Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Bischof widerruft Erlaubnis, dass die Piusbruderschaft in Lourdes Sakramente spenden dürfen
  2. Nicht Bruch, sondern lebendige Tradition - Wider den Missbrauch der Liturgiereform
  3. Rom sollte in Deutschland endlich Bischöfe einsparen und Bistümer zusammenlegen!
  4. Die Krise des Bischofsamtes
  5. Deutschland: 2024 waren nur noch 43 % der Bestattungen christlich
  6. 'Was ich am Katholizismus schon immer toll fand...'
  7. Jedes Rosenkranzgebet sollte mit einer klaren Intention begonnen werden!
  8. Der vatikanische Synodalismus ist ein Anachronismus
  9. Vor Papstbesuch in Lourdes: Alle Rupnik-Mosaike werden dauerhaft verhüllt
  10. Biologische Eltern verklagen Leihmutter, weil diese Abtreibung verweigerte
  11. „Es gibt keinen notwendigen Widerspruch zwischen Synodalität und Tradition“
  12. Polnische Pfarre verlangt von Autofahrern Gebete als "Parkgebühr"
  13. Ist ein linker Punksänger klüger als Bischof Feige?
  14. Der Realismus der Barmherzigkeit
  15. Priester berichtet von Befreiung christlicher Sklaven in Pakistan

Schauspieler Gerard Depardieu wurde durch Taufe orthodox

7. September 2020 in Weltkirche, 11 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


71-jähriger weltbekannter Mime wurde in Pariser Aleksandr-Newskij-Kathedrale e in orthodoxe Kirche aufgenommen - Offene Frage der Wiedertaufe


Paris  (kath.net/KAP) Der Schauspieler Gerard Depardieu ist in die russisch-orthodoxe Kirche aufgenommen worden. Nach Angaben der russischen Nachrichtenagentur "Ria Nowosti" wurde der 71-jährige weltbekannte Mime am Sonntag in der Aleksandr-Newskij-Kathedrale in Paris als "orthodoxer Christ" getauft.

Depardieu hatte 2013 die russische Staatsbürgerschaft angenommen. Ein vom Portal "Orthodox Times" publiziertes Bild vom Sonntag zeigte den prominenten Schauspieler an einem Taufbecken mit dem orthodoxen Erzbischof Jean (Renneteau), dem Oberhaupt der "Erzeparchie der Pfarrgemeinden russischer Tradition in Westeuropa". Das Interesse Depardieus an einer vertieften Beziehung zum Christentum ist laut dem Pressedienst der Wiener Stiftung Pro Oriente seit längerem bekannt. So las der Schauspieler 2003 beim Festival "Art Carnuntum" in Österreich aus den Bekenntnissen des Heiligen Augustinus.


 

Offene Frage der Wiedertaufe

 

Aus den aktuellen Berichten geht nicht klar hervor, ob Depardieu als Kind katholisch getauft worden war und ob es sich in Paris um eine "Wiedertaufe" im engeren Sinn gehandelt hat oder ob der Schauspieler "bedingungsweise" neu getauft worden ist, weil etwa an der Gültigkeit der katholischen Taufe in Kindheitstagen Zweifel bestanden.

Die Frage der Wiedertaufe ist ein heikles, aber selten offen angesprochenes Problem im ökumenischen Dialog zwischen katholischer und orthodoxer Kirche. Die orthodoxe Haltung ist je nach Kirche und Region unterschiedlich. In der Schweiz haben die orthodoxen Kirchen im Land die ökumenische Vereinbarung über gegenseitige Anerkennung der Gültigkeit der Taufe zwischen den christlichen Kirchen unterzeichnet.

In vielen orthodoxen Kirchen ist es üblich, übertrittswillige Katholiken durch das Gebet des Credo (Glaubensbekenntnis) ohne den westkirchlichen Zusatz über den "Ausgang des Heiligen Geistes auch vom Sohn" (filioque) aufzunehmen. Diese Praxis wurde etwa auch im Russischen Reich im 19. Jahrhundert eingehalten, als es zu zahlreichen Konversionen von der katholischen zur orthodoxen Kirche kam. In der Gegenwart gibt es aber auch gegenläufige Entwicklungen. So wurde vor kurzem auf Zypern eine Gruppe von philippinischen Arbeitsmigrantinnen bei der Aufnahme in die orthodoxe Kirche noch einmal getauft.


Copyright 2020 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich
 (www.kathpress.at) Alle Rechte vorbehalten


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu







Top-15

meist-gelesen

  1. EILT - Sommerspende für kath.net - Bitte helfen SIE uns JETZT!
  2. Stift Heiligenkreuz: Abt Maximilian Heim tritt zurück
  3. 'Was ich am Katholizismus schon immer toll fand...'
  4. Der vatikanische Synodalismus ist ein Anachronismus
  5. FEST MARIA KÖNIGIN - Einladung zur Gebets-Novene zur Muttergottes - 13. bis 21. August
  6. US-Bischof Coakley: 'Wir haben noch nicht das letzte Wort zu Traditionis custodes gehört'
  7. Vor Papstbesuch in Lourdes: Alle Rupnik-Mosaike werden dauerhaft verhüllt
  8. Jedes Rosenkranzgebet sollte mit einer klaren Intention begonnen werden!
  9. Kopf der hl. Agatha zum 900. Jubiläum der Reliquienrückkehr gekrönt
  10. Spanischer Priester hilft mehr als 1.200 Personen, einen Ehepartner zu finden
  11. Biologische Eltern verklagen Leihmutter, weil diese Abtreibung verweigerte
  12. Warnung vor Unterwanderung des Westens: ‚Hört auf, Feigheit mit Toleranz zu verwechseln‘
  13. Polen: Bei Ford-Werbung fehlt ein markantes Gipfelkreuz – Absicht oder Versehen?
  14. Warum die Erzdiözese Seoul so viele Priesterberufungen hat
  15. Erzbischof von Sydney kritisiert TV-Sender wegen einseitiger Berichterstattung zu Sterbehilfe

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz