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Herr, sei meine Nahrung!

7. Oktober 2020 in Jugend, 8 Lesermeinungen
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Der Mensch lebt also nicht vom Brot alleine, sondern von jedem Wort, das aus Gottes Mund kommt. Der Mensch braucht die Heilige Schrift. Der Mensch braucht die Eucharistie - Die Jugendkolumne von kath.net - Von Magdalena Preineder


Wien (kath.net)

„Der Mensch lebt nicht vom Brot allein.“ (Mt 4,4) Dieser Vers war es, der mir heute Morgen nach dem Empfang der heiligen Kommunion in den Sinn kam. Es war mir, als wollte Christus selbst mein Gebet bestätigen: „Herr, sei meine Nahrung!“

Dieser Vers besteht noch aus einem zweiten Satzteil, nämlich: „… sondern von jedem Wort, das aus Gottes Mund kommt.“ Im Johannesprolog lesen wir: „Im Anfang war das Wort und das Wort war bei Gott und das Wort war Gott. Und das Wort ist Fleisch geworden und hat unter uns gewohnt und wir haben seine Herrlichkeit geschaut, die Herrlichkeit des einzigen Sohnes vom Vater, voll Gnade und Wahrheit.“ (Joh 1,1.14)

Das „Wort Gottes“ hat also zweierlei Dimension: das schriftliche Wort, wozu der Kirchenvater Hieronymus die wunderschönen Worte „dennoch ist der Leib Christi und sein Blut wahrhaft das Schriftwort, die Lehre Gottes“ schreibt und zugleich die Eucharistie, denn das Wort ist Fleisch geworden und hat sich für uns hingegeben.

Der Mensch lebt also nicht vom Brot alleine, sondern von jedem Wort, das aus Gottes Mund kommt. Der Mensch braucht die Heilige Schrift. Der Mensch braucht die Eucharistie. Das (fleischgewordene) Wort ist der Seele Nahrung. Ich denke gerade an die Mystikerin Marthe Robin, sie ist nur eines von vielen Beispiel indem die Eucharistie tatsächlich die einzige Nahrung für Leib und Seele darstellte. Was zeigt uns das? Die Eucharistie, der Leib des Herrn, hat die Kraft uns am Leben zu halten. Teresa von Avila äußerte sich über die Eucharistie wie folgt: „Die Wunder, die dieses Allerheiligste Brot bei denen bewirkt, die es würdig empfangen, sind ganz offenkundig.“


Christus spricht über sich: „Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben.“ (Joh 14,6)
Ich selbst merke immer wieder, je länger ich nicht kommuniziere, umso mehr gleicht mein Inneres einer Blume, die langsam verwelkend ihrem kläglichen Ende entgegenblickt. Der Mystiker Thomas Merton hielt fest: „Dieses Sakrament allein, der in unserer Mitte lebende Christus, der von uns, für uns und mit uns im reinen, ewigen Opfer dargebracht wird, Er allein hält unsere Welt zusammen und hindert uns, kopfüber und auf der Stelle in den Abgrund des ewigen Nichts zu fallen.“ Und auch Teresa von Avila schreibt: „Dies ist eine ganz andere Nahrung, eine Nahrung voller Freuden und Beglückungen, die unser Leben erhält.“

Das Sakrament der Eucharistie schenkt Leben. Deswegen tun wir gut daran, so oft wie möglich den Herrn zu empfangen. Ich weiß, oft kostet es Überwindung, die heilige Messe zu besuchen. Ich weiß, oft ist das Sein Christi in der Eucharistie selbst unseren geistigen Augen verhüllt. Ich weiß, oft fühlen wir uns nicht würdig oder wir erkennen, dass wir dem Leib des Herrn niemals mit der Liebe und Ehrfurcht begegnen können, wie er es verdient.

Doch ich weiß auch, dass das Leben in Christus liegt. Ich weiß, dass das frühmorgendliche Aufstehen, um Christus zu besuchen, oder der Messgang nach einem fordernden Arbeitstages, es wert sind und sich die Gnaden Gottes in unserem Leben sichtbar zeigen werden.

Zur heiligen Mechthild von Hackeborn sprach Jesus einst: „Wenn Du kommunizieren willst, dann komm mit der Absicht, Du hättest alle Sehnsucht und Liebe, die je ein menschliches Herz entflammt hat, und tritt so zu mir heran (...), und ich werde jene Liebe in Dir annehmen, nicht in dem Maß, wie sie in Dir ist, sondern in dem Maß, wie Du wünschest, daß sie in Dir sei.“ Dem, der zum Moment der Kommunion ein laues Herz hat, das nicht mit Liebe und Sehnsucht gefüllt ist, rät Mechthild: „Schreie aus ganzem Herzen zum Herrn: Ziehe mich Dir nach! Wir wollen laufen im Duft Deiner Salben (Hld 1,3). Bei dem Wort 'Ziehe' denke daran, welche maßlose mächtige Liebe den allmächtigen ewigen Gott dazu gezogen hat, den schändlichen Kreuzestod auf sich zu nehmen. Ersehne, was er selbst ersehnt hat, als er sprach: 'Wenn ich von der Erde erhöht bin, werde ich alles an mich ziehen (Joh 12,32).“

Mit diesen Worten möchte ich Dich ermutigen oft die Nähe des Herrn in Gestalt seines Leibes und seines Blutes zu suchen. Tritt ihm mit der Liebe entgegen, die Du hast und er wird sie vermehren. So wirst Du zunehmend in „die Weite des Christuslebens hineinwachsen“ (hl. Edith Stein) und Du wirst mit Edith Stein sagen können: „Dein Leib durchdringt geheimnisvoll den meinen und Deine Seele eint sich mit der meinen. Ich bin nicht mehr, was ich einst war.“


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