Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Antwerpens Bischof Bonny droht jetzt dem Papst
  2. Zehn Jahre ‚Amoris laetitia‘ – Die Kunst, eine Lehre zu ändern, ohne sie zu ändern
  3. Tschechischer Bischof Holub meint: Neuer Ritus ist 'wesentlich' für Synodalität
  4. Schwester Helen und angebliche Flirt-Fantasien der Dominikaner
  5. Papst verkündet neuen Friedensappell der Weltreligionen in Assisi
  6. 25 Jahre KATH.NET: Kardinal Müller wird Schirmherr, Peter Seewald journalistischer Berater!
  7. NZZ: 'Die Kirchen arbeiten an der Ächtung der AfD mit'
  8. Die Mitwirkung der seligen Jungfrau Maria an der Erlösung
  9. Zehn Jahre Amoris laetitia: die Schule des Zuhörens
  10. Wir können NICHT schweigen!
  11. Bischöfe beauftragen Familien als Missionare
  12. „Meine Lieben! Darum soll der Rosenkranz nicht vergessen auf dem Boden einer Schublade liegen“
  13. Papst Leo: 'Ehe offenbart etwas von Gottes Geheimnis'
  14. Christliche Eltern beten für den Mann, der ihre Töchter bei Autounfall tötete
  15. Forscher sprechen von neuen Beweisen für möglichen Fundort der Arche Noah

Kardinal Schönborn: Dank für Dienst als Bischof, Priester, Theologe

15. September 2020 in Österreich, 6 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


In Anspielung darauf, dass ihm von manchen Seiten in den zuletzt vergangenen Jahren liberalere Positionen als früher nachgesagt werden, zeigte sich der Kardinal hoffnungsvoll, dass er immer noch fest im Glauben stehe.


Wien (kath.net/KAP) Vor genau 25 Jahren, am 14. September 1995, übernahm der damals 50-jährige Christoph Schönborn das Amt des Erzbischofs von Wien. Bei der Chrisammesse am Montagabend im Wiener Stephansdom sagte Schönborn nun vielfachen Dank für diese Zeit an der Spitze der Erzdiözese Wien, der größten Diözese Österreichs. Er begehe 2020 außerdem auch sein Goldenes 50-jähriges Priesterjubiläum und sei 75 geworden, zudem habe seine Mutter ihren 100. Geburtstag gefeiert, erinnerte Schönborn bei dem Gottesdienst. "Wenn das nicht viele Gründe sind, um Gott Dank zu sagen", so der Kardinal unter dem Beifall der Mitfeierenden im Dom.

Schönborn nahm in seiner Predigt zuerst die priesterliche Berufung bzw. den priesterlichen Dienst in den Blick. Diesem voraus gehe immer die Taufberufung, das Bemühen um die Nachfolge Jesu und die Freude am Christsein. Dies könne sich dann in der priesterlichen Berufung ausprägen. Die Priester der Erzdiözese Wien rief der Kardinal auf, "zu den Gläubigen aufzuschauen und nicht auf sie herabzuschauen". Zudem legte er ihnen die Notwendigkeit eines geistlichen Lebens ans Herz, das im dichten priesterlichen Alltag nur allzu leicht zu kurz komme. Schönborn: "Gott hat uns den priesterlichen Dienst trotz unserer Armseligkeit anvertraut, nicht weil wir so gut sind, sondern weil er so gut ist."


Im Blick auf seine Zeit als Bischof - Schönborn war bereits vier Jahre Weihbischof in Wien, bevor er sein Amt als Erzbischof antrat - räumte der Kardinal ein, dass er keine Erfahrung als Pfarrer hatte. Er wolle deshalb auch allen danken, "dass ihr das ertragen habt". Umso wunderbarer habe er letztlich erlebt, als Bischof in der Nachfolge der Apostel zu stehen und den gleichen Glauben zu verkünden, den schon die Apostel verkündet hätten. In der Familie Schönborn dürfte das Bischofsamt auch genetisch verankert sein, fügte Schönborn in einem kleinen humoristischer Nachsatz hinzu: Er sei schon der achte Bischof in der Familiengeschichte.

Der Kardinal erinnerte in seiner Predigt zudem an seine Zeit als Redaktionssekretär des Weltkatechismus von 1987 bis 1992. Er legte auch seinen Priestern in der Erzdiözese den Katechismus ans Herz, in dem sich die Freude, Schönheit und Stimmigkeit des katholischen Glaubens zeige. Und der Wiener Erzbischof fügte ein Wort des Theologen Karl Rahner (1904-1984) hinzu, das ihn, Schönborn, schon in jungen Jahren geprägt habe. Es brauche eine Art "Vertrauensvorschuss" dem Glauben gegenüber. Wenn man mit einem Glaubenssatz Schwierigkeiten habe, "dann soll man den Raum offen lassen, dass es vielleicht ein Mehr an Wissen und Verstehen gibt, dass sich einem bisher noch nicht erschlossen hat."

In Anspielung darauf, dass ihm von manchen Seiten in den zuletzt vergangenen Jahren liberalere Positionen als früher nachgesagt werden, zeigte sich der Kardinal hoffnungsvoll, dass er immer noch fest im Glauben stehe. Die Erfahrung des Lebens zeige: "Wenn du fest im Glauben stehst, dann kannst du ein weites Herz haben."

Ölweihe und Weiheversprechen

Mit Kardinal Schönborn feierten im Stephansdom die Wiener Weihbischöfe Franz Scharl und Stephan Turnovszky, der emeritierte Wiener Weihbischof Helmut Krätzl sowie der emeritierte St. Pöltner Bischof Klaus Küng; weiters die Mitglieder des Wiener Bischofsrates und des Domkapitels, zahlreiche Priester der Erzdiözese, die Wiener Priesterseminaristen und Gläubige aus den Pfarren der Erzdiözese.

Die Chrisammesse findet gewöhnlich während der Karwoche statt, musste heuer aber wegen der Corona-Pandemie verschoben werden. Im Rahmen der Messe weihte der Erzbischof die Heiligen Öle (Chrisam-, Kranken- und Katechumenenöl), die im Laufe des Jahres für Priester- und Diakonweihen, Taufen, Firmungen und die Krankensalbung verwendet werden. Die Priester erneuerten im Rahmen des Gottesdienstes auch ihr Weiheversprechen.

Van der Bellen gratuliert

Glückwünsche bekam der Kardinal zum Amtsjubiläum am Montag auch von Bundespräsident Alexander Van der Bellen. Er schätze sehr Schönborns Eintreten für sozial Benachteiligte, für Menschen auf der Flucht, für den Klimaschutz und gegen Rassismus, schrieb der Bundespräsident auf Twitter.


Copyright 2020 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich
 Alle Rechte vorbehalten

Foto (c) kathpress/Paul Wuthe


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu








Top-15

meist-gelesen

  1. Ostern 2027 in Rom - Große kath.net-Leserreise!
  2. Bischöfe beauftragen Familien als Missionare
  3. US-Studie: Regelmäßiger Kirchgang sorgt für glücklichere Ehen und mehr Intimität
  4. USA: Monat des Respekts für das Leben im Zeichen des Kampfs gegen Abtreibungspillen
  5. Florentiner Klosterapotheke entwickelte eines der frühesten Cola-Rezepte
  6. Gericht in Tschechien rehabilitiert "Märtyrer-Kardinal" Trochta
  7. Thilo Sarrazin warnt vor Folgen der demografischen Entwicklung in Berlin
  8. Vatikan beendet Reflexionsprozess bei den Servi Jesu et Mariae
  9. „Meine Lieben! Darum soll der Rosenkranz nicht vergessen auf dem Boden einer Schublade liegen“
  10. Der verworfene Stein wurde zum Fundament: Gott wirft unser Leben niemals weg
  11. Diözese Linz: In der Hälfte der Klassenzimmer in der Stadt Wels fehlten die Kreuze
  12. Christliche Eltern beten für den Mann, der ihre Töchter bei Autounfall tötete
  13. Ukrainischer Bischof: "Es gibt so unglaublich viel Leid"
  14. Ägyptisch-amerikanischer Pastor warnt vor ‚unheiliger Allianz‘ zwischen Linken und Islamisten
  15. Über 3000 Teilnehmer beim Marsch fürs Leben in Wien 2026

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz