28 Oktober 2013, 13:00
Die Wunden Jesu – die Wunden des Fürsprechers und des Beters bei Gott
 
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Franziskus-Perle des Tages: Die drei Beziehungen Jesu. Jesus zeigt dem Vater seine Wunden: den Preis dafür, dass wir gerettet und gerechtfertigt sind. Jesus betet mit uns und für uns zu Gott. Von Armin Schwibach

Rom (kath.net/as) Jesus betet weiter für die Menschen und hält Fürsprache für sie, indem er dem Vater den Preis für unser Heil zeigt: seine Wunden. Dies erklärte nach dem Bericht von „Radio Vaticana“ Papst Franziskus am heutigen Festtag der Apostel Simon und Judas bei der heiligen Messe in der Kapelle des vatikanischen Gästehauses „Domus Sanctae Marthae“.

Franziskus ging bei seinen Betrachtungen vom Abschnitt aus dem Evangelium aus, in dem Jesus eine ganze Nacht im Gebet vor dem Vater vollbringt, bevor er die zwölf Apostel erwählt (Lk 6,12-19): „Jesus stellt seine Mannschaft auf“, so der Papst. Sofort danach werde er von einer großen Menschenmenge umgeben: „Sie alle wollten ihn hören und von ihren Krankheiten geheilt werden ... denn es ging eine Kraft von ihm aus, die alle heilte “ (V. 18-19). So würden die drei Beziehungen Jesu sichtbar: die Beziehung Jesu mit dem Vater, mit seinen Jüngern und mit den Leuten. Jesus habe zum Vater für die Apostel und die Leute gebetet. Doch noch heute bete er:

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„Er ist der Fürsprecher, derjenige, der betet, der zu Gott mit uns und vor uns betet. Jesus hat uns gerettet, er hat dieses große Gebet getan, sein Opfer, sein Leben, um uns zu retten und zu rechtfertigen: dank ihm sind wir gerechtfertigt. Jetzt ist er fortgegangen und betet. Aber: ist Jesus ein Geist? Jesus ist kein Geist! Jesus ist eine Person, er ist ein Mensch, mit Fleisch wie das unsrige, doch in der Herrlichkeit. Jesus trägt die Wunden an den Händen, an den Füßen, an der Seite, und wenn er betet, zeigt er dem Vater diesen Preis der Rechtfertigung, und er betet für uns, als sage er: ‚Aber Vater, dass dieser hier nicht verloren gehe!’“.

Jesus sei das Haupt unserer Gebete, da er erste sei, der bete und wie eine Bruder und ein Mensch wie wir für uns Fürsprache halte:

„In einer ersten Zeit“, so Franziskus, „hat er die Erlösung gewirkt, er hat uns alle gerechtfertigt. Doch was tut er jetzt? Er hält Fürsprache, er betet für uns. Ich denke an das, was Petrus verspürt haben muss, als er Jesus verleugnet hat und dann auf ihn blickte und weinte. Er hat gespürt, dass das, was Jesus gesagt hatte, wahr war: er hatte für ihn gebetet, und deshalb musste er weinen, konnte bereuen und umkehren. Viele Male sagen wir unter uns: ‚Bete für mich, ja? Ich brauche es, ich habe viele Probleme, vieles: bete für mich!’ Und das ist gut, nicht? Weil wir Brüder und Schwestern füreinander beten müssen“.

Abschließend mahnte der Papst, zu bitten: „Bete für mich, Herr: Du bist der Fürsprecher: „Er betet für mich. Er betet für uns alle und er betet mutig, weil er dem Vater den Preis für unsere Rechtfertigung zeigt: seine Wunden. Daran wollen wir oft denken und dem Herrn dafür danken. Sagen wir dank dafür, dass wir einen Bruder haben, der mit uns betet, der für uns betet und Fürsprache hält. Und sprechen wir mit Jesus, sagen wir ihm: ‚Herr, du bist der Fürsprecher, du hast mich gerettet, du hast mich gerechtfertigt. Doch jetzt: bete für mich’. Und unsere Probleme, unser Leben, viele Dinge ihm anvertrauen, damit er es vor den Vater bringe“.

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