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Köln: Anklage gegen Priester wegen Verdacht auf sexuellem Missbrauch

14. Oktober 2020 in Deutschland, 18 Lesermeinungen
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„Bild“: Zeitung stellt Vertuschungsvermutung auf und nennt in diesem Zusammenhang die Namen von Kardinal Meisner und dem damaligen Personalchef Stefan Heße (heute: Erzbischof von Hamburg).


Köln (kath.net) Am Kölner Landgericht haben Staatsanwälte bereits Ende Juli Anklage gegen einen Priester des Erzbistums Köln erhoben. Der Priester soll seine drei Nichten, die damals zwischen sechs und 13 Jahre alt gewesen waren, sechs Jahre lang mehrfach in der Woche sexuell missbraucht haben, beispielsweie durch unsittliche Berührung.Die Vorgänge beziehen sich auf die Jahre 1993 bis 1999. Das berichtet die „Bild“. Die Zeitung zitiert Gerichtssprecher Jan Orth mit dem Hinweis, dass in der vielseitigen Anklageschrift dem Priester auch drei schwere Fälle, „darunter ein Beischlaf-Fall“, angelastet würden. Eine Meldung an die Glaubenkongregation war, so behauptet die „Bild“, offenbar unterblieben, auch habe das Erzbistum Pfarrer U. nach Kenntnisnahme dieser Vorwürfe weiter als Priester eingesetzt.
2010 zeigte eines der mutmaßlichen Opfer ihren Onkel an, zog aber später auf familiären Druck und möglicherweise aufgrund eines Schweigegeldes die Anzeige zurück. Mitgewusst haben soll der heutige Erzbischof von Hamburg, Stefan Heße, damals Personalreferent des Erzbistums Köln, von diesen Vorgängen, außerdem der damalige Kölner Kardinal Joachim Meisner. Beide Namen werden in der „Bild“ in den Zusammenhang des Vorwurfs der Vertuschung gebracht.
Gegenüber der BILD sagte ein Sprecher des Erzbistums Köln, dass der betreffende Pfarrer „vom September 2002 bis März 2016 Krankenhauspfarrer in der katholischen Krankenhausseelsorge und von 2016 bis zur seiner Beurlaubung im April 2019 Pfarrvikar im Kreisdekanat“ gewesen sei.
Der Hamburger Erzbischof hat inzwischen versichert, dass er nicht an Vertuschung beteiligt gewesen sei.


Link zum Beitrag in der "BILD": Hamburger Erzbischof Stefan Heße an Vertuschung beteiligt? Priester soll Nichten missbraucht haben und blieb Pfarrer

 


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