Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Wie wird das „pro multis“ im neuen Messbuch übersetzt werden?
  2. Freikirche oder katholische Kirche? Überlegungen eines Konvertiten
  3. Bischof Wilmer: "Wir wollen keinen deutschen Sonderweg"
  4. „Brot für die Vögel?“ – Können Protestanten zur Hl. Kommunion zugelassen werden?
  5. Bätzing gegen Papst Leo
  6. Steigende Zahl erwachsener Taufbewerber in ostdeutschen Städten, aber...
  7. „Menschen können die Kirche weder reformieren noch nach eigenem Gutdünken eine neue gründen“
  8. „Als Bischof ist es meine Pflicht, den Glauben der Kirche zu verkünden“
  9. Kardinal Fernández räumt geringes Interesse an seinem Dokument über Mission ein
  10. Priester spendete bei Zugunglück in Spanien die Generalabsolution, tröstete Opfer und Angehörige
  11. Revision des Messbuchs geht in nächste Phase - Erprobung 2027 geplant
  12. „Wir werden erwartet“
  13. Auf zu den Friedhöfen! Wir bitten für unsere Verstorbenen um Gottes Gnade!
  14. ‚Entschuldigung, aber … was?‘
  15. Wie Halloween begann: Das Fest wurzelt in einem großen Exorzismus

Kontemplation – Nähe – Fülle: das Geheimnis Gottes

22. Oktober 2013 in Aktuelles, 15 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Franziskus-Perle des Tages: Das Geheimnis Gottes versteht man nur auf Knien, in der Annahme seiner Nähe in Gegenwart der überreichen Gnade Gottes, der sich in das Leben des Menschen einmischt und die Wunden heilt. Von Armin Schwibach


Rom (kath.net/as) Kontemplation, Nähe und Fülle, um in das Geheimnis Gottes einzutreten: diese drei Begriffe standen im Mittelpunkt der Predigt von Papst Franziskus bei der heutigen heiligen Messe in der Kapelle des vatikanischen Gästehauses „Domus Sanctae Marthae“. Franziskus betonte, dass Gott nicht nur aus dem Verstand heraus begriffen werden könne. Die Herausforderung Gottes bestehe darin, dass er sich in das Leben der Menschen einmische, um die Wunden zu heilen

Ausgehend vom der ersten Lesung aus dem Römerbrief (Röm 5,12.15b.17-19.20b-21) erklärte der Papst, dass die Kirche, wenn sie uns etwas über das Geheimnis Gottes sagen wolle, „ein wunderbares Wort“ benutze, da dieses Geheimnis wundervoll sei:

„Das Geheimnis Gottes betrachten – das, was uns Paulus hier über das Heil, über unsere Erlösung sagt, versteht man nur auf Knien, in der Kontemplation. Nicht nur mit der vernünftigen Einsicht. Wenn die vernünftige Einsicht ein Geheimnis erklären will, dann wird sie immer – immer! – verrückt! Und so hat es sich auch in der Geschichte der Kirche zugetragen. Die Kontemplation: Intelligenz, Herz, Knie, Gebet... alles zusammen, um in das Geheimnis einzutreten. Das ist das erste Wort, das uns vielleicht hilft“.


Das zweite Wort, das uns helfe, um in das Geheimnis einzutreten, laute „Nähe“: „Ein Mensch hat gesündigt“, so Franziskus, „ein Mensch hat uns gerettet. Es ist dies der nahe Gott!“, der Gott, der uns und unserer Geschichte nahe sei. Vom ersten Moment an, da er unseren Vater Abraham gewählt habe, sei er mit seinem Volk gegangen. Dies könne auch bei Jesus gesehen werden, der eine Arbeit als Handwerker, als Arbeiter verrichtet habe:

„Das Bild, das mir in den Sinn kommt, ist das des Krankenpflegers, der Krankenpflegerin in einem Krankenhaus: sie heilen die Wunden eine nach der anderen, aber mit ihren Händen. Gott mischt sich in unsere Armseligkeiten ein, er nähert sich unseren Wunden und heilt sie mit seinen Händen, und um Hände zu haben, ist er Mensch geworden. Das ist eine persönliche Arbeit von Jesus. Ein Mensch hat gesündigt, ein Mensch kommt, um ihn zu heilen. Nähe. Gott rettet uns nicht allein per Dekret, durch ein Gesetz. Er rettet uns mit Zärtlichkeit, er rettet uns mit Liebkosungen, er rettet uns mit seinem Leben, für uns“.

Das dritte Wort sei „Fülle“: „Wo die Sünde ohne Grenzen war, kam die Gnade in überreicher Fülle“. Eine jeder von uns habe seine Armseligkeiten und kenne diese gut: „Und sie sind übermäßig“. Die Herausforderung Gottes aber bestehe darin, diese zu besiegen, die Wunden zu heilen, wie dies Jesus getan habe und noch mehr: „jenes überreiche Geschenk seiner Liebe, seiner Gnade machen“. So sei es zu verstehen, dass Jesus die Sünder bevorzuge:

„Im Herzen dieser Leute war die Sünde im Übermaß da. Doch er ging zu ihnen mit jener überreichen Fülle an Gnade und Liebe. Die Gnade Gottes siegt immer, denn er selbst es ist, der sich schenkt, der nahe kommt, der uns liebkost, der uns heilt. Und aus diesem Grund – aber vielleicht gefällt es einigen von uns nicht, das zu sagen – stehen jene dem Herzen Jesu näher, die die größten Sünder sind, weil er hingeht, um sie zu suchen. Er ruft alle: ‚Kommt, Kommt!’ Und wenn er um eine Erklärung gebeten wird, sagt er: ‚Ja, die Gesunden, die brauchen keinen Arzt. Ich bin gekommen, um zu heilen, um zu retten’“.

„Einige Heilige sagen“, so Franziskus abschließend, „dass eine der hässlichsten Sünden das Misstrauen ist: Gott misstrauen. Wie aber können wir einem so nahen, einem so guten Gott misstrauen, der unser sündiges Herz vorzieht?“ Dieses Geheimnis „ist nicht leicht zu verstehen, man versteht es nicht gut mit dem Verstand. Allein diese drei Worte werden uns helfen: Kontemplation, Nähe, Fülle“. So stünden wir vor einem Gott, „der immer mit der überreichen Fülle seiner Gnade, mit seiner Zärtlichkeit siegt, mit seinem Reichtum an Barmherzigkeit“.

Dem Autor auf Twitter folgen!



Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Franziskus in Santa Marta

  1. Der Papst und die Engel
  2. Die Gnade des Gebetes, der Nähe, der Gerechtigkeit-Barmherzigkeit
  3. Der Heilige Geist lehrt uns die Sanftmut der Kinder Gottes
  4. Der Hass des Geistes der Weltlichkeit
  5. Der Geist der rigiden Starrheit bringt immer Verstörung
  6. Interreligiöses Gebet für die Befreiung von allen Pandemien
  7. Wie gibt die Welt den Frieden und wie gibt der Herr ihn?
  8. Die Mystik des Bleibens in Jesus
  9. Der Beistand –- der Geist, der im Glauben wachsen lässt
  10. Europa wachse vereint in der Brüderlichkeit







Top-15

meist-gelesen

  1. Ostern 2027 in Rom - Große kath.net-Leserreise!
  2. „Wir werden erwartet“
  3. Leo XIV. drängt auf internationale Regeln für Künstliche Intelligenz
  4. Papst baut Sekretariat der weltweiten Synode um
  5. Papst dankt Mercedes für "100 Jahre Papamobil"
  6. „Der Kurierfahrer steuerte die falsche Tür an und landete versehentlich in der Kathedrale“
  7. Vatikan warnt vor ‚Extremismus‘ und ‚Spaltung‘ durch Knien beim Kommunionempfang
  8. Priester spendete bei Zugunglück in Spanien die Generalabsolution, tröstete Opfer und Angehörige
  9. „Die ‚Irish Times‘ hat den 3293. Artikel von jemandem veröffentlicht, der nicht mehr zur Messe geht“
  10. Ulf Poschardt warnt vor Islamismus: Erst sind die Synagogen dran, dann die Christen
  11. „Menschen können die Kirche weder reformieren noch nach eigenem Gutdünken eine neue gründen“
  12. „Als Bischof ist es meine Pflicht, den Glauben der Kirche zu verkünden“
  13. Papst Leo beantragte Briefwahl-Unterlagen für die Midterms - Papst hat tatsächlich gewählt!
  14. „Mit der Unterstützung meiner Schwiegereltern verließ ich eine nicht-sakramentale Beziehung“
  15. Drei Stunden im Fegefeuer

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz