Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Antwerpens Bischof Bonny droht jetzt dem Papst
  2. Vatikan genehmigte 2025 in 34 Diözesen die Feier der Alten Messe in Pfarrkirchen
  3. Ist der Islam ‚eine alternative Form des byzantinischen Christentums‘?
  4. Zehn Jahre ‚Amoris laetitia‘ – Die Kunst, eine Lehre zu ändern, ohne sie zu ändern
  5. 'Amoris Laetitia' oder das Lehramt, das sich selbst abschafft
  6. Asymmetrisch blinder Blick auf die deutsche Landschaft
  7. Die Deutsche Bischofskonferenz will keine 'Demontage' des deutschen Staatsfunks
  8. Papst versetzt umstrittenen Kurienkardinal Gambetti vom Petersdom in die Provinz
  9. Bischöfe beauftragen Familien als Missionare
  10. US-Diözese führt Rosenkranzwochenende ein
  11. ‚Der Segen für Marie-Garance war auch ein Segen für ihre biologischen Eltern‘
  12. „Meine Lieben! Darum soll der Rosenkranz nicht vergessen auf dem Boden einer Schublade liegen“
  13. Vatikan bestätigt Sexualverbrechen des toten Ordensgründers Buela
  14. Das Houellebecq-Szenario: Wenn die politische „Mitte“ die Ränder großfüttert
  15. Christliche Eltern beten für den Mann, der ihre Töchter bei Autounfall tötete

"Gott ist der gute Hirte, nicht ich"

9. September 2020 in Jugend, 4 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


"ER sorgt für seine Schafe. Ich bin nur ein Schaf. Es ist nicht meine Verantwortung, die Welt zu retten. Ich habe nur den Auftrag, allen zu verkünden, dass es einen Retter gibt" - Die Jugendkolumne von kath.net - Von Lucia Kirchgasser


Salzburg (kath.net)

Ich bin empathisch und sensibel. Ich spüre schnell, wenn jemand etwas braucht und wenn es jemandem nicht gut geht. Und diesen Zustand halte ich überhaupt nicht aus. Ich fühle mich sofort getrieben, etwas zu unternehmen. Hauptsache die unangenehmen Gefühle des anderen verschwinden. Hauptsache ich enttäusche nicht. Hauptsache Harmonie. Ich bin so sehr eingenommen von dem, was ich von anderen spüre, dass ich mich selbst oft gar nicht spüre. Erst viel zu spät, meistens wenn mein Körper durch irgendwelche Krankheitssymptome schreit, wache ich auf.


 

Ich kann niemals allen gerecht werden. Das ist dieses Wochenende deutlich bei mir angekommen. Und genau das zermürbt mich. Das erschreckt mich. Es macht mir Angst. Es macht mir Angst, begrenzt zu sein.

 

Bin ich geliebt, obwohl da diese Last auf ihren Schultern liegt und sie damit allein fertig werden müssen?  Bin ich geliebt, auch wenn es dem anderen nicht gut geht und er mir seine Liebe nicht zeigen kann? Bin ich geliebt, wenn ich nicht gebe? Bin ich geliebt, obwohl ich Erwartungen und Hoffnungen enttäusche? Darf ich etwas brauchen?

 

Heute habe ich erkannt, dass ich nicht allein von der Liebe und Anerkennung meiner Mitmenschen abhängig bin. Ich weiß, wer mein Gott ist und dass ER mich liebt. Ich weiß, wenn ER mich liebt, dann darf auch ich mich lieben, so wie ich bin – mit all meiner Fülle und in all meiner Begrenztheit. ER will, dass es mir gut geht, also darf auch ich gut zu mir sein und gut für mich selbst sorgen. Denn was kann ich geben, was ich nicht davor empfangen habe?

 

Gott hat mir klare Grenzen gegeben, damit ich geschützt und sicher bin. Er hat mir Grenzen gegeben, damit es mir gut geht und ich Raum habe, mich zu entfalten, satt und gesund zu sein. Darum nehme ich diese Grenzen ernst und achte sie. Ich werde nicht aufhören, mich liebevoll und mutig für andere einzusetzen und hinzugeben. Aber ich fange an, mich auch liebevoll und mutig um mich selbst zu kümmern.

 

Gott ist der gute Hirte, nicht ich. ER sorgt für seine Schafe. Ich bin nur ein Schaf. Es ist nicht meine Verantwortung, die Welt zu retten. Ich habe nur den Auftrag, allen zu verkünden, dass es einen Retter gibt. Ein Retter, der kommt und siegt. Halleluja! 


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu








Top-15

meist-gelesen

  1. Ostern 2027 in Rom - Große kath.net-Leserreise!
  2. USA: Frauen klagen Planned Parenthood wegen Druck in Richtung Abtreibung
  3. Ist der Islam ‚eine alternative Form des byzantinischen Christentums‘?
  4. Erschütterndes Historiendrama: Netflix-Serie „Fauda“ verarbeitet den Terror des 7. Oktober
  5. Muslimische Organisation: ‚In 45 Jahren wird Frankreich wieder katholisch‘
  6. Frankreichs neue „Generation Leo“: Warum die Jugend plötzlich wieder zum Papst strömt
  7. „Er befiehlt seinen Engeln, dich zu behüten auf all deinen Wegen“ (Psalm 91)
  8. 'Amoris Laetitia' oder das Lehramt, das sich selbst abschafft
  9. Die Deutsche Bischofskonferenz will keine 'Demontage' des deutschen Staatsfunks
  10. Thérèse von Lisieux und die ‚Süßigkeit‘ eines Buches über die Apokalypse
  11. Gesetzesvorschlag zum Verbot von Konversionstherapien in Nordirland ist ‚gefährlich‘
  12. 'Jesus macht alles und ich nichts'
  13. UN-Bevölkerungsfonds berichtet über das Leid der Frauen in Gaza
  14. Rosenkranzmonat Oktober steht im Zeichen des Friedens
  15. 25 Jahre KATH.NET: Kardinal Müller wird Schirmherr, Peter Seewald journalistischer Berater!

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz