Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Ein unvermeidliches Schisma?
  2. Bischof Würtz ist offen für Frauenordination
  3. Nach Schisma der FSSPX: Frankreichs altrituelle Katholiken stehen zu Papst Leo XIV.
  4. Beichten und Eheschließungen ungültig!
  5. Piusbruderschaft legt Einspruch gegen Exkommunikatons-Dekret ein
  6. Erzbistum Hamburg: Eltern wehren sich gegen LGBT-Sexualkonzept in katholischen Schulen
  7. Mehr Kirchensteuer bei weniger Mitgliedern
  8. Heute ist es eine finnische Abgeordnete und Großmutter; morgen könnten es leicht Sie sein!
  9. „Beten wir, dass den Gläubigen leichterer Zugang zur überlieferten Form der Messe ermöglicht wird"
  10. Glaubte Papst Benedikt XVI. an die nahende Endzeit?
  11. Kardinal Rouco/Madrid: Der Synodale Weg in Deutschland umgeht das Kirchenrecht
  12. König Charles III. nicht mehr ‚Verteidiger des Glaubens‘?
  13. Bereits vierte Kirchenübergabe an Kopten in Wien
  14. Ann Widdecombe, britische konservative Ex-Ministerin (78), wurde zu Hause ermordet
  15. Ein Sämann ging hinaus, um zu säen – Eine Hoffnungsgeschichte für uns

Was passiert, wenn ein Kurienkardinal im Obdachlosenasyl um Nachtquartier bittet?

15. September 2020 in Weltkirche, 4 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Die Krakauer Albertiner fielen offenbar aus allen Wolken, als sie die Frage des Päpstlichen Almosenmeisters hörten. Von Petra Lorleberg


Krakau (kath.net/pl) Kardinal Konrad Krajewski war zur Beerdigung von Kardinal Marian Jaworski aus dem Vatikan gekommen und wollte nicht im Hotel übernachten, sondern klopfte an der Tür eines kirchlichen Obdachlosenasyls an. Die Ordensmänner des Krakauer Albertinerordens wollten der Bitte des Päpstlichen Almosenmeisters nach einem Nachtquartier anfangs nicht zustimmen. Das berichten polnische Medien. Die Albertiner argumentierten offenbar, dass ihre einfachen Unterkünfte für die Unterbringung eines Kurienkardinals nicht ausreichend seien, jedenfalls habe noch nie ein Kardinal in ihrem Obdachlosenasyl geschlafen. Krajewskis Antwort wird in den Medien zitiert, er fragte nach, wo denn ihr Ordensgründer geschlafen habe, und ob er dies nicht nachahmen dürfe. Tatsächlich übernachtete der Kurienkardinal dann im Obdachlosenheim.


 

Pater Tadeusz Isakowicz-Zaleski setzte ein Foto des Abendessens mit dem Kurienkardinals auf Facebook. Man sieht den Kardinal bei einem einfachen Abendessen im Gespräch mit Bruder Pius. Über die Gesprächsthemen ist nichts bekannt, aber die Situation polnischer Obdachloser sowie der Menschen am Rand des Existenzminimums sowie die alltäglichen Schwierigkeiten beim Betreiben eines Obdachlosenasyls dürften vermutlich zur Sprache gekommen sein. Der bemerkenswerte Vorgang ist in Polen nicht zuletzt über die Sozialen Medien wahrgenommen worden.

 

Die Albertiner waren von Adam Chmielowski (1845-1916) gegründet worden, der selbst aus einer polnischen Adelsfamilie stammte und zunächst eine Karriere als Künstler verfolgte. Allerdings war er betroffen von der Armut der Arbeitslosen und half bald in Obdachlosenasylen mit. 1887 beschloss Chmielowski, seine Karriere aufzugeben und unter den Armen und Bedürftigen zu leben, er akzeptierte für sich das Leben und den Lebensstil eines Bettlers. Er wurde Mitglied des Dritten Ordens von St. Franziskus, empfing das traditionelle graue Ordenshabit und nahm den Namen "Bruder Albert" an. Er begann in den Obdachlosenheimen zu leben, in denen er bisher schon mitgeholfen hatte, und widmete sich völlig den Armen um ihn herum. Der Orden, der aus je einem Zweig für Ordensmänner und Ordensfrauen besteht, widmet sich der Versorgung von Armen in ihrer leiblichen und geistlichen Not.

 

Foto (c) Pater Tadeusz Isakowicz-Zaleski/Facebook

Mehr dazu auf kathtube:


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu







Top-15

meist-gelesen

  1. Mehr Kirchensteuer bei weniger Mitgliedern
  2. Beichten und Eheschließungen ungültig!
  3. Bischof Würtz ist offen für Frauenordination
  4. Nach Schisma der FSSPX: Frankreichs altrituelle Katholiken stehen zu Papst Leo XIV.
  5. König Charles III. nicht mehr ‚Verteidiger des Glaubens‘?
  6. Universität Aberdeen prüft intern Hasskommentar eines Angestellten gegen Ann Widdecombe
  7. Heute ist es eine finnische Abgeordnete und Großmutter; morgen könnten es leicht Sie sein!
  8. Ein unvermeidliches Schisma?
  9. Sommerspende für kath.net - Bitte helfen SIE uns jetzt JETZT!
  10. Glaubte Papst Benedikt XVI. an die nahende Endzeit?
  11. Ann Widdecombe, britische konservative Ex-Ministerin (78), wurde zu Hause ermordet
  12. „Priesterberufungen in Europa: Wachstum in Frankreich, Krise in Deutschland“
  13. „Abgeordnete, die das Gesetz zur Sterbehilfe unterstützen, können nicht mehr zur Kommunion gehen“
  14. Kardinal Rouco/Madrid: Der Synodale Weg in Deutschland umgeht das Kirchenrecht
  15. „Was, wenn sich herausstellt, dass Ann Widdecombe eine Märtyrerin war?“

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz