Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Papst warnt erneut die Piusbrüder! Geste wäre "ein schismatischer Akt"
  2. Piusbruderschaft erklärt dem Papst den Glauben
  3. 'Der Bischof des Niedergangs ist Herr Feige'
  4. ‚Ist das Synodenbüro des Vatikan die PR-Abteilung von P. James Martin SJ geworden?‘
  5. Homosexuellenapostolat Courage International kritisiert Synodenbericht
  6. Vom Benehmen mit Majestäten
  7. Vatikanisches Synodenbüro distanziert sich vom umstrittenen Gruppe 9-Abschlussbericht
  8. „Kann der Westen ohne das Christentum überleben?“
  9. Ein Jahr Papst Leo XIV.
  10. Ach FRIEDRICH - Eklat beim Katholikentag und Kanzler Merz mittendrin
  11. Niederländischer Weihbischof Mutsaerts bei Unfall schwer verletzt
  12. Wuppertaler stellv. Stadtdechant: „Lebendige Bindung an die Weltkirche“ statt „deutsche Sonderwege“
  13. Klimakatastrophe völlig 'unplausibel': IPCC-Autoren korrigieren Szenarien
  14. Bischöfe und ZdK wollen die AfD ausgrenzen, der Papst empfängt einen AfD-Bundestagsabgeordneten
  15. Die Erzdiözese Wien hat ein Problem: Toni Faber, seine 'Freundin' und seine 100m2 Penthouse-Wohnung

Asia Bibi fordert pakistanischen Premierminister Imran Khan auf, das Blasphemie-Gesetz zu ändern!

8. September 2020 in Weltkirche, 4 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Bewegendes Interview mit "Kirche in Not" - Bibi: "Ich appelliere an den Premierminister Pakistans Imran Khan, unseren Mädchen zu helfen, denn keine von ihnen sollte leiden müssen!"


Islamabad (kath.net/KIN) In einem bewegenden Video-Interview mit dem Päpstlichen Hilfswerk KIRCHE IN NOT  (ACN) appelliert Asia Bibi an den pakistanischen Premierminister Imran Khan, Minderheiten zu verteidigen. Sie erinnert an das Drama zahlreicher pakistanischer minderjähriger Frauen, die entführt, bekehrt und gewaltsam zur Heirat gezwungen wurden.

Die pakistanische Christin, die zu einem Symbol für das durch die weltweite Christenverfolgung verursachte Leiden geworden ist, sprach von ihrem derzeitigen Wohnsitz in Kanada aus mit dem Direktor von KIRCHE IN NOT Italien, Alessandro Monteduro. Monteduro erwähnte dabei die beiden jungen Christinnen Huma Younus und Maira Shahbaz, die Opfer von Missbrauch wurden. Das Hilfswerk verteidigt deren Fälle mit einer langfristigen Medienkampagne.

Asia Bibi sagte dazu: „Ich weiß, dass diese Mädchen verfolgt werden. Ich appelliere an den Premierminister Pakistans Imran Khan, unseren Mädchen zu helfen, denn keine von ihnen sollte leiden müssen!“

Ein weiteres besonders heikles Thema, das in den letzten Tagen erneut die Aufmerksamkeit der internationalen Medien auf sich gezogen hat, ist das sogenannte Blasphemiegesetz. Laut dem vom Hilfswerk veröffentlichten Bericht über Religionsfreiheit schränken die sogenannten Blasphemiegesetze, die 1986 in das pakistanische Strafgesetzbuch aufgenommen wurden (Abschnitte 295 B, 295 C, 298 A, 298 B, 298 C), die Religionsfreiheit und die Meinungsfreiheit massiv ein. Das Schänden des Koran, sowie das Beleidigen des Propheten stellen Straftaten dar, welche im Höchstfall jeweils mit lebenslänglicher Haft sowie dem Tod bestraft werden können. Im Alltag werden diese Gesetze häufig als Mittel genutzt, um religiöse Minderheiten zu verfolgen. Asia Bibi, eine Mutter von fünf Kindern, war genau aufgrund dieser Anklage von 2009 bis zur Aufhebung des Urteils durch das höchste Gericht Pakistans im Oktober 2018 inhaftiert.


„Als Pakistan gegründet und von Indien getrennt wurde, garantierte der Gründer Ali Jinnah in seiner Eröffnungsrede allen Bürgern Religions- und Gedankenfreiheit“, erklärte Asia Bibi in dem Interview. „Aber heute gibt es einige Gruppen, die die bestehenden Gesetze missbrauchen. Deshalb appelliere ich an den pakistanischen Premierminister, insbesondere die Opfer des Blasphemiegesetzes und die gewaltsam bekehrten Mädchen sowie die Minderheiten, die auch pakistanische Bürger sind, zu verteidigen und zu schützen. Als Opfer spreche ich aus eigener Erfahrung. Ich habe schrecklich gelitten und viele Schwierigkeiten durchlebt; aber jetzt bin ich frei, und ich hoffe, dass diese Gesetze so geändert werden können, dass jeder Missbrauch vermieden wird“, sagte Asia Bibi.

Bei dem Interview, das vollständig auf dem YouTube-Kanal von KIRCHE IN NOT Italien veröffentlicht wurde, bezog sich Asia Bibi auch auf Papst Franziskus. „Ich habe zwei Rosenkränze, die der Heilige Vater gesegnet hat“, sagte sie. „Der eine ist in Pakistan geblieben, den anderen habe ich bei mir. Ich bete den Rosenkranz jeden Tag für den Glauben und für die Verfolgten in Pakistan. Ich danke dem Heiligen Vater Franziskus und Papst Benedikt, die für mich Fürsprache einlegten. Ebenfalls danke ich KIRCHE IN NOT und den vielen anderen Menschen, die für mich gebetet haben.“

Im Namen von KIRCHE IN NOT lud Monteduro Bibi und ihre Familie nach Rom ein. Sie nahm die Einladung mit Freude auf: „Ich habe den großen Wunsch, Rom zu besuchen und, wenn möglich, den Heiligen Vater zu treffen“, antwortete Asia. „Ich bete für Papst Franziskus, der uns in unserem Glauben bestärkt“. Die pakistanische Christin wandte sich abschließend an die Wohltäter des Hilfswerks: „Ich danke KIRCHE IN NOT und allen Wohltätern in Italien und auf der ganzen Welt für die Unterstützung von Menschen, die wie ich wegen ihres Glaubens verfolgt werden.“

Das gesamte Interview mit englischen Untertiteln findet sich unter diesem Artikel!

Foto Asia Bibi (c) KIRCHE IN NOT
 

Wichtiges ´Kirche in Not´-Interview mit Asia Bibi - Bibi fordert pakistanischen Premierminister Imran Khan auf, Blasphemie-Gesetz zu ändern! (engl.)

 

 

 

 

Mehr dazu auf kathtube:


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu







Top-15

meist-gelesen

  1. EINMALIGE CHANCE - SIZILIEN-Rundreise mit Kaplan Johannes Maria Schwarz!
  2. Papst warnt erneut die Piusbrüder! Geste wäre "ein schismatischer Akt"
  3. 'Der Bischof des Niedergangs ist Herr Feige'
  4. „Kann der Westen ohne das Christentum überleben?“
  5. Piusbruderschaft erklärt dem Papst den Glauben
  6. Die Erzdiözese Wien hat ein Problem: Toni Faber, seine 'Freundin' und seine 100m2 Penthouse-Wohnung
  7. Niederländischer Weihbischof Mutsaerts bei Unfall schwer verletzt
  8. Klimakatastrophe völlig 'unplausibel': IPCC-Autoren korrigieren Szenarien
  9. Ach FRIEDRICH - Eklat beim Katholikentag und Kanzler Merz mittendrin
  10. Vatikanisches Synodenbüro distanziert sich vom umstrittenen Gruppe 9-Abschlussbericht
  11. ‚Ist das Synodenbüro des Vatikan die PR-Abteilung von P. James Martin SJ geworden?‘
  12. Vom Benehmen mit Majestäten
  13. Wuppertaler stellv. Stadtdechant: „Lebendige Bindung an die Weltkirche“ statt „deutsche Sonderwege“
  14. Homosexuellenapostolat Courage International kritisiert Synodenbericht
  15. „Wir sollten für den Himmel leben“

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz