Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Fünf weibliche Opfer von Pater Marko Ivan Rupnik schreiben offenen Brief an Papst Leo XIV.
  2. Wie die Piusbrüder - Linker belgischer Bischof plant weiterhin verbotene Weihen
  3. Gefeuert wegen AfD-Kandidatur: Deutsche Caritas-Erzieherin zieht vor Gericht
  4. Papst Leo singt mit 80.000 Jugendlichen das „Salve Regina“ auf Latein
  5. Sechs Messdiener mit Down-Syndrom ministrierten bei der historischen Papstmesse in Paris
  6. Es gibt drei Erzengel, die vor Gottes Thron für uns eintreten
  7. „Wenn wir den wahren missionarischen Geist, den richtigen Weg finden, gibt es in Deutschland noch…“
  8. Wort-Gottes-Feier in katholischer Kirche mit Liedern von Taylor Swift
  9. „Das Ende von Maria 2.0“
  10. Ein Erzbischof auf Staatsbesuch
  11. US-Bischof Robert Barron: „Der Kommunismus erlebt in unserem Land gerade ein Comeback“
  12. Politisch aber auch innerkirchlich „gibt es derzeit wieder viel Konfliktpotenzial“
  13. Einbürgerung als Wahlstrategie? Linke profitiert massiv von muslimischen Wählern in Berlin
  14. Bekannte US-Influencerin und Mutter von neun Kindern konvertierte zum Katholizismus
  15. Anerkanntes Wunder von Fulton Sheen: Baby nach 61 Minuten Atemstillstand lebt, heute kerngesund

"Von Sankt Martin zum Singles Day"

11. November 2020 in Kommentar, 7 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


"Da platzt selbst dem Kult-Kolumnisten der Berliner Morgenpost der Kragen!" Ein kath.net-Kommentar von Peter Hahne


Berlin (kath.net)

Da platzt selbst dem Kult-Kolumnisten der Berliner Morgenpost der Kragen! Unter dem Pseudonym „Kasupke sagt wie es ist“  veröffentlicht er täglich in einem winzigen Kommentar auf der Titelseite in herrlichem Berliner Original-Dialekt seine Gedanken zu aktuellen Ereignissen, „getarnt“ als Taxifahrer. Herrlich! Das einzige Relikt der alten Springer-Zeitung, die längst zur eher linken Funke-Gruppe gehört.

Heute nimmt er die Werbung großer Drogerieketten und Medienmärkte aufs Korn und zeigt sich völlig geplättet. Zum 11.11. werben die doch tatsächlich mit Angeboten zu einem ominösen „Singles  Day“, der heute angeblich sein soll. Empörend, „weil ick den 11. Novemba nur als Martinstach kenne, an dem man ne jut jebratene Jans isst.“ Und in der Tat: nach der Lektüre spaziere ich durch meinen Berliner Kietz, sehe die durch Polit-Panik traurig geschlossenen Restaurants, zugeklebt mit Absperrband und großen Plakaten: „Martinsgans to go“. Nun bin ich zwar der Überzeugung, dass jene Traditionsgans nicht aus Togo stammt, aber heute weiß man ja nie. Prominente Klimaschützer konsumieren ja am liebsten von weit her Eingeflogenes oder fliegen selber gern Kurzstrecke. Nein, dieses naive, dümmliche Denglisch, die Sprache der Wichtigtuer, geht einem auf die Nerven. Auch ein Thema immer wieder bei „Kasupke“.


Dennoch: Die Lokale wissen wenigstens, was heute ist und was man da anzubieten hat. Wer weiß, wie lange noch. Auf allen Speisekarten steht heute jene Gans, die uns an den Heiligen Martin erinnert. Der wunderbaren Legende nach versteckte er sich in einem Gänsestall, weil er sich des Bischofsamtes, das man ihm antrug, nicht für würdig hielt (da müßten heute viele Bischöfe in den Stall statt ins Palais!). Doch die Gänse verrieten ihn durch ihr Geschnatter (obwohl es doch die „fruchtbaren Debatten“ des Synodalen Weges oder der aktuell tagenden EKD-Synode noch gar nicht gab).

Also: jener St.Martin, der seinen Mantel für einen Bettler teilte (und ihm nicht gleich, wie heute von Kanzeln naiv empfohlen, den ganzen gab!), soll heute geehrt werden. Auch mit dem traditionellen und von Kindern heiß ersehnten Sankt-Martins-Umzug. Die bunten Laternen sind Symbol für die strahlende Botschaft der Guten Nachricht, des Evangeliums von Jesus Christus, das auch von Martin ausging. Diesen Umzug wollte die Linkspartei Nordrhein-Westfalens ja schon einmal allen Ernstes für öffentliche Einrichtungen verbieten lassen, weil so etwas spezifisch Christliches ja wohl nicht mehr in einen modernen multikulturellen Kindergarten passe. Gregor Gysi sagte mir damals: „Kindergarten! Eigentlich müßten sich doch alle Linken nach St. Martin nennen, weil sie doch auch für das Teilen, für Gerechtigkeit und Armutsbekämpfung eintreten.“ 


Und so geht alles seinen Gang in einem Land, dass die „Verantwortung vor Gott“ in der Präambel seines Grundgesetzes beschwört. Der kulturelle Verfall im Galopp. Nein, besser: inzwischen in Lichtgeschwindigkeit. Aus dem Sankt-Martins-Umzug wurde ein Lichter- oder Laternenumzug, aus den Weihnachtsmärkten Wintermärkte, aus dem Heiligen  Nikolaus der Coca-Cola-Weihnachtsmann, aus Ostereiern bloße Schoko-Eier, aus dem Reformationstag Halloween. Man könnte die Kette endlos fortsetzen. Alles, was an den christlichen Ursprung unseres Abendlandes erinnert, wird ausgelöscht. Gnadenlos. Und wehrlos! Oder kennen Sie irgendein Bischofswort oder eins der C(!)DU, das laut und klar vor dieser Entwicklung warnt?!

Heute wäre doch die Gelegenheit, Leben, Wirken und Botschaft von Sankt Martin hervorzuheben und dem kapitalistischen Allotria um den Singles Day eine klare Absage zu erteilen.  Doch selbst protestantische Bischöfe haben keinerlei Interesse, den Reformationstag zu „retten“, erst vor elf Tagen sang- und klanglos begangen. Dabei ist die Botschaft Martin(!) Luthers doch selbst im politischen Raum heute wichtiger denn je: Dem Volks aufs Maul schauen....  Dieser ganze Corona-Irrsinn zum Beispiel , wie ihn die heutige BILD-Zeitung exakt mit medizinischen Daten belegt, wäre nach Luthers Motto so nicht möglich. 

Das Witzige: diese Singles Day-„Tradition“ kommt aus dem China der 1990er Jahre! China! Die Online-Shops lassen grüßen. Auch der Nikolaus ist weithin verschwunden in unseren Breiten. Selbst das liebliche Christkind hat ausgedient. Die heutzutage bekannte Figur des Santa Claus gibt es seit 1931, zum Leben erweckt vom Künstler Haddon Sundblom. Er gab dem Weihnachtsmann seinen freundlichen Gesichtsausdruck, den weißen Bart, und kleidete ihn in Coca-Cola-Rot. Pure Werbung für die inzwischen  meist getrunkene Limonade des Globus. Was der Kommunismus nicht schaffte, besorgt der Kapitalismus: die totale Ausrottung und Kommerzialisierung ehemals christlicher Traditionen. Die Jahresendflügelfiguren von Margot und Erich brachten es nicht fertig, in die deutsche Sprache (und Kultur) einzudringen, geschweige denn nachhaltig zu wirken.  Dafür bedurfte es erst sogenannter Demokratien (Herrschaft des Volkes, und nicht: über das Volk), meist regiert von zwei Parteien mit dem „C“ im Namen, um Holloween, Singles Day oder Lichtermärkte in deutsche Hirne zu implantieren. Armes Deutschland.

 

Foto: (c) ZDF/Peter Hahne


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu








Top-15

meist-gelesen

  1. Ostern 2027 in Rom - Große kath.net-Leserreise!
  2. Der Mensch ist mehr als eine Maschine - Die Würde des Menschen vor dem Angesicht Gottes
  3. Bischof Erik Varden: „Den Fremden willkommen heißen“
  4. Leo an Bischöfe: „Liebe Brüder, wir müssen immer wieder in die Schule des Kreuzes zurückkehren“
  5. Chefredakteur Philippe Marie: „Ich werfe dem Erzbistum Paris vor, die Pressefreiheit zu verletzen“
  6. Dem Leben verpflichtet: Johanna Gräfin von Westphalen
  7. Kurienkardinal Parolin nennt „Lebensschutz“ eines der Schwerpunktthemen von Leos Frankreichreise
  8. USA: Medienbischof Fulton Sheen ist nun seliggesprochen!
  9. Eine Stadt im völligen Ausnahmezustand: Hohe Sicherheitsstufe für Papstbesuch in Paris
  10. Priester bei Messer-Attacke in polnischem Kloster getötet
  11. Anerkanntes Wunder von Fulton Sheen: Baby nach 61 Minuten Atemstillstand lebt, heute kerngesund
  12. Pater Stanisław Tasiemski OP vor Papstreise: „Wohin gehst du, Frankreich?“
  13. Fünf weibliche Opfer von Pater Marko Ivan Rupnik schreiben offenen Brief an Papst Leo XIV.
  14. 'Putin ist auf dem besten Weg, in diesem Jahr mehr Christen zu töten als der ISIS'
  15. Asymmetrisch blinder Blick auf die deutsche Landschaft

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz