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| ![]() Ratzinger: Christen sind kreative Minderheit, die Europa retten kann17. Mai 2004 in Aktuelles, keine Lesermeinung Unmanipulierbare Werte seien "die wahre und eigentliche Garantie unserer Freiheit", erklärte der Präfekt der vatikanischen Glaubenskongregation. Rom (www.kath.net / zenit) Wie die Dinge in Europa in Zukunft weiter gehen, wissen wir nicht. Für Kardinal Joseph Ratzinger müssten sich die gläubigen Christen als eine gewisse kreative Minderheit entwickeln und dazu beitragen, dass Europa aufs Neue das Beste aus seinem Erbe wieder erlangt und somit der gesamten Menschheit dient. Mit diesen Worten beendete der Präfekt der vatikanischen Glaubenskongregation seine lectio magistralis vor dem römischen Senat zum Thema Die christlichen Wurzeln Europas - gestern, heute und morgen. Die Begegnung zwischen dem höchsten Repräsentanten der römischen Kurie und den Vertretern des römischen Senats fand im Kapitelsaal des Dominikanerklosters Santa Maria Sopra Minerva statt. Europa ist nicht ein Kontinent, der geographisch klar erfassbar ist, sondern es ist vielmehr ein kulturelles und historisches Konzept, erklärte der Kardinal in seiner lectio, die vom Senatspräsidenten Marcello Pera eingeleitet und direkt vom italienischen Fernsehen übertragen wurde. Dieses Konzept habe die ganze Welt geformt, vom Osten bis zum Westen, von Russland bis nach Amerika. Ratzinger beleuchtete die Größe und die Grenzen der europäischen Kultur und unterstrich ihre christlichen Wurzeln und ihre Verleugnung, beginnend bei den Wurzeln, von Konstantin bis zum Heiligen Römischen Reich, vom Fall von Konstantinopel bis zur christlichen Spaltung Deutschlands, von der Französischen Revolution bis zur Geburt und zum Fall der kommunistischen Diktaturen. Mit der Französischen Revolution sei zum ersten Mal in der ganzen Geschichte der rein laizistische Staat entstanden, der die göttliche Gewähr und die göttliche Normierung des politischen Elements verlässt und zur Seite stellt und sie als eine mythologische Vision der Welt betrachtet und Gott selbst zur Privatsache erklärt, der nicht Teil des öffentlichen Lebens und der allgemeinen Willensbildung ist. Gott erscheine somit nicht als deutlich erkennbar, stellte der Präfekt der Glaubenskongregation fest: Religion und Glaube an Gott gehören dem Bereich des Gefühls an, nicht jenem der Vernunft. Gott und sein Wille hören auf, im öffentlichen Leben relevant zu sein. Es entstehe eine neue Form des Schismas, die sich als eine Trennung zwischen Christen und Laizisten vollzieht. Ratzinger legte dar, wie die europäische Kultur durch die Auslöschung Gottes verarmt sei und nur allein als materielle Bereicherung wahrgenommen werde. Ratzinger sprach einige aktuelle Fragen aus: Was ist unsere Kultur, was ist noch geblieben? Ist die europäische Kultur vielleicht die Zivilisation der Technik und des Kommerz, der seinen Siegeszug in der ganzen Welt antritt? Gibt es eine Identität Europas, die Zukunft hat und für die wir uns mit all unserer Kraft einsetzen können? Der Kardinal führte einige moralische Grundgedanken aus, unter ihnen die Bedingungslosigkeit, mit der die Menschenwürde und die Menschenrechte als Werte aufgezeigt werden müssen, die jedweder staatlichen Rechtsordnung vorausgehen. Die fundamentalen Rechte wurden weder vom Gesetzgeber geschaffen noch den Bürgern übertragen, sondern sie existieren vielmehr als eigenes Recht, sie müssen stets vom Gesetzgeber respektiert werden, dem sie als Werte einer höheren Ordnung übertragen wurden. Nach Ansicht des Kardinals kann nur eine Rückkehr zu einem starken Glauben Europa retten und seine Kultur vor dem Verfall bewahren. Diese Gültigkeit der menschlichen Würde geht jedem politischen Wirken voraus und verweist jede politische Entscheidung im letzten auf den Schöpfer: Allein Er kann Werte festsetzen, die sich auf das Wesen des Menschen gründen und die unantastbar sind. Dass es Werte gebe, die von niemandem manipuliert werden dürfen, das ist die wahre und eigentliche Garantie unserer Freiheit und der Größe des Menschen; der christliche Glaube sieht darin das Geheimnis des Schöpfers und die Bedingung des Gottesbildes, das er dem Menschen anvertraut hat. Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal! ![]() LesermeinungenUm selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen. Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. | ![]() Mehr zuRatzinger
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