Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Die Alte Messe braucht die Piusbruderschaft nicht
  2. ZDF hasst Katholiken
  3. Eduard Habsburg: Alte Messe ist ‚absolute Antithese zur heutigen Welt‘
  4. Erzbistum Washington entlässt Exorzisten wegen Äußerungen zu UFOs und Dämonen
  5. Kurienerzbischof Pozzo: „Die beiden Formen des Römischen Ritus nicht gegeneinander ausspielen“
  6. Christus bleibt nicht im Tempel! Fronleichnam: Einladung für die Gegenwart
  7. Es gibt keine zweite Chance mehr
  8. Das Beichtgeheimnis: Festgeschrieben für die Ewigkeit?
  9. Bischof Algermissen: kfd-Positionspapier zu § 218 StGB ist nicht katholisch
  10. "Gesegneten Frohnleichnahm" - eine CSU-Blamage zu Fronleichnam
  11. Kardinal Woelki: In der Eucharistie schenkt sich Christus selbst
  12. Die Menschenwürde hat keinen Reisepass
  13. ‚Jedes Knie soll sich beugen‘: Erzbischof Fisher ruft zum Knien vor der Eucharistie auf
  14. Papst: „Ich bin zutiefst berührt, dass Sie darüber sprechen können“
  15. Neuer Trend in den USA: Abkehr von nüchternen Kircheninnenräumen

Ägypten: Ständig werden Christinnen verschleppt

20. Juni 2014 in Weltkirche, 1 Lesermeinung
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Seit 2011 haben radikale Muslime mehr als 500 Frauen entführt


Kairo (kath.net/idea) Die Verschleppung von mehr als 200 meist christlichen Schülerinnen in Nigeria durch die radikal-islamische Terrorgruppe Boko Haram (Westliche Bildung ist Sünde) erschüttert die Welt. Weithin unbeachtet blieb bisher jedoch die anhaltende Entführung von Frauen und Mädchen in Ägypten. Von Januar 2011 bis März 2014 haben dort muslimische Männer mehr als 550 Christinnen in ihre Gewalt gebracht und sie gezwungen, ihre Peiniger zu heiraten. Damit gelten die Frauen nach dem islamischen Religionsgesetz, der Scharia, als Musliminnen. Das berichtet die „Gesellschaft für die Opfer von Entführungen und Zwangsverschleppungen“ (Kairo).

Nach ihren Angaben sind die koptischen Christinnen auch vielfach Gewalt ausgesetzt. Etwa 40 Prozent der Mädchen und Frauen zwischen 14 und 40 Jahren würden vergewaltigt. Oft würden ihnen auch die tätowierten Kreuze, die sie als Christinnen identifizieren, mit Säure entfernt. Es wird vermutet, dass ein organisiertes Netzwerk hinter den Taten steckt. Nach Angaben des Gründers der Hilfsorganisation, des koptischen Christen Ebram Louis Shehata Makar, mehren sich die Entführungsfälle seit der Arabischen Revolution vor drei Jahren. Vorher seien monatlich etwa fünf bis sechs Christinnen verschwunden; jetzt seien es durchschnittlich 15.


Boko Haram verkauft Mädchen als Sklavinnen

Auch die nigerianischen Schülerinnen sind laut Boko Haram entführt worden, um sie mit Muslimen zu verheiraten. Am 14. April hatten die Kämpfer in Chibok (Bundesstaat Borno) rund 300 Mädchen verschleppt. Die meisten gehören der protestantischen „Kirche der Brüder“ an. Einige Geiseln konnten fliehen; mehr als 200 befinden sich jedoch noch in der Gewalt der Terroristen. Ihr Anführer, Abubakar Shekau, brüstete sich in einem Video damit, dass die Entführten für umgerechnet neun Euro als „Sklavinnen“ an Muslime veräußert würden. Shekau: „Es gibt einen Markt für Mädchen. Ich werde sie auf dem Markt verkaufen. Allah will es so.“

Freiheitsstrafe für Grundschullehrerin

In Ägypten ist unterdessen eine christliche Grundschullehrerin wegen angeblicher „Beleidigung des Islam“ zu sechs Monaten Gefängnis verurteilt worden. Nach Angaben der Internationalen Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) war Demiana Ebeid Abdelnour bereits vor einem Jahr zu einer Geldstrafe von umgerechnet rund 10.000 Euro verurteilt worden. Dagegen hatten sowohl ihr Anwalt wie auch der Staatsanwalt Berufung eingelegt. Das Gericht in Luxor verhängte am 15. Juni die Freiheitsstrafe. Die koptisch-orthodoxe Lehrerin war von drei Grundschülern beschuldigt worden, im Unterricht den Propheten Mohammed beleidigt zu haben. Eltern warfen ihr vor, den ehemaligen koptisch-orthodoxen Papst Schenuda III. (1923-2012) mit Mohammed verglichen zu haben. Nach Angaben der IGFM ist die Zahl der Anklagen und Prozesse wegen angeblicher Gotteslästerung in Ägypten sprunghaft gestiegen. Opfer seien häufig Angehörige religiöser Minderheiten, besonders Christen, so IGFM-Vorstandssprecher Martin Lessenthin (Frankfurt am Main). Da in der Praxis nur eine einzige Religion gegen Blasphemie geschützt werde und die Gesetze missbraucht würden, sollten sie nach seiner Ansicht ganz abgeschafft werden. Die meisten der 83 Millionen Ägypter sind Muslime. Die schätzungsweise bis zu zehn Millionen orthodoxen Kopten bilden die größte Kirche. Hinzu kommen etwa 300.000 Mitglieder der koptisch-evangelischen Kirche, 200.000 Katholiken, mehr als 100.000 Mitglieder von Pfingstgemeinden, Brüdergemeinden und anglikanischen Gemeinden sowie 40.000 Griechisch-Orthodoxe.


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Ägypten

  1. Ägypten – Das Land, auf dem Gott sich offenbart hat
  2. Papst gedenkt der Opfer von Kirchenbrand in Ägypten
  3. Ägypten: Mindestens 41 Tote bei Brand in koptischer Kirche in Kairo
  4. Ägypten legalisiert 1.800 kirchliche Gebäude
  5. Ägypten: „Ich habe Mitleid mit den Tätern“
  6. Bedeutendes frühchristliches Heiligtum in Kairo restauriert
  7. Keine Angst vor Corona
  8. Ägypten: Wegen Pandemie keine öffentlichen Ostergottesdienste
  9. Ägypten: Bisher knapp 1.200 Kirchen "legalisiert"
  10. Katharinenkloster auf der Sinai-Halbinsel besser zu erreichen






Top-15

meist-gelesen

  1. SIZILIEN-Rundreise mit Kaplan Johannes Maria Schwarz - ANMELDUNG nur noch bis 22. JUNI!!!
  2. ZDF hasst Katholiken
  3. Das Beichtgeheimnis: Festgeschrieben für die Ewigkeit?
  4. "Gesegneten Frohnleichnahm" - eine CSU-Blamage zu Fronleichnam
  5. Erzbistum Washington entlässt Exorzisten wegen Äußerungen zu UFOs und Dämonen
  6. "Ich musste ihm unglücklicherweise ein paar Schläge verpassen"
  7. Östereichische Bischofskonferenz: Lackner bleibt Vorsitzender, Scheuer wieder Vize
  8. Kardinal Woelki: In der Eucharistie schenkt sich Christus selbst
  9. Polen: Fußballer Bartosz Sobczyk gab seine Karriere auf, um Priester zu werden
  10. Die Alte Messe braucht die Piusbruderschaft nicht
  11. Papst kommt unpünktlich und scherzt auf Deutsch: "Ich bin Ausländer"
  12. Aus der Liebe geboren, zur Einheit berufen - Ein Leib, ein Geist, eine Sendung
  13. Das Maß vor dem Gesetz. Würde, Recht und die Grenzen der Macht
  14. Papst: „Ich bin zutiefst berührt, dass Sie darüber sprechen können“
  15. Es gibt keine zweite Chance mehr

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz