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Abtreibungsabstimmung ist 'eine Schande für das Europaparlament'

12. März 2015 in Aktuelles, 13 Lesermeinungen
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Arne Gericke, Europaabgeordneter der Familien-Partei: „Abtreibung kann niemals ein Menschenrecht sein. Im Gegenteil – wer das fordert, verletzt Menschenrechte auf unerträgliche Art und Weise“. Nächster Angriff droht bereits im „Noichl-Bericht“.


Straßburg (kath.net/pm) „Abtreibung kann niemals ein Menschenrecht sein. Im Gegenteil – wer das fordert, verletzt Menschenrechte auf unerträgliche Art und Weise“, so der Europaabgeordnete Arne Gericke (Familien-Partei) zur Abstimmung über den Tarabella-Bericht im Straßburger Plenum: „Diese namentliche Abstimmung ist eine Schande für das Europaparlament“, so der Abgeordnete. Er selbst habe gegen den Bericht gestimmt – und begrüßt, dass es – mit auf seine fraktionsübergreifende Initiative hin – zumindest gelungen sei, klar die „subsidiäre Nichtzuständigkeit“ der EU-Ebene für das Thema Abtreibung zu betonen. Dennoch sei „der nächste linksliberale Sturm“ bereits im Aufzug: Der nicht-gesetzgebende Initiativbericht der bayerischen SPD-Abgeordneten Maria Noichl zur Strategie der Gleichstellung der Geschlechter nach 2015.


„Sie hat eins zu eins das unerträgliche wording der linken Lebensfeinde übernommen“. Als zuständiger Berichterstatter seiner Fraktion im Sozialausschuss arbeitet Gericke deshalb schon heute an „einer starken, fraktionsübergreifenden Koalition der Familien- und Lebensfreunde, um die entsprechenden Passagen zu streichen oder abzuändern. Gemeinsam sind wir bereit, den immer gleichen Verbalattacken der Linken im Plenum Paroli zu bieten.“ Aus den Fehlern des Tarabella-Berichts müsse man dabei lernen: „In dieser wichtigen Angelegenheit können wir uns keine Fraktionsscheuklappen und politische Eitelkeiten leisten.“ Als Vertreter einer kleinen Partei sieht Gericke sich auch hier in der Vermittlerrolle: „Mir geht es darum, schon im Ausschuss Mehrheiten im bürgerlichen Lager zu finden – und nicht darum, wie groß im Ende gegebenenfalls mein Name auf den Änderungsanträgen steht.“

Gericke ist sich sicher: „Eine knappe Mehrheit für diese Anträge können wir erreichen, wenn die Fraktionen kooperieren.“ Er habe bereits bei der Abstimmung im Frauenausschuss Ende Januar gegen die entsprechenden Passagen in Tarabellas Bericht gestimmt und eigene Änderungsanträge formuliert. Leider, so der Rostocker Europaabgeordnete, ist es den zuständigen Berichterstatterinnen damals nicht gelungen, fraktionsübergreifende Mehrheiten dagegen zu organisieren. Selbst seitens der EVP hätten zahlreiche Abgeordnete, auch aus CDU und CSU, für Tarabellas Abtreibungs-Artikel gestimmt.

Konsequent, so Gericke, müsse man der bereits im Dezember 2013 beim sogenannten „Estrela-Bericht“ erfolgreich durchgesetzten Linie folgen: „Subsidiarität achten – Europa hat überhaupt kein Recht über Abtreibung zu entscheiden. Eine solche Position ist mehrheitsfähig.“ Damit, so Gericke, „nehmen wir all den ideologischen Angriffsstürmen der Linken den Wind aus den Segeln.“

Und auch in Hinblick auf den Noichl-Bericht hofft der Europaabgeordnete nun auf starke öffentliche Unterstützung für die fraktionsübergreifende Initiative: „Wir brauchen jetzt Bürger, Verbände und Kirchen, die den Abgeordneten klar sagen: Unterstützt die Änderungsanträge der EKR und der EVP – zeigt den lebensfeindlichen Ideologen im Europaparlament die rote Karte!“

Foto Europaparlament (c) kath.net/Petra Lorleberg


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Lesermeinungen

 Reichert 12. März 2015 
 

Schlegeli

Wenn der Tierschutz bzw.Naturschutz zur
Ersatzreligion mutiert, geht man auch über
Leichen. Aber ist es eigentlich nicht
eine himmelschreiende Schande, daß unsere
Bischöfe nur kurz zuvor noch versammelt
waren und diese grundlegende Veränderung
des Rechtsempfindens nach meinem Wissen
nicht öffentlich angeprangert haben, aber ein Bischof Overbeck der katholi-
schen Kirche mainstreamkonform noch vor
nicht allzu langer Zeit Versagen
im Dritten Reich vorgeworfen hat? Solange die Oberhirten mehr Angst vor
der Welt als vor Gott haben, wird der
Niedergang in der Gesellschaft und in
der Kirche wie eine herabstürzende La-
wine immer mehr Werte als obsolet erklä-
ren. Augustinus sagte einst:Die Zeit sind wir!!! Wann endlich erkennen wir,
daß wir immer mehr zum Werkzeug des
Durcheinanderbringers geworden sind an-
statt alles in unserem Leben zur größe-
ren Ehre Gottes zu tun?


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0
 
 Schlegeli 12. März 2015 
 

Zu "guter" Letzt

Liebe Mitchristen,

Der ursprünglich für die Tierschutzpartei gewählte Vertreter, er ist mittlerweile ausgetreten, hat für die Kultur des Todes gestimmt. Perverser geht es fast nicht mehr.

Herzliche Grüße


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 Schlegeli 12. März 2015 
 

Korrektur bzw. Ergänzung

Liebe Mitchristen,

Frau von Storch hat nachträglich ihre Entscheidung zugunsten des Lebens korrigiert, es war wohl ein Versehen :-) Also auch alle AfD Mitglieder sind auf der Seite des Lebens. Von der FDP gibt es zu vermelden, dass der Neffe des frühreren Bundesministers Otto Graf Lamdsdorff auch dagegen gestimmt hat, die beiden anderen Mitglieder sich enthalten haben.

Alle Linken, Grünen, ESPEDELER sowie - man höre und staune - auch die Vertreterin der Freien Wähler sich für eine Kultur des Todes entschieden haben. Die Vertreterin der Piraten hat natürlich für die Kultur des Todes gestimmt, wie sollte es anders sein, Piraten gehen nun mal über Leichen.

Herzliche Grüße


3

0
 
 Schlegeli 12. März 2015 
 

Hier ist das Abstimmungsverhalten

Liebe Mitchristen,

Die Gesamtabstimmung über den “Gleichstellungsbericht” hier ist hier auf Seite 82f. einzusehen.

Herr Gericke (Familienpartei) sowie sechs von sieben Afd Mitgliedern, Herr Vogt (NPD), alle fünf Abgenordneten der CSU, Herr Buchner (ÖDP), Herr Sonneborn (Die Partei), alle anwesenden Mitglieder der CDU (der Name von Frau Verheyen fehlt in der Liste) haben gegen dieses verbrecherische Anliegen gestimmt! WARUM FRAU VON STORCH DAFÜR GESTIMMT HAT, VERMAG ICH NICHT LETZTENDLICH ERKLÄREN. Vielleicht sah sie sich gezwungen, nun dafür zu stimmen, nachdem ihr Änderungsantrag in eben diese Beschlussvorlage eingegangen ist

http://www.europarl.europa.eu/sides/getDoc.do?pubRef=-%2f%2fEP%2f%2fNONSGML%2bPV%2b20150310%2bRES-RCV%2bDOC%2bPDF%2bV0%2f%2fDE&language=DE

Herzliche Grüße


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 Sehnsucht 12. März 2015 

Nur Mut!

@Pamir
Die Aufforderung "Nur Mut" möchte ich gerne noch erweitern. Am mutigsten sind alle die Frauen, die zu ihrem Kind stehen. Die es annehmen in Liebe, obwohl oft die wirtschaftliche Lage nicht so gut ist, obwohl Druck von vielen Seiten ausgeübt wird. Druck von Nahestehenden, vom Arbeitgeber, von der Gesellschaft. Heute kann man doch ...sein Leben planen, heisst es. Karriere und dann, später, vielleicht noch ein Kind. Diesem Druck stand zu halten, das kostet. Wirklich ein oder mehrere Kinder großziehen, das kostet. Als Mutter weiß ich das. Und ich weiß auch, dass Gottvertrauen reichlich belohnt wird und Kinder ein Segen sind. Nur Mut! Danke an alle, die so mutig sind Eltern zu sein bzw. zu werden . Zeigt allen, daß Familie schön ist, sinnvoll ist, Lebensfreude.


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 Kaiser Karl 12. März 2015 
 

eine Riesenschande

Wo sind nur unsere Hirten? Wo sind ist die DBK? Es gibt keine Aufschrei und keine Empörung!!!! Diese himmelschreiende Sünde wird von unserer Kleriker einfach geduldet oder vielleicht sogar akzeptiert.
Wie weit ist es gekommen, dass unsere "Hirten" diese Morde nicht vehement in der Öffentlichkeit als Totsünde verurteilen. Es ist nicht nur eine Schande für das Europaparlament sondern ebenfalls eine Riesenschande für die katholische Kirche.


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 tünnes 12. März 2015 
 

Was sagt denn die Deutsche Bischofskonferenz dazu?


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 Maxim 12. März 2015 
 

thomasunglaublich

Waren Sie schon einmal auf einer Demonstration für das Leben,
z.B. 1000 Kreuze für das Leben?
Standen Sie schon vor einer Abtreibungsklinik, vielleicht sogar sichtlich im Gebet?
Schreiben sie auch in Leserbriefen für das Leben?
Haben Sie schon an Bischöfe geschrieben?
Bei der letzten Demo in München "Jugend für das Leben" waren wir 250!
Die vollen Einsatz zeigten, waren die Gegendemonstranten, die 1,5 Stunden nur brüllten.
Verbreiten Sie Schriften der Lebensrechtsorganisationen. Werben Sie dafür? Ein Brief im kath.net ist unproblematisch.
Also nur Mut!


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 girsberg74 12. März 2015 
 

Wo finden wir die Namen

der CDU- und CSU-Abgeordneten, die dem Tarabella-Bericht zugestimmt haben; generell: wo finden wir alle Namen der Beteiligten an der Abstimmung und ihr Stimmverhalten?


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 ottokar 12. März 2015 
 

Sünde, weil Europäisches Grundrecht? Wie soll das unsere zukünftige Generation noch verstehen? Bald kommen dazu Beseitigung "unwürdigen" Lebens, wie demente oder unheilbar Kranke,Missgebildete. Alles schon einmal da gewesen.Nur die Vorzeichen haben sich geändert.


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 ottokar 12. März 2015 
 

Sünde?

Wenn von nun an Abtreibung, also Töten eines Menschen im Mutterleib, Europäisches Menschenrecht ist, wie soll man dann unserer jungen oder nachfolgenden Generation noch erklären, dass Abtreibung eine schwere Sünde ist? Der Teufel hat wiedereinmal ein böses Spiel mit den Menschen gewonnen. Ein weiterer Sieg des Bösen ist die vom deutschen Bundestag beschlossene rezeptfreie Freigabe der "Pille danach". Bald aber kommen "nicht mehr lebenswertes Leben" von geistig Behinderten,von schwerkranken Alten oder nicht heilbaren, nur die Krankenkassen sinnlos belastenden Menschen dazu.Ein absehbarer , vom Glauben losgelöster,teuflischer Kreislauf, der die Menscheit ins Verderben führt.


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 priska 12. März 2015 
 

In was für einer Welt leben wir eigentlich, wo wehrlose Menschen umgebracht werden. Und dieses Morden zu einen Menschenrecht eingeführt wird! Da kann ich nur sagen, "Herr vergib ihnen den sie wissen nicht was sie tun."


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 thomasunglaublich 12. März 2015 
 

Stimmt schon - aber ...

Es stimmt alles was in dem Artikel gesagt wurde. Nur - wo sind denn die Lebensrechtler in unserem Land geblieben? Man hört und sieht wenig von ihnen.

Viel - auch große - Lebensrechtsorganisationen schaffen es gerade mal in ihren Mitgliederzeitschriften die brennenden Themen anzusprechen. Es entsteht aber keine oder kaum öffentliche Wirkung.

Die Mitglieder sollten genauer hinschauen, ob die Verantwortlichen ihren Auftrag erfüllen oder sich nur nach innen selbst darstellen.

Der letzte Absatz im Artikel ist ein dringender Aufruf eines Politikers, auch und gerade an die Lebensrechtler. Hier wird sich aber nur etwas ändern, wenn die Mitglieder der Lebensrechtsorganisationen endlich ihre Vorstände in die Pflicht nehmen wirksamere Öffentlichkeitsarbeit zu machen.


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