Login




oder neu registrieren?



Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:









Top-15

meist-diskutiert

  1. Wozu brauchen wir die Kirche überhaupt?
  2. Diözese Linz: Gay-Fahne auf katholischer Kirche
  3. Weil sie beim Beten keine Maske tragen wollte
  4. Papst-Unterstützung für Synodalen Weg?
  5. Ich bin ein 'weißer Mann', aber deshalb knie ich mich nicht nieder
  6. Bischof von Hildesheim erwartet für 2021 noch mehr Kirchenaustritte
  7. Anglikanischer Erzbischof: ‚Statuen werden entfernt, Namen geändert’
  8. R.I.P. Georg Ratzinger
  9. China-Dissident behauptet: China hat Vatikan-Schweigen gekauft
  10. Dümmer geht nimmer!
  11. Vatikanberaterin bringt "Kardinalskollegium mit Frauen" ins Spiel
  12. Neues Parteiprogramm der Grünen für Abtreibung und Gender-Ideologie
  13. Fridays For Future Weimar: „Die Polizei diskriminiert, mordet, prügelt, hehlt“
  14. Schwedischer Kardinal zieht gemischtes Fazit zu Corona-Sonderweg
  15. Prozession zur Ehre des hl. Johannes erstmals seit 14. Jahrhundert verboten!

Stuttgart: Etappensieg für den Lebensschutz

11. Dezember 2014 in Deutschland, 4 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Abtreibungsklinik Stapf muss weiter nach neuen Räumlichkeiten suchen, der potentielle Vermieter sprang ab. Von Petra Lorleberg


Stuttgart (kath.net/pl) Die Stuttgarter Abtreibungsklinik Stapf muss weiter nach neuen Räumlichkeiten suchen. Ein potentieller Vermieter ist abgesprungen, nachdem der Streit um die Abtreibungseinrichtung in der Region hohe Wellen geschlagen hatte. Der für Krankenhäuser zuständige Bürgermeister, Grünenpolitiker Werner Wölfle, begründete die Absage nach Darstellung der überregionalen Tageszeitung „Die Welt“ mit dem Widerstand der Lebensschützer: „Der neue Vermieter für die Stapf-Klinik ist mit großem Bedauern von seinem Angebot zurückgetreten, zum Schutz seiner sonstigen Mieter“. Durchaus abwertend äußerte der Volksvertreter dann weiter, dass angebliche „Erpressungs- und Drohmethoden“ der „radikalen Abtreibungsgegner“ erfolgreich gewesen seien. Die (namentlich nicht genannten) Lebensschützer sprachen ihrerseits von einem „kleinen Zwischenerfolg“ und bedankten sich auch bei CDU und AfD für die Unterstützung.

Das Ergebnis der „relativ kurzfristig erfolgten Protestaktion erfüllt uns mit großer Freude und Dankbarkeit“, stellte Mechthild Löhr, Bundesvorsitzende der „Christdemokraten für das Leben“ (CDL), gegenüber kath.net auf Anfrage fest. „Dies zeigt, dass es auch in der Wirtschaft durchaus Ansprechpartner gibt, die verstehen, dass man nicht um jeden Preis Geschäfte und Gewinne machen darf.“ Wer einer Abtreibungsklinik Räume vermiete, beteilige sich am großen Geschäft mit der Abtreibung und der Not der Frauen, äußerte Löhr weiter, denn bei den weit über 100.000 gemeldeten Abtreibungen pro Jahr komme ein stattlicher Betrag zusammen. „Allein der Staat beteiligt sich über die Bundesländer mit ca. 40. Mio. pro Jahr an den ‚Abtreibungskosten‘. Dieses Geld sollte eigentlich stattdessen den Müttern in Konfliktlagen zur Verfügung stehen. ‚Das Geschäft mit der Abtreibung‘, so lautet der Titel eines Buches von Alexandra Linder, ist in Stuttgart jetzt erfreulicherweise durch ehrlichen und friedlichen Bürgerprotest ein wenig schwieriger geworden!“


„Ich kann nur hoffen, dass die Standortfrage zu einer grundsätzlichen Beschäftigung mit dem Thema führt.“ Dies sagte der Stuttgarter Hartmut Steeb, Generalsekretär der Evangelischen Allianz und langjähriger Lebensschützer, gegenüber kath.net auf Anfrage. Er wünscht sich weiter, dass endlich eingesehen und daran gearbeitet werde, „dass eine Aktion, die mit der Tötung ungeborener Kinder endet, keine Hilfe ist, weder für das betroffene Kind noch für die Mutter noch für die Angehörigen. Die städtische Hilfe und das Engagement sollte nicht darauf gerichtet sein, wo diese Einrichtung Platz findet, sondern darauf, den betroffenen Frauen in ihren Nöten beizustehen und alle Hilfe zu geben, die gebraucht wird, dass sie zu einem Ja zu ihrem Kind finden.“

An ein kleines Detail am Rande erinnert die „Stuttgarter Zeitung“: Dass der Mediziner Friedrich Stapf mit seiner Einrichtung die bisherige Räume im Stuttgarter Klinikum ausziehen muss, „hat er sich selbst zuzuschreiben“. Denn „das städtische Klinikum hatte dem Mediziner die Räume an der Türlenstraße vor rund zehn Jahren vermietet und die zweimalige Verlängerung des Mietvertrages zugesagt. Der Klinikeigentümer hatte aber die Frist für die letzte Verlängerung verpasst.“ Die Frist wurde daraufhin kulanzhalber um ein Jahr verlängert, wie sich anderen Berichten entnehmen lies. Doch jetzt steht unausgesprochen im Raum, dass es seitens des städtischen Klinikums Schluss ist mit der Kulanz gegenüber Stapf. Über Gründe dafür kann nur spekuliert werden.

Die großen Print- und TV-Medien berichten über die Absage des potentiellen Vermieters an die Abtreibungsklinik weiterhin nahezu unisono mit einseitiger Sympathie für die Abtreibungsbefürworter. Während die Schwangerschaftskonfliktberatungsorganisation „Pro Familia“ um Stellungnahme angefragt wurde und für ihre Darstellung i.d.R. ausreichend Platz erhielt, wurden qualifizierte Lebensschützer nur selten angefragt.

Bereits Ende November hatte die Juristin Friederike Hoffmann-Klein in kath.net die „tendenziöse Berichterstattung“ der „Stuttgarter Zeitung“ im Zusammenhang mit einer Kundgebung gegen die Abtreibungsklinik Stapf mit einem Brief an den Chefredakteur kritisiert, wir haben berichtet.



Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

 Guera2014 11. Dezember 2014 
 

Nicht nur Frauen - auch die Männer im Blick

Glückwunsch dazu! Störend empfinde ich an dem Text, daß nur Frauen als Opfer dargestellt werden, die Männer jedoch wie so oft nicht im Fokus stehen. Ein Kind hat nicht nur eine Mutter, sondern auch einen Vater. Ich finde es unerträglich, wenn die Existenz des Vaters geleugnet und er keinerlei Mitspracherechte darüber hat, ob sein Kind leben darf oder nicht. Es sind nicht ausschließlich die armen Frauen, die eigentlich ihre Kinder gerne bekommen würden, und die bösen Männer, die sie daran hindern. Auch Frauen beenden gegen den Willen der Väter das Leben des Kindes. Letztendlich sind also die Männer die Leidtragenden, weil sie noch nicht einmal eine Handhabe haben, gegen dieses Unrecht vorzugehen. Dies schreibe ich als Frau, weil ich es leid bin, daß Männer und Frauen in ein simples Täter-Opfer-Schema gepreßt werden, das nicht der Realität entspricht: Frauen haben Väter, Männer, Brüder, Söhne – wir sind nicht losgelöst voneinander, sondern gerade beim Kind gemeinsam vereint.


2

0
 
 SpatzInDerHand 11. Dezember 2014 

Es würde mich ja mächtig interessieren, warum das Städtische Klinikum

den Pachtvertrag des Herrn Stapf nicht weiter verlängert. Es wäre doch eine Kleinigkeit gewesen?!!


3

0
 
 Backhome 11. Dezember 2014 
 

Soweit ich weiß

...ist Abtreibung in Deutschland per Gesetz noch immer verboten (oder irre ich mich da?), obwohl die Nichtbefolgung des Gesetzes (unsinnigerweise) nicht unter Strafe steht. Unter diesem Gesichtspunkt ist es interessant zu sehen, dass der Staat und seine Organe die Bürger nach Kräften darin unterstützen, das Gesetz zu brechen...! Wie glaubwürdig kann ein solcher Staat noch sein?


7

0
 
 Lebensrechtler 11. Dezember 2014 
 

Danke....

.... an alle, die sich beteiligt haben. Auch ich war ganz furchtbar radikal und habe einen sehr höflichen Brief an Vermieter und Stadträte geschrieben, mit der Bitte, Frauen in solchen Konflikten lieber zu unterstützen statt für Abtreibung zu sorgen. Schönen Advent.


10

0
 

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Abtreibung

  1. Neues Parteiprogramm der Grünen für Abtreibung und Gender-Ideologie
  2. Logische Konsequenzen der Freigabe der Abtreibung
  3. US-Priester: Wahl im November ist Richtungsentscheidung
  4. Hartl: „Bereits die ersten Christen waren dafür bekannt, gegen Abtreibung zu sein“
  5. USA warnen UNO: Krise nicht zur Förderung der Abtreibung nutzen
  6. Un-„Glückskette“ für ungeborene Babys
  7. Österreichische Bischofskonferenz: Für umfassenden Lebensschutz!
  8. Planned Parenthood unterstützt Wahlkampf von Joe Biden
  9. Wenn schwarze Leben zählen – protestiert gegen Planned Parenthood
  10. Sind auch schwarze, abgetriebene Kinder von Bedeutung?








Top-15

meist-gelesen

  1. R.I.P. Georg Ratzinger
  2. Weil sie beim Beten keine Maske tragen wollte
  3. Diözese Linz: Gay-Fahne auf katholischer Kirche
  4. Wozu brauchen wir die Kirche überhaupt?
  5. Ich bin ein 'weißer Mann', aber deshalb knie ich mich nicht nieder
  6. Dümmer geht nimmer!
  7. Keine Veranlassung etwas zu ändern!
  8. Die Sprache der Engel
  9. Papst-Unterstützung für Synodalen Weg?
  10. Neues Parteiprogramm der Grünen für Abtreibung und Gender-Ideologie
  11. China-Dissident behauptet: China hat Vatikan-Schweigen gekauft
  12. „In dieser Stunde der Trauer…“
  13. Washington DC.: Priester angegriffen und verletzt
  14. Benedikt XVI. wird nicht am Begräbnis von Georg Ratzinger teilnehmen!
  15. Anglikanischer Erzbischof: ‚Statuen werden entfernt, Namen geändert’

© 2020 kath.net | Impressum | Datenschutz