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CoV: Tschechien erlaubt nur noch zehn Gläubige bei Gottesdiensten

13. Oktober 2020 in Weltkirche, 2 Lesermeinungen
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Am Montag in Kraft getretenene neue Regierungsverordnungen in Corona-Krise haben auch massive Auswirkungen auf Kirchen


Prag (kath.net/KAP) In der Tschechischen Republik sind seit Montag neue Verordnungen zur Bekämpfung des Corona-Virus in Kraft, die auch die Kirchen massiv treffen. An Gottesdiensten in geschlossenen Räumen dürfen ab sofort maximal zehn, im Freien höchstens 20 Personen teilnehmen. Diese Personenzahl gilt auch für alle anderen pfarrlichen Aktivitäten. Bei Begräbnissen und kirchlichen Trauungen einschließlich der anschließenden Feiern ist die Anwesenheit von höchstens 30 Personen zugelassen. Der Religionsunterricht kann im Rahmen der für die Schulen aktuell gültigen Vorschriften stattfinden.

Die tschechische Regierung hatte die Maßnahmen in der vergangenen Woche auf Drängen des neuen Gesundheitsministers Roman Prymula beschlossen, nachdem die Zahl der Corona-Infektionen zuletzt massiv angestiegen war. So müssen u.a. Theater, Kinos, Museen, Galerien und Sportstätten bis auf Weiteres geschlossen halten. Die neuen Verordnungen gelten bis 25. Oktober. Das Inkrafttreten wurde so angesetzt, dass die zweite Runde der Senatswahlen am 9. und 10. Oktober davon nicht beeinträchtigt wurde.


Die Tschechische Bischofskonferenz rief in einer Stellungnahme am Wochenende zum Rosenkranzgebet um die Beendigung der Pandemie auf. Das Gebet sei ein "mächtiges und dabei leicht zugängliches Mittel, das jederzeit zur Verfügung steht". Jeden Abend um 20 Uhr mögen sich die Gläubigen "in der Situation der beschränkten Möglichkeit der Teilnahme am Gottesdienst allein oder in der Familie" zusammenschließen, heißt es in der auf dem Kirchenportal www.cirkev.cz veröffentlichten Erklärung der Bischöfe.

Ihrer kurzen Stellungnahme schloss die Bischofskonferenz die Anordnungen der einzelnen Diözesen an. Für die Erzdiözese Prag präzisierte Weihbischof und Generalvikar Zdenek Wasserbauer unter anderem, dass der Abstand zwischen Personen mindestens zwei Meter betragen muss. Die 10er-Regel betrifft demnach anwesende Gläubige; der jeweilige Priester, Mesner oder etwaige Organisten sind zusätzlich im Kirchenraum zugelassen. Die Priester mögen zusätzliche Gottesdienste feiern und die Kirchen zumindest am Sonntag zur Anbetung des Allerheiligsten, zum Kommunionempfang und zur Beichte offenhalten, so der Aufruf.

Die Sammlung für die Arbeit der Päpstlichen Missionswerke am bevorstehenden Weltmissionssonntag (18. Oktober) werde verschoben, teilte Weihbischof Wasserbauer mit. Auch ein für kommenden Freitag im Prager Veitsdom geplanter Gottesdienst für Ärzte, Gesundheitspersonal und die Leitungen von Gesundheitseinrichtungen könne angesichts der Sperre der Prager Burg nicht wie geplant stattfinden. Die Messe werde aber live via Internet übertragen, kündigte der Generalvikar an.


Copyright 2020 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich
 Alle Rechte vorbehalten

 


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Lesermeinungen

 Vladimir Lobkowicz 14. Oktober 2020 
 

Mittlerweile nur noch 6 Teilnehmer

... Zelebrant inbegriffen. Wir sind angehalten, die Messe per www oder TV mitzuverfolgen. Von einer Schlechterbehandlung der Kirhce gehe ich nicht aus, denn abgesehen davon sind auch alle Schulen geschlossen, alle Konzerte sowie Sportveranstaltungenabgesagt, Restaurants und Museen geschlossen...
Wir freuen uns sehr auf die nächste echte Heilige Messe.


1
 
 Fischlein 13. Oktober 2020 
 

Idiotie pur

Ich verstehe, dass die Regierung die Verbreitung des Viruses einschränken will. Welchen Sinn hat es aber eine starre Anzahl von Teilnehmern einzuführen? In einer kleinen Kirche sind sogar 10 Personen viel, aber im großen ist das nur lächerlich. Große Kirchen haben meistens mehrere Türen, so dass die Gläubigen leichter die Kirchen verlassen können, ohne dass es am Ausgang zum Stau kommen kann.


5
 

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