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Slowakei: Bischöfe fordern Ende des Gottesdienst-Verbots

1. November 2020 in Chronik, 1 Lesermeinung
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Verlängerung der Ausgangsbeschränkungen bis 8. November - Religiöses Leben findet großteils via Internet statt.


Bratislava (kath.net/ KAP)

Die katholische Bischofskonferenz der Slowakei hat ein baldiges Ende des Verbots öffentlicher Gottesdienste gefordert. Die Kirche habe die Maßnahmen der Regierung gegen die Ausbreitung des Coronavirus stets mitgetragen, teilte ein Sprecher am Donnerstag in Bratislava mit, wie Austria Presseagentur berichtete. Das religiöse Leben könne langfristig nicht allein über Bildschirme ablaufen, auch wenn einzelne Pfarren Predigten und Messen im Internet übertragen.

Die Regierung von Ministerpräsident Igor Matovic hatte die Ausgangsbeschränkungen zuletzt bis zum 8. November verlängert. Die Slowakei ist stark katholisch geprägt: Mehr als 60 Prozent der knapp 5,5 Millionen Slowaken sind nach Angaben der Statistikbehörde römisch-katholischer Konfession.


Schon Mitte Oktober äußerte die slowakische Bischofskonferenz in einem Offenen Brief an Priester und Gemeinden deutliche Kritik am Umfang der Maßnahmen. Die Bischöfe bestätigten darin zwar die Bereitschaft, dem Staat bei der Bewältigung der anspruchsvollen Situation zu helfen, hielt Bischofskonferenzsprecher Martin Kramara in der offiziellen Erklärung fest. Sie forderten aber eine bessere Verständigung, da man mit Fachleuten aus Krisenstäben und Staatsvertretern bis hin zum Regierungschef kommuniziert, aber kein Gehör gefunden habe. In ihrem Schreiben riefen die Bischöfe auch auf, den staatlichen Anordnungen Rechnung zu tragen, da ihre "Missachtung nur noch größere Schäden anrichten" würde.

Am Donnerstag vermeldeten die Behörden des EU-Mitgliedstaats 2.785 neue bestätigte Corona-Infektionen innerhalb von 24 Stunden. Die Zahl der Corona-bedingten Toten seit Beginn der Pandemie stieg auf 200. Allerdings zählt die Slowakei nur Verstorbene, bei denen eine andere Todesursache ausgeschlossen wurde.

 

Copyright 2020 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich (www.kathpress.at) Alle Rechte vorbehalten


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Lesermeinungen

 Chris2 1. November 2020 
 

Mich würde die Diskrepanz zwischen an / mit

und definitiv an Corona vertorben interessieren.


1
 

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