Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Nur 6,6 Prozent der deutschen "Katholiken" besuchen die Hl. Messe!
  2. Bekommt Deutschland ein Wahrheitsministerium?
  3. Psycho-Tests für Schweizer Priester
  4. Breite Rezeption für eine vermeintlich gescheiterte Theologie
  5. Werden Sie Schutzengerl für kath.net für 2025 und 2026!
  6. 2024 mehr Austritte bei den landeskirchlichen Protestanten als bei den Katholiken
  7. Teufelsanrufung in der 2. Bundesliga?
  8. Regierung Trump will Mittel für Familienplanung einfrieren
  9. Theologieprofessor Bortkiewicz: „Der Arzt beschloss, den Fötus – also mich – in Stücke zu schneiden“
  10. Die Vernunft des Glaubens – Zum 20. Todestag des heiligen Johannes Paul II.
  11. Hilfe! Mein Kind tut sich so schwer mit dem Lernen!
  12. 'Egal was kommt, wir haben Handlungsoptionen!'
  13. „Du musst tun, was Priester tun. Du musst die Messe feiern, Beichten hören und Anbetung halten“
  14. Trauriger Rekord: Fast 10.000 Euthanasietote in den Niederlanden im Jahr 2024
  15. Pater Dominikus Kraschl OFM: „Vom Kosmos zum Logos?“

Lebensschutz-Initiative berät so viele Schwangere wie noch nie

22. März 2016 in Familie, keine Lesermeinung
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


„1000plus“ konnte den Ansturm zeitweise nicht bewältigen


Heidelberg (kath.net/idea) Die überkonfessionelle Lebensschutz-Initiative „1000plus“ hat noch nie so viele Frauen in Schwangerschaftskonflikten beraten wie 2015. Das bestätigte ihre Pressesprecherin Paula von Ketteler (München) auf Anfrage der Evangelischen Nachrichtenagentur idea. Von den 2.439 beratenen Frauen standen rund 85 Prozent vor der Frage „Abtreibung ja oder nein“. 637 Schwangere teilten der Initiative nach Abschluss der Beratung ihre Entscheidung mit: 61 Prozent haben sich laut von Ketteler für ein Leben mit ihrem Baby entschieden, 39 Prozent für eine Abtreibung. Als häufigsten Grund für einen Schwangerschaftskonflikt gaben die Frauen Probleme in der Partnerschaft an (39 Prozent). Sie nannten ferner biografische Motive (29 Prozent), die Angst vor Überforderung (zehn Prozent), medizinische Ursachen (neun Prozent) oder materielle Sorgen (vier Prozent). Die Lebensschutz-Initiative musste aufgrund der gestiegenen Nachfrage im Februar ihre Beratungsanzeigen im Internet abschalten. Über die Suchmaschine „Google“ seien zu viele Frauen auf die Internetseite gelangt und hätten telefonisch um Hilfe gebeten. „Wir hätten mit unseren damals 17 Beraterinnen den Ansturm sonst nicht mehr bewältigen können.“ Das sei bedrückend, so von Ketteler: „Es ist manchmal kaum auszuhalten, dass viele weitere Frauen nicht zu uns gelangen – nur weil unsere Kapazitäten nicht ausreichen.“ Mittlerweile habe die Initiative zwei weitere Beraterinnen eingestellt. Sie glaube aber nicht, dass heute mehr Schwangere im Konflikt seien als vor zehn Jahren. Früher hätten sie sich nur an anderen Stellen Hilfe geholt, beispielsweise beim Frauenarzt. Heute sei die Suche nach Beratung und Hilfe über das Internet selbstverständlich geworden.


Beziehungen sind häufig nicht stabil

Laut von Ketteler leben viele hilfesuchende Frauen in zerrütteten Beziehungen, in denen häufig gestritten wird. Sie seien sich deswegen nicht sicher, ob sie mit ihrem Partner ein Kind bekommen wollen. In anderen Fällen mache der Kindsvater Druck und werfe der Frau vor, mit einem Neugeborenen das gemeinsame Leben zu zerstören. Von Ketteler: „Die Beziehungen sind heute häufig leider noch nicht stabil genug. Man lebt zwar schon zusammen, aber eine ungewollte Schwangerschaft stellt das Paar vor eine Herausforderung, für die die Beziehung noch gar nicht reif ist.“ Manchmal wollten Frauen auch ihr Kind abtreiben, um eine Affäre vor ihrem Ehemann zu verheimlichen. Gefährdet seien auch Schwangere, die keinen festen Partner haben: „Der Gedanke, alleinerziehend zu sein, ist für viele Frauen ein Horror.“ Die Frauen, die sich dann für ein Kind entschieden, seien für sie „Heldinnen“, so von Ketteler: „Wir können sie beraten und Mut zum Kind machen. Aber den Alltag müssen sie alleine hinbekommen. Und das ist häufig nicht einfach.“

Unverheiratete Schwangere glauben, dass Christen unbarmherzig reagieren

Laut von Ketteler schämen sich manche Frauen, unehelich ein Kind zu bekommen. Sie wünsche sich deswegen mehr gesellschaftliche Unterstützung für ungewollt Schwangere: „Natürlich ist es nicht ideal, wenn eine Frau drei Kinder von drei unterschiedlichen Männern hat. Aber dass sie aus Scham dann das Kind abtreibt, ist doch keine Alternative.“ Unverheiratete Schwangere glaubten zudem häufig, dass Christen auf ihre Situation eher mit Unbarmherzigkeit reagieren werden. Die Frau müsse aber auch in dieser Situation darauf vertrauen können, von ihrer Gemeinde aufgefangen zu werden.

2015 wurden 99.237 ungeborene Kinder abgetrieben

Von Ketteler nannte auch die aktuellen Zahlen des Bundesamts für Statistik. Danach seien Abtreibungen im vergangenen Jahr um 0,5 Prozent auf 99.237 zurückgegangen: „Es ist und bleibt eine unvorstellbar große, traurige Zahl von Frauen, die in ihrer verzweifelten Situation keinen anderen Ausweg gesehen haben als eine Abtreibung.“

Die sympathischste Charme-Offensive für das ungeborene Leben

Die Aktion „1000plus“ hat von 2009 bis heute nach eigenen Angaben über 10.000 Frauen
beraten.

Der Weihbischof des Bistums Rottenburg-Stuttgart, Thomas Maria Renz, nannte das Projekt 2014 bei einer Feier zum fünfjährigen Bestehen die „sympathischste Charme-Offensive für das ungeborene Leben in Deutschland, seit es Schwangerschaftskonfliktberatungen gibt“. Träger ist die Beratungs- und Hilfsorganisation „Pro Femina“. „1000plus“ hatte sich zum Ziel gesetzt, jährlich 1.000 und mehr Frauen im Schwangerschaftskonflikt beizustehen und so 1.000 und mehr Kindern das Leben zu retten.

Weitere Hintergründe im kath.net-Bericht: 1000plus – 'Charme-Offensive für das ungeborene Leben'

´Leben und leben lassen´ - Weihbischof Thomas Maria Renz beim 1000plusTAG 2014


Dieser Film hatte seine Uraufführung beim 1000plus-Tag 2014: '1000plus - Die Pro-Femina-Beratung aus der Perspektive beratener Frauen'


Hilfe statt Abtreibung, Paula von Ketteler (1000plus) - Bibel TV das Gespräch



Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Lebensschutz

  1. Lebensschützerin Lila Rose: ‚Ich werde Trump wählen’
  2. Uni Regensburg stellt Akkreditierung einer Lebensschutzgruppe in Aussicht
  3. Rekordbesuch beim Marsch für das Leben in London
  4. Football-Star Harrison Butker ruft JD Vance und Republikaner zu mehr Engagement im Lebensschutz auf
  5. Kamala Harris’ Kampf gegen Lebensschutz-Schwangerschaftszentren
  6. Bidens Richter lassen Mutter nach Protest vor Abtreibungszentrum zu 41 Monaten Haft verurteilen!
  7. Milliardenschwere US-Stiftung geht gegen Lebensschützer vor
  8. USA: Verurteilter Lebensschützer muss nicht ins Gefängnis
  9. USA: Lebensschützerin zu 57 Monaten Haft verurteilt
  10. Tausende beim Marsch für das Leben Kalifornien






Top-15

meist-gelesen

  1. Werden Sie Schutzengerl für kath.net für 2025 und 2026!
  2. EINMALIGE CHANCE! Große Baltikum-Reise mit kath.net - Mit Erzbischof Gänswein!
  3. Eine wichtige BITTE an Ihre Großzügigkeit! - FASTENSPENDE für kath.net!
  4. Teufelsanrufung in der 2. Bundesliga?
  5. Nur 6,6 Prozent der deutschen "Katholiken" besuchen die Hl. Messe!
  6. Theologieprofessor Bortkiewicz: „Der Arzt beschloss, den Fötus – also mich – in Stücke zu schneiden“
  7. Breite Rezeption für eine vermeintlich gescheiterte Theologie
  8. Ist es ein Wunder durch Kardinal Pell? Kleinkind atmete 52 Minuten lang nicht mehr, überlebte!
  9. ‚Mitarbeiter der Wahrheit‘ – ein neuer Film über Johannes Paul II. und Benedikt XVI.
  10. Pater Dominikus Kraschl OFM: „Vom Kosmos zum Logos?“
  11. „Du musst tun, was Priester tun. Du musst die Messe feiern, Beichten hören und Anbetung halten“
  12. Psycho-Tests für Schweizer Priester
  13. Bekommt Deutschland ein Wahrheitsministerium?
  14. 'Egal was kommt, wir haben Handlungsoptionen!'
  15. 2024 mehr Austritte bei den landeskirchlichen Protestanten als bei den Katholiken

© 2025 kath.net | Impressum | Datenschutz