30 März 2016, 11:00
Sexualkunde für Flüchtlinge
 
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Eine Internetseite der BZgA richtet sich in erster Linie an Zuwanderer, die noch nicht lange in Deutschland sind, und an ihre Betreuer. Neben Informationen über Sexualität wird auch das Thema Gewalt behandelt

Berlin (kath.net/jg) Die deutsche Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) hat gemeinsam mit Sensoa, dem Flämischen Expertenzentrum für Sexuelle Gesundheit, eine Internetseite über Sexualaufklärung erstellt. Die Informationen sind offenbar vor allem für Zuwanderer gedacht, da sie in verschiedenen Sprachen, darunter Türkisch, Arabisch und Albanisch abrufbar sind. Für deren Betreuer gibt es ein Video, in dem die Einsatzmöglichkeiten der Internetseite gezeigt werden.

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Unterstützt von vielen bunten Piktogrammen kann man sich in leicht verständlicher Sprache darüber informieren, wie die BZgA die Themenbereiche „Körper“, „Familienplanung und Schwangerschaft“, „Infektionen“, „Sexualität“, „Beziehungen und Gefühle“ und „Rechte und Gesetze“ sieht.

Die menschliche Sexualität wird wie in den meisten Aufklärungsmaterialien weitgehend technisch und mit wenig Bezug zu Beziehung, Familie und Kindern dargestellt. „Guter Sex“ ist, wenn beide es „genießen“. Unter anderem gibt es „Hygiene Tips für Sexarbeiter (Prostituierte, Anm.)“, Antworten auf die Frage „Wie Sie sich selbst befriedigen“ und Erklärungen zu „Gelegenheitssex“. Die Informationen über Abtreibung sind nur mit einem Bild illustriert, das eine Frau bei einem Beratungsgespräch zeigt. Der Eingriff selbst wird zwar stichwortartig beschrieben, aber nicht illustriert.

Im Themenbereich „Rechte und Gesetze“ informiert die Seite auch über sexualisierte Gewalt, weibliche Genitalverstümmelung und Gewalt in Ehe und Partnerschaft, einschließlich der rechtlichen Verbote. Der „Gewalt im Namen der Ehre“ ist ebenfalls ein Abschnitt gewidmet. Dieser beinhaltet auch Hinweise zur Abhilfe. Immer wieder wird darauf hingewiesen, dass es erlaubt ist Grenzen zu setzen, die der andere zu respektieren hat.

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