Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Nach Berliner Stromausfall: „Herr Erzbischof Koch, wir warten auf Ihre Stellungnahme“
  2. Rechtsanwalt Steinhöfel: Maduro war ohne legales Amt, hatte keine völkerrechtliche Immunität mehr
  3. Katholik kritisiert „Schleimjesus“-Fernsehgottesdient mit direktem Brief an verantwortlichen Pfarrer
  4. Kard. Woelki: „Bin überzeugt, dass ‚Evangelisierung‘ das zentrale Thema von Leos Pontifikats wird“
  5. THESE: "Die Theologie der letzten Jahrzehnte hat versagt!"
  6. Santo Subito: Historiker Hesemann plädiert für schnelle Seligsprechung Benedikts XVI.
  7. Unter den kroatischen Katholiken wächst Grundsatzkritik
  8. Menschenrecht auf Abtreibung?
  9. „Nicht nur Israels Kampf… es ist der Kampf unserer gemeinsamen jüdisch-christlichen Zivilisation“
  10. Kardinäle votieren für Themen in der Linie von Papst Franziskus
  11. Der Stern stört Jerusalem. Epiphanie und die Ruhe der Gewöhnten
  12. So fühlt sich Nachhausekommen an
  13. Gegen Agenden und Aktivismus: das Kardinalskollegium hält inne
  14. „Die Ursache der Kirchenkrise und ihre Überwindung“
  15. „In seinem Pontifikat war Benedikt XVI. einer der größten Theologen auf der Cathedra Petri“

Vatikanist: ‚Deutsche Bischöfe spannen den Wagen vor das Pferd’

8. Mai 2015 in Deutschland, 39 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Die deutsche Bischofskonferenz orientiert sich in der Antwort auf den Fragebogen zur Familiensynode im Oktober 2015 an der bereits weitgehend geübten Praxis bezüglich wiederverheirateten Geschiedenen und Homosexuellen, schreibt Sandro Magister.


Rom (kath.net/jg)
Die Antwort der Deutschen Bischofskonferenz auf den Fragebogen für die Bischofssynode 2015 spiegelt die bereits weitgehend geübte Praxis wieder: Kommunion für zivilrechtlich geschiedene Wiederverheiratete, Toleranz für Zweitehen, Anerkennung homosexueller Partnerschaften. Das schreibt der italienische Vatikanist Sandro Magister auf seinem Blog.

Bereits im Februar 2015 hatte Kardinal Reinhard Marx, der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz (DBK), mit der Aussage aufhorchen lassen, die deutschen Bistümer seien „keine Filialen von Rom“. kath.net hat berichtet.

Diese Position wird nun bekräftigt. Auf die Frage, was getan werden könne, „um auf der Ebene der Ortskirche gemeinsame pastorale Richtlinien zu fördern“ lautet die Stellungnahme der DBK: „Ein Teil der Antworten befürwortet mit Verweis auf soziale und kulturelle Unterschiede regionale Vereinbarungen zu pastoralen Richtlinien auf Ebene der Ortskirchen. Grundlage könnten auch diözesane Gesprächsprozesse zum Thema Ehe und Familie sein, deren Ergebnisse dann mit anderen Teilkirchen diskutiert würden. Voraussetzung hierfür sei die Dialogfähigkeit aller Beteiligten.“ (Frage 36)


Angesichts der bereits geübten Praxis sei deutlich, was hier gemeint sei, schreibt Magister. In beinahe allen Diözesen Deutschlands würden geschiedene Wiederverheiratete die sakramentale Lossprechung und die Eucharistie erhalten. Dies sei bereits in einem Dokument der DBK vom 24. November 2014 zum Ausdruck gekommen. Im Dokument „Theologisch verantwortbare und pastoral angemessene Wege zur Begleitung wiederverheirateter Geschiedener“ haben die deutschen Bischöfe damals angeregt, zivil Wiederverheiratete unter bestimmten Voraussetzungen zur Beichte und zur Kommunion zuzulassen.

Das Dokument sei nicht nur in deutscher, sondern auch in englischer, italienischer, französischer und spanischer Sprache auf der Internetseite der DBK abrufbar. Dies sei ein Indiz für einen über den deutschen Sprachraum hinausgehenden Adressatenkreis, schreibt Magister. In gleicher Weise sei die Antwort der DBK auf den Fragebogen zur Bischofssynode 2015 mehrsprachig veröffentlicht worden.

Im letztgenannten Dokument unterstütze die DBK – nachdem sie das „Volk Gottes“ befragt habe – nicht nur die Zulassung wiederverheirateter Geschiedener zur Beichte und Kommunion, sondern bringen auch ihre Hoffnung zum Ausdruck, die Kirche möge eine zweite zivilrechtliche Ehe segnen, dass die Eucharistie auch nichtkatholischen Ehepartnern von Katholiken gespendet werde und homosexuelle Beziehungen und Partnerschaften gewürdigt werden, wenn bestimmte Werte gelebt würden.

An anderer Stelle würden die deutschen Bischöfe schreiben, sie wollten die Lehre der Gesamtkirche nicht in Frage stellen, fährt Magister fort. Sie würden aber nicht erklären, wie sie diese Lehre mit den pastoralen Praktiken, die sie in Deutschland bereits eingeführt hätten, in Einklang bringen wollten, kritisiert der Vatikanist.

Nach Ansicht von Gerhard Kardinal Müller, dem Präfekten der Glaubenskongregation, sei eine Übereinstimmung unmöglich. Die Vorstellung, eine Bischofskonferenz könne ein Lehramt unabhängig vom gesamtkirchlichen Lehramt, ohne Gemeinschaft mit dem Papst und der Gemeinschaft der Bischöfe etablieren, sei eine antikatholische Idee, zitiert Magister den deutschen Kurienkardinal.


Link zur Antwort der deutschen Bischofskonferenz auf den Fragebogen für die XIV. Ordentliche Generalversammlung der Bischofssynode 2015 (siehe insbesondere die Antworten zu den Fragen 36 – 40):
Berufung und Sendung der Familie in Kirche und Welt von heute



Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Bischofssynode

  1. Kardinal Fernandez, Präfekt des Glaubensdikasteriums: „Synodalität: Warum nein und warum ja?“
  2. Synodenrat gibt Auftrag für allgemeine Kirchenversammlung 2028
  3. Das Schweigen der Synode zum Alten Ritus
  4. Bischof Barron in ‚offenem Widerspruch’ zum Abschlussbericht der Synode über die Synodalität
  5. Erzbischof Fisher/Sydney: Nicht alles dem Heiligen Geist zuschreiben
  6. ‚Verwirrt und verwirrend’ – Kardinal Zen äußert Bedenken zur laufenden Bischofssynode
  7. Mexikanischer ‚Dubia’-Kardinal: Synode hat keine lehramtliche Autorität
  8. Kardinal Zen befürchtet Manipulation der Synode über die Synodalität
  9. Bischof Bonnemain: Sexualmoral ‚kann und muss ... vertieft und weiterentwickelt werden’
  10. Bischof Bonnemain lässt die 'Schweizer Katze' aus dem Sack






Top-15

meist-gelesen

  1. Weihnachtsspende für kath.net - Wir brauchen JETZT Ihre HILFE!
  2. ISLAND-REISE - SOMMER 2026 - Eine Reise, die Sie nie vergessen werden!
  3. „Die Ursache der Kirchenkrise und ihre Überwindung“
  4. Kard. Woelki: „Bin überzeugt, dass ‚Evangelisierung‘ das zentrale Thema von Leos Pontifikats wird“
  5. Unter den kroatischen Katholiken wächst Grundsatzkritik
  6. „In seinem Pontifikat war Benedikt XVI. einer der größten Theologen auf der Cathedra Petri“
  7. "Beten wir gemeinsam für die kommende Welle!"
  8. Oktober 2026 - Kommen Sie mit nach SIZILIEN mit Kaplan Johannes Maria Schwarz!
  9. Überlebende der Brandkatastrophe in Crans-Montana: „Möchte Gott danken, dass er mich gerettet hat“
  10. Nach Berliner Stromausfall: „Herr Erzbischof Koch, wir warten auf Ihre Stellungnahme“
  11. Kardinäle votieren für Themen in der Linie von Papst Franziskus
  12. Katholik kritisiert „Schleimjesus“-Fernsehgottesdient mit direktem Brief an verantwortlichen Pfarrer
  13. "Der Herr ist wirklich in diesen Gestalten von Brot und Wein gegenwärtig"
  14. Ein Frühstück für den Verleugner
  15. Santo Subito: Historiker Hesemann plädiert für schnelle Seligsprechung Benedikts XVI.

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz