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Die Weite des Erbarmens Gottes

14. Dezember 2015 in Aktuelles, 23 Lesermeinungen
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Franziskus in Santa Marta: die Hoffnung lässt die Schönheit Gottes und seine Barmherzigkeit sehen. Das Übel der verschlossenen, sklavischen, klerikalen Rigidität ohne Horizonte der Hoffnung. Von Armin Schwibach


Rom (kath.net/as) Die erste Lesung vom Tag aus dem Buch Numeri (Num 24,2-7.15-17a) bildete den Ausgangspunkt für die Predigt von Papst Franziskus bei der heiligen Messe in der Kapelle des vatikanischen Gästehauses „Domus Sanctae Marthae“ am Montag der 3. Woche im Advent. Der Prophet Bileam wird von einem König beauftragt, Israel zu verfluchen. Bileam, so der Papst, „hatte seine Fehler, ja sogar Sünden. Denn wir alle sind Sünder. Doch erschreckt nicht, Gott ist größer als unsere Sünden“.

Auf seinem Weg begegne Bileam dem Engel des Herrn und ändere sein Herz. Er ändere nicht seine „Partei“, sondern gehe vom Irrtum zur Wahrheit über und sage, was er sehe: das Volk Gottes wohne in seinen Zelten mitten in der Wüste und er „sieht – jenseits der Wüste – die Fruchtbarkeit, die Schönheit, den Sieg“. Bileam habe sein Herz geöffnet, er sei umgekehrt und vermöge es so, in die Ferne zu blicken, die Wahrheit zu sehen, denn mit gutem Willen könne die Wahrheit immer erkannt werden: „Es ist dies eine Wahrheit, die Hoffnung schenkt“.

Die Hoffnung „ist diese christliche Tugend, die wir als ein großes Geschenk des Herrn haben und die uns in die Ferne blicken lässt, über die Probleme, die Schmerzen, die Schwierigkeiten, über unsere Sünden hinaus“. Die Hoffnung lasse uns die Schönheit Gottes sehen:


„Wenn ich mit einem Menschen zusammen bin, der diese Tugend der Hoffnung hat und sich in einem unschönen Moment seines Lebens befindet – sei es eine Krankheit oder Sorgen um einen Sohn oder um eine Tochter oder um irgendeinen aus der Familie –, er aber diese Tugend besitzt, so hat er mitten im Schmerz ein durchdringendes Auge, ihm eignet die Freiheit, weiter zu blicken, immer weiter. Und das ist die Hoffnung. Das ist die Prophetie, die uns die Kirche heute schenkt: es bedarf der Frauen und der Männer der Hoffnung, dies auch inmitten aller Probleme. Die Hoffnung öffnet Horizonte, die Hoffnung ist frei, keine Sklavin, sie findet immer einen Platz, um die Situation zu richten“.

Franziskus kommentierte dann das Tagesevangelium (Mt 21,23-27), in dem die Hohenpriester und die Ältesten des Volkes zu Jesus kommen und ihn fragen: „Mit welchem Recht tust du das alles? Wer hat dir dazu die Vollmacht gegeben?“ (V. 23). „Sie haben keine Horizonte“, so der Papst, „es sind dies Männer, die in ihrem Kalkül verschlossen sind, Sklaven der eigenen Rigidität“. Die Heuchelei und die menschlichen Kalküle „verschließen das Herz, sie verschließen die Freiheit“, während die Hoffnung uns leicht mache:

„Wie schön sind doch die Freiheit, der Großmut, die Hoffnung eines Mannes und einer Frau der Kirche. Wie hässlich ist dagegen die Rigidität einer Frau und eines Mannes der Kirche, wie viel Übel richtet sie an, diese klerikale Rigidität, die keine Hoffnung hat. In diesem Jahr der Barmherzigkeit gibt es diese beiden Wege: den Weg dessen, der Hoffnung auf die Barmherzigkeit Gottes hat und weiß, dass Gott Vater ist. Gott vergibt immer und alles. Jenseits der Wüste ist die Umarmung des Vaters, die Vergebung. Und dann gibt es den Weg der anderen, die sich in die eigene Knechtschaft flüchten, in die eigene Rigidität, und nichts von der Barmherzigkeit Gottes wissen. So waren die Gesetzeslehrer, sie hatten studiert, doch ihre Wissenschaft hat sie nicht gerettet“.

Abschließend erzählte der Papst die Geschichte von etwas, das sich im Jahr 1992 in Buenos Aires während einer heiligen Messe für Kranke zugetragen hatte. Dieselbe Geschichte hatte Franziskus bereits in seiner Ansprache vor dem ersten Angelusgebet des Pontifikats am 17. März 2013 erwähnt.

Seit vielen Stunden habe er damals bereits Beichte gehört, als sich ihm eine sehr alte Frau genähert habe, „mit Augen, die jenseits blickten, Augen voller Hoffnung“:

„Und ich habe zu ihr gesagt: ‚Nonna (bei uns sagt man so zu den alten Leuten), Sie wollen beichten?’. Denn ich war dabei, aufzustehen. ‚Ja’. ‚Aber Sie haben doch keine Sünden.’ Und darauf sagte sie zu mir: ‚Pater, wir alle haben Sünden’. ‚Aber vielleicht vergibt sie der Herr nicht’. ‚Gott vergibt alles’, sagte sie mir. Gott vergibt alles. ‚Und woher wissen Sie das?’, fragte ich sie. ‚Wenn Gott nicht alles vergäbe, gäbe es die Welt nicht’. Angesichts dieser beiden Menschen – des freien Menschen voller Hoffnung, was dir die Barmherzigkeit Gottes bringt – und des anderen – des Verschlossenen, des Legalisten, des Egoisten, des Sklaven der eigenen Rigidität – wollen wir uns die Lektion in Erinnerung rufen, die mir diese alte Frau – sie war über achtzig und Portugiesin – gegeben hat: Gott vergibt alles, er wartet nur darauf, dass du näher kommst“.

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Lesermeinungen

 Tonika 15. Dezember 2015 
 

Rigidität oder Konsequenz?

Vieles was Franziskus sagt ist zwar richtig, doch ein wenig eindimensional. Inkonsequent in der praktischen Umsetzung der Lehre zu sein hat nicht zwingend etwas mit Barmherzigkeit oder geistliche Freiheit zu tun, sondern kann eben auch mit Heuchelei zu tun haben. Konsequent zu sein bzw. konsequent zu handeln wird zu oft mit Rigidität gleichgesetzt. Ironischerweise scheint Franziskus Vorstellung von Barmherzigkeit selbst von einer theologischen Rigidität und Starrheit geprägt zu sein. Barmherzigkeit schließt Korrektur des Sünders nicht aus.
Dem Sünder zu sagen, was er hören muss, anstatt das zu sagen, was er hören will ist notwending, wenn man dem Sünder helfen möchte Gott zu erkennen umzukehren. Barmherzigkeit muss immer zusammengehen mit Wahrheit. Barmherzigkeit darf Wahrheit nicht ersetzen oder verdunkeln, sonst wird sie zu Häresie.


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 Antigone 15. Dezember 2015 
 

@placeat tibi

Rechtschreibfehler sind nun ganz gewiss die geringsten Sünden! Es spricht ein gewisser Hochmut aus Ihrem "Bekenntnis", kann man wohl sagen, oder?
Aufrichtigen Dank an carl eugen!


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 Stefan Fleischer 15. Dezember 2015 

Im Übrigen glaube ich

sollen wir uns wieder vermehrt auf das erste und wichtigste Gebot besinnen und es in Wort und Tat verkünden: "Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben von ganzem Herzen. mit ganzer Seele und mit ganzer Kraft." Denn nur aus einer solchen Liebe zu Gott heraus werden wir zu einer in jeder Beziehung wahrhaft christlichen Haltung und zum entsprechenden Reden und handeln fähig.


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 Rolando 15. Dezember 2015 
 

Stefan Fleischer

"Aber leider gibt es auf der anderen Seite auch Menschen (inkl. Kleriker) welche die Barmherzigkeit Gottes dazu missbrauchen, die Sünde an sich zu rechtfertigen", das tat auch Luther, das tun heute viele, da fehlt das Bewusstsein, das Sünde Sünde, (Abkehr von Gott) ist. Eben deswegen Gebet um Sündenbewusstsein, Sündenerkenntnis und wahre Reue.


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 Stefan Fleischer 15. Dezember 2015 

@ Rolando

Ist vielleicht dies das Problem, dass Papst Franziskus Sündenbewusstsein, Sündenerkenntnis und Reue ganz selbstverständlich voraussetzt, was eventuell in Lateinamerika und Afrika noch stimmt, während bei uns all das weitgehend verloren gegangen ist? Natürlich gab und gibt es auch heute noch (nicht nur) Kleriker, die dieses Sündenbewusstsein für ihre Machtspielchen missbrauchen. Aber leider gibt es auf der anderen Seite auch Menschen (inkl. Kleriker) welche die Barmherzigkeit Gottes dazu missbrauchen, die Sünde an sich zu rechtfertigen. Wir müssen wieder mit dem Kreuz Christi zu den Menschen kommen und die Menschen lehren, in ihm die ganze Schwere der Sünde genauso wie die ganze Barmherzigkeit Gottes zu sehen. Dann werden wir den Osterhymnus zu begreifen beginnen, der sagt: "O selige Schuld, die uns einen solchen Erlöser gebracht hat."


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 Rolando 15. Dezember 2015 
 

Sündenbewusstsein, Sündenerkenntnis, Reue

das brauchen wir, darum müssen wir beten, es braucht jeder, es ist leider weitgehendst verlorengegangen, man sieht es an den Diskussionen um Wiederverheiratete Geschiedene, bei Sündenbewusstsein und Erkenntnis löst sich dieses und viele andere Situationen von selbst. Beten wir darum!


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 Glocke 15. Dezember 2015 
 

könnte es sein,

daß beide "Lager" in gewisser Weise recht haben?

Wir alle könnten ohne Hoffnung auf Gottes Barmherzigkeit doch gar nicht leben!

A b e r: Kürzlich hat unser Papst von der "moralischen Keule" gesprochen, die auf Menschen geschleudert würde, während der "Fliegenden Pressekonferenz" nach seiner Afrikareise beklagte er diejenigen, die glaubten die "absolute Wahrheit" zu besitzen - auf letztere Aussage hat Prof. Hoeres in einem Leserbrief der DT mit Unverständnis reagiert.

Ich frage mich manchmal, ob alle diese Aussagen nicht eine Art Vorbereitung sein sollen auf das päpstliche Abschlussdokument zur Synode? Unser Papst scheint doch mit Kard. Kaspers Ansichten zu sympathisieren!

Auch Kard. Sarah ist doch so zu verstehen, daß Barmherzigkeit OHNE Wahrheit nicht möglich ist.

Ich will unseren Hl. Vater achten und ehren, habe aber oft Probleme mit seinen Predigten!

Die 10 Gebote sind doch, genau genommen Gottes Gesetze, also "legalistisch"?

Beten wir f.d. Papst!


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 Alpenglühen 14. Dezember 2015 

@Mysterium Ineffabile; @placeat tibi; @Wüstenstrauch,

"Klerikale Rigidität"? „Legalismus“ =strikte Befolgung des Gesetzes, starres Festhalten an §§§ u. Vorschriften? Ich kann weder Gedanken lesen noch habe ich eine „Kristallkugel“. Aber mir fällt sofort ‚Familiensynode u. Sakramentenempfang‘ ein. Es gibt dazu Stellungnahmen u. a. von Kard. Müller, Kard. Sarah, Kard. Burke, Bf. Oster, die in ihrer wohltuenden Eindeutigkeit nicht zu ignorieren sind. Evtl. sollen diese gemeint sein.
Ja, Gottes Liebe u. Barmherzigkeit ist unbegreiflich, unermeßlich groß! Was auch immer wieder zu betonen ist. Aber sie ist weder einforderbar u. aber eben auch nicht für „lau“ zu haben. Gott ist bereit, uns jederzeit SEINE Liebe u. Barmherzigkeit zu schenken – aber er „wirft sie uns nicht hinterher“. Voraussetzung ist Wille u. Bereitschaft zu Änderung u. Umkehr!, u. sich beschenken zu lassen! Die 5 „B“ gelten für einen jeden von uns! Joh. 8,11c – nicht „mach weiter wie bisher“!


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 Veritasvincit 14. Dezember 2015 

Sünde und Barmherzigkeit - Papst Franziskus und Luther

Ich würde gerne vom Papst einen Kommentar zu Luthers Brief an seinen Mitstreiter Melanchthon hören (geschrieben am 1. August 1521 von der Wartburg aus). Es heisst darin:
"Sei ein Sünder und sündige tapfer, aber noch tapferer glaube und freue Dich in Christus, der Sieger ist über die Sünde, den Tod und die Welt! Wir müssen sündigen, solange wir hier sind... Es genügt uns, daß wir...das Lamm kennen, das der Welt Sünde trägt.Von dem wird uns keine Sünde wegreißen, wenn wir auch tausend- und abertausendmal an einem Tag Ehebruch begingen oder mordeten. Glaubst Du, daß es nur ein kleines Lösegeld für die Erlösung von unseren Sünden war - bei einem solchen und so großen Lamm? Bete kräftig, auch wenn Du ein ganz schlimmer Sünder bist!"


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 Ambrosios 14. Dezember 2015 

@ Carl Eugen

"Wer unter Benedikt XVI. und seinen Vorgängern so frech gesprochen oder geschrieben hätte wie meine Vorkommentatoren, der wäre damals in der Luft zerrissen worden. Heute gehört es zum guten Ton dem Papst von "rechtgläubiger" Seiten eine rein zu würgen wo es nur geht... Papsttreue bedeutet anscheinend, nur so lange wie seine eigene beschränkte Sichtweise bestätigt wird, ist man auch treu."

Sie sprechen mir aus der Seele! Papsttreue nach persönlichem Ermessen - wie bei dem Piusbrudergschwerl - scheint unter angeblich lehramtstreuen Katholiken umzugreifen.


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 placeat tibi 14. Dezember 2015 
 

Meine Rechtschreibfehler im letzten Post sollen aber dennoch noch -adventlich- bedauert und mögen -barmherzig- vergeben sein.


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 Wüstenstrauch 14. Dezember 2015 
 

placeat tibi

Wie kommen Sie dazu, Franziskus Schmähungen vorzuwerfen? Er kritisiert Haltungen im Klerus. Hat das nicht Benedikt auch getan? Er macht deutlich, dass die Gefahr, sich von der Botschaft Jesu zu entfernen, auch mitten durch die Kirche geht. Wie viele äußern sich in kath.net mit manchmal bösen Worten über die deutschen Bischöfe. Sind das auch Schmähungen? Und haben Sie übersehen, dass Franziskus nicht müde wird, sich auch selbst als Sünder zu bezeichnen? Was für eine Absicht verfolgen Sie damit, den Papst in ein solch schiefes Licht zu rücken?


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 carl eugen 14. Dezember 2015 

@placeat tibi.

Wenn ich keine Antwort verdiene, warum antworten Sie mir dann? Das ist nicht konsequent!
Ihr Duktus erinnert mich an eine bekannte Schmähseite, deren einziges Ziel ist, den Nachfolger Petri und Stellvertreter Christi möglichst schnell beseitigt zu wissen.
Wollen Sie sich mit solchen Menschen gemein machen? Denken Sie mal darüber nach und gehen Sie in sich!


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 koala11 14. Dezember 2015 
 

Hoffung und Barmherzigkeit anstelle von Mathe-Regeln

Als jemand, der vor mehr als 60 Jahren in der Kirche sozialisiert wurde, mit festen Vorstellungen darüber, wie die Dinge in der Kirche geregelt waren und in der Welt darum zu regeln seien, muss sich erst daran gewöhnen, zu erkennen, wie durchlässig die Grenzen geworden sind, seit Papst Franziskus im Amt ist. Ja, es ist richtig, dass Papst Benedikt ein klarer Zeichner der Theologie war, sozusagen mit dem feinstmöglichen Federstrich gemalte Vorstellungen und Schlüsse, Schwarz und Weiss sorgsam trennend. Dem gegenüber malt Franziskus mit dicken bunten Farbklecksen. Was aber sollte mich dazu bringen, den ersteren als den richtigen und den letzteren als den falschen Deuter des Willen Gottes und des kirchlichen Auftrages anzusehen? Wir wissen, dass die Bibel kein Mathe-Buch ist, wo es nur Richtig oder Falsch gibt. Ich denke, dass wenn Gott es so gewollt hätte, er die Bibel in mathematischen Formeln und nicht in prosaischen Texten übergeben hätte. Mathe=Pharisäertum, Farbkleckse=Leben.


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 Schneerose 14. Dezember 2015 
 

Adventlich? Barmherzig?

@placeat tibi:Schmähung der Gläubigen, der Kirchen? Ja, wann denn? Wenn Papst Franziskus Fehlentwicklungen anprangert, so ist das seine Pflicht. Wenn Sie sich dadurch in den meisten Fällen (95%) geschmäht fühlen, wer kann da was dafür?
@Mysterium Ineffabile: Ihr Ton ist weder adventlich noch barmherzig.
Ja, bitte, Evangelium lesen!


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 placeat tibi 14. Dezember 2015 
 

@carl eugen

Nehmen Sie einfach das Faktum zur Kenntnis, daß kaum eine Papstpredigt ohne konkretisierte Schmähung von Klerikern, Laien und der Una Sancta auskommt, also eine Tatsache.

Schließe mich @Mysterium I. erneut wegen der berechtigten und naheliegenden Fragen und auch bzgl. Ihres Duktus an, Sie verdienen keine Antwort.

Wünsche Ihnen mit @Argus eine weiterhin gute Nacht!


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 Mysterium Ineffabile 14. Dezember 2015 

@carl eugen

Nun, ich achte nicht auf Ihren Ton, er interessiert mich nicht und ich habe besseres zu tun.

Die Frage bleibt: wo ist heutzutage eine "klerikale Rigidität" festzustellen? Wie soll diese angeblich zum Ausdruck?. Was soll heute Legalismus sein?


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 Stefan Fleischer 14. Dezember 2015 

@ Wüstenstrauch

Ja, man muss das Evangelium lesen. Dann wird man auch richtig verstehen, was unsere Heiliger Vater mit solchen Aussagen meint, und was er sicher nicht sagen will. Ein solches Verständnis ist nicht immer leicht, nicht zuletzt weil wir immer noch an die theologische und dogmatische Klarheit von Papst Benedikt gewohnt sind. Papst Franziskus jedoch spricht, gerade in seinen Predigten, eine primär pastorale Sprache welche zudem - wenn man das so sagen darf - in einem südamerikanischen Dialekt.


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 argus 14. Dezember 2015 
 

Da wendet sich der Gast mit Grausen

@carl eugen :Was Sie den von Ihnen als "Vorkommendatoren" betitelten beiden Menschen unterstellen und Sie noch abkanzeln ,dass man sich fragen muss was Sie unter Liebe und Barmherzigkeit verstehen?.Wenn das Christentum ist, dann gute Nacht.


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 Wüstenstrauch 14. Dezember 2015 
 

Evangelium lesen

Man muss einfach das Evangelium mit offenem Herzen lesen, dann begreift man, was der Heilige Vater völlig zurecht aufgreift. Die Barmherzigkeit Gottes ist provozierend und oft genug für menschliche Maßstäbe ärgerlich. Ich bin Papst Franziskus dankbar, dass er diese unbegreifliche Liebe Gottes immer wieder in den Mittelpunkt rückt.


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 carl eugen 14. Dezember 2015 

Wer unter Benedikt XVI. und seinen Vorgängern...

...so frech gesprochen oder geschrieben hätte wie meine Vorkommentatoren, der wäre damals in der Luft zerrissen worden. Heute gehört es zum guten Ton dem Papst von "rechtgläubiger" Seiten eine rein zu würgen wo es nur geht. Ich schäme mich für solche Leute! Da fragt man sich doch, ob die Liebe zu den Vorgängern auch nur geheuchelt war? Denn wer so beleidigend über einen regierenden Papst schreibt, dem spreche ich ab auch davor papsttreu gewesen zu sein. Papsttreue bedeutet anscheinend, nur so lange wie seine eigene beschränkte Sichtweise bestätigt wird, ist man auch treu. Armer Vater Benedikt. Solche "Bewunderer" hat dieser grosse Mann der Kirche nicht verdient!


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 placeat tibi 14. Dezember 2015 
 

@Mysterium ineffabile

Ja, mich auch.

Desweiteren, ob es die Predigten dieses Pontifikats, die ohne kryptische Klerus- Gläubigen- oder Kirchenschmähung auskommen über die 5%-Marke schaffen.


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 Mysterium Ineffabile 14. Dezember 2015 

Tja,

Mich würde wirklich interessieren, wo heutzutage eine "klerikale Rigidität" festzustellen ist. Wie diese angeblich zum Ausdruck kommen. Was Legalismus sein soll.


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