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Betet für die Regierenden!

16. September 2013 in Aktuelles, 4 Lesermeinungen
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Franziskus-Perle des Tages: Ein Katholik hat die Pflicht, sich für die und in der Politik einzusetzen und am Gemeinwohl mitzuarbeiten. Wer regiert, muss lieben und demütig sein. Negatives Reden bringt nicht weiter. Von Armin Schwibach


Rom (kath.net/as) Demut und Liebe sind die unverzichtbaren Charakteristiken des Regierenden. Die Bürger und vor allem die Katholiken dagegen dürfen die Politik nicht ignorieren oder desinteressiert sein und sollen sich beteiligen. Dies erklärte Papst Franziskus in seiner Predigt in der Kapelle des vatikanischen Gästehauses „Domus Sanctae Marthae“.

Ausgehend vom Tagesevangelium (Lk 7,1-10) vom Hauptmann, der demütig und vertrauensvoll um die Heilung seines Dieners bittet, sowie von einem Wort aus dem ersten Brief des Apostels Paulus an Timotheus (2,2), der einlädt, für die Herrscher und alle, die Macht ausüben, zu beten, dachte der Papst über den Dienst der Autorität nach. Pflicht des Regierenden sei es, sein Volk zu lieben, da ein Regierender, der nicht liebe, nicht regieren könne: „er kann höchstens disziplinieren, ein wenig Ordnung schaffen, aber nicht regieren“. Franziskus erinnerte an David und dessen Liebe zum Volk. Diese sei so weit gegangen, dass er nach der Sünde der Volkszählung (vgl. 2 Sam 24,2) zum Herrn gesagt habe, nicht das Volk zu bestrafen, sondern ihn (vgl. 2 Sam 24,17: „Ich bin es doch, der gesündigt hat; ich bin es, der sich vergangen hat. Aber diese, die Herde, was haben denn sie getan? Erheb deine Hand gegen mich und gegen das Haus meines Vaters!“).


Daher seien die beiden Tugenden des Regierenden die Liebe zu seinem Volk und die Demut: „Man kann nicht ohne Liebe zum Volk und ohne Demut regieren! Jeder Mann, jede Frau, die einen Regierungsdienst übernehmen sollen, müssen sich diese zwei Fragen stellen: ‚Liebe ich mein Volk, um ihm besser zu dienen? Bin ich demütig und höre ich alle anderen an, die unterschiedlichen Meinungen, um den besten Weg zu wählen?’ Wenn sie sich diese Fragen nicht stellen, so wird ihre Regierung nicht gut sein. Der Regierende – sei es Mann oder Frau –, der sein Volk liebt, ist ein demütiger Mann oder eine demütige Frau“.

Indessen mahne der heilige Paulus zum Gebet „für die Herrscher und für alle, die Macht ausüben, damit wir in aller Frömmigkeit und Rechtschaffenheit ungestört und ruhig leben können“. Die Bürger dürften die Politik nicht ignorieren:

„Keiner darf sagen: ‚Aber damit habe ich nichts zu tun, die da regieren...“. Nein, nein, ich bin verantwortlich für ihre Regierung und muss das Beste tun, damit sie gut regieren, und ich muss das Beste tun, indem ich an der Politik Anteil nehme, so gut ich kann. Die Politik, so die Soziallehre der Kirche, ist eine der höchsten Formen der Nächstenliebe, da sie darin besteht, dem Gemeinwohl zu dienen. Da kann ich mir nicht die Hände in Unschuld waschen, ja? Wir alle müssen etwas tun!“.

Der Papst stellte fest, dass es die Gewohnheit gebe, nur schlecht über die Regierenden zu reden und über die Dinge zu klatschen, die nicht gut gehen: „Du hörst die Nachrichten im Fernsehen, und sie schlagen drauf ein und nichts anderes; du liest die Zeitung, und sie schlagen drauf ein... immer schlecht wird geredet, immer dagegen“. In der Tat sei der Regierende vielleicht „ein Sünder, wie dies David war, doch ich muss mit meiner Meinung, mit meinem Wort, auch mit meinen Korrekturen mitarbeiten“. Pflicht aller sei es nämlich, am Gemeinwohl mitzuarbeiten. Auch wenn man viele Male zu hören bekommen habe, dass sich ein guter Katholik nicht in die Politik einmische, so sei dies nicht wahr und kein guter Weg.

„Ein guter Katholik mischt sich in die Politik ein“, bekräftigte Franziskus, „und bietet das Beste seiner selbst, damit der Regierende regieren kann. Was aber ist das Beste, das wir den Regierenden anbieten können? Das Gebet. Das ist es, was Paulus sagt: ‚Gebet für alle Menschen und für die Herrscher und für alle, die Macht ausüben’. ‚Aber Pater, das ist ein schlechter Mensch, der soll sich zum Teufel scheren...’. ‚Bete für ihn, bete für sie, damit er gut regieren könne, damit er sein Volk liebe, damit er demütig sei!’ Ein Christ, der nicht für die Regierenden betet, ist kein guter Christ! ‚Aber Pater, wie soll ich für diesen beten? Das ist ein Mensch, der nicht in Ordnung ist...’ ‚Bete, damit er umkehre!’ Beten. Und das sage nicht ich, sondern der heilige Paulus, das Wort Gottes“.

Abschließend rief der Papst dazu auf, dass ein jeder von uns das Beste gebe, „Ideen, Vorschläge, das Beste, das Beste vor allem anderen aber ist das Gebet. Beten wir für die Regierenden, damit sie gut regieren, damit sie unser Vaterland, unsere Nation auch in der Welt vorwärts bringen, damit Frieden und Gemeinwohl herrschen“.

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