Login




oder neu registrieren?



Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:









Top-15

meist-diskutiert

  1. Rundumschlag statt geistige Auseinandersetzung
  2. "Möchte ich mich formell für die Klimaangst entschuldigen!"
  3. Papst mahnt "Gewissenserforschung" im Umgang mit Flüchtlingen an
  4. Lobpreis, die Beziehung zum Vater, Ruhe in Jesus
  5. Kirchen verfehlen die Lebensrealität vieler Christen in Deutschland
  6. Kritik: „Gewissensfreiheit durch die Hintertür eines faktischen Teilberufsverbots aushebeln“
  7. Diözese Linz verlinkt umstrittenes Bekenntnis zur LGBT-Propaganda
  8. Grüne wollen Ärzte zur Abtreibung zwingen!
  9. „Meine Zeit im Gefängnis“ – „Mein katholischer Glaube hat mich gestützt“
  10. Lackner: Werte kommen ohne Tradition und Vorgegebenes nicht aus
  11. R.I.P. Ennio Morricone
  12. Der synodale Weg funktioniert nicht
  13. Der Glaube ist „verdunstet, verdampft, verflüchtigt“, auch an den katholischen Schulen
  14. „Black Lives Matter“ fordert Auflösung der Kernfamilie
  15. Wir knien nur vor dem allmächtigen Gott nieder!

Pakistan: Erneut Gewalt gegen Christen wegen 'Blasphemie'

10. März 2013 in Chronik, 4 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


In Lahore sind am Samstag rund 180 christliche Gebäude in Brand gesetzt worden - Seit Januar über 220 Schiiten von Sunniten ermordet - Gesellschaft für bedrohte Völker: Religiöse Minderheiten besser schützen, Blasphemie-Paragraphen abschaffen


Lahore (kath.net/GfbV) Am gestrigen Samstag sind in der pakistanischen Stadt Lahore 160 zumeist von Christen bewohnte Häuser, 18 Geschäfte und zwei Kirchen von einem verärgerten Mob in Brand gesetzt worden. Mit dem Überfall sollte eine vermeintliche Beleidigung des Propheten Mohamed durch einen Christen gerächt werden. Inzwischen gehen die Behörden davon aus, dass der 28 Jahre alte Sawan Masih fälschlicherweise der Beleidigung beschuldigt wurde. Um ihn vor der aufgebrachten Menge zu schützen, wurde der Christ von der Polizei verhaftet.

300 Familien wurden ihrer Lebensgrundlagen beraubt. Darum demonstrieren heute Sonntag in zahlreichen Städten Pakistans Christen für ihre Rechte, wie Radio Vatikan meldet.

Nach diesen Übergriffen hat auch die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) erneut einen besseren Schutz religiöser Minderheiten und eine Abschaffung der Blasphemie-Paragraphen gefordert. "Christen, Schiiten und Ahmadiyyah dürfen in Pakistan nicht länger wie Freiwild behandelt werden", forderte der Asienreferent Ulrich Delius am Sonntag in Göttingen. "Eine wirksame Schutzmaßnahme wäre die sofortige Abschaffung der umstrittenen Blasphemie-Paragraphen im pakistanischen Strafrecht. Denn diese Bestimmungen öffnen Willkür und Lynchjustiz Tür und Tor." Auch schüren sie die Spannungen zwischen den Religionsgemeinschaften.


"Wenn Pakistan glaubwürdig im UN-Menschenrechtsrat auftreten will, dann darf das Land Gewalt gegen religiöse Minderheiten nicht schüren", erklärte Delius. Pakistan gehört seit dem 1. Januar 2013 dem UN-Menschenrechtsrat an. "Es ist ein Armutszeugnis für Pakistans Sicherheitsbehörden, dass sie unfähig oder nicht willens sind, religiöse Minderheiten wirksam vor Übergriffen der sunnitischen Mehrheitsbevölkerung zu schützen", erklärte Delius.

Nach dem gewaltsamen Tod von mehr als 220 Schiiten, die seit Jahresbeginn von radikalen Sunniten bei Terroranschlägen getötet wurden, sind die brennenden Häuser von Christen ein weiteres Zeichen dafür, wie dramatisch die Lage religiöser Minderheiten in Pakistan ist.

Nicht zum ersten Mal wurde ein Christ von der Polizei in Schutzhaft genommen, weil sein Leben aufgrund von Blasphemie-Vorwürfen akut bedroht war. Trotz eines Freispruchs vor Gericht müssen Blasphemie -Verdächtige um ihr Leben bangen. Auch Richter, die Beschuldigte freisprachen, wurden bereits von islamischen Fanatikern ermordet.

Dabei sind die Vorwürfe meist unbegründet und beruhen auf Nachbarschaftsstreitigkeiten, Neid oder Missgunst. Trotzdem schrecken pakistanische Politiker vor einer Streichung der umstrittenen Paragraphen 295 und 298 des Pakistanischen Strafgesetzbuches zurück, da sie Proteste radikaler Sunniten fürchten.

Seit mehr als einem Jahrzehnt versprechen Pakistans Regierungen schon die Überarbeitung der kritisierten Paragraphen. "Doch außer vollmundigen Worten zur Beruhigung des Auslands ist nichts geschehen", erklärte Delius. "Mit ihrer Untätigkeit verletzt Pakistans Regierung nicht nur das Recht des eigenen Landes, sondern verstößt auch gegen die Allgemeine Charta der Menschenrechte und internationale Menschenrechtskonventionen."

www.gfbv.de

www.gfbv.at

www.gfbv.ch


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

 Cosinus 10. März 2013 
 

Wo bleibt die Empörung der Linksrotgrünen?


1

0
 
 Veritasvincit 10. März 2013 

Gotteslästerung

Die Gottesleugnung ist ein Verstoss gegen den gesunden Menschenverstand und daher muss die Autorität Gottes in jedem Staat anerkannt werden. Gotteslästerung ist eine Beleidigung für alle Menschen, die Gott verehren. Es kann daher nicht in Frage kommen, das Blasphemiegesetz einfach abzuschaffen; man müsste es so gestalten, dass sein Missbrauch verhindert wird (strenge Beweispflicht des Anklägers).

Wenn Morde trotz gerichtlichen Freispruchs geschehen, verschwinden sie auch nicht, wenn das Gesetz abgeschafft würde. Terrorismus hält sich an kein Gesetz.


0

1
 
 HX7 10. März 2013 
 

Beleidigung nicht möglich

Man kann Mohammed nicht beleidigen. Einiges aus seiner Vita: Er mordete, hatte Sex mit einer 9-jahrigen, überfiel Karawanen, verbreitete Lügen (u. a. Jesus sei nicht am Kreuz gestorben), erlaubte Polygamie, verbreitete den Glauben kriegerisch, war krank (siehe Verhalten beim Empfang der Suren), gestattet Lügen und Täuschungsmanöver zur Islamverbreitung, war kritikunfähig und beschränkte die Nächstenliebe auf die Muslime untereinander, obwohl man das Gebot der Feindesliebe damals kannte. Das sind einige Punkte, die mir beim Lesen des Korans aufgefallen sind. Es sind also Feststellungen statt Beleidigungen. Allerdings kann man Muslime beleidigen – und zwar dadurch, dass man ihnen die o. g. Dinge lieblos vorwürft, den Glauben an Jesus nicht authentisch lebt, nicht für sie betet, sie nicht besucht und Freundschaft mit ihnen pflegt, insgesamt nur ein laues Zeitgeistwischiwaschichristentum lebt usw. Es sind Menschen, die Gott und Erlösung suchen. Leider beleidige ich Muslime auch täglich …


1

0
 
 Wolfgang63 10. März 2013 
 

Grausam

Ein erschreckender Aspekt am religiösen Fanatismus des pakistanischen Islams ist, dasst dieses Land die Atombombe besitzt, also potentiell äusserst gefährlich ist.

Religiös verfolgt werden dort übrigens nicht nur Christen, sondern auch Sighs und Hindus. Das Land gehört auch zu den sieben in der Welt, in der auf Atheismus die Todesstrafe steht. Die meisten Kämpfe gibt es jedoch innerhalb des Islams zwischen Sunniten und Schiiten.


0

1
 

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Pakistan

  1. Pakistan: „Kirche in Not“ hilft christlichen Familien in der Corona-Krise
  2. Pakistan: Christen wird Corona-Hilfe verweigert
  3. Kurienkardinal würdigt vor neun Jahren ermordeten Minister Bhatti
  4. Asia Bibi: Treffen mit einer Ikone der Religionsfreiheit
  5. Asia Bibi: Treffen mit einer Ikone der Religionsfreiheit
  6. Pakistan: Christen schützen Kinder durch muslimische Namen
  7. Pakistan: Krankenschwester wegen Konversions-Weigerung ermordet
  8. Kirche erleichtert über Ausreise Asia Bibis
  9. Pakistan: Sorge um die Familie von Asia Bibi
  10. Asia Bibis Anwalt kritisiert seine feindselige Aufnahme in Italien








Top-15

meist-gelesen

  1. Benedikt XVI.: „Vergelt’s Gott, lieber Georg, für alles“
  2. Rundumschlag statt geistige Auseinandersetzung
  3. "Möchte ich mich formell für die Klimaangst entschuldigen!"
  4. Grüne wollen Ärzte zur Abtreibung zwingen!
  5. „Meine Zeit im Gefängnis“ – „Mein katholischer Glaube hat mich gestützt“
  6. Der synodale Weg funktioniert nicht
  7. „Herr, ich bin da!“ – Georg Ratzinger über seine Primiz
  8. Kirchen verfehlen die Lebensrealität vieler Christen in Deutschland
  9. Wir knien nur vor dem allmächtigen Gott nieder!
  10. „Unser aller aufrichtige Anteilnahme gilt dem Papa emerito Benedikt XVI.“
  11. „Das Bekenntnis zur Wahrheit betrachtete Kardinal Meisner als heilige Pflicht“
  12. „Black Lives Matter“ fordert Auflösung der Kernfamilie
  13. „Der nächste Papst“: Welchen Herausforderungen muss er sich stellen?
  14. Trondheim bekommt nach elf Jahren wieder eigenen Bischof
  15. Lackner: Werte kommen ohne Tradition und Vorgegebenes nicht aus

© 2020 kath.net | Impressum | Datenschutz