Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. ADIOS!
  2. „In Deutschland tobt derzeit ein Kirchenkampf“ - Droht ein Schisma?
  3. Debatte um Leitung der Deutschen Bischofskonferenz - Lehramtstreue Bischöfe als „Königsmörder“?
  4. Hat der Synodale Weg „die katholische Kirche in Deutschland in Machtspiel und Kampfzone verwandelt“?
  5. These: Der dreifaltige Gott soll in der Liturgie der Messe verkündet werden
  6. "Entsprechend klein ist die Lücke, die er hinterlässt"
  7. Synodaler Weg führte zu Streit und Verwerfung
  8. Vatikan dementiert Bericht über Abweisung Macrons durch den Papst
  9. Papst Leo sendet kraftvolle Grußbotschaft an die Teilnehmer des „Marsch für das Leben“/Washington
  10. Seligsprechungsprozess für Pater Alfred Delp SJ wird eröffnet
  11. Niederländischer Weihbischof Mutsaerts: „Möchte mich nun an liberale Theologen und Gläubige wenden“
  12. US-Vizepräsident Vance wird erneut beim „March for Life“ teilnehmen und sprechen
  13. „Catholic Herald“: „Irlands schwindende Familien“
  14. Eine unerträgliche Verharmlosung des tatsächlichen NS-Unrechts!
  15. "Ich glaube, dass Gott das erste Selfie geschossen hat.“

Die Güte und Gnade des Herrn - allen das Wort der Erlösung anbieten

20. September 2020 in Aktuelles, 2 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Franziskus: der einzige Lohn: seine Liebe, die Freundschaft Jesu, die für uns alles ist. Armin Schwibach


Rom (kath.net/as) „Darf ich mit dem, was mir gehört, nicht tun, was ich will? Oder ist dein Auge böse, weil ich gut bin?“: Angelus am fünfundzwanzigsten Sonntag im Jahreskreis. In seiner Ansprache vor dem traditionellen Mittagsgebet kommentierte Papst Franziskus das Evangelium vom Tag über die Pflicht zur Vergebung (Mt 20,1-16).

 

Der heutige Abschnitt aus dem Evangelium erzählt das Gleichnis von den Arbeitern, die der Herr des Weinbergs auf den Tag gerufen hatte, um im. Weinberg zu arbeiten. Durch diesen Bericht zeige uns Jesus Gottes überraschende Art des Handelns, dargestellt durch zwei Haltungen des Meisters: den Ruf und der Lohn.

 

Zunächst einmal der Ruf. Fünfmal gehe der Herr eines Weinbergs auf den Platz hinaus und rufe, um für ihn zu arbeiten: um sechs, neun, zwölf, drei und fünf Uhr nachmittags. Es sei rührend, das Bild dieses Herrn zu sehen, wie er mehrmals auf den Platz hinausgehe, um Arbeiter für seinen Weinberg anzuwerben. Dieser Herr repräsentiere Gott, der alle Menschen rufe und dies immer tue. So handle Gott auch heute: er rufe weiterhin alle Menschen zu jeder Stunde, um sie zur Arbeit in seinem Reich einzuladen: „Das ist Gottes Stil, den wir wiederum zu empfangen und nachzuahmen berufen sind“. Er sei nicht in seiner Welt eingeschlossen, sondern „gehe“ ständig heraus, auf die Suche nach Menschen, weil er wolle, dass niemand von seinem Plan der Liebe ausgeschlossen werde.


 

Auch unsere Gemeinschaften seien aufgerufen, über die verschiedenen Arten von „Grenzen“, die es gebe könne, hinauszugehen, um allen das Wort der Erlösung anzubieten, das Jesus zu bringen gekommen sei. Es gehe darum, sich für Lebenshorizonte zu öffnen, die denen Hoffnung böten, die an den existenziellen Rändern stationiert sind und die die Kraft und das Licht der Begegnung mit Christus noch nicht erlebt oder es verloren hätten. Die Kirche müsse wie Gott sein: immer "in uscita", im Aufbruch. Ansonsten werde sie krank. Gewiss, es sei die Gefahr einen Unfalls gegeben, aber dies sei bessere als eine innere Krankheit.

 

Die zweite Haltung des Herrn, die die Haltung Gottes wiederspiegle, sei seine Art, die Arbeiter zu entlohnen. Er mache mit den ersten Arbeitern, die morgens eingestellt würden, einen Denar für den Tag aus. Zu denen, die später hinzukämen, sage er: „Geht auch ihr in meinen Weinberg! Ich werde euch geben, was recht ist“ (V. 4). Am Ende des Tages ordne der Gutsbesitzer an, allen den gleichen Lohn, also einen Denar, zu geben. Diejenigen, die seit dem Vormittag gearbeitet hätten, seien empört und beschwerten sich über den Herrn, doch er bestehe darauf: er wolle allen den maximalen Lohn geben, auch denen, die als letzte angekommen seien (V. 8-15). Gotte "zahle" immer den maximalen Lohn. Hier verstehe man, dass Jesus nicht über Arbeit und gerechten Lohn spreche, sondern vom Reich Gottes und der Güte des himmlischen Vaters.

 

Gott verhalte sich in der Tat so. Er achte nicht auf Zeit und Ergebnisse, sondern auf die Verfügbarkeit und Großzügigkeit, mit der wir uns in seinen Dienst stellten. Sein Handeln sei mehr als gerecht, „in dem Sinne, dass es über die Gerechtigkeit hinausgeht und sich in der Gnade offenbart“. Alles sei Gnade, unser Heil sei Gnade, unsere Heiligkeit sei Gnade. Indem er uns Gnade schenke, gebe er uns mehr, als wir verdienten. Und dann stehe derjenige, zunächst erster, an letzter Stelle, der mit menschlicher Logik argumentiere, also mit der Logik der Verdienste, die er durch sein eigenes Können erworben habe. Wer sich hingegen demütig der Barmherzigkeit des Vaters anvertraue, finde sich selbst an erster Stelle wieder („So werden die Letzten Erste sein und die Ersten Letzte“, V. 16). Franziskus erinnerte an das Beisield es guten Schächersneben Jesus auf Golgota, "der erste, der heiliggesprochen wurde".

 

„Möge Maria uns helfen“, so der Papst abschließend, „jeden Tag die Freude und das Staunen zu empfinden, von Gott gerufen zu sein, für ihn zu arbeiten, auf seinem Acker, der die Welt ist, in seinem Weinberg, der die Kirche ist. Und als einzigen Lohn seine Liebe zu haben, die Freundschaft Jesu“.

 

Nach dem Angelus erinnerte der Papst an den internationalen eucharistischen Kongresse, der in diesen Tagen in Ungarn hätte stattfinden sollen. Er wurde, wegen der "Pandemie",  auf den September des kommenden Jahres verschoben.

 


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Angelus

  1. Die Gnade der Eucharistie: essen und gesättigt werden
  2. Der Sinn von Christi Himmelfahrt. Zwei Handlungen: Ankündigung der Gabe des Geistes und Segen
  3. Frieden hinterlasse ich euch, meinen Frieden gebe ich euch!
  4. Hören, kennen, folgen
  5. Die Zeit, mit Jesus neu anzufangen, mit ihm hinauszufahren
  6. Auch wir sind wie Thomas
  7. Die Wahrheit, die uns frei macht
  8. Bekehren wir uns vom Bösen, entsagen wir der Sünde!
  9. Die Verklärung und die Gnade der Wachsamkeit
  10. Die Versuchungen und der Kampf gegen das Böse






Top-15

meist-gelesen

  1. ISLAND-REISE - KOMMEN SIE MIT! - Eine Reise, die Sie nie vergessen werden!
  2. „In Deutschland tobt derzeit ein Kirchenkampf“ - Droht ein Schisma?
  3. ADIOS!
  4. Debatte um Leitung der Deutschen Bischofskonferenz - Lehramtstreue Bischöfe als „Königsmörder“?
  5. "Entsprechend klein ist die Lücke, die er hinterlässt"
  6. Niederländischer Weihbischof Mutsaerts: „Möchte mich nun an liberale Theologen und Gläubige wenden“
  7. Oktober 2026 - Kommen Sie mit nach SIZILIEN mit Kaplan Johannes Maria Schwarz!
  8. Synodaler Weg führte zu Streit und Verwerfung
  9. Große kath.net-Leserreise nach Rom - Ostern 2027 - Mit P. Johannes Maria Schwarz
  10. Kardinal Zen: Papst Leo „ist wahrlich eine Leitungspersönlichkeit, die zuhören kann!“
  11. Katholikin Eva Vlaardingerbroek verliert Einreiseerlaubnis nach Großbritannien
  12. Hat der Synodale Weg „die katholische Kirche in Deutschland in Machtspiel und Kampfzone verwandelt“?
  13. Sterilisationen, schlechte Lebensbedingungen: Grönländer kritisieren dänische Herrschaft
  14. Maria 1.0: Immer wieder Deutschland - „Deutsch-Synodale“ Reformatoren schaffen Realität
  15. Papst Leo sendet kraftvolle Grußbotschaft an die Teilnehmer des „Marsch für das Leben“/Washington

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz