Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Vatikan exkommuniziert sechs Bischöfe der Piusbruderschaft!
  2. Papst an Piusbrüder: 'Kehren Sie um!
  3. Der Vatikan ordnet das Rückkehr-Prozedere für Menschen, die die Piusbruderschaft verlassen wollen
  4. Bevorstehende „illegale Bischofsweihen für die Piusbruderschaft“ „ein schwerer schismatischer Akt“
  5. „Alten und neuen Ritus bestehen lassen. Latein verbieten? Das spielt Rebellen in die Hände“
  6. Écône, zum Zweiten
  7. Ein besonderer Tag für ‚unseren‘ Pfarrsekretär
  8. Taylor Marshall zu FSSPX: Diese liturgische Neuerung ist eindeutig ‚nicht traditionell‘
  9. „Die Behauptung, Rom gehe hart gegen Rechte vor, nicht aber gegen Linke, ist schlichtweg falsch“
  10. Papst ernennt Sr. Alessandra Smerilli zur Präfektin des Entwicklungsdikasteriums
  11. "Ohne Einheit mit dem Papst keine volle Gemeinschaft mit der Kirche"
  12. Haben Sie das Apostolische Mandat? – „Nein. Sie wussten, dass sie es nicht hatten“
  13. Vatikan hofft weiterhin auf Dialog mit der Piusbruderschaft
  14. Mehr Klarheit mit jeder Absage aus Rom
  15. Petrus und Paulus: Die Einheit der Kirche wächst aus der Verschiedenheit

Ägypten: Christen müssen 'Kopfsteuer' zahlen

13. September 2013 in Weltkirche, 4 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


In einer Stadt fordern radikale Muslime Schutzgelder


Kairo (kath.net/idea) In einer ägyptischen Stadt werden Christen gezwungen, eine muslimische Kopfsteuer zu entrichten. Dabei handelt es sich um eine Art Schutzgeld, das Christen ihre Religionsausübung und ein Leben ohne gewalttätige Übergriffe sichern soll. Wie der assyrische Informationsdienst AINA berichtet, sind davon rund 15.000 christliche Einwohner der Stadt Dalga in der mittelägyptischen Provinz Minia betroffen. Die Familien müssten umgerechnet zwischen 20 und 50 Euro pro Tag an die radikal-islamischen Muslim-Brüder zahlen. Die sogenannte Dschizya ist eine vom Koran und dem Religionsgesetz Scharia vorgesehene Steuer für nicht-muslimische Schutzbefohlene (Dhimmi). Laut AINA dient sie in der Praxis als Unterdrückungsinstrument. Christen müssten sich damit das Recht erkaufen, ihren Glauben behalten zu dürfen. Wer die Abgabe nicht leisten könne, werde unter Zwang islamisiert. Wie der koptisch-orthodoxe Priester Yunis Ahwqui aus der rund 120.000 Einwohner zählenden Stadt Dalga berichtet, seien dort alle Christen „ohne Ausnahme“ gezwungen, die Dschizya zu entrichten, sonst würden sie Opfer von Gewalt. In einigen Fällen seien Frauen und Kinder entführt worden. Aus Furcht vor der Bedrohung seien mehr als 40 koptische Familien geflohen.


Viele Christen flüchten

Die Stadt war Anfang August auch Schauplatz von schweren Ausschreitungen radikaler Muslime, die gegen die Absetzung des Staatspräsidenten Mohammed Mursi protestierten. Dabei kam es auch in der Provinz Minia zu gewaltsamen Übergriffen auf Christen. Unterdessen flüchten immer mehr von ihnen ins Ausland. Sie stellen auch in Deutschland Asylanträge. Die meisten der 83 Millionen Einwohner Ägyptens sind Muslime. Die schätzungsweise bis zu zehn Millionen orthodoxen Kopten bilden die größte Kirche. Hinzu kommen etwa 300.000 Mitglieder der koptisch-evangelischen Kirche, 200.000 Katholiken, zusammen mehr als 100.000 Mitglieder von Pfingstgemeinden, Brüdergemeinden und anglikanischen Gemeinden sowie 40.000 Griechisch-Orthodoxe.


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

 Zwetschgenkrampus 16. September 2013 
 

Volk und Regierung

Liebe oder lieber Bern2,

die Diskriminierung der Christen in Ägypten ist alles - nur nicht neu. Selten war sie offiziell gutgeheißen, meist von lokalen Muslim-Führern organisiert, deren Anstrengungen die Regierung, egal welcher Couleur, wohlwollend-desinteressiert gegenüberstand. Egal, ob nun der "Pharao" (Mubarak), das Militär, die Muslimbrüder, oder wie das Militär herrsch(t)en, es war offenbar immer recht praktisch, eine ganze Gruppe bei der Hand zu haben, an der sich das Volk ohne weiteres abreagieren konnte, und dies auch, ohne große Konsequenzen fürchten zu müssen. Wer hätte denn die Sache der verfolgten Christen gegenüber der ägyptischen Regierung vertreten sollen? Doch nicht etwa die postchristlichen, in ihrer eigenen Gleichgültigkeit ersaufenden Europäer?


0
 
  14. September 2013 
 

Was ich nicht verstehe...

... ist, wie so etwas jetzt noch möglich ist. Gibt es Gebiete, die noch von den Muslimbrüdern kontrolliert werden? Oder wieso tut der ägyptische Staat nichts dagegen?
Auch wenn ich gegenüber der Miltärherrschaft in Ägypten (und das ist es!) sehr kritisch bin, muss ich sagen: Dort sollten alle (Ausland, NGOs und vor allem der ägyptische Staat) alles ihnen Mögliche tun, dass so etwas aufhört!


1
 
 Cosinus 14. September 2013 
 

Das interessiert die linksgrünen Biedermenschen

in Europa zu genau 0%!


1
 
 Zwetschgenkrampus 14. September 2013 
 

Die "Religion des Friedens" ...

verlangt doch kein Schutzgeld: Das tun nur böse Mafiosi.

Was der Islam von den "Dhimmis" (= Nicht-Muslimen erster Klasse) verlangt, ist nur eine Kopfsteuer. Das ist selbstverständlich keine Zurücksetzung, habe ich in einem Kommentar über die Forschungen des frz. Historikers Bernard Heyberger ("Wiener Zeitung", 21. Juni 2013) gelesen: Dhimmis sind "Diskriminierungen wie Kopfsteuer, Kleiderbestimmungen und Einschränkungen im Ehe- und Erbrecht" ausgesetzt gewesen, "doch sie gehörten vollständig zur Gesellschaft und waren rechtlich nicht schlechtergestellt". Interessant, wie schnell sich so ein Bericht widersprechen kann ... Und in nicht allzuferner Zukunft werden alle diese Erscheinungen zurückkommen, oder?


1
 

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Ägypten

  1. Ägypten – Das Land, auf dem Gott sich offenbart hat
  2. Papst gedenkt der Opfer von Kirchenbrand in Ägypten
  3. Ägypten: Mindestens 41 Tote bei Brand in koptischer Kirche in Kairo
  4. Ägypten legalisiert 1.800 kirchliche Gebäude
  5. Ägypten: „Ich habe Mitleid mit den Tätern“
  6. Bedeutendes frühchristliches Heiligtum in Kairo restauriert
  7. Keine Angst vor Corona
  8. Ägypten: Wegen Pandemie keine öffentlichen Ostergottesdienste
  9. Ägypten: Bisher knapp 1.200 Kirchen "legalisiert"
  10. Katharinenkloster auf der Sinai-Halbinsel besser zu erreichen






Top-15

meist-gelesen

  1. EINMALIGE SIZILIEN-Rundreise mit Kaplan Johannes Maria Schwarz - REISE AUSGEBUCHT
  2. Vatikan exkommuniziert sechs Bischöfe der Piusbruderschaft!
  3. Der Vatikan ordnet das Rückkehr-Prozedere für Menschen, die die Piusbruderschaft verlassen wollen
  4. Écône, zum Zweiten
  5. „Alten und neuen Ritus bestehen lassen. Latein verbieten? Das spielt Rebellen in die Hände“
  6. „Die Behauptung, Rom gehe hart gegen Rechte vor, nicht aber gegen Linke, ist schlichtweg falsch“
  7. Papst an Piusbrüder: 'Kehren Sie um!
  8. Bevorstehende „illegale Bischofsweihen für die Piusbruderschaft“ „ein schwerer schismatischer Akt“
  9. Haben Sie das Apostolische Mandat? – „Nein. Sie wussten, dass sie es nicht hatten“
  10. Deutsche Medien schweigen zum Bericht über Vergewaltigungsbanden in Großbritannien
  11. Ein besonderer Tag für ‚unseren‘ Pfarrsekretär
  12. Mehr Klarheit mit jeder Absage aus Rom
  13. Ehemalige Äbtissin wehrt sich gerichtlich gegen Rauswurf
  14. Freimaurerei „mit einem vollständigen Bekenntnis zum katholischen Glauben unvereinbar“
  15. "Ohne Einheit mit dem Papst keine volle Gemeinschaft mit der Kirche"

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz