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Vatikanischer Kurienpräfekt Becciu verliert Kardinalsrechte

24. September 2020 in Aktuelles, 24 Lesermeinungen
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Papst entbindet Giovanni Angelo Becciu zudem von seinem Amt als Präfekt der vatikanischen Heiligsprechungskongregation


Vatikanstadt  (kath.net/KAP) Papst Franziskus hat den italienischen Kurienkardinal Giovanni Angelo Becciu vom Amt als Präfekt der vatikanischen Heiligsprechungskongregation entbunden. Zugleich nahm er den Verzicht Beccius von den "mit der Kardinalswürde verbundenen Rechten" an. Das teilte der Vatikan am Donnerstagabend überraschend und ohne Angabe von Gründen mit. Becciu war von Franziskus 2018 an die Spitze der Heiligsprechungskongregation berufen und zum Kardinal ernannt worden. Zuvor war er sieben Jahre als Substitut des vatikanischen Staatssekretariats für zentrale personelle und finanzielle Angelegenheiten in der Kirchenleitung zuständig. Der 72-jährige Sarde galt als einer der mächtigsten Männer im Vatikan. Im vergangenen Herbst war Becciu nach Berichten über ein für den Vatikan verlustreiches Immobiliengeschäft, dessen Anfänge in seiner Amtszeit als Substitut des Staatssekretariats lagen, unter Druck geraten. Seit Anfang 2017 amtierte der italienische Geistliche auch als Sonderbeauftragte des Papstes für den Malteserorden, wo er in den vergangenen Jahren den ordensinternen Reformprozess begleitete.


 

Copyright 2020 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich (www.kathpress.at) Alle Rechte vorbehalten


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Lesermeinungen

 Labrador 26. September 2020 
 

Liebe Willigis - wie sollte er das kapieren,

bei den derzeitigen Zuständen in Casa Martha?

Wenn im Vatican jeder mit Geschmäckle zurücktreten würde, von Card. Coccopalmerio über Bischof Zanchetta bis zu denen, deren Misswirtschaft Card. Pell und EB Vigano aufgeräumt hatten, dann bliebe dort kaum die Hälfte übrig.

Wie sagt Hadmut Danisch am Ende seiner Blogs oft so treffend: Es sind nicht die Maßstäbe die mich so ankotzen, es sind die doppelten Maßstäbe.


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 Willigis 25. September 2020 
 

Intrige?

Die Malteserorden-Geschichte ist doch gefühlt 100 Jahre her. Wieso sollte der Papst, der Becciu nach dieser Geschichte noch zum Präfekten gemacht hat, ihn jetzt feuern?

Becciu hat sich inzwischen aus selbst geäußert (Quelle: FAZ): Demnach ging es um 600.000€, die an Unternehmen seiner Brüder geflossen sind, für irgendwelche Baumaßnahmen.

Becciu meint, es sei alles korrekt abgerechnet worden. Das mag sogar sein, aber das war sicher auch nicht der Punkt.
Offenbar kapiert er nicht, dass es ein Geschmäckle haben könnte, Firmen seiner Brüder Aufträge in dieser Höhe zuzuschanzen. Das lässt schon tief blicken.


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 KMCA 25. September 2020 
 

Das ist Besorgnis erregend

Es könnte Becciu schlecht bekommen sein, dass er sich im Malteserorden mit Boeselager & Co angelegt hat. Diese Fraktion von völlig verweltlichten und mit allen möglichen aus Katholischer Sicht wenig wünschenswerten Kreisen vernetzten "Berufskatholiken" aus Deutschland ist deutlich sinistrer und mächtiger, als es den Anschein hat. Nur weil Kardinal Marx an Einfluss verloren hat, bedeutet das leider noch nicht, dass die restlichen dazugehörigen Netzwerke das getan haben. Becciu war in letzter Zeit mit Boeselager über Kreuz, da er sich - warum auch immer - gegen dessen totale Machtübernahme im Malteserorden gestellt hat. Und jetzt stellt es Becciu demonstrativ auf. Ein Schelm, wer da keinen Zusammenhang sieht.


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 hape 25. September 2020 

Eigenartig.

Hätte es nicht besser einen ordentlichen Prozess geben sollen? Dann hätte man zum einen die Chance gehabt, des Netzwerk von Becciu aufzudecken und zum anderen hätte Becciu die Chance gehabt, sich zu verteidigen. So aber schleicht er sich bei Nacht und Nebel davon wie ein geprügelter Hund.

Der interessierten Öffentlichkeit bleibt, ähnlich wie im Fall MacCarrick, nur die Interpretation von Gerüchten und Indizien. Auf gut deutsch: das Lesen im Kaffeesatz.


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 Herbstlicht 25. September 2020 
 

Mit Becciu selbst braucht man vermutlich wenig Mitleid aufzubringen, trotzdem:
Befördern oder schassen - das scheint recht schnell im Vatikan zu gehen.
Auf der Strecke bleibt dabei die Transparenz solcher Entscheidungen!
Was mag da alles ablaufen hinter den Kulissen?
Vertrauen schafft das garantiert nicht!


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 wedlerg 25. September 2020 
 

Becciu wusste alles über McCarrick

Becciu scheint ein Mann für Grobe von PF gewesen zu seinm, der zu mächtig wurde und in Ungnade fiel.

In jedem Fall war er Anwalt der Homofraktion, Progressiver und ooffenbar nicht durch Heiligkeit aufgefallen.

Die Revolution frisst Ihre Kinder...

www.lifesitenews.com/news/breaking-top-vatican-cardinal-resigns-turns-in-red-hat?utm_source=featured&utm_campaign=standard


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 ThomasAquinas 25. September 2020 

Säuberungsaktion?

Geht es hier darum, dass eine Gruppe hier unliebsame und zu mächtige Personen schassen will oder ist das eine sehr konsequente persönliche Haltung zum Schutze der Kirche?


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 Smaragdos 25. September 2020 
 

Inhaltlich gebe ich Ginsterbusch vollkommen recht: Wer Geld veruntreut, wird bestraft, wer den Glauben verrät, wird befördert oder zumindest toleriert.

Wobei der Papst selbst das beste Beispiel dafür ist: Geld hat er vielleicht nie veruntreut, aber den Glauben auf ärgste Weise verraten, und das als oberster Hüter des Glaubens! In meinen schlimmsten Alpträumen hätte ich nämlich nie gedacht, dass ein Papst jemals die Kommunion an wiederverheiratet Geschiedene erlauben würde! Dabei hat er die Lehre von Familiaris Consortio (84.) einfach mal so ausgehebelt. Und der Papst regiert fröhlich weiter.


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 girsberg74 25. September 2020 
 

Hallo @Ginsterbusch!

Danke für Ihre Stellungnahmen.


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 Rodythgrundt 25. September 2020 
 

Vertuscbung

Bei einem so ungeheuerlichen Vorgang den Grund zu verschweigen, ist zwar eine Abwesenheit von Lüge, aber trotzdem der Gipfel der Unwahrhaftigkeit. Klar, dass der Grund überaus peinlich sein muss. Moralische und materielle Korruption, wohin man schaut!


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 Diasporakatholik 25. September 2020 
 

Lieber Zeitzeuge, danke für den Link

Das wäre in der Tat ungeheuerlich.

Seit Bekanntwerden der Londoner Immobilienspekulationsaffäre gebe ich nichts mehr in die jährliche Peterspfennig-Kollekte.


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 Zeitzeuge 25. September 2020 
 

Im Link eine Mitteilung zum Thema,

falls der dort angegebene Grund zutreffen sollte,

wäre das natürlich ungeheuerlich.

Custos quid de nocte?

beiboot-petri.blogspot.com/


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 Ginsterbusch 25. September 2020 

Zur Aufklärung meines Kommentares

Ich empfinde die aktuelle Situation als so schlimm, dass mir dieser ironische Satz direkt auf der Zunge lag und ich nehme ihn nicht zurück!
Was man Kardinal Becciu direkt vorwirft, weiß ich nicht.
Ich vermute allerdings, er ist das Bauernopfer von Parolin geworden, diese Person ist der Strippenzieher. Nicht nur im Finanzskandal sondern auch im China- Abkommen.
Es ist allerdings in der Tat beschämend, Kardinäle, die den Glauben entleeren (hier spiele ich direkt auf Kardinal Marx an) zu befördern und zu hofieren.
Weil er den Geldkoffer in der Hand hält.
Damit darf er sogar die deutsche Kirche in den Abgrund führen, Hauptsache das Geld fließt.
In diesem Sinne, schönes Wochenende


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 Diadochus 25. September 2020 
 

Hammer

Ohne Vorwarnung wird im Vatikan einfach so ein mächtiger Kurienkardinal seinen Ämtern enthoben. Wohlgemerkt, Kardinal Becciu ist noch keine 75 Jahre alt. Zudem verliert er seine Kardinalsrechte. Das ist echt ein Hammer. Da darf spekuliert werden. Bei Papst Franziskus darf sich keiner sicher fühlen, selbst enge Freunde nicht. Da wurde einer aus der Schusslinie genommen. Kommt da noch was nach?


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 Chris2 25. September 2020 
 

Hochinteressant. Ob man dazu mehr erfahren wird?

Leider hat man nicht alle Zeit der Welt, um z.B. die Rolle Bischof Beccius' beim "Reformprozess des Malteserordens" zu recherchieren. Eine Formulierung übrigens, die durchaus als positives Framing durchgeht, wenn man an den "im Gehorsam" erzwungenen Rücktritt des frisch gewählten Großmeisters Festing und das skandalöse Pauschalverbot der klassischen Liturgie denkt.
@Hadrianus Antonius Was meinen Sie mit "eigenes Süppchen gegen Boeselager"? Boeselager war doch kein Konservativer und hatte z.B. gegen das Motu Proprio Benedikts XVI. verstoßen, als er pauschal die Zelebration des außerordentlichen Ritus verbot? Das lag doch auch auf der Linie des (zumindest frühen) Pontifikates, das auch die spirituelle Zerschlagung der Franziskanerinnen der Immaculata und zweier Bistümer, die stark durch den tridentinischen Ritus geprägt waren, zu verantworten hat.


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 Chris2 25. September 2020 
 

@pfarrerah

Gut, das Smiley und der sarkatsische erste Satz hätten nicht unbedingt sein müssen, aber was ist am zweiten Satz von @Ginsterbusch inhaltlich falsch?


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 bücherwurm 25. September 2020 

@pfarrerah: Ginsterbusch kann diese Sorge ohne weiteres vertreten.

Wenn sich Kardinäle absolut nicht kardinalswürdig verhalten, ist es das Recht und manchmals sogar die Pflicht von uns Laien, dies zu sagen. So formuliert es unser Kirchenrecht.

Apropos, was haben Sie eigentlich für einen merkwürdigen Nick?


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 myschkin 24. September 2020 
 

Und abermals ein Kardinalsrücktritt:

Was sollen wir Gläubigen davon halten? Trübe Immobiliengeschäfte in der Londoner Sloane Street? Was hat der Vatikan in diesem Hotspot fragwürdiger Geschäftemacherei und Spekulation zu suchen? Die Entweltlichung der Kirche sollte wirklich obenan stehen!


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 pfarrerah 24. September 2020 
 

@Ginsterbusch

Absolut daneben ihre Bemerkung. Geradezu gehässig. Beschämend auf einem katholischen Portal!


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 Hadrianus Antonius 24. September 2020 
 

Auf eine Mine gelaufen

An Becciu hängt mehr als ein Gerüchle.
Eine fulminante Karriere unter P. Franziskus, eng verbunden mit jenem; Zweiter Mann im Staatssekretariat unter Parolin, dann zunehmend agierend in Selbstprofilierung:
Bei dem Maltaritterorden sein eigenes Süppchen gegen Boeselager kochend, in Immobiliengeschäften in London verwickelt ("Die Sache ist sehr "opak"(trübe)" O.-Ton Parolin) und flapsig-schwadronierend in der italienischen Zeitung "La Republicca" daß es ohne Weiteres möglich "gay zu leben und gut als Priester zu dienen".
(@Rita1937: das für was betrifft "guter und heiliger Mann" :-) LOL)
Am 14.06.2019 von Ricardo Cascioli in La Nuova Bussola Quotidiana ausgiebig besprochen.
Da ist offensichtlich noch mehr passiert...
Prof. Roberto de Mattei parafrasierend, liegt nicht nur der klinische Tod vor, sondern werden jetzt plötzlich wichtige Teile wegamputiert.

https://lanuovabq.it/it/il-cardinale-becciu-cambia-la-dottrina

lanuovabq.it/it/il-cardinale-becciu-cambia-la-dottrina


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 Philipp Neri 24. September 2020 

Becciu sollte mithelfen u.a. den Malteserorden moralisch zu erneuern!

Kardinal Becciu kommt zudem Ende August 2018 auch in dem Schreiben von Erzbischof Vigano vor!


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 Rita1937 24. September 2020 
 

Er ist ja wenn ich mich nicht täusche ein Mitglied von der Fokolarebewegung. Habe ihn mal bei einer Heiligsprechung erlebt, ein sehr guter und heiliger Mann. Was soll das Ganze??? Cui bono? Solche wie Kard. Marx werden befördert. Ich verstehe die Welt und die Kirche nicht mehr.


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 Ginsterbusch 24. September 2020 

Er war bestimmt zu teuer :-)

Merke: wer die Kassen entleert geht heim. Wer den Glauben entleert kommt in den K9.
Alles wie immer.
☀️


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 Gandalf 24. September 2020 

Hammer-News aus dem Vatikan!

Immobilien, Malteser... naja... da würd mir was dazu einfallen ;-)


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