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Die stille Kirche - wie angenehm und wie egoistisch

18. Juni 2013 in Kommentar, 126 Lesermeinungen
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Sooft es uns möglich ist trudeln wir gemeinsam mit unseren Kindern in die Kirche ein. Doch, ooh, was dürfen wir hier erleben? Ein Gastkommentar von Theresa Wächter


Linz (kath.net) Wie geht es Ihnen mit Kindern in der Kirche? Je mehr Kinder ich habe, desto mehr Probleme habe ich, meinen katholischen Glauben mit Kindern zu vereinbaren. Ich habe jedes Mal das Gefühl Kinder, also normale Kinder (!) sind in der Kirche unerwünscht, und die Mitgläubigen geben mir das Gefühl ich würde sie durch die Anwesenheit meiner Kinder bestrafen wollen!

Was tun? Als Familie versuchen wir christliches Leben, also Offenheit für Kinder zu leben, Verneinen die Abtreibung, und wie bei der Hochzeit und Taufe versprochen unseren Kindern auch religiöse Praxis zu weiterzugeben. Wir unterrichten unsere Kinder in der lebendigen Liebe Gottes und in der Nächstenliebe der Christen zu anderen Menschen. Sooft es uns möglich ist trudeln wir gemeinsam in die Kirche ein.

Ooh, was dürfen wir hier erleben? Es ist soweit, dass unsere zwei Mittleren nicht mehr an einen liebenden Gott und liebe Christen glauben.

So geschah es während einer Christmette, bei der eine Frau schimpfte, sie könne sich wegen der Kinder nicht auf das Kind in der Krippe konzentrieren: eine hölzerne „tote Puppe“ gegen ein Wesen aus Fleisch und Blut! Jeden Sonntag versuchen wir Eltern krampfhaft die Kleinen eine Stunde lang stillzuhalten, sie in das Geheimnis Christi einzuführen; umsonst, die Kinder können kaum den Moment erwarten, die Kirche wieder zu verlassen. Wir, Eltern, frustriert, völlig entnervt und schweißgebadet wanken hinterdrein.

Ich will unseren familiären sonntäglichen Messbesuch eins werden lassen mit dem großgeschriebenen „JA für das LEBEN“, seitlich äußerst lobenswerter kirchlicher Propaganda! Ich will nicht das Erhalten des Friedensgrußes abhängig sein lassen, vom brav und still Sein meiner Kinder während der Hl. Messe.

Sondern danach: „Hattet ihr Freude in der Hl. Messe?“ „Habt ihr Gottes Liebe erfahren dürfen?“

Sehen Sie die Nuance!

Wissen Sie wer das Sagen hat in Kirchen Südamerikas, in den Kirchen des jetzigen Papstes? Die Kinder und die Freude!!!

Wissen Sie, wenn wir nicht unseren Glauben neu entdecken und die tiefe Wahrheit des sprühenden Lebens erkennen, begraben wir unsere Kirche in einer echten Stille, die des Todes.


Natürlich liebe auch ich die Stille, ich liebe Ruhe. Ich mag keine Störungen, am liebsten lebe ich tief in meinen Herzen allein im Gespräch mit Gott.

Wenn da nicht ständig die anderen wären, auch meine eigenen Kinder.

Kinder zu haben ist für mich eine GROSSE Schwierigkeit, auch mich stören sie EXTREM im meinem Alleinseinwollen mit Gott. Ich habe wirklich manchmal Probleme, Kinder als „Geschenk“ anzunehmen. Was für ein „Geschenk“ ist das, das mir so viel innere Anspannung, schiefe Blicke, Kritik und dazu gleich extreme tägliche Anstrengung beschert?!

Ja, ich beneide die Kontemplativen, die ungestört und stundenlang beten können.

ABER ist das christlich??? Ist das, was Jesus wollte? Das ungestörte Leben? Wenn ich wirklich die absolute Stille ersehne, würde nicht das Grab besser zu mir passen als das Leben?? Ist die Anwesenheit Gottes besser gewährleistet in der Stille? Flieht Gott vor dem Herumbrabbeln von Kindern? Flieht ER das Geschrei???

Sollte ich nicht beten lernen mit Kindern, bei Kindern, um Kinder herum? Wenn das meine Aufgabe ist, die Kinder zu Gott zu führen, warum sollte ich nur beten können OHNE Kinder? Warum ist Kirche nur für brave, schlafende Kinder?

Entfernen wir uns nicht von Gott, wenn wir uns das Ungestört Sein wünschen?

Ist es das was Gott wollte, so zu leben, dass wir einander nicht spüren???

Und ich muss zugeben ich habe es satt!!! So geht es nicht, ich brauche etwas mehr Kooperation seitens der Mitchristen!

Kinder sind nicht UNSER Eigentum, schon gar nicht unser Erzeugnis, sie sind ein Geschenk an alle, an alle Menschen! Können wir es annehmen? Wissen wir eigentlich, was wir damit anzufangen haben?

Kennen Sie Predigten über die Würde des Menschen? Besonders die über die Würde der Schwachen und Kleinen? Aber was verstehen wir unter Schwachheit? Nur die Stillen, Wehrlosen?

Nun das bedeutet es eben nicht: Schwachheit ist ein Zeichen besonders starker Persönlichkeiten. Und genau das haben eben Kinder zu bieten!

Starke Persönlichkeiten sind seit jeher eine Herausforderung!

Hinzugehen oder Davonlaufen?

Lehrte uns nicht Jesus oder Franziskus gerade dieses liebevolle Zuwenden, das Hinwenden zu Kranken, Schwachen, Kindern? Wie Jesus (Mk 10,16) können wir diese Kinder (wenn es auch nicht unsere eigenen sind) in die Arme nehmen! Mit ihnen ganz nach vorne zum Allerheiligsten gehen, sie vor das Geheimnis Gottes führen!

Es würde unsere Herzen so verändern!

Es gibt Priester, die zugeben, dass sie große Schwierigkeiten hätten das Messopfer zu feiern, wenn Kinder allzu sehr stören! Und?! Wie geht es den Müttern?? Sind für sie die Kinder etwa eine Erleichterung bei der täglichen Haushaltspflichterfüllung? Auch wir mussten lernen mit ihnen umzugehen! Es ist eine größere (spirituelle) Leistung mit Kindern am Rockzipfel und am Arm zu arbeiten, als mit beiden Händen etwas zu vollbringen. Kinder sind wichtiger als der perfekte Haushalt!! Und nicht nur das: Es ist wichtiger, dass der Mensch (in dem Fall das Kind) einen liebevollen authentischen Glauben vorgelebt bekommt, als eine perfekt fehlerfrei gelesene Messe!!!

Genau darin liegt der Fehler: Die Gläubigen brauchen die Stille während der Hl. Messe mehr um sich die Worte des Priesters zu konzentrieren, als auf ihr Herz! Worte sind Windhauch, gute Taten bleiben! Nie werde ich den Priester vergessen, der das kleine Kind, das im Altarraum während der Predigt „herumturnte“ hochnahm, und in die Predigt einbaute. Was für eine berührende und so tröstende Geste!

Liebe Christen, auch bzw. gerade in der Messe und Kirche gilt das Gebot der Nächstenliebe!!! Also Hilfe leisten wo Hilfe nötig! Also Gemeinschaft statt EXCLUSIVITÄT (von Kindern) leben! Also Kirchen FÜR das Leben und die Familien, geistig sowohl auch praktisch!

Ich würde die Spiritualität Jesu (jetzt nun nach einigen Jahren Erfahrung als Mutter), die Spiritualität des lebendigen Lebens nennen. (Vielleicht ein Thema für eine nächste Enzyklika?)

Wann wird diese Spiritualität umgesetzt in der hl. Messe? Es gibt sogar einen Priester, der mir vorschlug die (getauften) Kinder erst ab dem Alter von vier Jahren in die Hl. Messe mitzunehmen!! Auch hört man das Argument, Kleinkinder seien von der Sonntagspflicht befreit! Was?? Die Messe nur für die „brave“ Elite?? Ich möchte betonen, dass die Messe NICHT der Ort für das stille persönliche Gebet ist; sie ist unsere Schule, wo wir am Beispiel Jesu das Christ-Sein erlernen dürfen. Und mehr noch: Die Hl. Messe ist ein FEST!

Es gibt Pfarreien, die kamen auf die glorreiche Idee, die Messe per TV im Nebenraum zu übertragen, wo sich die Kinder mit Malsachen und Gummibärchen beschäftigt halten können, während die Eltern die Messe am Bildschirm mitverfolgen können! Ist das Kirche, wie wir es unseren Nachkommen vermitteln wollen? Vermittelt das Lebendigkeit? Vermitteln wir so HEILIGE Messe? Fördert das die Gemeinschaft und Verbundenheit innerhalb der Familie?

Alle Verfechter der ungestörten Messe, lade ich ein diese Nebenräume zu frequentieren, während sich die Familien Kinder, also eventuell auch zukünftige Priester, Ordensfrauen, Kardinäle und auch Päpste direkt am Ort des eucharistischen Geschehens aufhalten müssen! In ihnen liegt die Zukunft!

Eine weise Mutter sagte mir einmal, die Kinder sollen sich an keinen einzigen Sonntag erinnern können ohne Heilige Messe. Ich bin sogar dafür sie sollen sich an keinen Sonntag erinnern können, ohne die Freude der Hl. Messe miterlebt haben zu dürfen.

Mag. Theresa Wächter

Die Segnung der Kinder:
Da brachte man Kinder zu ihm, damit er ihnen die Hände auflegte. Die Jünger aber wiesen die Leute schroff ab. Als Jesus das sah, wurde er unwillig und sagte zu ihnen: Lasst die Kinder zu mir kommen; hindert sie nicht daran! Denn Menschen wie ihnen gehört das Reich Gottes. Amen, das sage ich euch: Wer das Reich Gottes nicht so annimmt, wie ein Kind, der wird nicht hineinkommen. Und er nahm die Kinder in seine Arme; dann legte er ihnen die Hände auf und segnete sie.




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Lesermeinungen

 Rasso 10. August 2013 
 

Sie sprechen uns aus dem Herzen

Hallo, es stimmt zu 100 %, was Sie sagen! Bei uns in der Pfarrei darf ich mittlerweile nicht mehr gehen, weil der Pfarrer es nicht aushält, wenn ein Kind nicht ganz ruhig ist. Ich sitze meistens hinten, ich fühle mich rausgeworfen und jongliere jede Woche neu aus, wo ich denn hingehe mit den Kindern. Und wenn ich dann die Texte höre, dass wir ja alle einen "Platz" haben in der Pfarrei, "Glieder der Kette" und solch einen Unsinn, krieg ich eine Wut. Da mein Mann beruflich sonntags nie dabei sein kann, bin ich immer alleine mit den Kindern. Ja, das ist die Kirche hier: überaltete Besucher, Leblosigket und Freudlosigkeit wohin man geht. Ausser im Familiengottesdienst, da darf man dann schon kommen, denn wir gehören ja alle zusammen, gell?


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 Diasporakatholik 24. Juni 2013 
 

@Damiana

Danke für Ihren Bericht.
Man kann und sollte die Zivilcourage aufbringen, Dinge, die man nicht mitmachen möchte (z.B. Fürbitten vortragen, Beten unter Gebärdensprache), still aber bestimmt zu verweigern, wenn man gute Gründe dafür hat.


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 Damiana 24. Juni 2013 
 

Guter Austausch in diesem Forum

Danke für die guten Vorschläge,danke für die Sensibilisierung, wie jung und alt zusammen anbeten können.Wir waren gestern in einer "Garagenmesse" in Zinnowitz,obwohl ausreichend Platz in der Kirche gewesen wäre,aber ein "kreativer" Gast hatte das Ruder übernommen,der arme Priester guckte verängstigt auf diesen "leader".Da fing es noch an zu regnen. Die Kinder waren mit 13-14 anscheinend des Lesens fast unkundig,wirkten verstört,warum man gerade sie zum Vortragen der Bitten ausgewählt hatte- wohl um sie vorzuführen..Zu allem Überdrusse fing eine Ordensschwester noch an, uns Gebärdensprache ("leibliches Beten") beizubringen,es war wie ein Nachäffen der Gesten des Zelebranten. Graus! den Kindern war das echt "ätzend" und peinlich. Nur einige verzückte ReformlerInnen fanden es echt kreativ,hatten dabei so ein gefährliches Kampflächeln aufgesetzt. Einige von uns gingen dann in die kleine Kapelle um wenigstens ein Ave Maria in aller Stille als Stoßgebet zu bringen.


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 siola1 23. Juni 2013 
 

Die stille Kirche - wie angenehm und wie egoistisch

Frau Wächter, Sie schreiben mir aus dem Herzen, Sie bemühen sich aus ganzen Herzen Ihre Kinder ordentlich in die Kirche mitzunehmen und zu Gott zu bringen.
Was Sie erleben beschreiben Sie.
Verlieren Sie nicht den Mut, wir haben dasselbe erlebt und ich kann Ihnen überall zustimmen.
Wir bringen die Kinder zu Gott in der Hl. Messe, unser Opfer ist es auch die Priester und die lieben Mitchristen auszuhalten, nicht nur die Kinder.
Ich glaube Gott wird es uns lohnen!


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 Ignis 23. Juni 2013 
 

@ Ester

Deine Beiträge - und auch die Beiträge von einigen anderen - haben mich dazu gebracht, es einmal wieder zu versuchen, unsere Zwillinge mit in die Messe zu nehmen. Mein Mann und ich waren gestern und heute getrennt in einer Messe, und hatten jeder einen Zwilling dabei. Und das hat sehr gut funktioniert. Obwohl sie noch nicht oft in der Kirche gewesen sind, wissen sie, was man dort tut. Sie machen z. B. unaufgefordert eine Kniebeuge und nehmen Weihwasser. Da sieht man deutlich, wie wichtig es ist, dass man den Kindern ein gutes Vorbild ist. Sie machen uns einfach alles nach. Ich bin zwar grundsätzlich "pro Kinderkirche", aber es ist natürlich sehr wichtig, dass man die Kinder mit in die Kirche und auch mit zur hl. Messe nimmt. Manche Mütter, geben den Meckerern einfach Kontra: "Wo sind denn Ihre Kinder? Warum gehen die denn nicht in die Kirche? Vielleicht, weil sie als Kinder in der Kirche nicht willkommen waren?" Das ist zwar nicht nett, aber effektiv.


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 Antigone 23. Juni 2013 
 

Fortsetzung...

Ich bin mit meiner kleinen Tochter zuerst in leere Kirchen gegangen. Hier konnte ich ihr erklären, was die rote Lampe bedeutet, hier konnte ich ihr durch mein Verhalten zeigen, dass sich in diesem Raum etwas ganz Besonderes vollzieht. Und wie empfäglich sind kleine Kinder schon dafür!
Leider kann ihnen das in einem ganz normalen Sonntagsgottesdienst nur wenig aufgehen, wenn andere Kinder im Altarraum herumtoben und die Erwachsenen sich vor und nach der Messe über Belangloses laut unterhalten.
In meinem Umfeld ist mir übrigens aufgefallen, dass es gerade in Familien mit vielen Kindern die wenigsten "Disziplin"probleme gibt...


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 Tin 21. Juni 2013 
 

Kein Theater

Der Gottesdienst ist keine Theaterbühne, wo jeder seine Rolle spielt und still halten muss, wenn's anderen nicht passt. Der Herr ist der "Hausvater" und sein Sohn lädt die Kleinen unmissverständlich ein und freut sich über sie, denn er ist der Gott der Lebendigen, nicht der Toten. Zudem: „Aus dem Mund der Kinder und Säuglinge schaffst du dir Lob, deinen Gegnern zum Trotz“. Also, immer schön locker bleiben.


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 Diasporakatholik 21. Juni 2013 
 

Gegenseitige Nachsicht und Toleranz unerlässlich

Wir älteren Familienmitglieder (Eltern, ggf. Großeltern und Geschwister...)sind zu allererst gefragt, die kleinen Kinder zum Glauben und auch zum Verstehen und Begreifen des Gottesdienstes hinzuführen!
Dazu ist unser eigenes Zeugnis und Vorbild für das Kind ganz wichtig.
Daran führt einfach kein Weg vorbei und DAS kann uns nur in sehr beschränktem Umfang von anderen Mitgliedern aus der Gemeinde abgenommen werden.

Leider fehlen ja oft bei den oben angeführten Personen heutzutage viele auch nur elementare religiöse Kenntnisse, da braucht es dann durchaus ggf. Hilfestellungen seitens der Gemeinde (Hauptamtliche aber ggf. auch einfache Gemeindemitglieder).
Einfach nur die unvorbereiteten Kinder mitnehmen und dann nach dem "Laissez faire" zu verfahren, tut den Kindern selbst keinen Gefallen und ist möglicherweise sehr störend für die mitfeiernden Mitchristen.
Diese sind ihrerseits zu größtmöglicher Nachsicht und Toleranz mit den kleinen Mitchristen und deren Begleitpersonen aufgerufen.


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 ursiii 21. Juni 2013 
 

Ich kann nur sagen, dass ich echt entsetzt bin, dass es scheinbar nicht selbstverstaendlich ist, dass Kinder in der Messe willkommen geheissen werden. Ich dachte immer, bei einer Taufe verpflichten sich nicht nur die Eltern, sondern auch die Gemeinde zur religioesen Erziehung des Kindes (gerade darum sollten ja Taufen, wenn moeglich, an Sonntagen waehrend der Messe stattfinden, zumindest hab ich das in meiner Ausbildung zum Religionslehrer so gelernt...).Wie gesagt, die Diskussion an sich find ich sehr traurig.Was fuer eine tolle Gemeinschaft, wenn alle abgekapselt nur fuer sich die Messe erleben,so jeder in seiner kleinen Welt ohne Stoerungen und moeglichst ohne von anderen belaestigt zu werden,in welcher Form auch immer.Ob unser Herr das so gewollt hat...wo bleibt denn da das 'liebe deinen Naechsten'...oder hoert das dort auf, wo ich mich auf mein eigenes Heil konzentrieren muss?


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 Jerusalem 21. Juni 2013 

Unterschiede

Kind 1, 5 Jahre: "Papa, darf ich in die Sakristei gehen" Jo fragt selbstständig, ohne von uns irgendwie auf die Idee gebracht worden zu sein, den Pater nach der Messe, ob er ministrieren darf. Seither dient er schon seit 3 Jahren am Altar.

Kind 2: 6 Jahre könnte wenn er wollte, aber wollen kann er nicht und so ist er einmal brav und einmal unruhig

Kind 3: 5 Jahre der Kasperl, auch er kann, aber selten

Kind 4: 1,8 Jahre Ihre lebensfrohe Jauchzer und Mitsingversuche - wer kann sie anders interpretieren, als dass hier der HL.Geist aus Ihren Mündchen spricht?

Stellen wir uns einmal vor, diese Familie beginnt erst mit 15 Jahren mit den Kindern in die Kirche zu gehen - dann ist es natürlich ruhiger aber vielleicht auch um einiges ärmer.
Wer weiß, vielleicht ist dann wieder eine Berufung verpasst worden...


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 Ignis 21. Juni 2013 
 

@ Kreuz

Schön, dass Sie diese Erfahrung gemacht haben. Ich kenne aber zu viele Menschen, die als Kinder jeden Sonntag mit zur Messe genommen wurden, und die aus der Kirche ausgetreten sind, sobald sie es konnten. Einen Automatismus: Regelmäßiger Messbesuch = frommer Christ gibt es leider nicht.


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 kreuz 20. Juni 2013 

@Ignis

"Es reicht nicht, die Kinder von klein auf mit in die Hl. Messe zu nehmen, erst recht nicht, wenn man ihnen nicht erklärt, was dort geschieht."

aus eigener Erfahrung: falsch. genau das Gegenteil ist d. Fall.


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 Nicole1610 20. Juni 2013 
 

Meine Meinung zur Kinderkirche

Ich war am vergangenen Sonntag erstmals mit meiner Tochter (knapp 13 Monate) in der Kinderkirche. Ich fand zwar, dass die Erzieherinnen es sehr schön gemacht haben (Evangelium vorgelesen, der Kindern erklärt, Bilderbuch zum "Vater Unser" gestaltet und auch gebetet), allerdings ist die Kinderkirche nicht für Kinder unter 2,5-3 Jahren geeignet. Werde es also vorläufig nicht mehr für die Kleine nutzen.


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 Ester 20. Juni 2013 
 

Zur Kinderkirche

Fakt ist doch, wenn die Kinder aus dem Kinderkirchenalter draus sind, dann gehen sie nicht mehr.
Und was die Sonntagspflicht angeht, klar kann man öfter als einmal am Sonntag gehen, nur haben wir Superseelsorgeienheiten und da muss man doch froh sein, überhaupt eine Messe am Sonntag irgendwo erreichbar zu finden, und nicht einen Wortgottesdienst mit Kommunionausteilung.
Und wie gesagt Kinderkriche ist halt Kindergarten, im besten Fall Gruppenstunde und eben keine Messe.


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 Selene 20. Juni 2013 
 

@Ester

Nein, mein Post war nicht ironisch gemeint.Ich mag übrigens diese Familie samt dem Kleinen.

Bei uns kommen die Kinder von der Kinderkirche immer vor dem Vater unser bis Messende samt den Betreuerinnen dazu.

Als die Kinder zum Vater unser um den Altar standen, lief der Kleine nach vorne und stellte sich zwischen seine Geschwister. Das war total süß.

Ich finde nur, dass die Eltern ihre innere Anspannung auf das Kind übertragen, der Kleine ist nämlich eigentlich ein so genanntes braves Kind.


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 ursiii 20. Juni 2013 
 

zum Nachdenken

vor einigen Tagen auf Radio Maria gehoert:Mutter geht mit 8jaehriger Tochter in Medjugorje in die Messe.Das Kind:'Mama, schau wie viel Wasser da ist!', obwohl es ganz trocken war und schon lang nicht geregnet hat.Dies wiederholt sich vor allem nach der Wandlung, und vor der Kirche stellt sich heraus, dass die Socken des Kindes total nass sind,obwohl in der Kirche keine Spur von Wasser ist.Koennte es sein, dass das Kind das gesehen hat, was aus Jesu Herzen kommt, die Flut der Barmherzigkeit? Die Geschichte hat mich jedenfalls tief beruehrt.Ich glaub, Kinder haben eine weit tiefere Gotteserfahrung als wir uns das vorstellen koennen.Darf man das, was waehrend der Messe geschieht,wirklich den Kindern vorenthalten?What would Jesus do?-Die Antwort hat er doch selbst gegeben: Lasst sie zu mir kommen.


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 Ringelblume 20. Juni 2013 
 

Das Argument...

Kinderkirche sei schlecht, weil die Mitarbeiter dann nicht zur Hl. Messe gingen, kann ich so nicht stehen lassen. Ich mache selbst Kinderkirche, und ich gehe dann immer noch extra zur Hl. Messe. Man könnte z. B. für die Kinderkirchmitarbeiter eine extra Messe vor der Gemeindemesse anbieten. Wer sagt denn, dass man am Sonntag nur 1 Stunde mit Gottesdienst verbringen darf?


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 Loreen80 20. Juni 2013 
 

@kant

Sie schreiben von Opferbereitschaft ? Haben Sie selbst Kinder? Es gibt nichts schöneres wie wenn ein Kind plötzlich anfängt mitzusingen und von der Himmelmama spricht und Kirche für sich entdeckt.

Ich kann Jesus nicht nur in der Stille finden. Gerade Mütter sehen wie Jesus wirkt wenn man ein glückliches Kind hat.

Na klar muss ich während der Wandlung mit einem Auge bei meinem Sohn sein, aber auch ein kurzes Danke an Gott kann Gespräch genug sein.

Viele Kommentare unterscheiden sich kaum von denen engagierter Karrierefrauen die Kinder toll finden solange sie quasi "unsichtbar" sind.


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 Ester 20. Juni 2013 
 

selene ihr post ist

ironisch gemeint, oder?


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 Selene 20. Juni 2013 
 

Nur eine Familie

Bei uns ist einmal im Monat Kinderkirche parallel zur Messe.

Ein Elternpaar bringt seine beiden älteren Kinder zur Kinderkirche und nimmt mit dem Kleinen, 2J. alt, an der regulären Messe teil, seit er ca 1 J. alt ist.
Der Kleine ist eigentlich ganz angenehm, nur der Vater stört u. inzwischen nehmen Andere Reißaus vor der Familie, die immer ganz vorne sitzt.

Auch Andere kommen mit Kleinstkindern, als störend wird aber nur diese Familie empfunden, weil sie ganz vorne sitzen, während andere Eltern mit kleinen Kindern hinten bleiben, wo sie auch mal raus gehen können.

Und dieses Kind ist auch das einzige, das im Altarraum rumlaufen darf, alle anderen Eltern lassen das nicht zu.

Und meinem Eindruck nach liegt es am Vater und nicht am Kind.Aber auch die Mutter stört, wenn sie laut schimpft und den Kleinen immer erst holt, wenn er schon eine Weile im Altarraum war oder sonst einiges angestellt hat.

Da fragt man sich, warum es nur bei dieser einen Familie nicht klappt.


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 Christine 19. Juni 2013 

Bitte, öffnet alle eure Herzen, die Jesus nahe sein wollen!

"Aus dem Mund von Säuglingen verschaffst Du Dir Lob!" Math. 21

"Und ich darf wohnen im Hause des Herrn" Psalm 23

"Lasst die Kinder zu mir kommen und wehret es ihnen nicht, denn ihnen gehört das Himmelreich!" Math. 19

"Wisst ihr nicht, daß ihr ein Tempel des Heiligen Geistes seid, der in euch wohnt?" 1. Kor. 6


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 Ester 19. Juni 2013 
 

@ sursula und kant

Bei uns in der Gemeinde wurden erbitterte Diskussionen geführt, weil diverse ältere Leute, aus Gewohnheit, Sonntags immer in einem abgetrennten Teil der Kirche, Platz nahmen. Schlussendlich wurde das Kirchenrecht bemüht und daruf hingewiesen, dass man, wenn man in dem abgetrennten Teil war (wo man zwar hören, aber nicht sehen und auch nicht gesehen werden konnte) nicht an der Messe teilnahm.
So und egal wie ich die Kinderbetreuung organisiere, der der sie macht, nimmt dann nicht an der Messe teil, insbesondere weil diese Betreuung ja meist in einem separaten Raum stattfindet.
Und man genügt der Sonntagspflicht nicht, wenn man dann halt werktags geht.

Vielleicht wird aber an der ganzen Diskussion das Drama heutiger Gemeinden sichtbar, je mehr davon geredet wird, dass gerade die Gemeinde Träger der Eucharistie sei (wie moderne Theologen ja nciht müde werden zu betonen) desdo weniger scheint sie (die Gemeinde) zu funktionieren.
Jesus sagt: Lasst die Kinder zu mir kommen!


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 SursulaPitschi 19. Juni 2013 

Selber einen Sonntagskinderkreis mit einigen anderen Müttern gründen

Es gibt genügend Vorlagen u. Anregungen im Internet.

Falls dadurch die HL.Kommunion am Sonntag verpasst wird, kann ja eine Werktags-Abendmesse besucht werden.


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 Kant 19. Juni 2013 

@Esther: Sonntagspflicht / @calixtus: Kindern Christus vorenthalten

Wie gesagt: ich glaube, es ist besser, wenn die Gemeinde für Kinder, die nicht an einer hl. Messe in angemessener Weise teilnehmen können, eine Betreuung in einem anderem Raum einrichtet – und das sollte doch eigentlich möglich sein, oder? Daß die Gemeinde nicht von den Kinder gestört wird, ist sicherlich auch ein Aspekt, aber noch wichter ist: es ist besser für die Kinder, weil sie so lernen, wie man die hl. Messe angemessen mitfeiert, und auch für die Eltern, weil sie ohne Ablenkung am Sonntagsgottesdienst teilnehmen können. Und ist der Sonntagspflicht auf diese Weise nicht sogar noch besser genüge getan? Wenn Eltern die Kinder in der Hl. Messe dabei haben wollen und deshalb die damit verbundene Unruhe und Anstrengung auf sich nehmen, ist das eine sicherlich beeindruckende Opferbereitschaft. Aber der Behauptung, daß Eltern, die aus den schon genannten Gründen sich für Betreuung entscheiden, ihren Kinder „Christus vorenthalten“, kann ich mich nicht anschließen.


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 Callixtus 19. Juni 2013 
 

@Kant: ???

Wir haben IMMER ALLE 5 Kinder mitgenommen und ja, wir haben das mit Bilderbüchern, Hinausgehen, viel Anstrengungsbereitschaft genau so bewältigt und werden es weiterhin so handhaben! Woher haben sie die Erkenntnis, dass die Seele eines unter 3jährigen Kindes nicht genauso genährt wird von der Gegenwart Christi? Solange mir niemand das Gegenteil beweisen kann halte ich es für eine egoistische Anmaßung dies den Kindern vorenthalten zu wollen!


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 Ester 19. Juni 2013 
 

@ kant

es gibt immerhin die Sonntagspflicht und laut KKK Nr 2181 definiert das Versäumen des sonntäglichen Gottesdienst als schwere Sünde. http://www.vatican.va/archive/DEU0035/_P7V.HTM#JW
Dispensiert ist man nur in Fällen von Krankheit, wenn Säuglinge! (nicht Kleinkinder) zu betreuen sind.
Ergo, wir wollen doch die Verheirateten mit kleinen Kindern nicht zur Sünde verführen, nur damit wir unsere andächtige Ruhe haben, oder?


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 Kant 19. Juni 2013 

@Gandalf: Kindern Gott vorenthalten?

Danke für Ihren Hinweis! Natürlich sollte man Kinder, selbst Klein-Kindern und Säuglingen „Gott nicht vorenthalten“. Das bedeutet aber umgekehrt nicht, daß man sie alle und immer in die Sonntagsmesse mitnehmen muß. Man enthält Kinder auch nicht Musik vor, wenn man sie nicht mit in die Oper nimmt. Wie gesagt sollten Kinder ab sechs Jahren fähig sein, an der hl. Messe in angemessener Weise teilzunehmen, ob früher müssen natürlich die Eltern selber entscheiden. Aber das Eltern über viele Jahre Kinder mit Bilderbüchern und Malzeug ruhig halten und im Extremfall mit ihren Kindern die hl. Messe verlassen müssen, weil’s nicht mehr geht, halte ich für keine gute Lösung: nicht für die Eltern, nicht für die Kinder und auch nicht für die Gemeinde. Da gibt es besser Wege, den Kindern „Gott nicht vorzuenthalten“.


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 romameri 19. Juni 2013 
 

Eigene Beobachtung

Unsere Tochter (4 1/2) ist fasziniert von Heiligen Messen, die das Mysterium verdeutlichen: Eineinhalb Stunden Brucknermesse sind ebenso wenig Problem wie eine dreiviertel Stunde Stille Messe im a.o. Ritus. Heimgehen, weil sie dauernd gestört hat, mussten wir bislang nur beim Kinderwortgottesdienst - eine (durchaus engagierte) Bastelstunde. Und dann wird ersatzweise selbstverständlich (und störungsfrei) die „normale“ Abendmesse besucht. Wenn sie daheim „Messe“ spielt, dann immer die Stille Messe, was angesichts des Umstandes, dass sie sonst beim Reden kaum Luft zum Atmen holt, höchst bemerkenswert ist. Ist es vielleicht die Hybris, man müsse die Messe „verstehen“, die uns dazu führt, das Mysterium so weit zu trivialisieren, bis unsere Jugendlichen wegbleiben (da sie die fehlende Substanz spüren) und unsere Kinder nur noch quengeln (da die Messe mit anderen Spaßevents natürlich nicht mithalten kann)?


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 Callixtus 19. Juni 2013 
 

grimmige Blicke, laute Kinder

Vater von 5 Kindern von 1-12 Jahren.
Im Laufe der Zeit habe ich gemerkt, dass ich Blicke oft grimmiger empfunden habe als sie tatsächlich gemeint waren.
Wir gehen grudsätzlich mit allen in die Kirche. Die Seele verlangt nach Gott, auch wenn mir langweilig dabei ist. Warum soll das bei einem Säugling anders sein? Die Seele braucht Gott!
Uns Erwachsenen ist auch hin und wieder langweilig, aber unsere Seelen werden aufgerichtet, auch die der Kleinstkinder!
@Serafina
Halten sie es wirklich für angemessen Kinder mit den Händlern im Tempel zu vergleichen? Hier geht es schließlich um mündige Erwachsene, die den Tempel für ihre Zwecke missbrauchen. Ginge es wirklich nur um die Lautstärke hätte Jesus ja auch sagen können, macht ruhig weiter, aber bitte leise...
Außerdem: Die Kinder sollen Ehrfurcht vor dem Allerheiligsten lernen. Wo können sie es besser lernen als in der hl. Messe? Eltern demonstrieren: Die hl. Messe ist so wichtig, dass sie sie auch mit quängelnden Kinder durchhalten.


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 140968 19. Juni 2013 

@serafina

Warum entgegnen Sie mir das? Ich bin kein Freund dieser Aktionen ala "Jetzt kommen alle Kinder um den Altar und wir beten das Vater unser. Und da wir uns schon alle an den Händen halten, lassen wir gleich den Embolismus weg." Leider kann man da aber schwer was dagegen tun, die Kinder in der Bank halten erzeugt doch sehr viel Unmut bei ihnen. Mir ist es wichtig, dass der Friedensgruß nicht ausartet und die Kinder zum Agnus Dei wieder da sind. Unsere Kinder dürfen nicht in der Kirche herum rennen.

Im übrigen glaube ich ging es bei Ihrem Zitat doch um etwas anderes. War da nicht von einer Räuberhöhle die Rede? Schon wieder so ein liebevoller Seitenhieb auf Familien mit kleinen Kindern, jetzt nicht unbedingt von Ihnen, aber wiederholt in diesem Thread.

Totus tuus


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 Nicole1610 19. Juni 2013 
 

Teil 2

Und es tut weh, wenn ich ewas von "mangelnder Ehrfurcht" oder "schlechter Erziehung" lese. Kinder sind unterschiedlich. Laut meiner Mutter war ich ein sehr ruhiges und braves Kind, meine Schwester hingegen (gleiche Eltern, gleiche Erziehung !!) ein Wirbelwind, welcher nie still sitzen wollte.
Wir haben mit unsere Kleinen auch schon viel erlebt. In einer tollen, jungen geistlichen Gemeinschaft hat man uns einmal hinaus gebeten, weil die Kleine (damals 6 Monate) zweimal kurz "gejodelt" hat. Ein anderes Mal wollte man uns gleich den Klosterladen zum Verbleib anbieten. Einmal ging ich in einer Messe im örtlichen Krankenhaus hinaus, weil meine Tochter Hunger hatte und ich eine Flasche zubereitet habe und sie gefüttert habe. Am Ende der Messe kam der Pfarrer und sagte mir, dass ich die Messe nicht verlassen muss, sondern dass ich die Flasche in ruhig in der letzten Bank zubereiten darf. Die dortigen Schwestern freuen sich auch immer wenn wir mit dem Kind dort sind.


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 Nicole1610 19. Juni 2013 
 

Sehr interessante Diskussion

Normalerweise tummeln sich hier konservative Katholiken und meist sind wir hier einer Meinung. Interessant zu sehen, dass es bei diesem Thema (leider) nicht so ist.
Man muss bei Kindern schon etwas differenzieren. Ja, ein 6-jähriges Kind muss auch mal für eine knappe Stunde ruhig sein. Wer dies allerdings von einem 1-jährigen (Klein-)kind erwartet, liegt daneben oder hatte das Glück, ein besonders stilles Kind zu haben.
Unsere Tochter ist knapp 13 Monate alt. Wir haben sie von Anfang an mit in die Hl. Messe genommen. Ihre erste hat sie im Alter von 8 Tagen verschlafen. Nun ist sie knapp 13 Monate alt und schläft natürlich nicht mehr, sondern möchte krabbeln. Spätestens ab dem Evangelium hat sie kein Interesse mehr an ihrem Bilderbuch, also nehmen mein Mann und ich sie abwechselnd mit in den Vorraum, wo sie krabbeln kann und niemanden stört.
Zuhause lassen kommt für uns nicht in Frage, ebenso wie getrennt gehen. Wir sind eine Familie, also gehen wir auch zusammen.


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 Suarez 19. Juni 2013 

Die Diskussion hat sich ja etwas verhärtet

"Introibo ad altare Dei"

Dieses Herantreten an den Altar Gottes sollte nicht in Angst, aber doch in Ehrfurcht geschehen. Wo uns diese Ehrfurcht abhanden kommt, verflüchtigt sich schnell auch der tiefere Glaubensbezug und wird zur bloßen Gruppendynamik. Man schaue sich da nur mal protestantische Gottesdienste an.

Schon die heute immer wieder zu beobachtende Unart, in salopper Sportkleidung, kurzen Hosen, Stöckelschuhen, Pelzmantel oder Turnschuhen zur Messe zu gehen, spricht Bände.

Lediglich noch viele Ältere sind stets sonntäglich gekleidet und drücken so, trotz der Mühe, die ihnen dies ja schon auf Grund des Alters macht, eine tiefe Ehrfurcht vor dem Heiligsten aus. Die meisten kleiden sich hingegen so, als ob sie auf eine Sportveranstaltung gingen.

Mit verschränkten Beinen wird dann lässig der Gottesdienst verfolgt. Auch breitbeinig, die Hände in den Hosentaschen, dem Pfarrer bei den Wandlungsworten zuzuschauen, sah ich schon.

Mir scheint, das Problem reicht tiefer.


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 Gandalf 19. Juni 2013 

@Kant: Wie kann man nur in wenigen Zeilen so einen geballten Unsinn schreiben? Zitat: "..wer nicht in der Lage ist, sein vier-jähriges Kind für eine Stunde des Sonntagsgottesdienstes in die Kinderbetreuung zu geben oder mit Babysitter zuhause zu lassen... der betrachtet sein Kind als Partner und nicht als Kind..." Sorry, aber ganz ehrlich. Hier dürfte die Hitze der letzten Tagen etwas in Deinen Zeilen zugeschlagen haben. Ich kenne viele kath. Familien mit (vielen) Kindern. Auf so einen absurden Gedanken ist noch niemand gekommen: Eine Kinderbetreuung an einem Sonntag Vormittag oder einen Babysitter zu organisieren. Sorry, aber selbst Familien, die sich das theoret. finanz. leisten könnten (das sind keine 10 Prozent), machen das aus gutem Grunde Gott sei Dank nicht. Wer den kleinen Kindern Gott vorenthalten möchte, der hat nichts vom lieben Gott und auch nichts von einer christlichen Erziehung verstanden.


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 Steve Acker 19. Juni 2013 
 

Es gibt kein Patentrezept Fortsetzung

Von den übrigen Gottesdienstbesuchern: Dass sie sich bemühen auch Familien zu akzeptieren. Nicht wegen geringsten Geräuschen gleich einen Aufstand machen.
Wenn es sie stört, nach anderen Möglichkeiten suchen: z.b. nicht gerade den Familiengottesdienst besuchen, in der Kirche sich an einen anderen Platz setzen...

Wie gesagt: Es ist nicht der einfache Weg, aber der einzig gangbare.
Es ist wichtig dass Familien in die Messe kommen. Sie haben auch ein Recht darauf.


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 Steve Acker 19. Juni 2013 
 

Es gibt kein Patentrezept

Vielleicht sollte man sich auch von dem Gedanken endlich verabschieden, dass es eine leichte Lösung gibt.
Manche fordern: Kleinkinder sollen nicht in die Messe, Eltern dann getrennt in die Messe gehen. Für uns hätte das bedeutet, dass meine Frau und ich 6-8 Jahre lang nicht mehr gemeinsam in die Messe hätten gehen können.
Ausserdem ist das für die religöse Erziehung der Kinder nicht gut.
Auch haben nunmal viele Familien keine Großeltern in der Nähe, die gegebenenfalls auf die Kinder aufpassen könnten.
Kinderkirche: Ich hab nur eine Pfarrei erlebt wo das wirklich gut war, in München Schwabing. Dort gab es jeden Sonntag Kinderkirche. Nach der Predigt kamen dann alle Kinder zur Hl. Messe.
Das lief gut, und war hilfreich.
Aber nicht jede Pfarrei kann dies leisten, aus verschiedenen Gründen.

Der einzige Weg, und der ist gar nicht einfach, sondern hart und steinig ist:
gegenseitige Rücksichtnahme und Toleranz.Von den Eltern: dass sie sich bemühen die Kinder ruhig zu halten.
Von den andere


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 Steve Acker 19. Juni 2013 
 

Kinder von Anfang an mit in die Messe nehmen

Wir haben unsere Kinder von Anfang an mit in die Messe mitgenommen.Und das war absolut richtig so.Sie spüren sehr wohl was das passiert, wachsen dadurch in das Geheimnis der Messe rein.
Für sie ist es dann völlig normal dass man Sonntag in die Kirche geht.Heute ministrieren sie, und sind mit großem Eifer dabei.
Sicher war es nicht einfach. Wir mussten manchmal rausgehen,wenn eines der Kinder zu laut wurde. Meine Frau wurde mehrfach aufgefordert die Kirche zu verlassen, weil manche Leute auch nicht den leisesten Mux ertragen.
Aber es hat sich gelohnt das durchzustehen, denn die Kinder haben einen lebendigen Glauben. Ich bin mir ziemlich sicher: diejenigen, die erst mit 6 in die Messe kommen, sind größtenteils nach der Erstkommunion wieder weg.


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 serafina 18. Juni 2013 
 

@140968

Er hat aber auch das Haus SEINES VATERS ein BETHAUS genannt. Punkt


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 peregrino 18. Juni 2013 
 

Jesus Christus statt Kant

Gut dass ich an Jesus Christus und nicht an den Herrn Kant und seine allgemein vernünftig klingenden Regeln glaube. Der hervorragende Artikel schließt ja mit einer Bibelstelle: "Lasset die Kinder zu mir kommen, hindert sie nicht daran." Die Jünger wollten damals schon die störenden Kleinen und ihre "unachtsamen" Eltern wegschicken. Damit ist eingeltich alles gesagt. Vielleicht nur noch eins: Die Kirche ist jung und lebt und alte(meint nicht die biologischen Jahre) verknöcherte, superschlaue Philosophen dürfen auf die Barmherzigkeit Gottes hoffen.


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 Ester 18. Juni 2013 
 

Ich möche die Geschichte

Mit den Betreuungen mal von einer anderen Seite aufgreifen.
Der, der die Kleinen betreut und je kleiner, desdo mehr Leute brauche ich dazu, der kann an diesem Sonntag, eben wegen der Betreuung des/der Kleinkinder, nicht an der Messe teilnehmen, egal ob er gleich zu Hause bleibt, oder eben im Nebenraum bastelt.
Wir halten fest, dass aber die Teilnahme an der Sonntagsmesse zu den Kirchengeboten zählt und deren NIchteinhaltung unter Sünde, soweit ich weiß schwerer, die vom Kommunionempfang ausschließt, zählt. (Klar ist, wenn man nicht kann, weil man bettlägerig ist, die nächste Messe unzumutbar weit weg ist und dergl, dann ist man dispensiert).
Wir sollten uns also mehr um die sorgen, die nicht kommen, als um die, die kommen, auch wenn sie nerven!


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 140968 18. Juni 2013 

Zu den erwähnten Heiligen fällt mir neben dem Beispiel der Hl. Therese vom Kinde Jesu von Agent noch

Johannes Don Bosco ein. Bei ihm waren es zwar wohl schon eher Teenager, die er zur Heiligen Messe brachte, aber für damalige Verhältnisse war deren Benehmen ein Affront, der ihm auch viel Widerstand eingebracht hat.

Da kann noch so viel geredet und gedeutet werden; Jesus sagt, lasst die Kinder zu mir kommen. Punkt

Totus tuus


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 Loreen80 18. Juni 2013 
 

Schade

Als Mutter kann ich nur schreiben, dass ich viele Kommentare sehr schade finde.

Mein knapp 3-jähriger hat Freude an der Messe, er weiß, dass da Jesus ist und wenn er mal an einem Sonntag seine trotzigere Phase hat, dann gehen wir zeitweise raus.

Kinder haben ein RECHT auf Kirche und die dortige Nähe Gottes und die wenigsten Eltern lassen ein Kind in der Kirche brüllen oder toben.

Ich finde es schön wenn christliche Familien gemeinsam zur Messe gehen und zeigen: "Wir gemeinsam als Familie wollen und brauchen den Gottesdient."

Gerade kinderreiche Familien sind kaum irgendwo als "Einheit" erwünscht:

Im Restaurant - zu laut
Auf Ämtern - asozial
In der Kirche - nicht fromm genug


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 Agent 18. Juni 2013 

Die heilige Theresa v.Lisieux

band ihre ganz besondere Störgeräusche, welche vom Zähneknirschen einer Mitschwester verursacht wurden, in ihr persönliches Gebet mitein und wurden so für sie zu einem Konzert, dass sie Gott darbrachte.
Misstöne während ältere Damen singen: In den Augen Gottes Melodien des Himmels- so auch für mich! Kinder weinen während der Wandlung, weil Eltern sie festhalten oder lachen. Das ist die oft fehlende Glocke! Klar, ein Minimum an Zügeln sollte immer da sein, ich denke da dürfen Eltern gerne anpacken!


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 Agent 18. Juni 2013 

Die Tatsache, dass ich glauben konnte, trotz Widerständen

aus allen Seiten meiner kindlichen Umgebung- Kindergarten, Schule, Geschwister, Freunde, Lehrer, Priester, Gemeinderefs usw. verdanke ich allein dem, dass meine Eltern mich von früh auf in die heilige Messe mitnahmen und dort mein Herz gefunden hat, was so viele zu verschleiern versuchten: Gott – undendliche echte Wahrheit, die sich in den Sakramenten zu uns neigt. Das Evangelium und die Lesungen machten mich so neugierig, dass ich die ganze Bibel auf einmal verschlingen musste, sobald ich lesen konnte. Mein Herz erfasste früher, was mein Verstand erst später zu fassen begann. Die Tatsache, dass ich glaube, verdanke ich meiner Beziehung mit Gott, die vor allem anderen da war. Wissen darum, dass Gott wirklich existiert und mein Gegenüber ist, dass Familie einen Himmel miteinschließt; das kommt nicht von Diskursen, sondern von der Begegnung mit Ihm.
"Kinderkirche" war für mich schon als Kind immer nur ein Beschi..: Messeschwänzende Betreuer, statt fascinosum et tremendum...


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 Ignis 18. Juni 2013 
 

Das Problem an dieser Diskussion...

...ist, dass man aneinander vorbeiredet. Es ist ein riesengroßer Unterschied, ob man von einem 2-jährigen oder von einem 6-jährigen Kind spricht. Ein 2-jähriges kann in den meisten Fällen nicht 1 Stunde lang mucksmäuschenstill sein. Ein 6-jähriges Kind kann das schon.


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 Kant 18. Juni 2013 

@Ester: Stiftung für Babysitter- und Kinderbetreuungsdienst?

Für Babysitting oder Kinderbetreuung brauchen wir keine Stiftung. Wenn eine katholische Gemeinde nicht in der Lage ist, für ihre Klein-Kinder, die noch nicht die Reife haben, an einer hl. Messe teilzunehmen, eine Betreuung oder auch ein Babysitter-Dienst anzubieten, um den Eltern eine ungehinderte Teilnahme zu ermöglichen, dann ist das ein Armutszeugnis für die Gemeinde. Die deutsche so reiche Kirche, die Kita-Plätze für alle anbietet und sogar den derzeitigen Kita-Ausbau für Klein-Kinder befürwortet, müßte einfach nur Prioritäten setzen! Kinder sind Kinder – und es ist fatal, unsere eigenen Sichtweisen in sie hineinzuprojezieren, sich z.B. einzureden, daß während der hl. Messe in der Kirche malende Kinder mehr Gnade bekommen würden als in einer Betreuung malende Kinder. Es ist fatal für die Kinder, denen man den Reifungsprozeß erschwert, und für die Eltern, die teils über viele Jahre keinen ungestörte hl. Messe feiern können.


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 quovadis 18. Juni 2013 
 

Manche sagen:

Wenn Kinder stören, sollen sich die Eltern ändern und ihre Kinder entsprechend erziehen. Andere sagen: Die Erwachsenen, die den Kindern und ihren Eltern in der Kirche zu viel abverlangen, müssen sich ändern.
Ich meine: Ich muss mich ändern, dass ich mich durch gar nichts aus der Andacht reißen lasse. Weder durch die Kinder, noch durch böse Blicke mancher Erwachsener wegen der Kinder. Für meine Andacht bin letztlich ich selber verantwortlich. --
Papst Franziskus sagt: Wenn ich mein Verhalten (Andacht) vom Wohlverhalten der Mitmenschen abhängig mache, bin ich Sklave der anderen, und kein Christ. -
Herr, hilf mir!


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 speedy 18. Juni 2013 
 

ich nahm unsere Kinder schon als baby mit zur Kirche,und ich finde Mütter nehmt eure Kinder schon als Babys mit um Gottesdienst- nur so wachsen die mit hinein- und auch tägliches früh-,mittag und abendgebet-
vor der schule ein kleines gebet ,Weihwasser geben, mittagessengebet und abendgebet-
wenn die gläubigen Muslime( keine terroristen oder haßprediger) 5 x am tag beten können, sollte das doch auch für uns zu schaffen sein- und wir dürfen freiwillig beten


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 Ester 18. Juni 2013 
 

Fortsetzung

oder sich sämtliche älteren Geschwister inklusive des (möglicherweise) Schwierigkeiten habenden Gatten um den sonntäglichen Babysitterdienst reisen, was ja auch nicht Sinn und Zweck der Übung ist.
Wie schon mehrmals festgestellt, wenn wir warten, bis die, die zum Gottesdienst kommen, fromm und gut und wissend sind, dann können wir lange warten. Ich finde es auch schlimm, das die Erstkommunion meist für lange Zeit die Letztkommunion ist, aber wie gesagt wenn man die Kinder vorher halt verscheucht!


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 Ester 18. Juni 2013 
 

Zu all den guten Ratschlägen

haben all, diese guten Leute, sich mal überlegt, dass es keine Eltern gibt die ihre Kinder mit in die Kirche nehmen und diese dann anstacheln sich so schlimm wie möglich zu benehmen?
Es gibt doch keine Eltern die ihr Kind solange pieksen bis es schreit oder so?
Ich persönlich erinnere mich an eine Familie (sie Philippinin, er abständig, wo sie es nach langem Hängen und Würgen geschafft hat, dass er mal "mit ist zur Messe", dann hatten sie auch das Baby dabei. Ich fand das Kind brav, aber eine ältere Dame ist dann auf den Mann zu (der hielt das Baby die ganze Messe über) und sagte "Können sie denn nicht dafür sorgen, dass das Kleine ruhig ist!?!" Da gugt er sie an und sagt "Wissen Sie, das ist kein Radio, das hat keinen Knopf zum abschalten!"
Fakt ist, möglicherweise dispensieren Säuglinge vom Sonntagsgottesdienst, aber faktisch (unter den Bedingungen der heutigen Zeit) führt es dann dazu, das die ganze Familie halt nicht mehr geht,


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 Suarez 18. Juni 2013 

@140968

Ich schrieb: "Insofern muss es auch den Respekt geben, der nicht von einem Kinderlachen oder Weinen beeinträchtigt wird."

Es wäre ein arges Missverständnis, wenn Sie aus diesem Satz herauslesen, dass ich Kinderlachen und Weinen für einen Mangel an Respekt halte.

Genau so habe ich es nicht gemeint. Der Respekt wird nicht von Kinderlachen und Weinen beeinträchtigt, aber dann, wenn es darüber hinausgeht und der Gottesdienst zu einem "Action-Ereignis" wird - z.B. das von anderen erwähnte Nachlaufen.

Kinder stören auch den Gottesdienst nicht, sondern bereichern ihn, sofern sie nicht zum Gottesdienst gezwungen werden. Das ist eben nicht immer so leicht und häufig bleibt es ein schöner Wunschtraum vieler Eltern, dass ihre Kinder die Messfeier tief verinnerlichen.


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 Kant 18. Juni 2013 

Kinder als Kinder sehen (2)

... der betrachtet das Kind als Quelle eigener affektiver Befriedigung und nicht als Kind; wer nicht in der Lage ist, sein vier-jähriges Kind für eine Stunde des Sonntagsgottesdienstes in die Kinderbetreuung zu geben oder mit Babysitter zuhause zu lassen, weil man es eben nicht davon überzeugen kann, der betrachtet sein Kind als Partner und nicht als Kind. Die Psyche der Kinder kann aber nur reifen, wenn man sie als Kinder betrachtet und behandelt, und nur dann werden sie auch in der Lage sein, von einem gewissen Alter an eine hl. Messe auf angemessene Weise mitzufeiern.


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 Kant 18. Juni 2013 

Kinder als Kinder sehen (1)

Die Fähigkeiten, still zu sitzen und leise zu sein, erwerben Kinder in der Regel in der Kita und sollten sie mit der ersten Schulklasse haben, d.h. die Teilnahme an der Sonntagsmesse müßte in der Regel ab dem 6. Lebensjahr möglich sein. Daß diese Fähigkeiten heute bei vielen Kin-der diesen Alters noch nicht vorhanden sind, liegt sicherlich nicht zuletzt daran, daß man Kinder oft nicht als Kinder sieht, sondern zum einen als Partner, zum anderen als Quelle eige-ner affektiver Befriedigung oder schließlich als symbiotischen Teil der eigenen Person (s. Winterhoff, Warum unsere Kinder Tyrannen werden): wer z.B. meint, daß seinem zwei-jährigen Paul die Liturgie gut tut, der betrachtet sein Kind als symbiotischen Teil seiner selbst und nicht als Kind; wer meint, daß die Gemeinde in der Heiligen Messe doch vieles von den Kindern ertragen sollte, um nicht auf den schönen Moment zu verzichten, wenn die zwei-jährige Lisa den anderen Gottesdienstteilnehmern den Frieden wünscht, ...


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 viaclara 18. Juni 2013 
 

Stille Kirche ---

" ... trudeln wir gemeinsam in die Kirche ein."
Seit bald 70 Jahren feiere ich sonntags die Hl. Messe mit: In großen Kirchen und in kleinen Gotteshäusern, in der Diaspora oder in mehrheitlich katholischen Gegenden, mit vielen Kindern und Jugendlichen, in sog. Gruppenmessen für Erwachsene, Kinder oder Jugendliche und zu allen Kirchenjahrszeiten. Meine Erfahrung: Die Freude an der Liturgie hängt vornehmlich von der persönlichen oder gemeinsamen Vorbereitung und Einstimmung ab. Nicht jede Form der Gottesdienstfeier ist für jedes Alter und für jede Situation angemessen, aber jedes Alter hat einen berechtigten Anspruch auf einen angemessene Feier in Bezug auf Zeitdauer, Musik, Sprache, usw. Was wir brauchen, ist echte christliche gegenseitige Rücksichtnahme.


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 Kritkath 18. Juni 2013 
 

Wie immer

liegt es auch hier schilchtweg an dem, was man Erziehung nennt. Ich will keine pädagogische Diskussion vom Zaun brechen, aber wie sollen Kinder, die zuhause keine klaren Regeln befolgen müssen, ausgerechnet in der Hl. Messe aus Rücksichtnahme auf andere still sein lernen? Man kann Kinder ab einem gewissen Alter an die Messe heranführen. Aber nur, wenn sie das grundlegende 1x1 des sozialen Miteinander kennen. Dazu gehört eben auch, dass es Momente gibt, in denen geschwiegen wird.
Ich habe meiner Tochter im ersten Schritt erklärt, was bei einer Messe passiert und dann sind wir gemeinsam in den Gottesdienst gegangen, haben uns in die letzte Reihe gesetzt und haben ihn dann verlassen, als ich merkte, dass ihre Aufmerksamkeit nachlies...Stück für Stück haben wir das ausgebaut.
Dieses "lasst die Kinder doch rumtoben" mag ja lieb gemeint sein, hilft aber weder den Kindern beim Erleben ihrer Religiosität noch den anderen Messebesuchern.


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 serafina 18. Juni 2013 
 

@Familienvater

… ganz normale Kinder,
die schon im Alter von noch nicht einmal 10 Jahren (z. B. Fatima) täglich mehrere Rosenkränze gebetet haben, damit niemand in die Hölle kommt!!! Heute muß man froh sein, wenn die Erstkommunionkinder das Kreuzzeichen richtig hinbekommen, vom Glaubensbekenntnis ganz zu schweigen…


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 Ignis 18. Juni 2013 
 

@ Gandalf

Ich habe nur geschrieben, dass sie nicht als KLEINkinder mit in die Hl. Messe genommen wurden. Ein Kleinkind ist ein Kind unter 3 Jahren. Und das sind auch die Kinder, die in der Kirche am meisten Unruhe verbreiten, weil sie noch sehr triebgesteuert sind. Wie ich darauf komme? Ich habe schon öfter ältere Frauen gefragt, wie sie das damals mit ihren Kindern gemacht haben. Fast alle haben mir gesagt, dass sie ihre KLEINEN Kinder nicht mit in die Kirche genommen haben.


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 Ignis 18. Juni 2013 
 

@ Serafina

"die heilige Theresia von Lisieux, Bernadette Soubirous von Lourdes, Jacinta, Francesco und Lucia aus Fatima und viele andere Heilige" wurden sicher nicht als Babys und Kleinkinder mit in die Hl. Messe genommen. Das ist eine Entwicklung der modernen Zeit, in der die jungen Eltern sehr oft auf sich alleine gestellt sind und keine Verwandten haben, die ihnen die Kinder auch einmal abnehmen. Wenn man dann nicht ständig getrennt zur Kirche gehen will, muss man die Kinder notgedrungen mitnehmen.


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 Ignis 18. Juni 2013 
 

Glauben lernen im Kindesalter

Ich habe selbst mehrere Kinder, und meine Erfahrung ist die, dass Kinder den Glauben in der Kindheit erlernen. Es reicht nicht, die Kinder von klein auf mit in die Hl. Messe zu nehmen, erst recht nicht, wenn man ihnen nicht erklärt, was dort geschieht. Vor allem ist es wichtig, den Kindern im Alltag von Gott zu erzählen und ihnen beizubringen, in der Gegenwart Gottes zu leben. Kinderkirche kann, wenn sie gut gemacht ist, dazu einen wertvollen Beitrag leisten. Es sollte in jeder Pfarrei üblich werden, dass man als gesamte Familie zur Kirche gehen kann und dass trotzdem jeder seinen Raum hat. Man könnte z. B. während der Predigt eine Kinderpredigt anbieten, während derer die ganz kleinen Kinder spielen könnten. Das würde schon viel Spannung herausnehmen. So wie es die Autorin des Artikels beschreibt, läuft es normalerweise ab, und ich kann absolut verstehen, dass die meisten jungen Eltern nicht in die Kirche gehen.


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 Markus-NRW 18. Juni 2013 
 

@Serafina

Ich muß Ihnen völlig recht geben - Kinder können andächtig, aufmerksam an einer hl. Messe teilnehmen. Es liegt allerdings an den Erziehungsmethoden der Eltern, ob Kinder den Unterschied zwischen einer heiligen Handlung und einem Sonntagsausflug mit Belustigung kennen. Eine stetige Ermahnung und Anleitung der Eltern an die Kinder sich in Gegenwart Gottes anders zu verhalten als an anderen Orten. Jedoch muß ich auch sagen, Pfarrer, die bei jeder Gelegenheit die "lieben Kleinen" auffordern mal eben zum "Ringelrei" zum Altar zu rennen machen es auch gutwilligen Eltern nicht leicht


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 Familienvater 18. Juni 2013 
 

@serafina

Entschuldigung, ich habe Sie misverstanden. Sie wollten die genannten Heiligen nicht den Eltern zum Vorbild geben, sondern Sie wollten mit Ihrem Beitrag sagen, dass sie schon als Kinder sehr fromm und still der Messe beigewohnt haben, ohne jemanden zu stören. Manche kitschigen Heiligenbilder und mit pädagogischer Gesinnung geschriebene Heiligenviten mögen vielleicht diesen Eindruck erwecken, wie es in Wirklichkeit war, sei dahingestellt. Ich glaube, würde man die Eltern fragen, würden sie sagen, dass es ganz normale Kinder waren.


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 michaelmaria 18. Juni 2013 

Allem seine Zeit lassen

Wie heißt es doch so schön? "Alles hat seine Zeit?" Das gilt für stilles Beten und gemeinsames Messefeiern. Wenn Kinder mal während des Gottesdienstes stören, sag es einfach Jesus und höre, was er dir im Innersten dazu mitteilt. Du wirst dich wundern! Wenn du Mutter oder Vater bist, wirst du auch, so weit möglich, deinen Kindern in und außerhalb der Kirche von Zeit zu Zeit mit Liebe zu vermitteln suchen, was Ehrfurcht und vielleicht auch was Rücksicht bedeutet. Alles zu seiner Zeit! Und am besten etwas Geduld und Verständnis füt die und den Anderen - so wie Jesus mit dir und mir.


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 140968 18. Juni 2013 

Suarez, ist das Ihr Ernst?

"Ich stelle immer wieder fest, dass das Engagement vieler Eltern nach der Erstkommunion ihrer Kinder erlahmt. Auf einmal spielt die Heilige Messe keine besondere Rolle im Leben mehr."

Sicher melden sich zur Erstkommunion viele an, die danach nicht mehr zur Messe gehen. Aber nach meiner Erfahrung waren die vorher nicht da, besuchen die Kommunionvorbereitung, wo es nötig ist und sind dann wieder weg. Ist traurig.

Aber Ihre Aussage wirft den meisten Eltern vor, mit kleinen Kindern die Messe zu stören, das Fest der Erstkommunion mitzunehmen und danach den lieben Gott einen guten Mann sein zu lassen. Das ist respektlos, lieblos und verurteilend!

Auch der Respekt, den Sie einfordern, "der nicht von einem Weinen beeinträchtigt sein darf" ist unmenschlich und unbarmherzig! Jesus Christus ist der Weg. Unsere Kinder und wir selbst sind nicht perfekt. Aber wir versuchen, sie auf dem Weg zu führen, in Ehrfurcht, Dankbarkeit und Sammlung Tod u Auferstehung Christi begehen zu können.

Totus tuus


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 serafina 18. Juni 2013 
 

Ich frag mich nur, ob z. B. die heilige Theresia von Lisieux, Bernadette Soubirous von Lourdes, Jacinta, Francesco und Lucia aus Fatima und viele andere Heilige auch mit allerlei Unterhaltungsmaterial in die Kirche einmarschiert sind und durch ständiges Brabbeln und Herumlaufen für "Unterhaltung" gesorgt haben, und das zum größten Teil beim täglichen Besuch der Hl. Messe?


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 DerSuchende 18. Juni 2013 

Sehen wir nur noch uns?

Die Fülle der Beiträge zeigt mir, es besteht Gesprächsbedarf, auf allen Seiten. Vielleicht unterhalten wir uns nach der Messe vor der Kirchentür auch mal darüber, und zwar in Liebe. Die Heilige Messe darf kein Ort zur Selbstverwirklichung von uns Menschen werden, weder von Eltern, noch von Kindern oder von uns Älteren. Die Heilige Messe dient zur Ehre und Verherrlichung Gottes und jeder hat das Recht die Heilige Messe verfolgen zu können. Ausnahmslos Jeder!


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 C.S.Lewis 18. Juni 2013 

Danke

für diesen Artikel. Vor allem die Emotionen als Mama kann ich gut nachvollziehen, wenn man nach der Hl. Messe schweißgebadet und fix und fertig hinaus kommt. Bei uns sind die Kinder in der Kirche sehr willkommen, doch selber ist man manchmal am meisten gestresst. Ich besuche meistens allein mit den drei Kindern (7,knapp 5 und 2 einhalb) den Gottesdienst, weil es für mich nur zwei Möglichkeiten gibt. Entweder nehme ich die Kinder mit oder ich muss auch selbst zuhause bleiben, da mein Mann am Samstag die ganze Nacht arbeitet, aber auch sonst eher fernstehend ist. Wenn es manchmal wieder ein bisschen turbulenter zugeht, denke ich mir immer: Ich halte es ja auch aus, wenn zB ältere Leute oft fast durchgehend husten oder jemand falsch singt oder eine Altenheimbewohnerin durchgehend halblaut betet. Trotzdem versuche ich immer zu erspüren, was für die anderen noch erträglich ist und voll allem Herumgerenne oder lautes Sprechen gar nicht erst aufkommen zu lassen.


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 Diasporakatholik 18. Juni 2013 
 

Eine stille Kirche mit Zeit und Muße zum persönlichen Gebet bzw. Anbetung kann ich fast stets haben, wenn ich 30min vor Gottesdienstbeginn erscheine.
Im Gottesdienst feiern wir mit allen anderen - auch den kleinen Kindern - nach besten Kräften mit.
Sollte ich mich doch zu arg gestört fühlen, setze ich mich nächstes Mal woanders hin.
Für die Kinder halte ich es aus eigener Erfahrung für wichtig, dass sie möglichst das Geschehen am Altar frei sehen können.
Unsere inzwischen schon recht große Enkeltochter wählte schon als 10jährige von sich aus vorderste Bänke, in denen sie sogar alleine blieb. trotz nicht zu toller religiöser Erziehung aus dem Elternhaus hat sie sich mittlerweile ganz gut entwickelt.
Seien wir also demütig und halten uns mit Urteilen und Verurteilungen besser zurück.


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 Suarez 18. Juni 2013 

Das Kreuz steht im Mittelpunkt

Ich stelle immer wieder fest, dass das Engagement vieler Eltern nach der Erstkommunion ihrer Kinder erlahmt. Auf einmal spielt die Heilige Messe keine besondere Rolle im Leben mehr.

Die Heilige Messe, unser ganzer christlicher Glaube beruht auf dem Kreuz und damit auch auf dem Leiden, dass Christus auf sich genommen hat, um uns zu erlösen. Damit untrennbar verbunden ist ein tiefer Ernst, der natürlich immer von der Freude über die Auferstehung beschattet ist und der unsere Herzen öffnet. Die Heilige Messe ist eben kein etwas schönerer Fernsehgarten und darf das auch nicht werden.

Insofern muss es auch den Respekt geben, der nicht von einem Kinderlachen oder Weinen beeinträchtigt wird. Man muss auch an die älteren Menschen denken, die den geliebten Lebenspartner verloren haben und in die Messe gehen um Trost zu finden.

Wir dürfen nicht immer unseren Egoismus in den Vordergrund stellen und müssen unseren Kindern zeigen, dass eine Heilige Messe ein heiluger Ort ist.


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 Richelius 18. Juni 2013 
 

Man merkt heute leider in vielen Bereichen, daß die Toleranz Kindern gegenüber sehr stark abgenommen hat. Während früher die Kinder am Samstag oder Sonntag im Garten spielen durften, kann einem das heute schon einen Besuch der Gendarmerie und eine Anzeige wegen Ruhestörung einbringen.
Diese Tendenz setzt sich in der Kirche fort: Je weniger Kinder eine Gemeinde gewohnt ist, desto empfindlicher reagiert sie auf Störungen von diesen. Natürlich muß man mit einem stark störenden Kinde die Kirche verlassen, doch es gibt einen Graubereich. Letztendlich ist es so, daß die Messe die Feier der Gemeinde ist. Jeder, der zur Gemeinde gehört, hat ein Recht teilzunehmen, und die (getauften) Kinder gehören dazu.
@ Antigone: Ehrfurch vor Gott zeigt sich auch darin, daß man nicht Mitglieder Seiner Herde vom Gottesdienstbesuch fernhalten möchte, weil sie die eigene Ruhe stören.
Anbetung usw. sind Liturgieformen, bei denen man die Kinder nicht mitnehmen sollte, hier ist dann Stille angebracht.


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 Antigone 18. Juni 2013 
 

Ehrfurcht vor der Gegenwart des Herrn

Auch ich gehöre zu den Leuten, die sich von Lärm und Toben in der Hl. Messe extrem gestört fühlen. Aber nicht, weil ich vielleicht das eine oder andere Wort nicht verstehe. Sondern weil es meine Gefühle verletzt. Von Ehrfurcht war noch in keinem einzigen Kommentar die Rede, und sie spielt bei der Einführung der Kinder in das Glaubensleben wohl keine große Rolle mehr. Dabei haben gerade Kinder einen Sensus dafür, freilich erst ab einem gewissen Alter. Und früher sollte man sie tatsächlich nicht in die Kirche mitnehmen.


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 Gitte 18. Juni 2013 

Danke!

Toller Artikel der zum Nachdenken anregt. (Mir spricht er aus der Seele!) Da Kinder sehr unterschiedlich sind und Eltern auch, gibt es kein Patentrezept. Ich bin überzeugt, dass die Hl. Messe sehr wichtig ist auch für Kleinkinder. Der Herr freut sich auf sie und beschenkt sie ganz besonders (samt den gestressten Eltern). Die s.g. Prägephase geht nur bis zum 5. Lebensjahr - prägen wir unsere Kinder auf die Hl. Messe! Damit unsere Kinder (6J und 2J alt) vor allem positive Erfahrungen machen (negative gibt´s leider auch), suchen wir Kirchen auf, wo sie überwiegend willkommen sind und deren Architektur günstig ist. Mein Sohn (6J) war an Fronleichnam bei der Frühkommunion. Heute war er in Tränen aufgelöst weil wir eine Hl.Messe verpasst haben und er so gerne Jesus empfangen hätte. Als der Priester in der Kirche das mitbekam, hat er noch extra mit ihm gebetet und ihm dann die Hl. Kommunion gereicht. Mein Sohn war zutiefst glücklich. Die Beziehung zwischen Gott und Kindern ist einzigartig!!!


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 Mami26 18. Juni 2013 
 

Hl. Messe u. Kinder #2


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 Mami26 18. Juni 2013 
 

Kinder u. Hl. Messe

Ich hab dem Artikel schon das Ein oder Andere abgewinnen koennen, besonders den Teil, wo diese Mutter sich nach Stille sehnt und sie nicht bekommt.
Unsere 6 Kinder sind mittlerweile an einem Punkt angelangt, wo sie die Stunde aushalten koennen. Unsere mittleren 2 Jungs werden gerade in der lat. Messe zu Messdienern ausgebildet, die beiden Teenager haben nun andere Beduerfnisse auch an das geistl. Leben, und die 2 Kleinen (7 und 5) schaffen es mittlerweile auch mit Malen. Zur Wandlung muessen sie sich mit mir hinknien und "duerfen" auf den Altar sehen, um das eucharistische Wunder wahrzunehmen. Allerdings, waren wir viel im Vorraum waehrend der Hl. Messen. Jahrelang war ich mit meinen beiden Jungs draussen. Sie mussten aber im Kinderwage sitzen bleiben, um das Stillsein zu ueben. Dann kamen die naechsten 2. Es war sehr frustrierend. Allerdings geht es ja um das Mess-OPFER. Und da kam es gerade guenstig, dass auch wir ein Opferbringen mussten.


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 Konrad Georg 18. Juni 2013 
 

Verlorenes Wissen?

Meine ältere Schwester machte mich auf etwas aufmerksam, was mir selber noch in der Erinnerung war.

Sie erzählte von einer Frau mit Zwillingen, die sie in der Kirche sehr betont, eher nachdrücklich in die Bank setzte, und die sich dann während der Messe still verhielten.

Ich selbst sehe mich in der Erinnerung frisch gebadet in ein Badetuch gehüllt auf der Torfkiste sitzen, die so hoch wie der Küchenherd war. Da saß ich und schaute meiner Mutter zu, die irgend etwas anderes tat, ohne Drang, selbst etwas unternehmen zu müssen.

Ich kann nicht behaupten, daß mich meine Mutter nach dem "Absetzen" noch eigens an den Hüften faßte, um mich sanft auf den Platz zu drücken. Aber i moa scho.

Daß ein derartiger "Reflex" vorhanden ist, kann ich mir vorstellen. Nicht vorstellen kann ich mir allerdings, daß das Ausprobieren irgendwelche Schäden verursachen könnte. Probiert es also, liebe Mütter, vielleicht hilft es.

Wir mußten in unserer Kindheit auch lernen, uns ohne Radau zu langweilen.


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 sindbad 17. Juni 2013 
 

dach für die seele

dach für die seele: das fehlt nicht nur kindern,sondern auch vielen jugendlichen und erwachsenen.


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 Selene 17. Juni 2013 
 

Kindheitserfahrungen

Ich bin zur Zeit der Tridentinischen Messe aufgewachsen und meine Mutter hat das so gemacht:

Als ich ca 3J. alt war, ging sie mit mir in Kirchen außerhalb der Gottesdienstzeiten, erklärte mir alles und übte kurz Stillsein mit mir.

Als das klappte, nahm sie mich morgens mit in die Werktagsmesse, und ab der Einschulung zur Sonntagsmesse.

Damals waren die Kindergottesdienste noch richtige Messen, die Predigt war kindgerecht und der Zeitablauf gestrafft.

Gebetet hat meine Mutter mit mir aber schon früher jeden Abend. Meine Mutter war keine Pädagogin.

Zur Fronleichnamsprozession ging ich schon im Kindergartenalter mit, allerdings nur am Straßenrand und wenn das Allerheiligste vorbei getragen wurde, kniete die Oma nieder und zog mich mit runter (Mutter ging in der Prozession) und Oma hat mir erklärt, warum wir niederknien.

Warum geht das heute nicht mehr?


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 diegroßestadt 17. Juni 2013 
 

Unterschiedliche Gemeinden

Haben länger gesucht,um eine Kirche zu finden, in der normale Kindergeräusche kein Problem sind. Wenn die Kleinen zu laut werden, gehen wir ein wenig raus. Die Akustik einer Kirche spielt neben der Klientel eine große Rolle. Hilfreich sind andere Kinder, die die eigenen ablenken. Hatte bei unserem Ersten im Alter von ca. neun Monaten bis eineinhalb Jahren auch so manche schweißgebadete Messe. Jetzt mit knapp drei ist er sehr geduldig.


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 Familienvater 17. Juni 2013 
 

Aquarium

Ich bin Vater von neun Kindern (0,2-14 Jahre) und ich muss sagen, dass wir in unserer Pfarrgemeinde Gott sei Dank die im Artikel beschriebenen Probleme überhaupt nicht haben. Das liegt womöglich daran, dass unsere Gemeinde von Salesianern geleitet wird, die auf Kinderfreundlichkeit besonderen Wert legen und es bei uns sehr viele Familien mit kleinen Kindern gibt. Ausserdem haben einen durch eine Glasswand getrennten Nebenraum, liebevoll Aquarium genannt, von wo aus man relativ gut die Messe verfolgen kann. Wir machen es immer so, dass meine Frau mit den drei Kleinsten im Seitenschiff, in der Nähe des "Aquariums" sitzt, wohin sie wenn sie laut werden, mit ihnen kurz mal reingehen kann, ich sitze mit den drei Mittlerem im Hauptschiff und die drei ältesten ministrieren. Das funktioniert ganz gut. Allgemein bin ich der Ansicht, dass es gegenseitigen Respekts bedarf: Eltern sollten sich bemühen die Kinder möglichst still zu halten, die "anderen" sollten wiederum Toleranz und Nachsicht übe


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 140968 17. Juni 2013 

Mir ist es wichtig

dass meine Kinder 3w 5-3-1 J mit die Hl. Messe besuchen und nicht irgendwie bespasst werden.

selbst aktiv die Liturgie mitfeiern zu können. Dann mache ich meine Augen zu, und die Kinder können an mir zupfen und ziehen, wie sie wollen. Die Augen zumachen können auch andere Messbesucher. Wenn es tatsächlich, was bei der Kleinsten häufiger vorkommt laut wird, versuche ich es durch zu leiden, muss aber doch öfer mal mit ihr raus gehen - Gradwanderung.

es grundsätzlich zu versuchen. Bei mir hat das Verständnis für die Liturgie und damit verbunden der Drang, oft die Messe zu besuchen, mit ca. 35 begonnen. Wenn ich meinen Kindern sage, wartet bis es Euch Spass macht, könnte das länger dauern.

dass wir kein Ärgernis für die übrigen Gottesdienstbesucher darstellen. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass die "Omas", die sich beschweren, dass es heute "heftig" war, diejenigen sind, die nächstes Mal mit Süssem kommen. Jüngere, alleinstehende Erwachsene sind da oft weniger tolerant.

Totus tuus


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 Kant 17. Juni 2013 

Die richtigen Mittel für die richtigen Ziele

Gehen wir das Problem mal von den Zielen her an, die wir erreichen wollen. Wir wollen
1. die Kinder an die regelmäßigen Sonntagsmesse heranführen.
2. daß Eltern ungehindert daran teilnehmen können.
3. daß die Kinder Liturgie altergemäß miterleben können.
4. daß auch die Gemeinde durch die Kinder bereichert wird.

Der beste Weg, diese Ziele zu erreichen? Eine Kombination aus Babysitting, Kinderbetreuung in einem anderen Raum, Teilnahme der Kinder an der Heiligen Messe. Das Ziel muß die altersgemäße Teilnahme am Gottesdienst sein. Sind die Kinder allerdings noch nicht in der Lage, still zu sitzen und leise zu sein – wobei man aber auch nicht kleinlich sein darf –, ist die Kinderbetreuung die bessere Alternative. Wenn auch das nicht möglich ist, sollten die Kinder mit Babysitter zu Hause bleiben. Die Ziele werden nicht oder nur sehr viel schwerer erreicht, wenn man unreife Kinder in der Kirche läßt, oder durch regelmäßige „Kindergottesdienste“ bzw. „Familiengottesdienste“.


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 FreundderWahrheit 17. Juni 2013 
 

Es ist zum Glück nicht überall so!

Bei uns in der Gemeinde gibt es einmal im Monat einen Familiengottesdienst und dieser ist durch das Engagement der Gemeindereferentin und der musikalischen Gruppen stets wunderbar gestaltet. Die Kinder lieben es. Alternativ bietet die Nachbargemeinde ebenso einmal im Monat einen Kindergottesdienst! Somit hat man auch reichlich Möglichkeiten kindgerecht zu feiern. Wer Stille möchte, kann doch in die Vorabendmesse oder in die Sonntagabendmesse gehen, dort ist es immer angenehm still. Ich denke in Zeiten von Gemeindeverbänden kann man in der Messauswahl ruhig etwas flexibler sein!


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 sancta inquisitio 17. Juni 2013 
 

Vielleicht ist ja der Himmel voller Kindergeschrei (für Genießer)?

@Ester: Sie haben das schön gesagt: "Man kann nicht gegen Abtreibung sein, aber was gegen Kinder haben.
Und es ist keine Frage der Erziehung, es gibt Kinder die sind brav unruhig, mit denen kann man auf Weltreise gehen, und mit anderen kommt man noch nicht mal bis zum Bäcker."


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 amicus.st.udalrici 17. Juni 2013 
 

Kinder unbedingt mitnehmen!

Ich glaube, es ist durchaus sinnvoll, die Kinder, auch die kleinen zusammen mit den größeren zur Hl. Messe mitzunehmen. Klar erntet man bestimmt den einen oder anderen schiefen Blick, dummen Kommentar, oder ähnliches vonseiten der Mitchristen - seien es Kleriker oder nicht. Einfach nicht aufgeben!
Es gibt verschiedene Berufungen in der Kirche. Die zum kontemplativen Ordensleben und die zur aktiven Mutter. Beide sind nicht gegeneinander auszuspielen. Sie sind - neben vielen anderen - beide voll legitim. Ein tief kontemplativ Lebender Mensch wird über das Sich-Rühren von Kindern in der Messe wohl weniger Abneigung, als vielmehr Mit-Freude am jungen Leben empfinden.
Die Nörglerin an Weihnachten würde ich nicht für voll nehmen. "Wer nicht genießt, wird irgendwann selber ungenießbar." - Das trifft in solchen Fällen meist zu.


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 Maxim 17. Juni 2013 
 

flexibel

Als Vater von 4 Kindern(40–27 J.) möchte ich Ihnen einen guten Rat geben. Nehmen Sie die Kinder von unter 3-4 Jahren selten mit in die Messe. Kinder müssen erst lernen, sich längere Zeit ruhig zu verhalten(zuhause). Meine Frau und ich-beide Schuldiest-haben unseren Gottesdienstbesuch auch oft aufteilen müssen, so dass immer wieder jemand mit den kleineren Kindern daheim war. Manchmal half Oma aus. Kinder unter 3 Jahren verstehen kaum die Hl. Messe. Vor allem wenn der Geistliche oder der Altar"dienst" mehr Talkshow veranstaltet als eine Hl. Messe.
Beten Sie dafür mit den Kleinen oft zuhause, v.a. am Abend, vor u. nach dem Essen, für Kranke usw.. Kinder unter dem Grundschulalter müssen nicht das Sonntagsgebot erfüllen. Unsere Kinder und Enkel erfüllen noch heute ihre Sonntagspflicht (Hoffnung bleibt). Zu früher Zwang baut nur einen Widerwillen auf. Ab 4 Jahre dann mögl. ohne Ausnahme. Dann stören sie aber meist auch nicht mehr. Die jüngeren lernen bald auch von den älteren Geschwistern


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 Mit brennender Sorge 2 17. Juni 2013 

Kinder brauchen Liebe – und Grenzen 6

Umso wichtiger wird die „Re-Katholisierung“, die „Neuevangelisierung“, der Familien durch die „Hauskirche“! Es wird wieder Zeit für gelebtes Christentum, gekrönt durch den sonntäglichen Messbesuch zur Ehre Gottes und zum Heil der Seelen, tägliches gemeinsames Gebet, geprägt durch das Kirchenjahr und die Segnung unserer Kinder mit Weihwasser, geistlich begleitet von guten Priestern, kath. Büchern, etc.

Denn die erste und wichtigste Vermittlung des Glaubens findet in der eigenen Familie statt!

Gottes Segen!


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 Mit brennender Sorge 2 17. Juni 2013 

Kinder brauchen Liebe – und Grenzen 5

Wer in die Relilehrpläne sieht, könnte sich fragen, wie es geschehen konnte, dass seit den Diözesansynoden fast jegliche Glaubenswissensvermittlung daraus getilgt wurde. Seit die meisten Priester die EK-Vorbereitung Laien überlassen haben und sie eine Sache von Pfarrgemeinderäten und Tischmüttern geworden ist, die ihre Qualifikation aus ihrer Mutterschaft und einigen Büchern beziehen, durchweht viele Pfarren eine fragwürdige Theologie. Staunende Eltern erfahren beim EK-Elternabend, dass ihr Kind auf den Empfang des „Heiligen Brotes“ vorbereitet wird, um an der „Mahlgemeinschaft“ teilnehmen zu können… Wir können als Eltern heute weder davon ausgehen, dass im Erstkommunions- und Firmunterricht der Pfarren katholische Werte weitergegeben werden, noch dass von Religionslehrern anderes gelehrt wird, als Nächstenliebe ist das wichtigste Gebot, „alle Religionen sind gleich“, „Beichte ist nicht mehr notwendig“, „Marienverehrung veraltet und „Rosenkranzbeter sind Fanatiker“ … Gottes Segen!


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 Mit brennender Sorge 2 17. Juni 2013 

Kinder brauchen Liebe – und Grenzen 4

Hier einige Anregungen für die Vorbereitung von Vorschulkindern auf die Hl. Messe:
1. Suchen Sie sich das Evangelium für den nächsten Sonntag (www.evangeliumtagfürtag.org). Lesen sie es sich erst selbst durch, dann Ihrem Kind vor.
2. Schaffen Sie sich folgende wichtige Bücher an (Hl. Schrift, „Katechismus der kath. Kirche“ (bzw. den „Youcat“), Gotteslob, ein Buch über das Kirchenjahr
3. Lassen Sie Ihr Kind das Evangelium zeichnen, bewundern Sie das Werk und geben Sie ihm einen Ehrenplatz im Wohnzimmer.
4. Beten Sie gemeinsam („Vater Unser“, „Ave Maria“, „Glaubensbekenntnis“)
5. Singen Sie zum Abschluss zum Lob Gottes ein Lied aus dem Gotteslob.
6. Überlegen Sie, was Sie am kommenden Sonntag gemeinsam erbitten wollen.
7. Richten Sie einen „Herrgottswinkel“ in Ihrer Wohnung ein (Jesus (am Kreuz) und Maria (in einem Bild oder einer Statue). Setzen Sie diese schöne Tradition um und beten Sie jeden Tag gemeinsam mit ihrem Kind davor.

Gottes Segen!


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 Mit brennender Sorge 2 17. Juni 2013 

Kinder brauchen Liebe – und Grenzen 3

Die Hl. Messe ist die „Gegenwärtigsetzung des Kreuzesopfers Christi“. Sie braucht kein Thema, keine Aktionen, keine Show und muss nicht gestaltet werden. Sie ist schon gestaltet! Die Heilige Messe ist Begegnung mit dem Wort Gottes und dem Leib Christi. Die Liturgie bereitet uns darauf vor. In der Hl. Messe spricht Gott zu uns. Wir erkennen: „Der Glaube kommt vom Hören.“ (Röm 10,17). Hören aber setzt Aufnahmebereitschaft voraus und eine Umgebung, die das Hören möglich macht.

Es ist daher verständlich, wenn die Kirche Initiationsriten vorsieht: Taufe, Erstkommunion und Firmung. Kinder werden schrittweise in den Gottesdienst hineingenommen, schrittweise zu Gott geführt.

Ist das nicht wundervoll?

Gottes Segen!


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 Mit brennender Sorge 2 17. Juni 2013 

Kinder brauchen Liebe – und Grenzen 2

In „kinderfreundlichen Pfarren“ dürfen sich die Kleinsten im ganzen Kirchenraum bewegen, keiner schimpft. Kleinkinder erfahren: Kirche ist eine Art Wohnzimmer mit vielen Leuten, wo man herumgehen, essen und spielen kann. Später lernt das Kind, dass Messe etwas ist, das von Kindern, Jugendlichen und einigen netten Leuten gestaltet wird und Kinder sogar mitmachen dürfen! Plötzlich stehen sie im Mittelpunkt, dürfen etwas aufsagen, vorsingen, schauspielern, mit einem großen bunten Fallschirm Luftballons in den Kirchenraum wirbeln etc. Familien lernen: Sonntag ist Showtime, ein Tag, an dem die Kids in die Pfarre müssen, weil sie Minis sind oder in ihrer pfarrlichen Kindergruppe etwas für diesen Tag einstudiert haben! Kinder erleben sich als Stars - mit Handmikro! Das kindliche Ego erblüht. Kinder ohne Grenzen erleben Kirche als urcool, als Bühne mit Publikum und Applaus, eine scheinbar ganz wundervolle Kinder- bzw. Familienidylle. Aber hier wächst eine Generation von „Messe-Gestaltern“ heran, mit der


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 Mit brennender Sorge 2 17. Juni 2013 

Kinder brauchen Liebe – und Grenzen 1

Jeder darf selbst wählen, wo er am Sonntag die Hl. Messe besucht, Pfarren sind „lauter“, Ordenskirchen spiritueller und „stiller“.

Der Wunsch jener Mutter, ihre Kinder in die Kirche mitzunehmen und damit zu Gott zu bringen, ist zwar emotional nachvollziehbar, aber leider weder theologisch, noch pädagogisch für die religiöse Erziehung ihrer Kinder förderlich. Die Konzentrationszeit von Kindern im Kleinkindalter beträgt ca. 15 Minuten. Was darüber hinausgeht, überfordert, macht unruhig, unglücklich und oft aggressiv. Diese frühkindliche und prägende Lernerfahrung bringt es später (unbewusst) in Verbindung mit der Hl. Messe. Wäre es also nicht klüger, wenn ein Ehepartner in die Messe geht, während der andere zu Hause die Kleinkinder betreut und dieser danach eine spätere Messe besucht? Erst im Schulalter ist es pädagogisch sinnvoll, das Kind an der Hl. Messe teilnehmen zu lassen. Aber auch das muss gut vorbereitet sein…

Gottes Segen!


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 Ester 17. Juni 2013 
 

Nohcmal zu den guten Ratschlägen doch mit den KIndern

rauszugehen, bzw im "schlimmen Alter" ganz zu Hause zu bleiben.
Das geht wenn man 1 Kind hat, hat man aber mehrere, so bleibt man dann halt immer zu Hause, oder wie?
Wie gesagt die Gemeinde muss wissen was sie will, will sie dass die Jugend kommt, junge Familien dasind, oder eben nicht.
Man kann nicht gegen Abtreibung sein, aber was gegen Kinder haben.
Und es ist keine Frage der Erziehung, es gibt Kinder die sind brav und ruhig, mit denen kann man auf Weltreise gehen, und mit anderen kommt man noch nicht mal bis zum Bäcker.
Und wie gesagt, das Thema ist so alt wie die CHristenheit, man lese Luk, 18, 15ff.
Dort steht auch wie Jesus das sieht!


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 Ester 17. Juni 2013 
 

Was das immer wieder ins Feld geführte

"KInder verstehen das nicht, in der Kirche!"
so ist zu sagen Hand auf's Herz Erwachsene verstehen es auch nicht und langweilige ist es auch.
Aber gerade in der Langeweile liegt der Gewinn, weil es eben Gottesdienst ist und nicht Menschendienst, deshalb geht es auch nicht darum das "die Erwachsenen was davon haben sollen, sondern darum, dass man kommt weil Gott es so will" und wenn man dann da ist dann hat man halt "einer des anderen Last zu tragen" udn wenn man das tut, dann hat man da auch was davon, so wie ursii das beschrieben hat.
AUf jeden Fall ist es nicht richtig die Kinder auszuschließen, damit man die Lesung und das Evangelium versteht (kann man ja auch nachlesen, genauso wie die Präfation und den Psalm und das) was die Predigt angeht, so sind begnadete Prediger eh selten und zweitens wird der hl, Geist dafür sorgen,d ass man versteht was man verstehen soll.


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 accreda 17. Juni 2013 
 

Wenn ich das lese:

"Wir, Eltern, frustriert, völlig entnervt und schweißgebadet wanken hinterdrein."

dann glaube ich, das grundlegende Problem liegt woanders.

Ein guter Tip: Nervosität der Eltern wirkt sich auf die Kinder aus. Also Ruhe bewahren.
Ab einem gewissen Alter darf man ruhig etwas strenger sein und die Kinder zum Ruhegeben anhalten.
Bei Kindern, die gerade zu gehen beginnen, da ist das nicht möglich, die wollen ununterbrochen gehen.
Tip: Einfach hinten mit den Kindern stehenbleiben, da können sie ihre Kilometer praktisch störungsfrei abspulen. :)


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 SpatzInDerHand 17. Juni 2013 

KINDER stören mich in der Messe nur selten, und falls sie mich doch

mal stören, dann erinnere ich mich dran, dass meine eigenen Kinder auch so manches mal lauter und auffälliger waren als ich geplant hatte.
Was mich aber wirklich stört, sind Senioren, die mitten in der Messe über unwichtiges "flüstern", und da sie kein Hörgerät tragen zu müssen glauben, fällt dieses "Flüstern" dementsprechend aus. Da wünsche ich mir manchmal eine bessere Kinderstube für unseres Senioren ;)


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 Anfaenger 17. Juni 2013 

Mein Haus ist

Unruhige Kinder und ungeduldige Mitchristen, das hatten wir schon vor Jahrzehnten, als wir unsere vier Kinder grossgezogen haben. Das war damals vielleicht noch ein wenig leichter. Wir hatten in unserer Jugend noch gelernt: "Mein Haus ist ein Haus des Gebetes." Das versuchten wir auch unseren Kindern beizubringen, nicht mit unnötiger Strenge (und Ohrfeigen wie zu meiner Kinderzeit noch), sondern zuerst mit dem bewussten Beispiel, aber auch dadurch, dass wir uns bemühten, klare Grenzen zu setzen. Besonders letzteres wurde von den allemeisten Anwesenden anerkannt.

Heute ist man oft versucht die Fortsetzung des Bibelzitates abzuändern in: "ihr aber habt es zu einem Clublokal gemacht." Wir müssen uns wieder bewusst werden, dass Gott immer und überall im Zentrum stehen muss, nicht zuletzt auch im kirchlichen Raum. Nur in dieser Haltung können lernen, gegenseitig gebührend Rücksicht zu nehmen (und unsere Kinder dazu anzuleiten) und uns gegenseitig zu ertragen.


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 quovadis 17. Juni 2013 
 

Immer gibt es Extreme.

Aber es ist unredlich, die anzuführen, um ein eigenes Extrem zu verteidigen.
Eine Lösung, was die Kinder betrifft, scheint mir (wird bei uns praktiziert): Bis nach Ende der Predigt sind die Kinder (mit Begleitung) bei einem eigenen Gottesdienst, wo ihnen gleiche Inhalte wie bei der Hl. Messe präsentiert werden, aber in kindlicher Weise. Wo sie sich auch kindgemäß verhalten können. Wo der begleitende Erwachsene auch Spirituelles mitvollziehen kann - und nicht gestresst ist. Danach ziehen die Kinder zu den anderen, wo sie jetzt angehalten werden, sich stiller zu verhalten, was auch besser gelingt, weil es nicht so lange dauert. Es ist ein Ausgleich. Trotzdem kann es Leute geben, denen das auch nicht passt. Aber solche gibt es überall.


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 DerSuchende 17. Juni 2013 

In manchen Beiträgen fehlt die Liebe?

Man könnt' erzogene Kinder gebären, wenn die Eltern erzogen wären. (Johann Wolfgang von Goethe).
Einige Beiträge zeigen mir sehr wohl warum die Situation eskaliert. Wirkliche Kompromissbereitschaft? Fehlanzeige bei einigen!


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 Selene 17. Juni 2013 
 

Unterschiede

Kinder sind genauso unterschiedlich wie Erwachsene.

Ich kenne welche, die schon mit 4 - 5 J. den ganzen Gottesdienst über sehr brav sind und eben auch andere.

Bei uns gibt es am Eingang kindgerechte Gebetbücher, primär als Bilderbücher.

Es ist aber auch eine Frage der Erziehung. Kleinkinder, die im Altarraum rumkrabbeln und sogar das Austeilen der Kommunion behindern, müssen nicht sein.

Miesepetrige Erwachsene, die Eltern und Kinder böse anschauen, müssen aber auch nicht sein.

Genauso wenig wie Väter, die den Gottesdienst mehr stören als ihre Kinder, weil sie ständig mit den Kleinen herumalbern.

Erwachsene müssen kinderfreundlicher werden, aber Eltern sollten Kleinkinder daran hindern, den Altarraum zu entern.


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 Franz Solan 17. Juni 2013 
 

In der Frage "Das ungestörte Leben?"

wird die ganze Problematik offenbar. Es gibt kein ungestörtes Leben. Zu erwarten, daß alles Spaß machen muß, für die Eltern, für die Kinder, für die übrigen Gläubigen, ist wohl ein großer Irrtum. Ärgerlich sind nicht unruhige Kinder. Ärgerlich sind Eltern, die demonstrativ zeigen wollen, wie 'gut' sie es mit ihren Kindern meinen. Es gibt Kinds-Alter, in dem man mit dem Kind den Kircheraum verlassen muß, wenn sie zu unruhig werden. Und es gibt Alter, in dem man von ihnen Ruhe verlangen kann, auch wenn sie "keinen Spaß" haben. Arme Kinder, die auf Spaß getrimmt werden!


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 Wiederkunft 17. Juni 2013 
 

Kinder im Gottesdienst

Bei unseren Gottesdiensten gibt es hier kein Problem. Beide Seiten müssen tolerant mit einander umgehen. Leichter Kinderlärm ist für alle Messbesucher zu verkraften. Wenn es zu heftig wird verlassen die Eltern mit den Kinder die Kirche und kommen später wieder. Zu kleine Kinder sollte man nicht in den Gottesdienst zwingen, da eignen sich eher die Kindergottesdienste dafür. Und von 4-5 Jährigen kann man schon verlangen eine Messe lang still zu sitzen. Aber es scheint auch eine Zeiterscheinung zu sein, da ja auch die Pädagogen diesbezüglich jammern, das die Kinder einfach nicht mehr still sitzen können. Aber leider geht's so schnell und unsere kleinen Lieben gehen als Jugendliche trotz aller Toleranz nicht mehr in die Kirche. Nach der Erstkommunion gibt es bei uns nur mehr wenige Kinder in der Kirche.


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 Bene16 17. Juni 2013 
 

Hat schon was…

Auch ich gehöre zu den Menschen, die in der Hl. Messe vor allem die möglichst ungestörte, intensive Nähe des wahrhaft lebendig anwesenden Herrn suchen. Als Konvertit ist für mich das Hl. Messopfer auch nach Jahrzehnten immer noch DER Höhepunkt meines christlichen Lebens. Hier tanke ich Kraft, um mein eigenes Leben zu bewältigen und für leidende Menschen da zu sein.

Aber auch Ihr Anliegen ist berechtigt! Daher will ich mich bessern (es zumindest versuchen!) und aufgeweckte Kinder in der Kirche künftig nicht nur tapfer ertragen, sondern ihnen und ihren Eltern – möglichst sogar mit einem Lächeln – jene christliche Liebe entgegenbringen, auf die sie ein Anrecht haben. Ob ich (allein stehend) mir vielleicht für alle Fälle ein Bilderbüchlein kaufe und mitnehme?

Nachsicht brauchen wohl die Störenfriede aller Art: die lauten, unruhigen Kinder UND EBENSO die stillen, finster dreinblickenden Erwachsenen. Dazu kommen ja noch viele weitere…


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 Suarez 17. Juni 2013 

@ursiii

Da haben Sie mich missverstanden oder ich mich missverständlich ausgedrückt. Natürlich ist die Messe immer heilig. Doch kann man schlicht nicht die Augen davor verschließen, dass Kinder kein Verständnis für die Liturgie aufbringen können.

Ich verstehe daher nicht ganz, was Sie gegen meine Anregung haben, mehr Kindergottesdienste anzubieten, in denen viel intensiver auf die Kinder eingegangen werden kann.

Wenn Sie allein auf die Heiligkeit abstellen, müssten Sie eigentlich für den alten Messritus in Latein eintreten, weil dieser eine große Feierlichkeit hat und das Verständnis ja nach Ihrer Aussage nachrangig ist.


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 extraterra 17. Juni 2013 
 

Wie gut passen Liturgiereform und Kleinkinder zusammen?

Die heilige Messe ist Teilnahme an einem Geheimnis, dass weder die Kinder noch die Erwachsenen verstehen. Wer sich in der heiligen Messe durch Kleinkindergeschrei gestört fühlt, hat allerdings vielleicht noch weniger Ahnung, um was es geht. Zugegeben, das Verständnis der selbstgebastelten Einführung und selbstgebastelter Gebete leidet. Man könnte fast meinen, die Liturgiereform habe die hl. Messe trotz gegenteiliger Bekenntnisse tendenziell kinderfeindlicher gemacht.


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 ursiii 17. Juni 2013 
 

'Etwas VON der Messe HABEN'

@ Suarez
'Zuerst eínmal muss man sich die ganz praktische Frage stellen, ob für ein kleines Kind eine Heilige Messe wirklich eine Freude ist. Es versteht die Liturgie nicht, es kann der Predigt nicht folgen (...)'.Ich bring meinen 3-Jaehrigen nicht in die Messe, damit er eine reine Freude und Spass hat usw, sondern weil ich daran glaube, dass die Hl Messe etwas ganz Heiliges und Segensbringendes ist. Und diesen Segen,die Begegnung mit Gott,die DARF ich meinem Kind nicht verwehren.Wir koennen gar nicht wissen,was das Kind 'davon hat'.Vielleicht eventuell mehr als so manche Erwachsene, die waehrend der Messe auch nur mit halbem Ohr zuhoeren und ev.schon mal Einkaufslisten,Buerovorbereitungen,...schreiben (und da schliess ich mich manchmal mit ein, zugegeben!).Ich bring mein Kind zu Jesus,der in der Messe ganz intensiv da ist,der Heil und Leben bringt.Das mag mein Kind nicht verstehen, aber der liebe Gott kann was mit der Gegenwart des Kindes machen.Gottes Segen.


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 Suarez 17. Juni 2013 

Da ist mir an einigen Kommentaren etwas unverständlich

Zuerst eínmal muss man sich die ganz praktische Frage stellen, ob für ein kleines Kind eine Heilige Messe wirklich eine Freude ist. Es versteht die Liturgie nicht, es kann der Predigt nicht folgen, es soll stillsitzen und es sind lauter fremde Leute um es herum und manchmal riecht es auch noch komisch nach Weihrauch.

Mal ganz ehrlich, da muss man einfach schauen, ob man das dem Kind jeden Sonntag zumutet. Eine Alternative kann aber nicht sein, dass man den Altar zum Spielplatz umgestaltet oder Nachlaufen zwischen den Bänken duldet. Ein Gottesdienst muss für Kinder kindergerecht sein und das ist nur bei einem Kindergottesdienst möglich. Hier müsste mehr getan werden und ich sehe nicht, wo da das Problem ist. Jedoch jede Helige Messe in einen Kindergottesdienst umgestalten zu wollen, wo dann nur noch Detlev Jöcker Lieder gesungen werden, ist wohl nicht die richtige Lösung.

Mehr Flexibilität heißt eben auch, mehr Bereitschaft zu zeigen, spezielle Kindergottesdienste abzuhalten.


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 veruschka 17. Juni 2013 
 

1. Ich verstehe diesen Aufschrei einer Mutter.
2. Mein Mann schaut auch böse, wenn Kinder vor uns die ganze Messe hindurch hin- und herwandern (Großer neben Mama, Kleiner neben Mama, beide neben Oma..) und einander sekkieren, weil ihnen sooo langweilig ist. Mein Mann wurde so erzogen, dass man in der Kirche ruhig ist und aus. Ich weiß zwar, wie es sich anfühlt mit einem kleinen Kind in der Messe und versuche zu unterstützen. Ich verstehe aber auch den Ärger meines Mannes. Denn eine Messfeier besteht halt aus (für kleine Kinder unverständlichen) Lesungen und Texten, die man mit dem Herzen nicht versteht, wenn man sie nicht mit den Ohren hört. Für eine pfarrlich sehr engagierte Mutter von 6 Kindern bei uns war die Sache klar: Die ganz Kleinen blieben mit ihr sonntags zu Hause, denn sie meinte: "Von einem Gottesdienst hab ich nichts und sie auch nicht." 3. Es gibt sicher andere Lösungen, aber pauschale Schuldzuweisung an die unflexiblen Mitchristen ist jedenfalls auch nicht die Lösung.


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 StephanSy 17. Juni 2013 
 

Kein Platz für Kinder 3

Hier im Forum kann man die gleichen ignoranten Kommentare lesen, die uns als Eltern auf die Palme bringen:
1. Es gibt kein Problem.
2. Wenn es eines gibt, liegt es bestimmt an den Eltern. Sind zu blöd ihre Kinder richtig zu erziehen, ein Buch mitzunehmen etc.
3. Geht doch in den Kindergottesdienst. Den gibt es ja 2x im Jahr.


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 Papsttreuer 17. Juni 2013 
 

Wie ein Priester mal treffend bemerkte ...

... "da sitzen Katholiken in der Messe und beten für die Zukunft der Kirche, und wenn sie dann da ist, wollen sie sie am liebsten rauswerfen" :-(

Natürlich kann man nicht alles über einen Kamm scheren: wenn unsere Kinder sich mal nicht beruhigen lassen und Versuche dazu in noch mehr Lärm münden, dann verlassen entweder meine Frau oder ich mit ihnen die Kirche, um die Liturgie nicht zu unterbinden. Wenn aber unser Sohn (2) die Liturgie in seinen Worten kommentiert oder Assoziationen "beiträgt", dann sehe ich nicht, dass ich ihn zurechtweisen muss, sondern versuche ihm in gemessenen Ton klar zu machen, dass jetzt ein bisschen Ruhe notwendig ist. Allerdings ist das bei den meisten Kirchenbesuchern in unserer Gemeinde auch noch nie ein Problem gewesen - und für die, die Kinder am liebsten aus den "normalen" Messen verbannen möchten, kann ich nur beten!


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 DerSuchende 17. Juni 2013 

Der Artikel ist scheinbar auch egoistisch?

Nicht abstreitend das die Verfasserin solche Erfahrungen gemacht hat. Wie mit so vielen Dingen im Leben müssen wir alle etwas Kompromissbereiter werden. Natürlich gehören Kinder in den Gottesdienst, aber mit Eltern die auch mal bereit sind ihre Kinder zu etwas mehr Ruhe aufzufordern, damit andere den Gottesdienst verfolgen können. Ich habe des Öfteren erlebt wenn beide Gruppen christlich miteinander umgehen funktioniert es bestens. Teile dieses Artikels halte ich, für absolut kontraproduktiv, weil ihre Sichtweise eine ziemlich einseitige ist.


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 Ester 17. Juni 2013 
 

Ach ja auch ich kann davon ein Leid singen

und kein GUtes.
Wie sagte mein Chef zu mir, als ich schwanger wurde? "Deutschland braucht Kinder, aber nicht bei mir im Labor!"
Wie sieht es in der Kirche aus? Genauso "Wir brauchen Kinder, aber bitte nicht bei uns in der Gemeinde!"
Besonders perfide finde ich, es wenn diese "Todesblickomas" (Worterfindung meiner Töchter) dann mit Tränen in den Augen das Übel der Abtreibung beklagen.
Ja so isses halt, Ich kann nur sagen, man muss es aushalten, durchhalten und muss sich immer wieder sagen "Jesus sagt lasst die Kinder zu mir kommen und damit meint er Kinder, nicht brave, ruhige und stumme.
Und zu den Kinderkirchen ist zu sagen, auch das ist kontraproduktiv, allerhöchstens eine Notlösung, erzieht es die Kinder doch dazu zu denken, Sonntags müsse Halligalli und Malen und Basteln, halt eine Stunde Kindergarten, (wo man nicht mehr hingeht wenn man groß ist) sein.
Sonntags ist aber Dienst für Gott, und das muss man lernen von klein auf und die Gemeinde muss es tragen oder eben aussterben.


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 kmh 17. Juni 2013 
 

Hervorragender Artikel

der den Nagel der Eltern in ihren Haenden und Fuessen auf den Kopf tritt.

Die Kirchen sind doch auch gar nicht kinderfreundlich gebaut. Wo gibt es denn die Raeume, wo man im Fall, dass die Kinder schreien und mit ihnen hinausgeht, sich aufhalten kann? Letztens stand ich mit meiner Kleinen draussen im Regen waehrend der Messe. Sie hat nur geschrien. Wir konnten nicht einmal mehr zur Kommunion hineingehen und heban sie einfach verpasst.

Sonntagspflich und Kleine Kinder laesst sich meines Erachtens kaum miteinander vereinbaren ohne dass die Muetter/Vaeter hinterher einen Schwaecheanfall erleiden, weil sie ihre Kraft am Ruhetag voll verausgaben um die Schar beieinander zu halten. Eine Kraftquelle ist die Messe, rein theoretisch. Da muessten wirklich alle mal mithelfen.

Ruhe mit Gott haben kann ich in der euch. Anbetung, da sollte es "absolute Ruhestunden" geben, jedoch auch hier muesste es die Gelegenheit fuer Familien geben, zur Anbetung zu gehen.


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 Suarez 17. Juni 2013 

Kann ich nicht bestätigen

In unserer Gemeinde gab es noch nie Probleme mit kleinen Kindern, die naturgemäß unruhig sind und auch mal Krach machen.

Sind die Kinder dann etwas älter, eignet sich der Kindergottesdienst sehr gut, um sowohl die Kleinen als auch die Erwachsenen bei Laune zu halten, zumal Kinder einer Heiligen Messe nicht wirklich folgen können, weder die Liturgie verstehen, noch den Inhalt der Predigt. Das führt dann nicht selten zu Verdruß.

Viel entscheidender scheint mir das Problem, dass wir die Jugendlichen nicht mehr in die Kirchen bekommen und dass sich die jungen Menschen immer mehr vom Glauben abwenden, auch weil wir ihn ständig verflachen und relativieren. Da sind dann andere Angebote der Sinnfindung vordergründig natürlich attraktiver.

Eine Heilige Messe, das sagt schon der Name, sollte immer in einem gewissen Ernst gefeiert werden. Nur dann lebt auch der Glaube. Das bloße Zusammenkommen und vortragen von sozialen Anliegen reicht für einen lebendigen Glauben nicht aus.


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 StephanSy 17. Juni 2013 
 

@placeat tibi

Schön wenn es bei Ihnen anders ist, ich wollte nur darauf hinweisen, dass man das Problem gar nicht mitbekommt, solange man selber nicht drinsteckt.

Wir schleppen schon Kistenweise die Bücher etc. in die Kirche um die kleine bei Laune zu halten. Das klappt auch gut, finden jedenfalls wir Eltern. Sie ist eigentlich ein sehr braves Kind. Aber es ist gewissen Herrschaften immer noch nicht leise genug.

Es mangelt auch nicht an Unterstützung des Pfarrers. Die Mehrheit steht auch hinter uns. Aber es gibt immer einzelne...

Was ich beschrieben habe, ist außerdem eine Zusammenfassung unserer Erfahrungen aus mehreren Gemeinden, nicht nur unserer eigenen.

Selbst wenn alle Leute positiv auf uns reagieren würden, bekommen wir Eltern immer noch nichts von der Messe mit. Manchmal frage ich mich, warum ich mir das antue, und wir nicht abwechselnd nur noch ohne Kinder gehen.


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 StephanSy 17. Juni 2013 
 

@AlbinoL 2. Versuch

Mit dieser Art Kinderkirche in es so eine Sache. In der Theorie gut, in der Praxis oft schwer umzusetzen. Bis die Kinder den Raum erreicht haben (wenn es denn einen gibt) und sich soweit beruhigt haben, dass sie zuhören, kann man schon bei der 10min Predigt wieder aufbrechen, damit man die Wandlung nicht verpasst. Außerdem für Kinder unter 3-4 Jahren nicht geeignet.


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 placeat tibi 17. Juni 2013 
 

@StephanSy

Klar kann das an verschiedenen Orten unterschiedlich sein und wenn es so übel läuft, wie Sie es schildern, wäre es am Pfarrer, diesen Leuten eine klare Ansage zu machen, wenn es leider nicht anders zu regeln ist.
Ich hab nur geschildert, daß es auch gut funktionieren kann.
Weder kann man von Kindern Schockstarre erwarten noch ihnen alles durchgehen lassen.
Und wie @MK sagte: Malsachen, Bilderbücher u.s.w. sind oft ein gutes Mittel.


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 Sternenklar 17. Juni 2013 

Böse Blicke in der Kirche

Was mich betrüb ist, dass so scheinbar fromme Mitchristen und Christinnen oft so böse Schauen können (Wenn Blicke töten könnten?). Über wie "viel" Kind in der Messe kann man diskutieren, aber ich denke, dass wir uns alle zusammen als "Gemeinschaft der Heiligen" benehmen sollten und dies auch verinnerlichen. Ich selber will auch meine Kinder in der Messe dabei haben. PS: Für die Mitchristen, welche zurzeit nicht so stark mit der eigenen Familie beschäftigt sind ein kleiner Hinweis: Wenn man mehrere Kinder hat, z.B. sieben, dann kommen nicht alle zur gleichen Zeit zur Welt. Jedes hat einen unterschiedlichen Entwicklungsstand und muss entsprechend betreut werden. Also, rein logistisch gesehen müssen die "kleineren, die großen kleinen, die mittleren und die großen" zusammen dabei sein. Was schön wäre ist, wenn z.B. die älteren Leute ganz nach vorne in die Kirchenbänke gehen, so dass die Familien welche noch kleine Kinder haben genügend Platz im hinteren Teil haben.


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 Rick 17. Juni 2013 

Nicht bös' sein, aber

es liegt schon auch viel an der Erziehung der Kinder. Ich kenne einige sehr kinderreiche Familien, die jeden Sonntag mit allen Kindern in die Messe kommen - und diese verhalten sich alle (ziemlich) ruhig. Auch kann ich mich an meine eigene Kindheit erinnern. Meine Schwester und ich haben uns ganz einfach diese knappe Stunde ruhig verhalten. Das war uns so anerzogen.


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 Suarez 17. Juni 2013 

Grundsätzlich gibt es nach meiner Erfahrung keine Probleme

Das kleine Kinder zuweilen ausgiebig schreien und nicht still sitzen können, welche Eltern wüssten das nicht und ich habe bislang noch nie erlebt, dass irgendwelche bösen Reaktionen erkennbar waren.

Eine Heilige Messe ist für Kinder nicht unbedingt ein Vergnügen, denn sie können der Liturgie nicht folgen und verstehen die Predigten nicht. Insofern scheint mir der Kindergottesdienst sinnvoll. Nur weil man diese Tatsache anerkennt, plädiert man nicht für eine tote Kirche, im Gegenteil.

Eine Heilige Messe ist aber auch keine Eventveranstaltung an der freies Toben angesagt ist, weil Kinder eben schlecht stillsitzen können.

Mir scheint, dass der Artikel die Problematik bewusst ideologisch überfrachtet, um verdeckte Kritik am Pontifikat von Papst Benedikt zu üben.

Wir müssen uns aber viel mehr Sorgen um die Jugendlichen machen, die mittlerweile immer schwerer einen Zugang zum Glauben finden, nicht weil sie still sitzen müssten, sondern weil sie dauernd ideologisch indoktriniert werden.


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 StephanSy 17. Juni 2013 
 

@AlbinoL

Das mit dieser Art Kinderkirche ist so eine Sache. Für Kinder


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 StephanSy 17. Juni 2013 
 

kein Platz für Kinder 2

Ich bin wirklich nicht dafür, dass Kinder während der Messe fangen spielen. Wir mühen uns wirklich ab, dass die Unruhe in Grenzen bleibt. Am Ende haben wir Eltern von der Messe Null mitbekommen, müssen uns dumm anreden lassen und gehen frustriert nach Hause. Wir gehen inzwischen fast nur noch in Familiengottesdienste in allen umliegenden Gemeinden, wo Kinder dann einigermaßen akzeptiert sind. Aber man selbst hat von den Gottesdiensten trotzdem wenig.

Kindergottesdienste sind gut gemeint, helfen aber uns nix. Da waren die Kinder und der begleitende Erwachsene dann auch nicht in der Messe. Sie sind meist auf größere Kinder ausgelegt. Und meistens leider schlecht gemacht.

Problematisch ist auch, dass es in vielen Kirchen, vor allem in den historischen Bauten, überhaupt keine geeigneten, beheizten Nebenräume zum Stillen/Wickeln/etc. gibt. Das kann man mit Kleinkindern also gleich vergessen.


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 bito 17. Juni 2013 
 

Botschaft der Mutter Gottes

danke für diesen Artikel, uns geht es auch oft so mit zwei kleinen kindern in der Messe,im buch "medjugorje und die Familie" (von aArk Miravalle) bin ich fündig geworden: Botschaft von 1985 "Regt die Jüngsten zum Beten und zum Besuch der Heiligen Messe an" dazu Kommentar des Autors: "Junge Ehepaare begehen den tragischen Fehler, den Besuch der Messe einzustellen, weil sie der irrigen Meinung sind, kleine Kinder würden die Andacht stören. Sie verzichten damit auf die eucharistische Speise gerade in einer Zeit, in der sie sie am nötigsten haben ... der Familie ist daher die volle Unterstützung seitens der Pfarrgemeinde zu gewähren...sowohl die kleinen als auch die großen haben die
Gnaden, die aus der heiligen Messe strömen, bitter nötig" diesen Text finde ich sehr schön und es ist der Wunsch der Mutter Gottes auch besonders die kleinen Kinder bei Jesus zu haben!


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 AlbinoL 17. Juni 2013 

Bei uns gibt es eine "Kinderkirche"

Alle Kinder in der Messe verlassen nach dem Evangelium das Hauptschiff und gehen (evtl. mit einem Elternteil) in eine mit einer Glaswand vom Hauptschiff abgeschlossenen Kapelle.
Dort bekommen sie das Evangelium in kindgerechter Sprache erklärt bzw. lernen es spielerisch kennnen
Beim Friedensgruß stoßen sie dann für die Wandlung wieder zur Gemeinde.
Das funktioniert eigentlich sehr gut und obwohl viele Kinder in der Messe sind wird der Gottesdienst selten gestört


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 StephanSy 17. Juni 2013 
 

kein Platz für Kinder

Das sind genau auch meine Erfahrungen als Vater von 2 Kindern (2 J & 5 M). Der normale Messbesuch ist ein einziger Spießrutenlauf. Wir versuchen wirklich alles um die Kleine bei Laune zu Halten, wir gehen sofort raus, wenn es zu laut wird. Aber 60min still und ruhig sind Kinder in diesem Alter nicht.

Trotzdem erntet man zumindest genervte und abfällige Blicke. "Die plärrt ja nur" (unsere Tochter hat einmal kurz geweint, meine Frau ist sofort mit ihr raus gegangen). "Gehen Sie doch in den Familiengottesdienst", "Aber sonst gehen Sie schon in den Kindergottesdienst, oder?". Einmal wurde meine Frau samt Kind von einer älteren Frau (auch noch eine Bekannte der Familie, Oma mit Enkeln ) gepackt und samt Kind aus der Kirche geschoben. Unsere Tochter hatte in mittlerer Lautstärke vor sich hingeplapplert.

Sicherlich, es ist immer nur eine Minderheit, aber die ist lautstark. Es hilft da leider auch nichts, wenn der Pfarrer die Familien mit Kindern offiziell unterstützt.


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 placeat tibi 17. Juni 2013 
 

Frage des Maßes

Wenn kleine Kinder ab und an unruhig werden und quengeln, oder Babies eine Antiphon zur Präfation glucksen oder auch mal schreien oder weinen, hat das in Kirchen, wo ich bin, noch niemand gestört.
Beim Dauerkrachmachen bis hin zum Fangenspielen vor dem Altarraum oder durch die Kirchenbänke hört es dann halt auf. Soviel Durchsetzungskraft darf von Eltern schon verlangt werden.
Und mit den Kleinsten muß man halt manchmal ein paar Minuten raus um sie zu beruhigen.
Also das kann auch ganz prima zum Guten für alle funktionieren und Grabesstille wird i. A. nun wirklich nicht erwartet, wenn - deo gratias- Kinder in der Messe sind!


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 Christine 17. Juni 2013 

Beichtzimmer

In unserer Nachbarpfarrei hat der Pfarrer den Familienmüttern ausdrücklich erlaubt, ihre Babys im unmittelbar angrenzenden Beichtzimmer während der Messe stillen zu dürfen!


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 mundkommunion 17. Juni 2013 
 

Die Liebe Jesus drängt uns

Ich bin selber Mutter zweier Kinder und ich kenne die Kämpfe, dass die Kinder nicht in die Kirche wollen. Aber ich kann auch sagen, nachdem sie dort waren, sind sie so erfüllt und man kann die Liebe Gottes spüren. Ich habe jetzt nicht den ganzen Artikel gelesen, weil mir einfach ein wenig Güte und Liebe der Mutter zu der Sache gefehlt hat. Nicht falsch verstehen, die Kinder sind sehr, sehr wichtig, aber wenn ich schon in die Kirche gehe und mich auf Kampf bereit stelle, dann bin ich noch nicht so sehr mit der Liebe Gottes erfüllt. Meine Kinder sind auch zappelig, aber ich verstehe auch die anderen Leute, welche die Hl. Messe in Ruhe und Besinnung feiern möchten, denn es ist diese Stunde der Heiligung die für uns jeden ganz persönlich wichtig ist. Probieren SIe es mal mit Malsachen, das klappt bei meinen Kindern ganz toll und ich lehre meine Kinder was die Hl. Messe bedeutet, das Jesu ganz gegenwärtig und voller Liebe uns erwartet! Dann schauen Sie mal in die Kinderaugen!


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