Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Erzbischof Gänswein soll Nuntius in Litauen werden!
  2. Der Münchner Pro-Life-Marsch UND was die deutschen Medien verschweigen
  3. Schweiz: Bischof Bonnemain bei Beerdigung von Bischof Huonder
  4. Kardinal Müller: "Sie sind wie die SA!"
  5. Waffen können Frieden schaffen und viele Menschenleben retten!
  6. 'Allahu akbar' - Angriff auf orthodoxen Bischof in Australien - Polizei: Es war ein Terrorakt!
  7. BRAVO! - 6000 Teilnehmer beim Marsch für das Leben in München
  8. Ablehnung von Fiducia supplicans: Afrikas Bischöfe haben ‚für die ganze Kirche’ gesprochen
  9. „Schwärzester Tag für die Frauen in der deutschen Nachkriegsgeschichte“
  10. Großes Interesse an Taylor Swift-Gottesdienst in Heidelberg
  11. Deutsche Bischofskonferenz nimmt Bericht zur reproduktiven Selbstbestimmung „mit großer Sorge“ wahr
  12. Eine kleine Nachbetrachtung zu einer Konferenz in Brüssel
  13. Mehrheit der Deutschen fürchtet Islamisierung Europas
  14. Meloni: Leihmutterschaft ist ,unmenschliche Praxis‘
  15. 'Politische Einseitigkeit ist dem Gebetshaus fremd'

'Artikel ist trauriges Beispiel für tendenziöse Berichterstattung'

25. November 2014 in Deutschland, 3 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Starke Kritik an der Berichterstattung über die Kundgebung gegen die Abtreibungsklinik Stapf in Stuttgart äußerte eine Juristin der CDL (Christdemokraten für das Leben) in ihrem Brief an den Chefredakteur der „Stuttgarter Zeitung“


Stuttgart (kath.net)
Eine Juristin der CDL (Christdemokraten für das Leben) hat in einem Brief an die "Stuttgarter Zeitung" scharfe Kritik an der Berichterstattung der Stuttgarter Zeitung im Zusammenhang mit einer Demonstration gegen eine Abtreibungsklinik geübt. Friederike Hoffmann-Klein, Europarechtsexpertin der „Christdemokraten für das Leben“ (CDL) kritisierte den Bericht als ein „trauriges Beispiel einer tendenziösen Berichterstattung“. „Zahlreiche Formulierungen dieses Artikels lassen die gebotene journalistische Objektivität und Fairness vermissen. Das beginnt bereits bei der Beschreibung der Demonstranten als ‚radikale Abtreibungsgegner‘. Ohne das Adjektiv ‚radikal‘ kann man Abtreibungsgegner offenbar nicht mehr nennen. Tatsächlich waren die einzig Radikalen unsere Gegendemonstranten. Ihnen ging es nicht um eine sachliche Auseinandersetzung, sondern allein darum, unsere Meinungsäußerung durch Lautstärke und Aggressivität unmöglich zu machen“, schreibt Hoffmann-Klein und verweist darauf, dass die einzig Radikalen die (nicht angemeldeten) Gegendemonstranten gewesen seien.


„Tatsächlich waren die einzig Radikalen unsere Gegendemonstranten. Ihnen ging es nicht um eine sachliche Auseinandersetzung, sondern allein darum, unsere Meinungsäußerung durch Lautstärke und Aggressivität unmöglich zu machen“. Auch sei die die Formulierung im Lead des Artikels: „…stießen sie jetzt auf laute Gegenwehr“ alles andere als neutral gewesen, denn es werde damit suggeriert, dass die Meinungsäußerung gegen Abtreibung etwas sei, wogegen man sich (redlicherweise) zur Wehr setzen müsse. „Mit keinem Wort“ werde allerdings erwähnt, „dass die Gegendemonstration nicht angemeldet war und daher rechtmäßiger Weise hätte aufgelöst werden können. Das Verhalten der Teilnehmer der Gegendemonstration ist nicht eine berechtigte Gegenwehr, wie es in Ihrem Artikel dargestellt wird, sondern ein nach § 21 Versammlungsgesetz strafbewehrtes Verhalten.“

Hoffmann-Klein machte außerdem deutlich: „Wir, die Demonstranten, haben kein anderes Mittel benutzt als friedlich für unser Anliegen einzutreten und darauf aufmerksam zu machen, dass in unserem Land nach offiziellen statistischen Angaben jährlich mehr als 100.000 Kinder durch Abtreibung den Tod finden. Die überwiegende Zahl dieser Tötungen wird aus Steuergeldern finanziert. Es handelt sich also keineswegs um ein privates Anliegen, sondern um eine Aktion von öffentlichem Interesse.“

Die Juristin kritisierte „die unfaire Berichterstattung, die in dem Artikel zum Ausdruck kommt“. Diese wiege „umso schwerer, als das Bundesverfassungsgericht in seinem Urteil vom 28.5.1993 gerade die Medien besonders in die Pflicht genommen. Das Bundesverfassungsgericht schreibt: ‚Der Schutzauftrag verpflichtet den Staat schließlich auch, den rechtlichen Schutzanspruch des ungeborenen Lebens im allgemeinen Bewußtsein zu erhalten und zu beleben. Deshalb müssen die Organe des Staates in Bund und Ländern erkennbar für den Schutz des Lebens eintreten. Das betrifft auch und gerade die Lehrpläne der Schulen. Öffentliche Einrichtungen, die Aufklärung in gesundheitlichen Fragen, Familienberatung oder Sexualaufklärung betreiben, haben allgemein den Willen zum Schutz des ungeborenen Lebens zu stärken; dies gilt insbesondere für die in Art. 1 § 1 SFHG vorgesehene Aufklärung. Öffentlich-rechtlicher wie privater Rundfunk sind bei Ausübung ihrer Rundfunkfreiheit (Art. 5 Abs. 1 GG) der Würde des Menschen verpflichtet […]; ihr Programm hat daher auch teil an der Schutzaufgabe gegenüber dem ungeborenen Leben.‘“

Das CDL-Mitglied äußerte abschließend, dass sie „für eine künftig ausgewogenere Berichterstattung zum Thema Abtreibung dankbar“ wäre.


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

 friederschaefer 28. November 2014 
 

Typisch

ist ja diese einseitige Berichterstattung. Man vergleiche die Gegendemos gegen die "Demo für alle" zuletzt in Hannover. Vorher in Stuttgart.

Ein Kulturkampf herrscht in unserem Land. Dagegen war der zu Bismarcks Zeiten bestenfalls ein kleiner Vorgeschmack.

Doch wir Katholiken schlafen tief und fest nach dem Motto: Den Seinen gibt es der Herr im Schlaf. Immerhin sind schon einige aufgewacht. Franziskus hilft nach Kräften, dass wir aufwachen.


0
 
 mirjamvonabelin 25. November 2014 
 

Super

das sich Juristen zu Wort melden.
Wir werden sie mit Gebet unterstützen.


1
 
 Jaii der Herr 25. November 2014 
 

Müsste/Könnte man nicht Angesicht des Urteils des Bundesverfassungsgerichts Beschwerde gegen die Regierung/Bildunspläne/Medien etc. einreichen?
Von einer Schutzaufgabe für ungeborenes Leben merke ich da überhaupt nichts mehr.


2
 

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Medien

  1. 'Nur mehr Elon Musk steht dem Totalitarismus im Weg'
  2. Mitarbeiter von ARD und ZDF wollen mehr Meinungsvielfalt
  3. Open Democracy hackt E-Mails europäischer Lebensschützer und Pro-Familienorganisationen
  4. Die Rolle der Medien für die Kultur der Freiheit
  5. Demokratische Politiker wollen Inhalte von Lebensschützern von sozialen Medien verbannen
  6. New Mexico klagt Meta, Mark Zuckerberg wegen Ermöglichung der sexuellen Ausbeutung von Kindern
  7. Kampf um Meinungsfreiheit - Elon Musks X klagt Linksgruppierung wegen Verleumdung
  8. Neue Plattform 'Threads' von Mark Zuckerberg zensuriert konservative Meldungen
  9. Dokumentation ‚What is a Woman?’ hat mehr als 165 Millionen Aufrufe auf Twitter
  10. Franklin Graham warnt christliche Medien vor kommendem Sturm







Top-15

meist-gelesen

  1. Erzbischof Gänswein soll Nuntius in Litauen werden!
  2. 'Allahu akbar' - Angriff auf orthodoxen Bischof in Australien - Polizei: Es war ein Terrorakt!
  3. Kardinal Müller: "Sie sind wie die SA!"
  4. BRAVO! - 6000 Teilnehmer beim Marsch für das Leben in München
  5. 'Politische Einseitigkeit ist dem Gebetshaus fremd'
  6. Heiligenkreuz: Gänswein und Koch für Wiederentdeckung des Priestertums
  7. Schweiz: Bischof Bonnemain bei Beerdigung von Bischof Huonder
  8. Der Münchner Pro-Life-Marsch UND was die deutschen Medien verschweigen
  9. Eine kleine Nachbetrachtung zu einer Konferenz in Brüssel
  10. „Schwärzester Tag für die Frauen in der deutschen Nachkriegsgeschichte“
  11. Der Teufel sitzt im Detail
  12. Ablehnung von Fiducia supplicans: Afrikas Bischöfe haben ‚für die ganze Kirche’ gesprochen
  13. Frankreich: „Inzwischen bedeutet Katholizismus, seinen Glauben erklären zu können“
  14. Das Mediennetzwerk Pontifex, gegründet 2005 als "Generation Benedikt", beendet seine Tätigkeit
  15. ,Mach dir keine Sorgen, Mama – Gott wird mich heilen!‘

© 2024 kath.net | Impressum | Datenschutz