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Ägypten: Christen müssen 'Kopfsteuer' zahlen

13. September 2013 in Weltkirche, 4 Lesermeinungen
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In einer Stadt fordern radikale Muslime Schutzgelder


Kairo (kath.net/idea) In einer ägyptischen Stadt werden Christen gezwungen, eine muslimische Kopfsteuer zu entrichten. Dabei handelt es sich um eine Art Schutzgeld, das Christen ihre Religionsausübung und ein Leben ohne gewalttätige Übergriffe sichern soll. Wie der assyrische Informationsdienst AINA berichtet, sind davon rund 15.000 christliche Einwohner der Stadt Dalga in der mittelägyptischen Provinz Minia betroffen. Die Familien müssten umgerechnet zwischen 20 und 50 Euro pro Tag an die radikal-islamischen Muslim-Brüder zahlen. Die sogenannte Dschizya ist eine vom Koran und dem Religionsgesetz Scharia vorgesehene Steuer für nicht-muslimische Schutzbefohlene (Dhimmi). Laut AINA dient sie in der Praxis als Unterdrückungsinstrument. Christen müssten sich damit das Recht erkaufen, ihren Glauben behalten zu dürfen. Wer die Abgabe nicht leisten könne, werde unter Zwang islamisiert. Wie der koptisch-orthodoxe Priester Yunis Ahwqui aus der rund 120.000 Einwohner zählenden Stadt Dalga berichtet, seien dort alle Christen „ohne Ausnahme“ gezwungen, die Dschizya zu entrichten, sonst würden sie Opfer von Gewalt. In einigen Fällen seien Frauen und Kinder entführt worden. Aus Furcht vor der Bedrohung seien mehr als 40 koptische Familien geflohen.


Viele Christen flüchten

Die Stadt war Anfang August auch Schauplatz von schweren Ausschreitungen radikaler Muslime, die gegen die Absetzung des Staatspräsidenten Mohammed Mursi protestierten. Dabei kam es auch in der Provinz Minia zu gewaltsamen Übergriffen auf Christen. Unterdessen flüchten immer mehr von ihnen ins Ausland. Sie stellen auch in Deutschland Asylanträge. Die meisten der 83 Millionen Einwohner Ägyptens sind Muslime. Die schätzungsweise bis zu zehn Millionen orthodoxen Kopten bilden die größte Kirche. Hinzu kommen etwa 300.000 Mitglieder der koptisch-evangelischen Kirche, 200.000 Katholiken, zusammen mehr als 100.000 Mitglieder von Pfingstgemeinden, Brüdergemeinden und anglikanischen Gemeinden sowie 40.000 Griechisch-Orthodoxe.


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Lesermeinungen

 Zwetschgenkrampus 16. September 2013 
 

Volk und Regierung

Liebe oder lieber Bern2,

die Diskriminierung der Christen in Ägypten ist alles - nur nicht neu. Selten war sie offiziell gutgeheißen, meist von lokalen Muslim-Führern organisiert, deren Anstrengungen die Regierung, egal welcher Couleur, wohlwollend-desinteressiert gegenüberstand. Egal, ob nun der "Pharao" (Mubarak), das Militär, die Muslimbrüder, oder wie das Militär herrsch(t)en, es war offenbar immer recht praktisch, eine ganze Gruppe bei der Hand zu haben, an der sich das Volk ohne weiteres abreagieren konnte, und dies auch, ohne große Konsequenzen fürchten zu müssen. Wer hätte denn die Sache der verfolgten Christen gegenüber der ägyptischen Regierung vertreten sollen? Doch nicht etwa die postchristlichen, in ihrer eigenen Gleichgültigkeit ersaufenden Europäer?


0
 
  14. September 2013 
 

Was ich nicht verstehe...

... ist, wie so etwas jetzt noch möglich ist. Gibt es Gebiete, die noch von den Muslimbrüdern kontrolliert werden? Oder wieso tut der ägyptische Staat nichts dagegen?
Auch wenn ich gegenüber der Miltärherrschaft in Ägypten (und das ist es!) sehr kritisch bin, muss ich sagen: Dort sollten alle (Ausland, NGOs und vor allem der ägyptische Staat) alles ihnen Mögliche tun, dass so etwas aufhört!


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 Cosinus 14. September 2013 
 

Das interessiert die linksgrünen Biedermenschen

in Europa zu genau 0%!


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 Zwetschgenkrampus 14. September 2013 
 

Die "Religion des Friedens" ...

verlangt doch kein Schutzgeld: Das tun nur böse Mafiosi.

Was der Islam von den "Dhimmis" (= Nicht-Muslimen erster Klasse) verlangt, ist nur eine Kopfsteuer. Das ist selbstverständlich keine Zurücksetzung, habe ich in einem Kommentar über die Forschungen des frz. Historikers Bernard Heyberger ("Wiener Zeitung", 21. Juni 2013) gelesen: Dhimmis sind "Diskriminierungen wie Kopfsteuer, Kleiderbestimmungen und Einschränkungen im Ehe- und Erbrecht" ausgesetzt gewesen, "doch sie gehörten vollständig zur Gesellschaft und waren rechtlich nicht schlechtergestellt". Interessant, wie schnell sich so ein Bericht widersprechen kann ... Und in nicht allzuferner Zukunft werden alle diese Erscheinungen zurückkommen, oder?


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