerstand gegen die Reformbestrebungen wider den Glauben und die Sitten geben. Allein, der Vorsitzende der deutschen Laienfunktionäre hat Recht. Auf dem synodalen Weg gibt es keine Opposition. Wer nicht mit den jahrzehntealten Reformforderungen heult, darf gar nicht mitspielen. Die Laienfunktionäre bestimmen, wer mitspielen darf und die lassen nur ihre eigenen Leute zu. Man möchte es nun endlich erreichen, die Reformträume wirklich werden zu lassen. Priesterinnen, katholische Scheidung, eine Sexualmoral des „anything goes“ und vieles andere mehr. Es geht darum, eine nützliche, politisch steuerbare Kirche zu konstruieren. Um das in der Breite zu erreichen, möchte man einfach die Strukturen der katholischen Kirche in Deutschland übernehmen. Man hätte ad hoc  22 Millionen Gläubige und könnte die vermögenden Bistümer samt Staatsleistungen gleich mit einkassieren. In der Tat scheint es zu gelingen. Doch es kann als sicher gelten, dass sich die universale Kirche ihrer faulen Glieder zu entledigen weiß, wenn sie nicht mehr zu retten sind. Bis dahin kämpft die universale Kirche, wie man es gerade erleben kann, darum jedes ihrer Glieder zu bewahren.

 

Die jüngste Instruktion aus Rom und die Reaktion einiger Bischöfe darauf ist wie ein Fieberthermometer, das den Zustand der Kirche anzeigt. Was bildet sich Rom nur ein, auf Einhaltung des geltenden Kirchenrechtes zu pochen? Der oberste deutsche Laienfunktionär zeigte hier sofort wieder, wie er sich die politisch steuerbare Kirche vorstellt. Das Recht passt nicht? Dann ändern wir es eben durch einen politischen Prozess. Wie sehr der „ZdK“ Vorsitzende von der Realität der Kirche entfernt ist, zeigt sich ferner in bereits mehrfach getätigten Aussagen, bestimmte Dinge könne der Papst nicht ändern, dazu brauche es ein Konzil. Als Beispiel nannte Sternberg die Zulassung von Frauen zur Priesterweihe. Der Irrtum des obersten deutschen Laienfunktionärs ist ein doppelter. Zum einen werden Konzilsbeschlüsse dann und nur dann wirksam, wenn der Papst sie bestätigt, zum anderen können weder der Papst noch ein Konzil „Ordinatio sacerdotalis“ ändern. Diese Leugnung der Existenz ewiger Wahrheiten ist nicht das geringste Problem der deutschen Laienfunktionäre. Es zeigt nur wieder die Bestrebung, eine politisch steuerbare Kirche ohne ewige Wahrheiten zu wollen.

 

Es gebe keine Opposition auf dem „synodalen Weg“ von DBK und „ZdK“, ist also insofern eine richtige Aussage, als sich dieser „Weg“ schon lange auf Pfaden bewegt, die sich zu einem sehr großen Teil außerhalb der Kirche winden. Für Katholiken ist es unterm Strich gar nicht ratsam an so einer Veranstaltung überhaupt teilzunehmen. Viel zu groß ist die Gefahr, sich am Ende dem politischen Druck eine Häresie mitzutragen gebeugt zu haben.


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Montagskick

  1. Bischöfe beauftragen Familien als Missionare
  2. "Marsch für das Leben"-Grußwort des DBK-Vorsitzenden Wilmer verfehlt das Thema
  3. Dann sollen sie doch in die Hölle gehen
  4. Die Krise des Bischofsamtes
  5. Der Bischof und der Denunziant
  6. Das Schweigen der Bischöfe zur Causa Spahn
  7. Denn sie wissen nicht, was sie fordern
  8. Mehr Kirchensteuer bei weniger Mitgliedern
  9. Der deutsche Frauenweiheämterstuhlkreis
  10. Mehr Klarheit mit jeder Absage aus Rom







Top-15

meist-gelesen

  1. Ostern 2027 in Rom - Große kath.net-Leserreise!
  2. Einbürgerung als Wahlstrategie? Linke profitiert massiv von muslimischen Wählern in Berlin
  3. Verletzter Priester: "Wir vergeben!"
  4. 'Wir sprechen deshalb zurecht hier nicht von Neuevangelisierung, sondern von Erstevangelisierung'
  5. Wort-Gottes-Feier in katholischer Kirche mit Liedern von Taylor Swift
  6. Gefeuert wegen AfD-Kandidatur: Deutsche Caritas-Erzieherin zieht vor Gericht
  7. Papst Leo: „Diese vier Tage waren buchstäblich erfüllt mit vielen Segnungen, fast schon Wundern“
  8. Initiative Pro Fide Ecclesiae richtet dringenden Appell an deutsche Bischöfe
  9. Politisch aber auch innerkirchlich „gibt es derzeit wieder viel Konfliktpotenzial“
  10. „Das Ende von Maria 2.0“
  11. Sechs Messdiener mit Down-Syndrom ministrierten bei der historischen Papstmesse in Paris
  12. „Die katholische Kirche ruht auf zwei Säulen ihrer sichtbaren Einheit: Petrusamt und Eucharistie“
  13. Es gibt drei Erzengel, die vor Gottes Thron für uns eintreten
  14. „Wenn wir den wahren missionarischen Geist, den richtigen Weg finden, gibt es in Deutschland noch…“
  15. Bischöfe beauftragen Familien als Missionare

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz