Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. IRRE! – „LifeSiteNews“ postet Papst-Bild mit Henkerstrick auf X
  2. BREAKING NEWS - Der Papst hat Lungen-Krebs!
  3. Kardinal Marx meint: "Die Kirche ist kein sinkendes Schiff, sie wird nur umgebaut"
  4. 25 Jahre KATH.NET: Kardinal Müller wird Schirmherr, Peter Seewald journalistischer Berater!
  5. „Warum bin ich Christ“
  6. Deutsche Caritas-Präsidentin fordert CDU-Annäherung an 'Die Linke'
  7. Böhmermann verhöhnt in seiner Sendung Jesus Christus
  8. Was auch immer Synodalität sein soll
  9. Meghan Markle-Fans ‚terrorisieren‘ Priester wegen Kritik an ihrem Adventskalender
  10. Was eine Messe wiegt
  11. 'Christen können Todesstrafe in gutem Gewissen ablehnen'
  12. 'Wenn ich zurückkönnte, würde ich sie wieder wählen – genau wie sie sind'
  13. Papst ab Dienstag im Gemelli-Krankenhaus
  14. 'The Chosen': Sechste Staffel ab Dezember auf Netflix
  15. Wenn dir beim Rosenkranzgebet der Zahnarzttermin einfällt

Ostukraine: Russisch-Orthodoxe schossen auf Protestanten

23. September 2014 in Chronik, 2 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Christen aus Deutschland besuchten bedrängte evangelikale Gemeinden


Slavjansk/Schorndorf (kath.net/idea) An den Kämpfen in der Ostukraine waren auch nationalistische russisch-orthodoxe Kreise beteiligt. Sie griffen dabei gezielt Protestanten an. Das berichtete der frühere Unternehmer Karl Schock (Schorndorf bei Stuttgart) nach einer Reise in die Krisenregion. Der 80-Jährige besuchte zusammen mit dem Osteuropa-Missionar Hugo Kleinknecht (Tostedt bei Hamburg) und einem Übersetzer sechs Gemeinden in Slavjansk und Kramatorsk, die zum ukrainischen Pfingstbund gehören. In der Ostukraine gilt seit dem 5. September ein Waffenstillstand. „Wir wollten unmittelbar nach den kriegerischen Auseinandersetzungen als erste christliche Besuchergruppe nach der Befreiung den bedrängten Gemeinden unseren Beistand und Hilfe überbringen“, erklärte Schock gegenüber der Evangelischen Nachrichtenagentur idea. Die Separatisten, die Slavjansk angegriffen hätten, seien unter anderem aus russisch-orthodoxen Radikalen und regulären russischen Soldaten zusammengesetzt gewesen.


Orthodoxer Priester ließ von seiner Kirche aus feuern

Ein orthodoxer Priester namens Vitaly habe in seiner Kirche ein Munitionslager einrichten und auf Häuser feuern lassen. Außerdem habe er die Zerstörung von zwei Fabriken evangelischer Unternehmer veranlasst. Dabei seien Menschen schwerst verletzt worden. Am gleichen Abend habe das russische Fernsehen die ukrainische Armee beschuldigt, für die Angriffe verantwortlich zu sein. Die Truppen seien zu diesem Zeitpunkt aber gar nicht an den Kämpfen beteiligt gewesen.

Alle evangelischen Pastoren und Gemeindeleiter hätten fliehen bzw. um ihr Leben fürchten müssen und seien zum Teil ausgeraubt worden. Bei den Kämpfen seien allein 200 Zivilisten getötet worden. Anlass für die Solidaritätsreise war die Ermordung von vier ukrainischen Christen durch radikal-nationalistische, russisch-orthodoxe Seperatisten am 8. Juni. Bei den Opfern handelt es sich um die Diakone Vladimir Velitschko (Vater von acht Kindern) und Viktor Barodinsky (drei Kinder) sowie um zwei Söhne des Gemeindeleiters Alexander Pavenko, Ruben (drei Kinder) und Albert (ledig). Sie sind laut Schock später mit 15 weiteren Ermordeten aus einem Massengrab exhumiert und am Ehrenmal der Revolution im Zentrum von Slavjansk beigesetzt worden. Die Gattin des ukrainischen Präsidenten, Marina Poroschenko, habe dort vor wenigen Wochen mit einem stillen Gebet Blumen für die Märtyrer niedergelegt.

Deutsche können Beitrag zur Versöhnung leisten

Im Blick auf den Konflikt sagte Schock: „Die lange Geschichte unheiliger Allianzen zwischen nationalistischer Machtpolitik und regimetragender Ideologie – hier der russisch-orthodoxe Alleinvertretungsanspruch – wiederholt sich in tragischer Weise. Deutschland hat durch seine Erfahrungen mit totalitären Regimen hier einen wichtigen Versöhnungsbeitrag zu leisten.“


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Ukraine

  1. Papst an Russland: Getreide der Ukraine muss exportiert werden
  2. 'Jeden Tag sprach ich mit Gott und mit meiner Mutter'
  3. Verbrechen gegen Menschlichkeit und gegen das Christentum durch Russland!
  4. Nuntius in Kiew ermutigt zur Unterstützung der Ukrainer
  5. Ukraine: Sophienkathedrale als Leuchtturm der Hoffnung
  6. "Wir sind Zuschauer bei etwas, was einem Völkermord sehr nahekommt"
  7. Ukrainische Katholiken erhalten katholische Kirche für 50 Jahre zurück
  8. Die menschenverachtenden Angriffe auf die Ukraine durch Russland gehen täglich weiter!
  9. Papst Leo XIV. plant Ukraine-Besuch!
  10. Friedensappell für Ukraine von Kardinal Woelki und Weihbischof Hrutsa aus Lwiw







Top-15

meist-gelesen

  1. Ostern 2027 in Rom - Große kath.net-Leserreise!
  2. Mexiko startet Jubeljahr der Guadalupe-Basilika mit Friedensappell
  3. Polen – ein Beispiel des christlichen Humanismus
  4. Papst ab Dienstag im Gemelli-Krankenhaus
  5. Müller kritisiert geplante öffentliche Hinrichtung in den USA scharf
  6. Was auch immer Synodalität sein soll
  7. Auf den Spuren des Hl. Paulus - Mit Michael Hesemann nach Griechenland
  8. Europa „entseuchen“?
  9. Gerettet durch ein Pro-Life-Schild: Die Geschichte der kleinen Sawyer
  10. Papst an Russland: Getreide der Ukraine muss exportiert werden
  11. US-Demokraten planen Abtreibung bis zur Geburt bei Wahlsieg im November
  12. Ägyptischem Konvertiten droht lebenslange Haft
  13. Arabische Jugendliche störten Abendmesse mit „Allahu Akbar“-Rufen in Wien
  14. Ukrainischer Bischof: Haben Russland nie um Hilfe gebeten
  15. Ohne Furcht und Heuchelei. Die Freiheit für das Gute ohne Kompromisse

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz