Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Wie wird das „pro multis“ im neuen Messbuch übersetzt werden?
  2. Bischof Wilmer: "Wir wollen keinen deutschen Sonderweg"
  3. „Brot für die Vögel?“ – Können Protestanten zur Hl. Kommunion zugelassen werden?
  4. Bätzing gegen Papst Leo
  5. ‚Ein Doktor der Theologie hat keine Ahnung von der Auswirkung von Gruppeneffekten‘
  6. Der anderskatholische Papstkritiker
  7. Kardinal Fernández räumt geringes Interesse an seinem Dokument über Mission ein
  8. Scott Hahn: Die frühe Kirche war nicht protestantisch
  9. Revision des Messbuchs geht in nächste Phase - Erprobung 2027 geplant
  10. Musikerlegende Bob Dylan bei Papst Leo XIV. im Vatikan
  11. ‚Entschuldigung, aber … was?‘
  12. Drei Stunden im Fegefeuer
  13. Organspende? - Schweigen ist keine Zustimmung, Hirntod ist kein Tod im landläufigen Sinne
  14. Warum ausgerechnet ein Augustiner-Pater Patron der armen Seelen ist
  15. Manuel Ostermann: „Ich möchte hier widersprechen, liebes WDR“

"Nein, ich mache nicht mehr mit!"

11. November 2020 in Deutschland, 14 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Knalleffekt - Hamed Abdel-Samad, der deutsche Islamexperte und Buchautor, hat am Dienstag auf Facebook angekündigt, aus der deutschen Islamkonferenz (DIK) auszutreten - "Staatlichen Vertreter wollen keine kritischen Stimmen wirklich hören


Berlin (kath.net)

Hamed Abdel-Samad, der deutsche Islamexperte und Buchautor, hat am Dienstag auf Facebook angekündigt, aus der deutschen Islamkonferenz (DIK) auszutreten. In einem Offenen Brief kündigt er dies an an den deutschen Innenminister Horst Seehofer an. "Als ich vor 10 Jahren in dieses Forum eingeladen wurde, hatte ich die Hoffnung, Teil eines ehrlichen Dialogs über den Islam in Deutschland zu werden. Doch seit dieser Zeit konnten die Islamverbände alle kritischen Themen, die die kritischen Stimmen auf den Tisch gebracht haben, wie etwa das Thema Radikalisierung von jungen Muslimen oder die Stellung der Frau, aus der Tagesordnung zu verbannen. Am Ende blieben nur die Themen, die für die orthodoxen Verbände, nicht für die Gesamtgesellschaft, von Relevanz, wie Imamausbildung, Islamunterricht und muslimische Seelsorge. Mir wurde klar, dass die Verbände nur Geld vom Staat wollte, und dass der Staat nicht einmal wusste, was er von den Verbänden will! ", so Hamed Abdel-Samad,


Er stelle fest, dass staatlichen Vertreter keine kritischen Stimmen wirklich hören wollen. "Man hat uns eingeladen, um der Öffentlichkeit zu zeigen, dass alle Stimmen im Forum vorhanden sind. Doch die Realität ist: Der Staat biedert sich den Vertretern des politischen Islam in dieser Konferenz an und ignoriert alle Warnungen und Vorschlägen der kritischen Stimmen." Hamed Abdel-Samad erinnerte dann daran, dass bei der letzten öffentlichen Sitzung der DITIB-Chef erklärt habe,  dass dieser Absolventen der Fakultäten für islamische Theologie der deutschen Universitäten nicht als Imame einstellen würde, weil diese die DITIB-Standards nicht erfüllen würden. Er habe danach erwartet, dass die anwesenden Vertreter sich über diese Arroganz empören, doch dies sei nicht passiert. Stattdessen unterstütze laut Hamed Abdel-Samed nun der deutsche Staat, dass die DITIB und andere Vereine selbst ihre Imame ausbilden und zwar auf Kosten der Steuerzahler.

"Nein, ich mache nicht mehr mit. Denn die DITIB-Standards sind: Loyalität zu Erdogan und zum türkischen Nationalismus. Ja, lieber Herr Innenminister, ich mache auch die Islamkonferenz für die politische Aufwertung von DITIB und dem Zentralrat der Muslime verantwortlich, und somit für den Aufbau von Erdogan-Kult und die Stärkung des politischen Islam mitverantwortlich! Und ich halte die Unterstützung dieser Vereine für Veruntreuung von Staatsgeldern. ... Wir haben Sie oft gewarnt, unsere Warnung wurde nicht gehört. Nun tragen Sie die ganze Verantwortung alleine!", schreibt der Buchautor abschließend.


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu








Top-15

meist-gelesen

  1. Ostern 2027 in Rom - Große kath.net-Leserreise!
  2. Schwindler feierte im Bistum Turin monatelang Messe und hörte Beichten
  3. Regensburger Bischof Voderholzer: „Jungen Menschen zuhören und Perspektiven aufzeigen“
  4. Die ersten US-Märtyrer für die Heiligkeit der Ehe: Seligsprechung der Märtyrer von Georgia
  5. Revision des Messbuchs geht in nächste Phase - Erprobung 2027 geplant
  6. Neuer Visitator für Medjugorje: Cavina folgt auf Cavalli
  7. Der Tod unter dem Horizont der Auferstehung und die Hoffnung auf das ewige Leben
  8. Der katholische Osten in der Analyse
  9. „Die Kirche gewinnt an Kraft dank eines Anstiegs bei den Konversionen zum Katholizismus“
  10. Manuel Ostermann: „Ich möchte hier widersprechen, liebes WDR“
  11. ‚Entschuldigung, aber … was?‘
  12. Sozialbeauftragter des Papstes bringt Spenden in die Ukraine
  13. IMABE: Sterbehilfe-Entwicklung in Belgien wirft Fragen auf
  14. ‚Lieber ein ‚Fanatiker‘ als ein Verräter für Kataris und Dschihadisten‘
  15. Kirchenhistoriker Wolf: Erwarte von Leo XIV. in Sachen Kirchenreform nichts

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz