Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Bekommt Deutschland ein Wahrheitsministerium?
  2. Psycho-Tests für Schweizer Priester
  3. Breite Rezeption für eine vermeintlich gescheiterte Theologie
  4. Werden Sie Schutzengerl für kath.net für 2025 und 2026!
  5. 2024 mehr Austritte bei den landeskirchlichen Protestanten als bei den Katholiken
  6. Teufelsanrufung in der 2. Bundesliga?
  7. Theologieprofessor Bortkiewicz: „Der Arzt beschloss, den Fötus – also mich – in Stücke zu schneiden“
  8. Die Vernunft des Glaubens – Zum 20. Todestag des heiligen Johannes Paul II.
  9. „Du musst tun, was Priester tun. Du musst die Messe feiern, Beichten hören und Anbetung halten“
  10. Hilfe! Mein Kind tut sich so schwer mit dem Lernen!
  11. 'Egal was kommt, wir haben Handlungsoptionen!'
  12. Lambrecht fordert: Lebensschutz in der neuen Koalition verbessern, trotz anderslautender SPD-Wünsche
  13. Trauriger Rekord: Fast 10.000 Euthanasietote in den Niederlanden im Jahr 2024
  14. ‚Mitarbeiter der Wahrheit‘ – ein neuer Film über Johannes Paul II. und Benedikt XVI.
  15. Lourdes verhüllt Mosaike des mutmaßlichen Missbrauchstäters Pater Marko Rupnik

Netanjahu verurteilt antichristlichen Übergriff auf Abtei Dormitio

17. Jänner 2016 in Weltkirche, keine Lesermeinung
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Jerusalem: Deutsche Benediktinerabtei wurde mit Parolen wie «Christen zur Hölle», «Tod den Christen» oder «Rache für die Israeliten» beschmiert


Jerusalem (kath.net/KNA) Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hat antichristliche Schmierereien an der deutschen Benediktinerabtei in Jerusalem verurteilt. Für solche Aktionen gebe es keinen Raum in Israel, erklärte er am Sonntag via Twitter. Sein Land gewähre Religionsfreiheit für Christen wie für alle Religionen, unterstrich Netanjahu und verwies darauf, Israel sei das einzige Land im Nahen Osten mit einer wachsenden christlichen Bevölkerung. Die Polizei arbeite an der Ergreifung der Täter.

Unbekannte hatten in der Nacht zum Sonntag Wände und Türen des Dormitio-Klosters mit hebräischen Parolen wie «Christen zur Hölle», «Tod den Christen» oder «Rache für die Israeliten» beschmiert. Nach Angaben der Abtei fanden sich ähnliche Graffiti auch auf den Außenmauern benachbarter griechisch-orthodoxer und armenischer Einrichtungen auf dem Zionsberg. Die Mönche forderten mehr Schutz durch israelische Sicherheitskräfte.


Auch der Lateinische Patriarch von Jerusalem, Fouad Twal, verurteilte die Tat. Drei Wochen nach einem Übergriff auf den Salesianerkonvent von Beit Dschamal sei ein weiterer «bedeutender Ort für interreligiösen Dialog zwischen Judentum und Christentum» angegriffen worden, erklärte das römisch-katholische Oberhaupt. Er hoffe, die Täter würden festgenommen, «bevor sie ihre Drohungen in die Tat umsetzen». Twal forderte, Extremismus zum Thema an Schulen zu machen. Wer zu Intoleranz gegen Christen aufwiegele, müsse verfolgt werden.

Das griechisch-orthodoxe Patriarchat beklagte ebenfalls den Vorfall. Es sei nicht das erste Mal, dass sein Priesterseminar auf dem Zionsberg ins Visier unbekannter Täter gerate. Man werde alle rechtlichen Möglichkeiten zum Schutz der Einrichtung prüfen, hieß es in einer Stellungnahme.

Die Mönche der Dormitio kritisierten, die Behörden hätten bereits nach Übergriffen im Sommer 2013 Überwachungskameras zugesagt, aber bis jetzt nicht an der jetzt betroffenen Gebäudeseite installiert. Die Polizei habe die aktuellen Parolen mit Farbe übermalt; dadurch habe sich der Sachschaden noch vergrößert. Viele der Schriftzüge seien weiterhin zu entziffern.

Den Samstagabend hindurch waren die Mönche nach eigenen Angaben von einer benachbarten jüdischen Religionsschule «mit lauter Musik und Sprechchören von jüdischen Rechtsradikalen» beschallt worden. Dies sei seit über drei Jahren fast jede Nacht von Samstag auf Sonntag der Fall. «Wir als Mönche der Dormitio werden nicht aufhören, für Versöhnung, Gerechtigkeit und Frieden zu beten», erklärten die Ordensleute.

Die Dormitio-Abtei nahe der Jerusalemer Altstadt wurde wie andere christliche Stätten in den vergangenen Jahren wiederholt Ziel von Vandalismus-Akten extremistischer Juden. Im Mai 2014 wurde in der Klosterkirche Feuer gelegt, kurz nachdem Papst Franziskus den benachbarten Abendmahlssaal besucht hatte. Vergangenen Juni verübten mutmaßlich Täter aus der israelischen Siedlerbewegung einen Brandanschlag auf das zur Abtei gehörende Kloster Tabgha am See Genezareth. Es entstand Schaden in Millionenhöhe, zwei Personen wurden leicht verletzt.

(C) 2016 KNA Katholische Nachrichten-Agentur GmbH. Alle Rechte vorbehalten.
Jegliche mediale Nutzung und Weiterleitung nur im Rahmen schriftlicher Vereinbarungen mit KNA erlaubt.
Aktuelles Foto © Abtei Dormitio


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Israel

  1. 'Antisemitisch, verwerflich und völlig lächerlich'
  2. Bedauert Franziskus die Eliminierung eines der schlimmsten Verbrecher des Planeten?
  3. Papst will Angehörige der Hamas-Geiseln treffen
  4. Gaza-Fotografen waren über Anschläge auf Israel vorab informiert
  5. 'Bring Him Home'
  6. Als die Hamas-Lüge aufflog
  7. Israels Gesundheitsminister: ‚Grüner Pass’ soll Menschen zur Impfung bewegen
  8. Bistum Trier ordnet an: Pfarrer muss Israel-Flagge entfernen
  9. Gewalt gegen Israel
  10. In Israel gilt seit dem 10. Juli ein generelles Sexkaufverbot






Top-15

meist-gelesen

  1. Werden Sie Schutzengerl für kath.net für 2025 und 2026!
  2. EINMALIGE CHANCE! Große Baltikum-Reise mit kath.net - Mit Erzbischof Gänswein!
  3. Eine wichtige BITTE an Ihre Großzügigkeit! - FASTENSPENDE für kath.net!
  4. Teufelsanrufung in der 2. Bundesliga?
  5. Theologieprofessor Bortkiewicz: „Der Arzt beschloss, den Fötus – also mich – in Stücke zu schneiden“
  6. Breite Rezeption für eine vermeintlich gescheiterte Theologie
  7. Ist es ein Wunder durch Kardinal Pell? Kleinkind atmete 52 Minuten lang nicht mehr, überlebte!
  8. ‚Mitarbeiter der Wahrheit‘ – ein neuer Film über Johannes Paul II. und Benedikt XVI.
  9. „Du musst tun, was Priester tun. Du musst die Messe feiern, Beichten hören und Anbetung halten“
  10. Bekommt Deutschland ein Wahrheitsministerium?
  11. Psycho-Tests für Schweizer Priester
  12. Das Wunder des Karol Wojtyła
  13. „Habt keine Angst!“ – Christus macht wirklich frei!
  14. 'Egal was kommt, wir haben Handlungsoptionen!'
  15. 2024 mehr Austritte bei den landeskirchlichen Protestanten als bei den Katholiken

© 2025 kath.net | Impressum | Datenschutz