Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Österreich: Liturgische Kommission wirbt für Kommunion in beiderlei Gestalt
  2. Warum kein einfach gläubiger Katholik „Laienpredigten“ in der heiligen Messe braucht
  3. Ab Juli müssen Besucher Eintritt für den Kölner Dom bezahlen
  4. Katholische Kirche in Island hilft Menschen mit homosexuellen Neigungen enthaltsam zu leben
  5. Der Apostolische Stuhl und die FSSPX: Wenn Extreme sich berühren
  6. Niedersachsen plant Religionsunterricht ohne Gott!
  7. Beschließen ohne zu entscheiden?
  8. Der stumme Gott unserer Zeit
  9. „Nimm deine kleinen Kinder zur Messe mit!“
  10. Exorzismus-Experte: Aktuelle Weltlage nicht nur Werk des Bösen
  11. Bischof Overbeck ist mit Weidel und Chrupalla in Sachen Iran einer Meinung
  12. Hatte J.D. Vance doch Recht? Wenn Hitler-Vergleiche in Deutschland die Polizei auf den Plan rufen
  13. Frankreich: Neues Gesetz bestraft Versuch, von Suizidhilfe abzuhalten
  14. "Herr Kardinal Parolin, wieviele zehntausende Tote brauchen Sie noch im Iran, bis Sie aufwachen?"
  15. Junge Katholiken suchen in der Kirche lehramtliche Klarheit und nicht Anpassungsfähigkeit

Theologe: Wir brauchen eine Sterbekultur ohne Tötungen

30. September 2020 in Prolife, keine Lesermeinung
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Moraltheologe und Mediziner Schaupp in den "Salzburger Nachrichten": Sterbehilfe-Debatte für alle ein Lernprozess - Lebensmüden Menschen Alternativen zum schnellen Todeswunsch aufzeigen


Salzburg (kath.net/KAP) Für ein verstärktes Bemühen für eine "Sterbekultur ohne Tötungshandlungen" hat sich der Moraltheologe und Mediziner Walter Schaupp ausgesprochen. Eine mögliche Legalisierung der Sterbehilfe, wie sie derzeit von Österreichs Verfassungsrichtern geprüft wird, erachte er als "falsche Antwort" auf ein existierendes Problem, sagte der Grazer Experte im Interview mit den Salzburger Nachrichten (Samstag). "Tötung ist kein richtiger Umgang mit dem Sterben." Für die Entwicklung einer "Sterbekultur" sei die Kirche gefordert, "ihre Grundwerte und Ideale präsent zu machen", wobei die Causa "insgesamt sicher für alle Beteiligten ein Lernprozess" sei.


In Österreich wird derzeit das Modell der passiven Sterbehilfe - Schaupp sprach lieber von "Behandlungsverzicht am Lebensende" - praktiziert. Meistens lasse sich bereits dadurch ein "guter Tod" erreichen, sagte er. Fraglich sei nur, "wie man mit den Menschen umgeht, für die das zu wenig ist; die große Angst haben und eben ein Mittel wollen, um ihr Leben zu beenden". Die richtige Handlungsweise bei den "Grenzfällen" gelte es zu diskutieren, um mehr Klarheit zu schaffen.

Besonders für sehr alte und kranke Menschen, die sich alleingelassen und lebensmüde fühlen, sollte die Gesellschaft "eine Alternative zum schnellen Todeswunsch" aufzeigen können, appellierte der Grazer Moraltheologe. Er denke hier etwa an mobile Hospizteams, die zur Betreuung auch nach Hause kommen. Ein "Wandel weg von Überbehandlung und Maximaltherapie am Lebensende" zeichne sich ab, zudem werde heute zunehmend auf lebensverlängernde Maßnahmen verzichtet, wo es nicht sinnvoll erscheint und gewünscht wird.

Für das Sterben selbst gebe es aufgrund der bestehenden Gesetzeslage und der Fortentwicklung der Palliativmedizin der jüngsten Jahre schon jetzt ausreichend Handlungsspielraum für die besagten Grenzfälle, unterstrich der Theologe: Wo Schmerztherapie zu keinen befriedigenden Ergebnissen mehr führe, könne man beispielsweise über die palliative Sedierung "nach und nach das Bewusstsein ausschalten, um Menschen ein schmerzfreies Sterben zu ermöglichen".


Copyright 2020 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich
Alle Rechte vorbehalten


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu








Top-15

meist-gelesen

  1. kath.net ISLAND REISE im JULI 2026 - ANMELDUNG nur mehr bis 25. MÄRZ möglich!
  2. Oktober 2026 - Wunderbares SIZILIEN mit Kaplan Johannes Maria Schwarz!
  3. Vier von sieben: Die unglaubliche Berufungs-Geschichte der Familie Morrison
  4. Der Apostolische Stuhl und die FSSPX: Wenn Extreme sich berühren
  5. Österreich: Liturgische Kommission wirbt für Kommunion in beiderlei Gestalt
  6. Warum kein einfach gläubiger Katholik „Laienpredigten“ in der heiligen Messe braucht
  7. "Herr Kardinal Parolin, wieviele zehntausende Tote brauchen Sie noch im Iran, bis Sie aufwachen?"
  8. Bischof Overbeck ist mit Weidel und Chrupalla in Sachen Iran einer Meinung
  9. Eine große BITTE an Ihre Großzügigkeit! - FASTENSPENDE für kath.net!
  10. Ab Juli müssen Besucher Eintritt für den Kölner Dom bezahlen
  11. Abtreibungs-Aktivisten greifen Profemina-Beratungszentrum an
  12. „Nimm deine kleinen Kinder zur Messe mit!“
  13. Exorzismus-Experte: Aktuelle Weltlage nicht nur Werk des Bösen
  14. Hatte J.D. Vance doch Recht? Wenn Hitler-Vergleiche in Deutschland die Polizei auf den Plan rufen
  15. Beschließen ohne zu entscheiden?

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz