Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. 25 Jahre KATH.NET: Kardinal Müller wird Schirmherr, Peter Seewald journalistischer Berater!
  2. Vatikan: Bischöfe fordern langfristige Begleitung von Ehepaaren
  3. „Warum bin ich Christ“
  4. Böhmermann verhöhnt in seiner Sendung Jesus Christus
  5. Deutsche Caritas-Präsidentin fordert CDU-Annäherung an 'Die Linke'
  6. USA: Zahl der Teenager-Mädchen, die sich als lesbisch oder bisexuell bezeichnen, sinkt stark
  7. „Unwahrscheinlich aber eindeutig: Gemeinsamkeiten zwischen der Piusbruderschaft und Priesterinnen“
  8. Meghan Markle-Fans ‚terrorisieren‘ Priester wegen Kritik an ihrem Adventskalender
  9. Was wir mit unserem Körper tun, ist theologisch“
  10. Herabstürzendes Kruzifix tötet Priester während der Messe
  11. Britischer Erzbischof Longley erlaubt zwei Messfeiern im vortridentinischen Sarum-Usus
  12. Ohne Furcht und Heuchelei. Die Freiheit für das Gute ohne Kompromisse
  13. Norwegischer Bischof Erik Varden über „Laetitiae amor“ und „Amoris laetitia“
  14. Nach Sperre: Au-pair-Plattform stimmt Vergleich mit christlichem Vater zu
  15. Papst Leo XIV. verlässt heute das Gemelli-Krankenhaus

"Gott ist der gute Hirte, nicht ich"

9. September 2020 in Jugend, 4 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


"ER sorgt für seine Schafe. Ich bin nur ein Schaf. Es ist nicht meine Verantwortung, die Welt zu retten. Ich habe nur den Auftrag, allen zu verkünden, dass es einen Retter gibt" - Die Jugendkolumne von kath.net - Von Lucia Kirchgasser


Salzburg (kath.net)

Ich bin empathisch und sensibel. Ich spüre schnell, wenn jemand etwas braucht und wenn es jemandem nicht gut geht. Und diesen Zustand halte ich überhaupt nicht aus. Ich fühle mich sofort getrieben, etwas zu unternehmen. Hauptsache die unangenehmen Gefühle des anderen verschwinden. Hauptsache ich enttäusche nicht. Hauptsache Harmonie. Ich bin so sehr eingenommen von dem, was ich von anderen spüre, dass ich mich selbst oft gar nicht spüre. Erst viel zu spät, meistens wenn mein Körper durch irgendwelche Krankheitssymptome schreit, wache ich auf.


 

Ich kann niemals allen gerecht werden. Das ist dieses Wochenende deutlich bei mir angekommen. Und genau das zermürbt mich. Das erschreckt mich. Es macht mir Angst. Es macht mir Angst, begrenzt zu sein.

 

Bin ich geliebt, obwohl da diese Last auf ihren Schultern liegt und sie damit allein fertig werden müssen?  Bin ich geliebt, auch wenn es dem anderen nicht gut geht und er mir seine Liebe nicht zeigen kann? Bin ich geliebt, wenn ich nicht gebe? Bin ich geliebt, obwohl ich Erwartungen und Hoffnungen enttäusche? Darf ich etwas brauchen?

 

Heute habe ich erkannt, dass ich nicht allein von der Liebe und Anerkennung meiner Mitmenschen abhängig bin. Ich weiß, wer mein Gott ist und dass ER mich liebt. Ich weiß, wenn ER mich liebt, dann darf auch ich mich lieben, so wie ich bin – mit all meiner Fülle und in all meiner Begrenztheit. ER will, dass es mir gut geht, also darf auch ich gut zu mir sein und gut für mich selbst sorgen. Denn was kann ich geben, was ich nicht davor empfangen habe?

 

Gott hat mir klare Grenzen gegeben, damit ich geschützt und sicher bin. Er hat mir Grenzen gegeben, damit es mir gut geht und ich Raum habe, mich zu entfalten, satt und gesund zu sein. Darum nehme ich diese Grenzen ernst und achte sie. Ich werde nicht aufhören, mich liebevoll und mutig für andere einzusetzen und hinzugeben. Aber ich fange an, mich auch liebevoll und mutig um mich selbst zu kümmern.

 

Gott ist der gute Hirte, nicht ich. ER sorgt für seine Schafe. Ich bin nur ein Schaf. Es ist nicht meine Verantwortung, die Welt zu retten. Ich habe nur den Auftrag, allen zu verkünden, dass es einen Retter gibt. Ein Retter, der kommt und siegt. Halleluja! 


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu








Top-15

meist-gelesen

  1. Ostern 2027 in Rom - Große kath.net-Leserreise!
  2. Böhmermann verhöhnt in seiner Sendung Jesus Christus
  3. Kanadas führende Tageszeitung verlangt Euthanasie in katholischen Krankenhäusern
  4. 25 Jahre KATH.NET: Kardinal Müller wird Schirmherr, Peter Seewald journalistischer Berater!
  5. Ermittlungsverfahren gegen christliche YouTuber eingestellt
  6. Grünwidl bei Medjugorje-Friedensgebet: Beten und Frieden stiften
  7. Deutsche Caritas-Präsidentin fordert CDU-Annäherung an 'Die Linke'
  8. „Warum bin ich Christ“
  9. Erneut ruhige Spitalnacht für Papst nach Krebs-Operation
  10. Mit dem Rosenkranz im Gym
  11. Meghan Markle-Fans ‚terrorisieren‘ Priester wegen Kritik an ihrem Adventskalender
  12. 'Wenn ich zurückkönnte, würde ich sie wieder wählen – genau wie sie sind'
  13. 'Jeden Tag sprach ich mit Gott und mit meiner Mutter'
  14. Erkrankter Papst ruft Familien zu Mitarbeit in den Gemeinden auf
  15. „Wenn du ihn verstehst, ist es nicht Gott“

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz