Login




oder neu registrieren?



Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:









Top-15

meist-diskutiert

  1. Weihbischof Schneider: Impfpflicht mit Wirkstoff aus abgetriebenen Babys wäre Anfang der Apokalypse
  2. ‚Gehorsamstraining’: Kommentator verurteilt Maskenverordnungen
  3. Donald Trump: "Jesus Christus ist der berühmteste Mensch der Geschichte"
  4. Vatikan gibt Gedenkmünze mit Motiv der Pachamama heraus
  5. Botschaft zum Globalen Bildungspakt
  6. "Tun wir so als wäre da nichts"
  7. Das Schweigen zur Verfolgung der Christen im Orient ist wirklich dramatisch
  8. „Freiheit - ohne Kreuz?“
  9. Vertuschungsvorwürfe – Hamburger Erzbischof Heße gerät weiter unter Druck
  10. CoV: Mehrere Staaten verschärfen Schutzregeln für Gottesdienste
  11. Zieht ZdK-Vorsitzender Sternberg das sogenannte „ökumenische Abendmahl“ ernsthaft in Betracht?
  12. „Eindruck, dass die Teilnehmer des Synodalen Weges die Kirche hier und jetzt neu erfanden“
  13. Paris: 18-jähriger Tschetschene enthauptet Lehrer - 'Allahu akbar'
  14. Papst Franziskus: Dante hilft in den ‚dunklen Wäldern’ des Lebens
  15. Augsburger Bischof Bertram Meier: "Die Rede von einer deutschen Ortskirche ist nicht ganz korrekt"

Ein Stückchen Himmel auf Erden

22. September 2020 in Spirituelles, 2 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


2010 verletzte sich Koch bei der Fernsehshow „Wetten, dass…?“ schwer. Nach seinem Unfall habe er sich gefragt: „Wenn es einen Gott gibt, wieso lässt er das zu?“ Konzertlesung mit Samuel Koch und Samuel Harfst


Limburg (kath.net/pbl) Warme Socken, Vogelgezwitscher, Familie und Freunde: Für das und vieles mehr ist Samuel Koch dankbar. Das hat er bei seiner Konzertlesung am Samstag, 19. September 2020, beim Kreuzfest des Bistums Limburg den etwa 250 Zuschauern verraten. Dabei wurde er musikalisch von Sänger und Songwriter Samuel Harfst begleitet, mit dem er auch befreundet ist.

Rolle vorwärts

Einfach mal aufschreiben, wofür er dankbar ist – das macht Samuel Koch regelmäßig. Und seine Liste ist lang: Neben vielen Namen und Orten finden sich dort auch kleine Dinge wie Pfefferminztee, Kirschkernkissen oder Gaffer-Tape.

2010 verletzte sich Koch bei der Fernsehshow „Wetten, dass…?“ schwer. Seitdem sitzt er im Rollstuhl. Statt zu turnen, schreibt er nun Bücher und ist als Schauspieler aktiv. Bei seiner Konzertlesung mit Samuel Harfst im Limburger Bischofsgarten sprachen die beiden über sein Buch „Rolle vorwärts“. Darin beschreibt Koch sein Leben nach dem Unfall. Zwischen den Lese-Einheiten spielte Harfst, der kürzlich sein erstes Live-Album aufgenommen hat, eine Auswahl seiner Songs. Darunter auch seinen neuen „Unter seinem Schutz“, der Psalm 91 zum Thema hat.


Eine andere Perspektive

„Hoffnungszeichen“ ist das Motto des diesjährigen Kreuzfestes. Passend dazu sprach Koch darüber, was ihm hilft, nach vorne zu blicken. Er sei überzeugt, dass dieses Leben nicht alles ist. Deshalb versuche er, nicht krampfhaft alles voll zu packen oder zu verlängern. „Es hängt nicht mehr so viel davon ab, immer und überall die optimalste, ökonomischste und erfolgversprechendste Entscheidung zu treffen. Wenn man konsequent davon ausgeht, dass das Beste erst noch kommt, relativiert sich nicht nur vieles Unschöne, sondern die gesamte Perspektive auf das Leben verändert sich“, so Koch. Sich weniger zu ärgern, könne die Perspektive im Leben verändern. Deshalb schreibt Koch regelmäßig Dankbarkeitslisten. „Und wenn ich das jedes Mal aufs Neue aufschreibe, bin ich überrascht, für wie viel ich dankbar bin“, erzählt er.

Nach seinem Unfall lag Koch lange Zeit auf der Intensivstation. „Oft habe ich den Satz: „Das geht nicht“ gehört. Darauf reagiere ich allergisch“, sagte er bei seiner Lesung. „Ich will weniger auf das schauen, was nicht mehr geht, sondern lieber auf das, was geht.“

Neugierig und abenteuerlustig

Koch sprach auch über seinen Glauben. Nach seinem Unfall habe er sich gefragt: „Wenn es einen Gott gibt, wieso lässt er das zu?“ Während seines Reha-Aufenthalts in der Schweiz habe er dann gemerkt, dass es Gott doch geben müsse. Nach monatelangem Liegen im Krankenbett durfte er zum ersten Mal an die frische Luft. In diesem Moment habe er sich an Gott gewandt – und Dankbarkeit empfunden. Dankbarkeit für die Therapeuten und seine Familie „Und plötzlich verspürte ich eine scheinbar grundlose Freude – eine, die von innen heraus kam“. Rückblickend betrachtet würde er dieses Gefühl als „inneren Frieden“ bezeichnen. Zum Schluss appellierte Koch an die Zuschauer: „Lasst uns wach, neugierig und abenteuerlustig vorwärtsrollen und -gehen und versuchen, mit so vielen Menschen wie möglich schon jetzt und hier ein Stückchen Himmel auf Erden zu feiern.“

 


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

 Herbstlicht 22. September 2020 
 

Danke, Herr Koch!

Wir Gesunde können viel von Ihnen lernen.
Auch wenn wir nicht auf den Rollstuhl angewiesen sind, so wollen wir uns dennoch ein Beispiel an Ihnen nehmen.


1

0
 
 Winrod 22. September 2020 
 

Wunderbares Zeugnis!

Gott segne Sie, Herr Koch!


3

0
 

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu








Top-15

meist-gelesen

  1. Weihbischof Schneider: Impfpflicht mit Wirkstoff aus abgetriebenen Babys wäre Anfang der Apokalypse
  2. ‚Gehorsamstraining’: Kommentator verurteilt Maskenverordnungen
  3. Vatikan gibt Gedenkmünze mit Motiv der Pachamama heraus
  4. Das Schweigen zur Verfolgung der Christen im Orient ist wirklich dramatisch
  5. "Tun wir so als wäre da nichts"
  6. „Freiheit - ohne Kreuz?“
  7. Donald Trump: "Jesus Christus ist der berühmteste Mensch der Geschichte"
  8. „Eindruck, dass die Teilnehmer des Synodalen Weges die Kirche hier und jetzt neu erfanden“
  9. Paris: 18-jähriger Tschetschene enthauptet Lehrer - 'Allahu akbar'
  10. Die geheimnisvollen drei Kreuzchen
  11. 'We are pro Life' - Als Kommissar Rex den Wiener Lebensschützern helfend beistand.
  12. Vertuschungsvorwürfe – Hamburger Erzbischof Heße gerät weiter unter Druck
  13. Augsburger Bischof Bertram Meier: "Die Rede von einer deutschen Ortskirche ist nicht ganz korrekt"
  14. Zieht ZdK-Vorsitzender Sternberg das sogenannte „ökumenische Abendmahl“ ernsthaft in Betracht?
  15. "Es gibt mittlerweile sehr gute Gottesdienstkonzepte" angesichts von Corona!

© 2020 kath.net | Impressum | Datenschutz