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Gott, bist du dabei? Gibst du deinen Segen?

14. Oktober 2020 in Jugend, 3 Lesermeinungen
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Ein väterlicher Segen tut so gut! Gott hat schon einige Male durch meinen Papa zu mir gesprochen und ich merke, tief in mir, dass ich ihm auch dieses Mal vertrauen kann. Die Jugendkolumne von kath.net - Von Lucia Kirchgasser


Salzburg (kath.net)

Am Wochenende war ich unterwegs, um mein Brautkleid auszusuchen. In der Nacht davor hab ich kaum schlafen können und mich darum vormittags noch etwas ausgeruht. Und so hatte ich dann keine Gelegenheit mehr, meine morgendliche Gebetszeit zu machen.

Normalerweise hätte ich alles vor Gott hingelegt, meinen Dank und meine Bitte, meine Sorgen. Alles, was mich bewegt. Und am Schluss hätte ich mich ganz seinem Willen anvertraut und mich entspannt in diesen Tag fallen lassen. Wissend, dass er es immer gut mit mir meint.

An diesem Samstag aber, hat mir das gefehlt. Es war ein lustiger Tag, umgeben von wundervollen Frauen und ich habe ein richtig schönes Kleid gefunden. Aber dennoch, dieser Friede, dass Gott sein „Amen“ zu meiner Entscheidung spricht, ist ausgeblieben.


Ich weiß, Gott war natürlich trotzdem da. Aber ich hab mir nicht die Zeit genommen, Inne zu halten, und ihn nach seiner Meinung zu fragen.

Mag sein, dass euch Kleider nicht so wichtig sind (völlig verständlich), aber vielleicht ist es euch selber schon einmal so gegangen, dass ihr eine für euch „große“ Entscheidung getroffen habt und euch nicht sicher wart, ob Gott da jetzt wirklich mitgeht.

Für mich ist es SEIN Ja, was am Ende wirklich zählt. Meine Erfahrung ist, nur das, wo Gott seinen Segen gibt, ist und bleibt auch richtig gut. Dann habe ich nicht nur die kurze Freude mit schalem Nachgeschmack, sondern Freude im Moment und Frieden im Nachklang. Das ist das Paket, dass ich mir für meine Hochzeit und Ehe, für mein Leben, wünsche.

Ich frage also: „Gott, bist du dabei? Gibst du deinen Segen?“

Vor ein paar Minuten hat nicht Gott persönlich zu mir gesprochen, also physisch. Aber mein Papa hat mich angerufen. Und er hat all meine Zweifel zerstreut. „Freu dich! Mach dir keine Sorgen! Alles ist gut!“. Halleluja!

Ein väterlicher Segen tut so gut! Gott hat schon einige Male durch meinen Papa zu mir gesprochen und ich merke, tief in mir, dass ich ihm auch dieses Mal vertrauen kann.

Und ich lerne aus der Geschichte. Ich weiß jetzt, dass es gut für mich ist, mich nicht drängen zu lassen, wenn es um Entscheidungen geht. Ich habe mehr Frieden, wenn ich mir diese eine Minute mit Gott nehme und durch seine Augen auf die Situation schaue.

Dann kann ich fest stehen. Dann können Zweifel sich nicht festsetzen und mich verunsichern. Dann kann Angst mich nicht zwischen Ja und Nein hin und her werfen. Wenn Gott Ja sagt, kann ich beruhigt genießen und mich freuen. Dann kann ich aus ganzem Herzen „Amen.“ sagen.

So wie jetzt.

Danke Jesus!


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