Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Kardinal Woelki zur Polarisierung in der Bischofskonferenz: „Diese Situation ist belastend“
  2. Glaubenspräfekt warnt vor "Internet-Theologen" und Selbstsicherheit
  3. „Jesus ja, Kirche nein? – Das ist wie: ‚Ich bin für Fußball, aber gegen Fußballvereine‘“
  4. Theologe Johannes Hartl: „Woher kommt dieses Konglomerat an Denken, das sich ‚liberal‘ nennt?“
  5. Kardinal Müller: „Von der ‚Kirche des Franziskus‘ zu sprechen“, „das ist für mich eine Häresie“
  6. Öffentlich-rechtlicher Sender SWR konfrontiert Ordensfrau mit obszöner Frage
  7. Bischof von Cordoba: Priester durften bei Zugsunglück Sterbesakramente nicht spenden
  8. Die Stunde der Heuchler
  9. Erzbistum Paris beruft angesichts der boomenden Konversionen eine Kirchenversammlung ein!
  10. USA: Breite Mehrheit für Massenabschiebungen – Neue Umfragen stützen Trump-Kurs
  11. Papst Leo XIV.: 'Abtreibung ist der größte Zerstörer des Friedens'
  12. "Wir sind Zuschauer bei etwas, was einem Völkermord sehr nahekommt"
  13. Ein neuer Beginn in der DBK ist möglich
  14. Ein einziges Depositum der Wahrheit. Die Einheit von Schrift und Tradition
  15. Kard. Müller nach Gespräch mit Papst Leo: „Atmosphäre ist von wechselseitigem Vertrauen bestimmt“

Feierliche Einführung der Gemeinschaft Sankt Martin in Neviges/Erzbistum Köln

29. September 2020 in Deutschland, 5 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Die Gemeinschaft hat auf Einladung des Kölner Erzbischofs Kardinal Woelki ihre erste deutsche Niederlassung gegründet – Bewegende Messfeier im Mariendom - Hintergrund: Ansiedlungspläne 2012 in Diözese Rottenburg sind offenkundig zerschlagen


Neviges (kath.net/red) Mit einem bewegenden Gottesdienst im Mariendom hat Kreisdechant Daniel Schilling am Sonntagnachmittag die Gemeinschaft Sankt Martin in Neviges begrüßt und eingeführt. Sie hat dort auf Einladung des Kölner Erzbischofs Rainer Maria Kardinal Woelki zum 1. September 2020 ihre erste deutsche Niederlassung gegründet. Das gab das Erzbistum Köln in einer Presseaussendung bekannt. Ab sofort sind nun drei Priester der Gemeinschaft Sankt Martin sind nun in der Pfarrei Maria Königin des Friedens Velbert-Neviges und Tönisheide sowie in der Wallfahrtsseelsorge am größten Marienwallfahrtsort des Erzbistums tätig: Abbé Thomas Diradourian als leitender Pfarrer, Abbé Ignace Duchatel als Pfarrvikar und Abbé Phil Dieckhoff als Kaplan. Sie sollen zudem das von den Franziskanern geprägte geistliche Zentrum weiterentwickeln.

Zahlreiche Gläubige nahmen am Festgottesdienst unter Corona-Bedingungen teil. Unter ihnen – in Vertretung des Erzbischofs – Weihbischof Dominik Schwaderlapp, der stellvertretende Generalvikar Monsignore Markus Bosbach sowie der Generalmoderator der Communauté Saint Martin, Don Paul Préaux. Auch Vertreter der Stadt, an der Spitze Velberts Bürgermeister Dirk Lukrafka, sowie Abordnungen von Vereinen und Verbänden waren in den Mariendom gekommen.


Die Gemeinschaft Sankt Martin (Communauté Saint Martin) ist eine Vereinigung päpstlichen Rechts von Priestern und Diakonen, die in verschiedenen europäischen Diözesen und auf Kuba wirken, erläutert das Erzbistum Köln in der Presseaussendung weiter.. Das Mutterhaus und das Priesterseminar befinden sich in Évron in Westfrankreich. Die Gemeinschaft wurde 1976 von Jean-François Guérin im Zuge der Erneuerungsbewegung nach dem Zweiten Vatikanischen Konzil gegründet. Die Priester und Diakone der Gemeinschaft sind vor allem in Pfarreien, an Wallfahrtsorten und in der Schulseelsorge tätig. Derzeit zählt die Gemeinschaft 115 Priester und Diakone. Mehr als 340 Jahre lang wurden Pfarrei und Wallfahrt in Neviges von den Franziskanern betreut. Im vergangenen Jahr beschloss die Leitung der Deutschen Franziskanerprovinz aus personellen Gründen, das Kloster in Neviges zum 31. Dezember 2019 aufzugeben. Die Wallfahrt zum Gnadenbild der Gottesmutter Maria nach Neviges ist die älteste Wallfahrt zur Immaculata nördlich der Alpen.

Hintergrund

(kath.net/red) 2011 war in Diskussion gewesen, dass die Gemeinschaft St. Martin eine Niederlassung in der kurz zuvor aufgelösten, traditionsreichen Benediktinerabtei Weingarten in der süddeutschen Diözese Rottenburg-Stuttgart eröffnet. Allerdings wurde dieses Projekt nie verwirklicht. Möglicherweise waren in der Diözese jene Kräfte bereits zu einflussreich geworden, die Bedenken gegen die Ausrichtung dieser Gemeinschaft erhoben. Seine „großen Bedenken“, hatte beispielsweise Rainer Öhlschläger, der Leiter des diözesanen Tagungshauses „Weingarten“ via  „Schwäbische Zeitung“ in die Öffentlichkeit getragen. Er begründete dies folgendermaßen: Die Liturgie werde äußerst „puristisch“ praktiziert, in der Regel in lateinischer Sprache, dies sei gegen die „gängige Praxis“ in Weingarten. Außerdem sehe „das Pastoralkonzept der Gemeinschaft“ „keine Laienarbeit vor wie bei uns“, kritisierte er seinerzeit, eine Zusammenarbeit mit den Gemeinden wäre also schwierig, wenn nicht unmöglich.

Über die Pläne der Ansiedlung der Gemeinschaft (die die Messen übrigens in lateinischer Sprache, aber im Novus Ordo feiert) in der bisherigen Abtei Weingarten wurde es recht schnell still. Bis heute (Stand September 2020) ist es der Diözese Rottenburg-Stuttgart nicht gelungen, eine Gemeinschaft anzusiedeln, die genug Wachstumspotential und spirituelle Ausstrahlungskraft aufzuweisen hat. Die auch architektonisch hochinteressante frühere Abtei, eine Perle des schwäbischen Barocks, steht verwaist. Ebenso muss auch die traditionsreiche Heiligblut-Wallfahrt, der größte Reiterpilgerzug Europas, auf eine geistlich mittragende Gemeinschaft im Hintergrund verzichten.

Weiterführende kath.net-Artikel zum Thema "Abtei Weingarten" (siehe Link).

Foto: Der Kölner Weihbischof Dominikus Schwaderlapp begrüßt die Gemeinschaft St. Martin in Neviges (c) Presse Erzbistum Köln/Schoon

Mehr dazu auf kathtube:


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu







Top-15

meist-gelesen

  1. ISLAND-REISE - KOMMEN SIE MIT! - Eine Reise, die Sie nie vergessen werden!
  2. Oktober 2026 - Kommen Sie mit nach SIZILIEN mit Kaplan Johannes Maria Schwarz!
  3. Erzbistum Paris beruft angesichts der boomenden Konversionen eine Kirchenversammlung ein!
  4. Kardinal Woelki zur Polarisierung in der Bischofskonferenz: „Diese Situation ist belastend“
  5. Theologe Johannes Hartl: „Woher kommt dieses Konglomerat an Denken, das sich ‚liberal‘ nennt?“
  6. Kardinal Müller: „Von der ‚Kirche des Franziskus‘ zu sprechen“, „das ist für mich eine Häresie“
  7. Ein neuer Beginn in der DBK ist möglich
  8. Öffentlich-rechtlicher Sender SWR konfrontiert Ordensfrau mit obszöner Frage
  9. Die Stunde der Heuchler
  10. Papst Leo XIV.: 'Abtreibung ist der größte Zerstörer des Friedens'
  11. Goldensteiner Schwestern: Schwere Vorwürfe um Spendengelder
  12. Bischof von Cordoba: Priester durften bei Zugsunglück Sterbesakramente nicht spenden
  13. Glaubenspräfekt warnt vor "Internet-Theologen" und Selbstsicherheit
  14. Berichte über neue Wunder des Hl. Charbel in den USA und im Libanon
  15. Ist Jesus der Herr?

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz