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"Woelkis wirklich wichtige Wahrheiten wecken auf"

7. September 2020 in Kommentar, 52 Lesermeinungen
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"Die Kirche habe sich nicht zurückgezogen, sie habe die Menschen nicht allein gelassen, so Bischof Bätzing wie ein trotziger Schuljunge. Ja, wo lebt der Mann denn!" - kath.net-Kommentar von Peter Hahne


Berlin (kath.net)

Woelkis wolkenreiche Flüchtlings-Einlassungen, gepaart mit Huldigungen der „Wir-schaffen-das“-Politik der Heiligen Angela, waren es diesmal nicht. Nein, es schien der Theologe, der Hirte, der Seelsorger durch, nicht der Hobby-Politiker. Und damit wurde der Kölner Kardinal Rainer Maria Woelki wieder der „Alte“, der im Namen des Evangeliums seine Stimme erhebt, auch wenn es nicht zeitgemäß und modisch erscheint.

 

Auf einer der Regionalkonferenzen zum „Synodalen Weg“ stellte er vergangenen Freitag die Modethemen Zölibat und Frauenpriestertum ohne Nennung dahin, wo sie hingehören: Irrweg, Holzweg, Umweg. Abweg. Es gibt Wichtigeres! Nicht die Protestantisierung (und damit Marginalisierung) der katholischen Kirche war plötzlich das erwünschte Thema. Nein, die FAZ konnte sogar titeln: „Unverhoffte Grundsatzdebatte.“

 

Und die Süddeutsche sah Woelkis Intervention sogar als Kirche „Unter dem Brennglas“. Dabei sagte er nur, was die Basis denkt und Bischöfe gerne verschweigen oder verharmlosen: „Die Themen Krankheit, Leiden und Tod sind durch die Corona-Pandemie in den Mittelpunkt gerückt worden, aber die Kirche hat keine Antwort darauf gegeben.“ Sie hat also dort geschwiegen, wo ihr eigentlicher Markenkern ist: „Wer, wenn nicht wir, könnte Antworten geben?!“ Deutlicher kann man die Pleite, das eigene Versagen nicht eingestehen.

 

Eine schallende Ohrfeige. Ich selber hatte mich vor gefühlt einem halben Jahrhundert unter Protest der Kirchen dafür eingesetzt: „Öffnet zu Ostern die Kirchen!“ Selbst der explizit linke Ex- Chefredakteur der Süddeutschen Zeitung (SZ), Heribert Prantl, hatte mehrfach beklagt, die Kirche würde „gerade in diesen Zeiten abtauchen“, sie hätte dramatisch „an Autorität verloren.“ Ja, es gab vor Wochen sogar den SZ-Titel (!) vom „Schweigen der Kirchen“.


 

Doch auch jetzt, nach Woelkis Intervention, fast nur Abwehr in der klerikalen Parallelwelt. Die Kirche habe sich nicht zurückgezogen, sie habe die Menschen nicht allein gelassen, so Bischof Bätzing wie ein trotziger Schuljunge. Ja, wo lebt der Mann denn! Die ehemalige Thüringer Ministerpräsidentin Christine Lieberknecht, evangelische Pfarrerin, hatte es im Mai auf den Punkt gebracht: „Die Kirchen haben Hunderttausende Alte, Einsame, Sterbende allein gelassen.“ Die tief katholisch geprägte Südtiroler Tageszeitung „Dolomiten“ titelte vor ein paar Tagen: „Einsam und verzweifelt — wie eingesperrt“ - und meinte die Senioren, die Kranken, die Alleinstehenden.

 

Und was hat Bischof Bätzing im Angebot, sozusagen als Antwort auf die Nachfrage seines Mitbruders Woelki? Man faßt es kaum: im Blick auf die Corona-Krise ergebe sich in erster Linie, „dass sich die Kirche angesichts wachsender sozialer Ungerechtigkeit verstärkt um das Thema Gerechtigkeit kümmern muß.“ Man lasse sich das bitte auf der Zunge zergehen! Hauptthema ist also die soziale (!) Gerechtigkeit. Ja, wozu in aller Welt brauchen wir dafür Kirchen(-steuern)?! Krankenkasse, Gewerkschaft oder Linkspartei könne das doch auch. Aber Jesus Christus den Einsamen, Kranken und Sterbenden verkünden, das können eben nur Christen. Klar, die Basis hatte viele gute Ideen als Kontrapunkt zum verheerenden Schweigen der Oberhirten.

 

Die forderten übrigens zu Ostern lieber eine Reichensteuer oder „taten sich dicke“ in Solidarität mit der EKD wegen deren Rettungsschiff im Mittelmeer (in Wahrheit eine Unterstützung des Geschäftsmodells „Schlepperbande“). Wo war Jesus in den Schlagzeilen der Medien?! Wo?! Viele engagierte Christen, die nicht auf Macht- und Strukturdebatten fixiert sind, sondern dem Herzschlag des Evangeliums folgen, haben ihr Bestes versucht. Aber ein bisschen Internet, ein bisschen Seelsorge-Telefon, ein bisschen Singen unter den Balkonen der Altenheime — das ist zu wenig für einsame Menschen, die eine segnende, tröstende, ja streichelnde Hand brauchen.

 

Eine Ordensschwester der Benediktinerabtei Sankt Hildegardis (Rüdesheim) hat es vorgemacht: Sie hat sich freiwillig in ein Krankenhaus einsperren lassen: „Ich habe noch nie so viel geistliches Bedürfnis erlebt wie in diesen Tagen.“ Ich selber hatte zu Ostern die Kirchen aufgefordert, zumindest den Status von Notfallseelsorgern zu erkämpfen, die wie Ärzte und Pflegepersonal als erstes getestet werden und dann Zugang zu Altenheimen und Kliniken bekommen. Nein, die Kirchenleitungen haben es sich geradezu hingebungsvoll gefallen lassen, dass Bau- und Getränkemärkte in Merkels und Söders Panikprogramm einen höheren Stellenwert erhielten als Organisationen, deren „Geschäft“ es ist, Trost zu spenden.

 

Es ist Kardinal Woelki zu danken, dieses vom erwünschten „Synodalen Weg“ völlig abweichende Thema letzten Freitag spektakulär zur Sprache gebracht zu haben. Nicht Macht, sondern Möglichkeit zählt. Nicht Abweg, sondern Auftrag. Wie nötig und richtig das war, zeigen die Schlagzeilen der (säkularen!) Medien an diesem Wochenende. Denn es ist wohl wahr: kaum jemand kennt einen echten Corona-Toten, aber jeder hat in seiner Umgebung Menschen, die an gebrochenem Herzen gestorben sind oder einsam eingesperrt dahinsiechen. Die Amtskirchen haben ihre letzte Chance versäumt, die Massenaustritte zu stoppen. Die Jahresbilanz wird es zeigen. Und die Bilanz vor dem Ewigen Richter.

 

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Foto: (c) Peter Hahne / ZDF


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Lesermeinungen

 Steve Acker 14. September 2020 
 

Eselchen, man sollte Barmherzigkeit prakitizieren und dabei

aber weiter seinen Verstand benutzen.
Genau das passiert seit 5 Jahren in Deutschland nicht mehr und erzeugt viel viel Leid und Schaden.
Und denen die wirklich in Not sind, wird dabei nicht geholfen.


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 Eselchen 14. September 2020 
 

Sehr nette Diskussion, die aber in den üblichen Schützengräben

stecken bleibt, wie so häufig.
Für die Vertreter den "bösen" Flüchtlige gilt, Gottes Barmherzigkeit! Für die sogenannten Gutmenschen gilt: Wir sind auch deine Nächsten und wollen nicht belästigt, ermordet und vergewaltigt werden. Das wäre auch ein Akt der Barmherzigkeit! Und für beide Gruppen gilt: Bitte einmal darüber nachzudenken, dass ich mir nicht die Barmherzigkeit nach belieben heraussuchen kann. Es gelten alle Werke gleichzeitig! Und da gehört die Hungernden zu speisen, genauso dazu, wie: Unwissende lehren. Und insgesamt sind wir nicht vom Herrenwort entbunden: Macht alle Menschen zu meinen Jüngern. Wir reden dauernd vom guten Leben, dass jeder verdient hat - niemand redet von deren Seelenheil und was wir da eigentlich unternehgmen wollen, liebe katholische Kirche mit zusammenbrechenden Mitgleiderzahlen und geschlossenen Seminaren! Wann wacht ihr endlich auf? Aber schön den politischen Schönsprech weitertraagen.. Wie erbärmlich ist das alles geworden!


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 Eselchen 14. September 2020 
 

Sehr nette Diskussion die aber leider in den übliichen


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 Diasporakatholik 14. September 2020 
 

@remorse

Ich halte nicht viel von einer Politisierung der Gottesdienste - und zwar in JEGLICHER Richtung.

Aber Sie, ich und auch jeder andere können ja jederzeit still für Verbrechensopfer beten, nicht wahr?


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 Remorse 14. September 2020 

@Diasporakatholik

Ich finde es schon sehr bezeichnend, dass sie mit diesem unsäglichen "Neusprechwort whataboutism", ihre Mitforisten zum Schweigen bringen wollen. Es ist nur gerechtfertigt, auch einmal der Opfer dieser Migrationspolitik zu gedenken. Ich besuche die heilige Messe regelmäßig, aber ich habe noch nicht ein einziges Mal erlebt, das z.B. für den achtjährigen Jungen, der vor den fahrenden Zug gestoßen wurde, gebetet wurde. Und auch nicht für die anderen zahlreichen Opfer dieser verfehlten Migrationspolitik.
Und wo ist der Einsatz der Kirchen ,für die verfolgten Christen?


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 leibniz 12. September 2020 
 

Vielen Dank, Herr Hahne!
Beide, ev. und kath. Kirche haben in der Coronakrise ihr wahres Gesicht gezeigt, welches nichts mehr mit dem Evangelium, wohl aber viel mit Anpassung an staatliche Machtstrukturen im Sinne von "Thron und Altar" zu tun hat.
Gott sei Dank gibt es noch ein paar wenige Bischöfe, die sich noch nicht gänzlich vom Evangelium entfernt haben und denen es nicht ausschließlich um ihre Privilegien und Pfründe geht.
Sie werden jedoch den exponentiellen Anstieg der Austrittszahlen nicht verhindern.


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 Diasporakatholik 11. September 2020 
 

Steve Acker, Ihr Beitrag ist glattes Whataboutism.


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 Steve Acker 10. September 2020 
 

und wo bleibt in der ganzen Diskussion um Flüchtlinge

das Mitgefühl für die zahlreichen Opfer von Flüchtlingsgewalt?
Auf der Domplatte, also quasi vor Kard. Woelkis Haustür wurden in der Sylvesternacht 2015 hunderte von Frauen belästigt, begrabscht oder vergewaltigt.
Und das nur ein Beispiel. Es gab noch viel mehr Morde,Vergewaltigungen,Terroranschläge.
Die Polizisten (hartgesottene Männer) die Maria aus Freiburg aus dem Fluss zogen, waren erschüttert darüber was der Täter (afgh.Flüchtling) mit ihr gemacht hatte.
Oder der Axtschläger von Würzburg.Im Regionalzug packt eine Axt aus und schlägt wild um sich. eine chinesische Familie wird schwer verletzt. Für die hat sich niemand danach interssiert.

Man komme mir nicht mit Einzelfällen.
Es sind viel zu viel "einzelfälle".


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 Salvian 10. September 2020 

@Diasporakatholik

Den von Ihnen genannten Tagespost-Artikel kann ich ebenfalls sehr empfehlen, da sind wir uns einig. In der gedruckten Ausgabe ist er am 3. September unter der Überschrift "Barmherzigkeit oder Gerechtigkeit?" erschienen. Übrigens wird darin auch auf R. Schröder Bezug genommen.
Niemand stellt in Frage, dass Fremdenfeindlichkeit und Christentum unvereinbar sind. Es ist aber fatal, wenn bei der Diskussion über die Flüchtlingspolitik jede Kritik an der Regierungslinie sofort als rechtspopulistisch abgetan oder gar mit "Nazis" in Verbindung gebracht wird.
Wie schlecht es für die politische Kultur ist, wenn allzu leichtfertig und reflexhaft eine Gefahr von "rechts" beschworen wird, hat der jetzige Kommunikationsdirektor des Erzbistums Köln, Markus Günther, schon vor dem September 2015 in einem ausgezeichneten FAZ-Artikel gezeigt (siehe Link).

www.google.com/amp/s/m.faz.net/aktuell/politik/inland/kampf-gegen-rechts-ein-volk-von-antifaschisten-13429214.amp.html


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 Diasporakatholik 10. September 2020 
 

@Salvian

Ich habe nicht von Merkels Gegnern geschrieben sondern CHRISTEN gemahnt, nicht ihre Herzen gegenüber Hilfsbedürftigen und da insbesondere auch gegenüber Flüchtlingen zu verhärtet und sich so gar mit Nazis gemein zu machen, die gegen letztere meist undifferenziert hetzen.

Sie haben auf Richard Schröder verwiesen. In der Tagespost erschien am 4.9.2020 ein sehr lesenswerter differenzierter Artikel "4. September 2015: Eine Nacht für die Geschichtsbücher", den i h zwar auch nicht uneingeschränkt Teile, der aber m.E. zur Versachlichung der Debatte beitragen könnte.


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 rosenkranzbeter 10. September 2020 
 

Kardinal Wölki Vorbild in Glauben und Caritas

Kardinal Wölki hat in den letzten Jahren sehr berührende tiefgehende Predigten/Meditiaonen an Fronleichnam/Gründonnerstag über die Eucharistie als zentrales Glaubensgeheimnis gehalten. Wer sie gehört hat, musste berührt von dieser Liebe zu Eucharistie, zu Christus und seiner Kirche sein. Er war auch einer der wenigen Bischöfe neben Bischof Voderholzer, die sich entschieden gegen den Kommunionempfgang für nicht-katholische Ehepartner ausgesprochen haben, wenn diese aus seelsorglichen Gründen wie deren katholischer Ehepartner den Leib Christi können sollten. Kardinal Wölki sagte am Ende der damaligen Fronleichnams-Prozession "Es geht hier um Leben und Tod!"
Aber ebenso engagiert hat er sich als katholischer Bischof gegen Abtreibung und gegen das Sterben so vieler Flüchtlinge im Mittelmeer ausgesprochen und immer wieder vehement darauf hingewiesen, dass wir als Christen unseren Brüdern in Not zu helfen haben. er als Bischof hatte dies einzufordern: Glube und Caritas!


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 Diasporakatholik 9. September 2020 
 

@lakota

Nun, damals war die Flucht über das Mittelmeer höchst aktuell. Und da der Herr in Mt 25 die getanenen bzw. unterlassen Werke der Barmherzigkeit an Seinen bedürftigen geringsten Brüdern/Schwestern damit gleichsetzt, als ob sie IHM selbst erwiesen oder eben vorenthalten wurden, ist das Aufnehmen von Fremden oder Obdachlosen ein Dienst des Christen im Alltag am HERRN selbst.

Und an Fronleichnam ist der HERR im konsekrierten hl. Brot auf den Straßen draußen und erinnert damit daran, dass ER uns auch in unserer Barmherzigkeit bedürftigen Menschen begegnet.

Darüber hat damals Kardinal Woelki gepredigt - wir fanden das zu Fronleichnam durchaus passend und zudem höchst aktuell zur damaligen akuten Flüchtlingssituation.

Vielleicht können Sie ja irgendwo seine damalige Predigt nachhören oder lesen.


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 Salvian 9. September 2020 

Kritik an der "Willkommenskultur"

Es ist gut und richtig, dass Herr Hahne am Beginn seines Beitrags Woelkis radikale Parteinahme für Merkels Flüchtlingspolitik 2015 kritisiert. Leider ist es so, dass damals von katholischen Bischöfen kaum ein Beitrag zur Versachlichung der Diskussion in dieser Angelegenheit geleistet wurde. Statt dessen haben viele von ihnen, auch Woelki, daran mitgewirkt, jede Frage nach dem Sinn und den Folgen von Merkels Politik als Ausdruck von Ausländerhass abzustempeln. Das ist bis heute so geblieben: Auch hier im Kommentarbereich ist wieder zu lesen, Merkels Gegner würden sich mit "Nazis" gemein machen.

Ausgerechnet einem evangelischen Theologen und ehemaligen SPD-Politiker, Richard Schröder, ist es vorbehalten geblieben, die fatalen Folgen der pseudomoralischen "Willkommenskultur" sachlich und nüchtern abzuwägen (s. Link).

www.google.com/amp/s/m.faz.net/aktuell/politik/die-gegenwart/fluechtlingskrise-was-wir-migranten-schulden-und-was-nicht-14387586.amp.html


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 Waldi 9. September 2020 
 

Zuerst ein pralldickes Dankeschön...

an Peter Hahne. Nach diesem Kommentar zu schließen, sehen sich Bode und Bätzing nicht nur äußerlich fast wie Zwillinge ähnlich, sondern sind auch geistig aus dem selben Holz geschnitzt. In der Lombardei gibt es eine zu Herzen gehende Geschichte von einem coronainfizierten Priester, der seinen Leidgenossen im Krankenhaus tröstende Worte aus der Bibel vorlas und damit sogar atheistische Ärzte, die völlig hoffnungs überarbeitet waren, zum Glauben und zum Beten gebracht hat. Dieser Priester ist später gestorben, hat aber ein nachhaltiges Vermächtnis der Hoffnung und Zuversicht hinterlassen. Kardina Marx hingegen hat zur selben Zeit seinen Namensbruder Karl Marx wegen seiner sozialen Ideen lobend gewürdigt. Die meisten deutschen Kardinäle und Bischöfe sind nur noch darauf versessen, den Synodalen Irrweg auf Biegen und Brechen durch zu boxen und nehmen dafür sogar die Gefahr inkauf, sich von Rom völlig abzuspalten. Der Synodale Weg interessiert mich als Katholik einen feuchten Dreck!!!


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 Waldi 9. September 2020 
 

Züvörderst ein pralldickes Dankeschön...


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 lakota 9. September 2020 
 

@Diasporakatholik

Vielleicht lag das daran, daß Fronleichnam rein gar nicht mit Migration zu tun hat, sondern allein mit der Verehrung und Anbetung unseres Herrn Jesus Christus in Gestalt des Brotes.
(Da viele schon nichts mehr damit anfangen können, wäre eine Predigt DARÜBER sinnvoller gewesen.)

Über Migranten kann er ja zu anderen Zeiten predigen.


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 Diasporakatholik 9. September 2020 
 

Als CHRISTEN müssen wir aufpassen,

dass wir auch gegenüber Flüchtlingen nicht unser Herz verhärtet und uns gar mit Nazis gemein machen, die ja permanent gegen diese Menschen hetzen.

Am Ende der Zeiten wird gem. Mt25 uns der Herr gerade auch nach dem Grad unserer Barmherzigheit gegenüber Fremden beurteilen.

Das dürfen wir nicht vergessen, auch wenn das eine vielleicht "unbequeme" biblische Wahrheit ist.

Und das hat auch Kardinal Woelki u. a. damals in seinen Predigten uns allen in Erinnerung zu rufen versucht, wofür er mir unverständlicherweise auch gerade von zahlreichen an sich konservativen und sich selbst als kirchentreu verstehenden Katholiken kritisiert wurde.


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 Diasporakatholik 9. September 2020 
 

@Steve Acker

Wir haben an dem Fronleichnams-Gottedienst mit dem Flüchtlingsbootsaltar vor dem Kölner Dom seinerzeit via Bibel.tv teilgenommen.
In der Predigt hat Kardinal Woelki seinerzeit auf Jesu endzeitliche Mahnungen aus Mt25 Bezug genommen - das war u.E. bezogen gerade auf die aktuelle Situation sehr passend insbesondere Mt 25,35 bzw. 43.


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 Steve Acker 8. September 2020 
 

Als Kard. Woelki die "Bootsmesse" feierte, hab ich mich sehr

geärgert. Fand das unmöglich.
Es freut mich dass er jetzt wieder zu den wirklich
wichtigen Themen zurückgefunden hat.


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 Diasporakatholik 8. September 2020 
 

Gandalf, ich stimme Ihnen dahingehend zu,

dass gewiss kein Mensch fehlerfrei ist - Sie und ich eingeschlossen.

Wir hören uns übrigens u.a. regelmäßig sehr gerne Kardinal Woelki's wöchentlich sonntags um 19.55Uhr auf Bibel.tv ausgestrahltes "Wort des Bischofs" an.

Sie würden allerdings staunen und wohl mindestens irritiert sein, dass er vorletzte Woche anlässlich des 5-jährigen Jahrestages des berühmt-zuversichtlichen Ausspruchs der deutschen Kanzlerin auch jetzt dazu steht und es verteidigte.

Ich habe auch heute damit keine Probleme und bin auch da - im Gegensatz wohl zu vielen auch hier - mit dem Erzbischof von Köln völlig d'accord.


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 Gandalf 8. September 2020 

@Diasporakatholik

So einfach ist das sicher nicht, seinen Verstand muss man nicht abgeben, auch der Kölner Erzbischof hat Fehler gemacht. Woelki hat sich in einigen Punkten auch gewandelt und hat Gott sei Dank jetzt auch bessere Medienberater. NIcht ohne Grund hat ja sein Medienchef von der Zeit aufhören müssen bzw. ist bzw. wurde gegangen.


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 Diasporakatholik 8. September 2020 
 

@Henry Cavendish - Vielleicht haben Sie es auch bemerkt

wie die sog. öffentl. Meinung selektiert und manch kritische Anfrage unterdrückt wird - gerade im Netz, wo doch behauptet wird, man wolle ein Gegengewicht zu den etablierten öffentlich-rechtlichen Medien sein.


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 Diasporakatholik 8. September 2020 
 

Meine Empfehlung für Peter Hahne:

Ich habe auch dann zu Kardinal Woelki gehalten, als er in der Zeit von 2015 und direkt danach ob seiner Haltung und Aussagen von vielen scharf kritisiert wurde.

Und ich bin gut damit gefahren, denn ich konnte auch da keine Abweichungen zum Evangelium bei ihm feststellen.

Deshalb:

Nehmen Sie wirklich ALLES unvoreingenommen ernst, was Kardinal Woelki ÄUSSERTE.

Nicht nur das was gerade in den Kram passt.


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 Henry_Cavendish 7. September 2020 
 

Mir stellt sich da eine Frage: #2/2

Gleichzeitig verwehren wir derzeit aber Teenagern und jungen Erwachsenen ihre Chancen. Was ist, philosophisch betrachtet, denn negativer: Großeltern, die nicht mehr regelmäßig ihre Enkel sehen können oder Studenten, die ihr Studium aufgeben müssen, weil ihnen bspw. der Kellner-Job weggebrochen ist, um sich zu finanzieren?
Und dann ist das eine soziale Frage. Nämlich die Frage, wieviel die Jungen aufzugeben bereit sein müssen, um die Sicherheit der Alten zu finanzieren.
Und auf wieviel Lebensqualität (Partys, etc.) müssen sie bereit sein, zu verzichten?

Wir nähern uns langsam einem Punkt der Gerontokratie.


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 Henry_Cavendish 7. September 2020 
 

Mir stellt sich da eine Frage: #1/2

uf die Feststellung "Dabei sagte er nur, was die Basis denkt[...]" - folgt ein einziges Lamento über die Auswirkungen auf die alten Kranken. Ich will diese Probleme auch nicht kleinreden(-schreiben). Aber es gefühlt der hunderttausendste Beitrag zu den Befindlichkeiten der Menschen, die in Altersheimen leben.
Im Grunde tut dieser Beitrag nichts anderes, als das, was moralisch auch als Idee/ Begründung für Verzicht von den politisch Handelnden herangezogen wird.
ABER vielleicht sollte man zuerst einmal festhalten: Diese Mitbürger sind lebenserfahrene Erwachsene. Und sie sind sozio-finanziell (Rente) stabil abgesichert. Man darf denke ich eine gewisse Resilienz von ihnen erwarten.


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 lesa 7. September 2020 

Unbekannt - und doch Voraussetzung ...

[email protected]: "Tatsache - und für den Katholiken klar einsichtig - ist, dass ein sakramentales Amt in der Kirche eine Stiftung Christi und deshalb an Vorgaben gebunden ist, über die auch Papst und Konzil nicht verfügen können. Die Bindung des apostolischen Amtes an das männliche Geschlecht geschieht zudem aus Treue zur biblisch bezeugten Heilsgeschichte, nicht aus Treue zu einer von der Kirche verordneten Regel." In diesem Verständnis kann man auch von Amtskirche sprechen, sofern auch klar sein müsste, dass zum Volk Gottes das allgemeine Priestertum und das Amspriestertum zur gegenseitigen Ergänzung gehören. Aber auch viele Katholiken sind mit diesen Gegebenheiten und Begriffen nicht mehr vertraut. Höchstens als Gegenstand der Empörung, ohne den Gegenstand der Empörung zu kennen.
Danke für Ihre Kurzkatechese - mit ein paar Zeilen gut gelungen!


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 phillip 7. September 2020 
 

Ist der Begriff "Amtskirche" gar so verfehlt?

Na ja, ich halte ihn zumindest als missverständlich, mit dem Ungläubige einfach nicht zurande kommen und nach Vergleichen im profanen Bereich suchen! Tatsache - und für den Katholiken klar einsichtig - ist, dass ein sakramentales Amt in der Kirche eine Stiftung Christi und deshalb an Vorgaben gebunden ist, über die auch Papst und Konzil nicht verfügen können. Die Bindung des apostolischen Amtes an das männliche Geschlecht geschieht zudem aus Treue zur biblisch bezeugten Heilsgeschichte, nicht aus Treue zu einer von der Kirche verordneten Regel.


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 Federico R. 7. September 2020 
 

@exnonne

Bitte sehr ernsthaft um Verzeihung. Mein Posting war gar nicht so lustig gemeint, sondern eher bittere Ironie. Vielleicht zu verstehen als Vorschlag zur weiteren Selbstbeschäftigung der Syn.Weg-Geher - vorbei am Eigentlichen und Notwendigen.


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 exnonne 7. September 2020 
 

sich lustig machen

Okay, angesichts der Dislikes akzeptiere ich, dass es trotz des ernst zu nehmenden Themas auch auf den Unterhaltungswert ankommt ;-)


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 Stephaninus 7. September 2020 
 

Hahne und Woelki

sind zwei unverzichtbare Stimmen in der deutschsprachigen Christenheit!


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 exnonne 7. September 2020 
 

@Federico R.

Ich halte es nicht für zielführend, sich darüber lustig zu machen.


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 Adamo 7. September 2020 
 

Peter Hahne, den wir alle als Nachrichtensprecher im Fernsehen kennen,

hält uns Katholiken als evangelischer Journalist den Spiegel vor die Augen.

Prima, herzlichen Dank lieber Peter Hahne!

Wir Katholiken sind entsetzt, was die Mehrheit unserer Bischöfe mit ihrem sog."Synodalen Weg" für ein schlimmes und gefährliches Spiel im Einvernehmen mit dem sog. ZdK spielen.

Das alles was sie tun, hat mit der Lehre Jesu überhaupt nichts mehr zu tun. Schlimm!


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 Federico R. 7. September 2020 
 

Lieber und geschätzter Peter Hahne. Die Laien- wie die geweihten Katholenfunktionäre ...

... werden wohl - unbelehrbar von Kardinal Woelkis energischer Wortmeldung am vergangenen Freitag – unbeirrt ihren Syn.Weg weitergehen. Deshalb möchte ich zum Thema Frauenweihe einen vertiefenden Diskussionspunkt einbringen:
Wenn Frauenweihe, dann von vornherein nur unter paritätischer Vorgabe: Bei jeder Diakon-/-Priester-/Bischofsweihe sowie bei jeder Papstwahl fifty-fifty, also 50 Prozent männlich, 50 Prozent weiblich. Ungefähr so, wie es die politischen Parteien vormachen. Und immer da, wo mangels Masse nur eine Person zur Verfügung steht, darf dann auch eine Person geweiht werden, die beide physischen Merkmale besitzt. Nur das wäre wirklich gendergerecht. Also, liebe Syn.Weg-Geher, macht euch baldmöglichst mal darüber Gedanken! Das Volk will - besonders jetzt in Corana-Zeiten - unterhalten werden.


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 Lilia 7. September 2020 
 

Woelki lebt nicht im rosa Wolkenkuckuckucksheim,

in dem inzwischen der Großteil unserer Hirten auszumachen ist. Er zeigt einmal mehr, was es heißt als Hirte für die wirklichen Sorgen und Probleme der Menschen da zu sein. Dafür möge der Liebe Gott ihn stärken und segnen.

An Peter Hahne und Bf. Bätzing beweist sich wieder mal das Augustinuswort vom Draußen und Drinnen in der Kirche. Hahne wäre in jedem Fall der bessere Vorsitzende!


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 Robensl 7. September 2020 
 

Aufforderung an uns alle, oder?

Sollten nicht jeder soweit er kann spätestens jetzt bei Bischof, zuständigen Seelsorgern, Heim-/KH-Leitungen und Politikern nachhaken und drängen bez. der seelsorgerischen Versorgung von Alten und Kranken?
Dass diese "Grausamkeiten", wie Kard. Kasper sie nennt (und leider doch ein Stück weit Verständnis dafür hatte), endlich ganz aufhören und ins Gegenteil gewandelt werden.


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 Norbert Langenfeld 7. September 2020 

"Berührbare Kirche"

Dieselben, die von berührbarer Kirche faseln, schließen die Tore. Es gibt zum Glück mutige Ausnahmen.


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 Robensl 7. September 2020 
 

Orientierung verloren

Wie Stefan Fleischer und lesa schon anmerken, konnte es nur soweit kommen, weil so viele Hirten die Orientierung schon vor Corona zumindest teilweise verloren haben. Der Seelsorger, der die persönliche Zuwendung durch Christus in den Sakramenten für unersetzbar und tendenziell unaufschiebbar ansieht, der SORGT für Wege, dass die SEELEN diese erhalten (und zwar echt, nicht virtuell). Wir Christen kämpfen auch für das irdische Leben und Heil des Körpers, aber das ewige Leben und das Seelenheil muss Priorität haben. Und es war von Anfang an klar, dass Corona zwar nicht harmlos, aber auch nicht die Pest ist-und selbst bei der sorgte z.B. Hl. Karl Borromäus deutlich besser für die körperliche UND seelische Versorgung. Dass selbst eigentlich gut orientierte Hirten wie Woelki, Oster oder Karl Wallner hier schwiegen oder gar die klerikale Einbunkerung verteidigten, fand ich persönlich sehr enttäuschend; naja, wir alle machen Fehler.


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 wedlerg 7. September 2020 
 

Kardinal Marx macht es vor!

Während Kardinal Woelki und Peter Hahne sich auf das wesentliche konzentrieren, ist Kardinal Marx schon weiter.

Kardinal Marx hat in den letzten Wochen und Monaten zu folgenden Themen Stellung genommen - ein Pressespiegel nach kurzer google Recherche:

1 Kirche und Sexualität: Kardinal Marx für offenen Umgang: Kardinal Reinhard Marx wünscht sich in der katholischen Kirche einen offeneren Umgang mit Fragen der Sexualmoral.


2 Kardinal Marx: „Münchner Innenstadt kann Laboratorium für Pastoral der Zukunft sein"

3 Kardinal Marx wendet sich gegen Verschwörungstheorien: Kardinal Reinhard Marx wendet sich gegen die extremistischen Tendenzen bei den Corona-Demonstrationen.

4 Kardinal Marx solidarisiert sich mit Demonstranten in Belarus

5 Kardinal Marx würdigt Karl Marx.

Es ist kein Zufall, dass folgende Schlagzeile von selber dazu kommt, wenn Hirten derart weit weg sind von der Herde:

"Rekord-Austrittswelle im Erzbistum München und Freising"


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 lesa 7. September 2020 

Corona als Prüfstein: Der Glaube an Christus, der im Sakrament DAS HEILMITTEL, ja das LEBEN ist

Der leidende Mensch, in dem Fall speziell die Alten und Kranken, hat sich in der Corona-Krise als Prüfstein erwiesen, wie es um den Glauben der Kirche und so mancher Bischöfe und Priester bestellt ist. Das Problem an der Wurzel ist nämlich der Unglaube. Von Unglaube im christlichen Sinn ist dann zu reden, wenn nicht der im Sakrament lebendig wirkende CHRISTUS der Maßstab des Handelns ist, sondern ein plausibler Jesus, den man sich zurechtschneidert. Nichts gegen die "netten Bemühungen", die ausgedacht nach menschlicher Einschätzung haben manche Linderung gebracht. Aber das können alle anderen Vereine auch bewerkstelligen. Was aber Christus im Sakrament wirken möchte und könnte, den Menschen vorenthalten, das ist praktizierter Unglaube. Der Glaube an den Christus, der im Sakrament DAS HEILMITTEL ist zu ewigem Leben, und dessen Wort und Wirken durch die WEihe die Verbindung mit dem Ursprung garantiert, muss neu entdeckt werden.


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 lakota 7. September 2020 
 

Danke Peter Hahne

ich kann Ihnen nur zustimmen!
Was man den alten Menschen in den Heimen - zu ihrem Schutz - angetan hat, ist gegen alle Menschlichkeit.

@Salvian hat es schon gesagt und ich kann es nur bestätigen, weil meine Mutter vor einigen Wochen im Altenheim gestorben ist. Nicht an Corona, aber immer wieder sagte sie: "Was soll ich noch hier? Nicht mal meine Urenkelchen kann ich sehen, keine Hl.Messe gibts mehr. Das ist wie im Gefängnis, lieber Gott, hol mich doch".

Jetzt hat sie ihren Frieden, aber ohne die Coronamaßnahmen wäre sie wohl noch am Leben.
Hier im Forum sagte mal jemand, im Hinblick auf das Verbot der Hl. Messe (für die Gläubigen), man müsse Geduld haben.
Die armen alten Menschen haben aber nicht so viel Zeit! Wann wird es wieder in Altenpflegeheimen eine Hl. Messe geben, die vielen Alten soviel bedeutet? Wo ist unsere Kirche, Herr Bätzing?


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 griasdigott 7. September 2020 

Dauerurlaub

Der Artikel von Peter Hahne spricht mir aus dem Herzen. Sehr treffend formuliert.
Mit viel Sorgfalt und Eile wurde verboten, dichtgemacht, Betriebsurlaub gemacht. Jetzt ist Urlaub. Immer noch Begrenzungen, Platzzuweisungen usw. Das mit der Internetseelsorge klingt aufs erste gut. Nun hatte ich eine wichtige Frage bzgl Predigt und Gültigkeit der Bibel. Über zwei Wochen keine Reaktion. Nochmalige Nachfrage. Vor einer Woche dann Info, dass zeitnah geantwortet würde. Jetzt sind bald vier Wochen vergangen seit der Anfrage.
Die ganzen Monate habe ich mich über Wasser gehalten per Internet und Bibel. Dann auch wieder in die Sonntagsgottesdienste mit Mundschutzmaske. Eine einzige Frage! Bitte fangen Sie! Per email kommt die Seelsorge... oder auch nicht. Sehr traurig!


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 Karlmaria 7. September 2020 

Sach8,23

So spricht der Herr der Heere: In jenen Tagen werden zehn Männer aus Völkern aller Sprachen einen Mann aus Juda an seinem Gewand fassen, ihn festhalten und sagen: Wir wollen mit euch gehen; denn wir haben gehört: Gott ist mit euch.


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 Salvian 7. September 2020 

Gut, dass Sie, Herr Hahne, immer wieder den Finger in die Wunde legen!

Eine mir bekannte Altenpflegerin, die in einem kirchlichen Heim tätig ist, hat von einer Bewohnerin dieses Heims einige Wochen nach dem Lockdown zu hören bekommen:
"Ich will lieber an Corona sterben als so wie jetzt weiterzuleben."
Und ein Freund von mir hat mir noch drei Monate nach dem Lockdown ein Foto zugeschickt, auf dem zu sehen ist, wie er hinter einem hohen Zaun seiner im ersten Stock eines Heims weggesperrten Mutter zuwinkt, mit dem Kommentar: "Näher komme ich nicht ran".
Wird sich jetzt endlich die Einsicht durchsetzen, dass die Totalisolation der Alten und Kranken doch keine ganz so tolle Idee gewesen ist?


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 Chris2 7. September 2020 
 

Das flammende Plädoyer Prandtls

war mir damals auch aufgefallen. Der alternativlose dürrenmatt'sche Zug rast schon dermaßen schnell auf den Abgrund zu, dass die Vordenker der Linken von gestern heute sogar von Bischöfen links überholt werden. In diesem Fall, indem sie noch vor dem Staat öffentliche Hl. messen verboten (Marx, der erklärte Fan seines Namensvetters. Nomen est Omen). Auch Alice Schwarzer ging es so, während die autoaggressiven Linken für Multikulti = Islamisierung alles über Bord werfen, wofür sie jahrzehntelang gekämpft hatten, v.a. Frauen- und Schwulenrechte. Prinzipienlose Ideologen und Opportunisten...


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 Herbstlicht 7. September 2020 
 

Amtskirche

Den Begriff "Amt" weglassen, dann bleibt das, was wirklich wichtig ist: Kirche.
Die Kirche ist kein LandratsAMT, kein GesundheitsAMT, sondern gestiftet von Jesus Christus und eine Gemeinschaft von Gläubigen.
Mögen sich dies bestimmte Bischöfe immer wieder vor Augen führen.

Jesus ging zu den Menschen!
Besonders wandte Er sich den Kranken zu.
Darunter gab es mit Sicherheit auch viele, deren Krankheit ansteckend war.
Jesus hat ihnen die Hand gereicht und sie damit gestärkt.
Und oftmals geheilt.


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 girsberg74 7. September 2020 
 

Bätzing ist ja nicht untätig.

Er müht sich nur mit unfruchtbaren Problemen ab, tritt diese noch breit.

Ich frage mich, ob er seine Sicherheit aus Selbstbespiegelung gewinnt, dass er Kardinal Woelki indirekt abzuqualifizieren sich erkühnen kann.

Mein Gott, was ist das für ein Posten geworden: "Vorsitzender der Deutschen Bischofskonferenz"!


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 Stefan Fleischer 7. September 2020 

Eine andere Frage ist

ob es überhaupt so weit hätte kommen können, wenn unsere Kirche sich jederzeit (weit) mehr um die seelische (nicht nur psychische!) Gesundheit der Gläubigen (inkl. Amtsträger) gekümmert hätte, als um die leibliche.


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 Chris2 7. September 2020 
 

Peter Hahne, eine der wenigen

vernünftigen und mutigen Stimmen in dieser aggressiv-verrückten Zeit. Fast könnte man meinen, er sei inzwischen katholisch geworden. Aber ich fühle mich schon lange tiefgläubigen Protestanten, die ernsthaft Gott suchen, weitaus mehr verbunden, als Abrissbirnenkatholiken, die uns wahlweise eine "neue" oder "andere" Kirche aufzwingen wollen...


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 Gewitterwolke 7. September 2020 
 

Ich habe den Eindruck dass die Kirche in den Corona-Zeiten einen mehrwöchigen "Betriebsurlaub" hatte. Von meinem Ortspfarrer war nichts mehr zu sehen und zu hören. Ich hätte zumindest geistlichen Zuspruch über das Gemeindeblatt erwartet. Aber es kam nichts, absolut gar nichts. Ich war aufs Fernsehen angewiesen, bei EWTN und K-tv konnte ich täglich an der Hl. Messe teilnehmen. Ich bin sehr dankbar das es diese TV-Sender gibt. Wenn ich es richtig mitgekriegt habe werden diese Sender nicht aus Kirchensteuermitteln finanziert. Warum hält sich die Kirche da so zurück, sie hat doch für alles Mögliche Geld. Ich verstehe das nicht, vielleicht kann mir das jemand erklären.


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 Corinquietum 7. September 2020 
 

Neben bei gesagt: eine herrliche Alliteration: Woelkis wirklich wichtige Wahrheiten!

Der oberste Satz auch in unserer Gemeinde: Auf Anordnung des Landrats und des Bischofs: Gottesdienste entfallen!
Und dann haben sich unsere "Seelsorger" praktisch aus dem Staub gemacht!
Krankenhaus, Alten-und Seniorenheime? "Wir dürfen ja nicht, wurde uns gesagt!" Alleingelassen alle Alten der Gemeinde, "man darf ja nicht besuchen!" Und unser Bischof? Gibt es den denn noch, wo in Rottenburg hat er sich versteckt? Er redet doch sonst immer so gescheit und hochtrabend, hat er auch einen Maulkorb bekommen, damit man nichts von ihm hört?
+C.


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 hape 7. September 2020 

Wölki vs. Bätzing.

Namen stehen für Inhalte. Mit Wölki und Bätzing werden zwei Namen genannt, die beispielhaft für den innerkatholischen Graben stehen. Man sollte dabei mitdenken, dass der eine für die Minderheit, der andere für die überwältigende Mehrheit der DBK steht.

Freilich sagen Mehrheitsverhältnisse nichts über die Überlebenschancen der Kirche aus. Auch im Arianischen Streit des 4. Jh. war es nur eine handvoll glaubenstreuer Bischöfe, die, trotz der überwältigenden Mehrheit der Arianer, die Weichen der Kirche richtig stellten.

Viel wichtiger als synodale Mehrheiten ist also das Herz. Das Herz-Jesu und das Herz Mariens. Cor ad cor loquitur - Das Herz spricht zum Herzen. Dieser Wahlspruch des Hl. John Kardinal Newman ist heute so aktuell wie damals.


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 Gipsy 7. September 2020 

Peter Hahne

bringt es auf den Punkt. Genau so sieht es aus und ich danke Herrn Kardinal Woelki, dass er den richtigen geistlichen Weg wiedergefunden hat. Mögen viele seiner Mitbrüder es ihm gleichtun. Die Welt braucht, vor allem in diesen Zeiten der allumfassenden Not , die Kirche.
Wer sonst könnte so trösten und helfen, wie sie ( (es einmal konnte und wollte ).
Der Herr Jesus Christus wird ihr dabei beistehen.

Bald ist Weihnachten , der Retter der Welt wird geboren.
Die Kirche darf sich nicht hinter Corona verstecken.


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