Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Streit kocht hoch: Braucht die barocke Basilika Weingarten wirklich einen neuen „modernen“ Altar?
  2. Bischof Paprocki: FSSPX ist "im Grunde eine weitere protestantische Sekte"
  3. Ein Signal des Himmels?
  4. Das Schweigen der Bischöfe zur Causa Spahn
  5. ‚Dialogpredigt‘ und ‚meditativer Tanz’ während der Messe zum Magdalenenfest in München
  6. Leihmutter soll gezwungen werden, das Leben des herzkranken Babys zu beenden!
  7. Bistum Huelva führt verbindliches zweijähriges Katechumenat für erwachsene Taufbewerber ein
  8. Junge brasilianische Katholiken hoffen auf mehr Glaubenslehre und ehrfürchtige Liturgie
  9. Erdbebengefahr bei Neapel: Italiens Kirche ruft zum Gebet auf
  10. Die Familie ist das Hauptziel des Bösen: Die prophetische Warnung des hl. Scharbel
  11. 'Du hast mir den Weg nach Ars gezeigt; ich werde Dir den Weg zum Himmel zeigen'
  12. Die Liturgie: das Gebet der Kirche und Atem des Geistes
  13. „Größer als [australischer] Football: Die unstoppbare Wiederbelebung des Glaubens“
  14. Kardinal Burke ruft zu Einsatz für Ehe und Familie auf – bis zum Martyrium
  15. Schönborn: Kirchenübergaben an andere Kirchen ist der richtige Weg

Schulz und Juncker wollen Papst-Rede zum Thema in der EU machen

7. Mai 2016 in Aktuelles, 6 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Franziskus habe sich laut Parlamentspräsident Schulz gegen Zynismus jener gewandt, die Flüchtlingsaufnahme verweigern und der EU zugleich ineffiziente Krisenbewältigung vorwerfen


Vatikanstadt (kath.net/KAP) Die beiden Spitzen der EU, Parlamentspräsident Martin Schulz und Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker, wollen die Ansprache des Papstes bei der Karlspreis-Verleihung allen Regierungen der EU-Mitgliedstaaten zuleiten. Schulz sagte am Freitag in Rom, er hoffe, dass "die Regierungen der Länder, die der Auffassung sind, sie hätten mit der Flüchtlingsproblematik nichts zu tun, diese Rede aufmerksam lesen". Franziskus wende sich genau gegen den Zynismus jener, die eine Aufnahme von Flüchtlingen verweigerten, aber der EU Ineffizienz bei der Lösung der Krise vorwürfen.

Juncker sagte nach dem Festakt der Auszeichnung für Papst Franziskus vor Journalisten, die Feier sei "unter die Haut gegangen". Der Papst habe eine treffende Analyse zu europäischen Fragen geliefert. Franziskus habe Mut gemacht, die Arme nicht sinken zu lassen und mit dem Aufbau Europas weiterzumachen, so Juncker.


Auch Schulz äußerte sich "enorm beeindruckt" von der Botschaft und dem "Traum einer möglichen Zukunft" Europas, die der Papst formulierte. Schulz sprach von einem "inspirierenden Moment" für alle, die gegen ein Wiedererstarken des Nationalstaatsdenkens kämpfen wollten. Schon zuvor hatte er die Papstrede in einem Tweet als "groß und inspirierend" bezeichnet.

Als zweiten wichtigen Aspekt hob Schulz den Appell des Papstes für bessere Berufsperspektiven junger Menschen hervor. Diese Generation sei "die am besten ausgebildete Generation aller Zeiten" und dennoch zu großen Teilen arbeitslos, sagte Schulz. Franziskus habe deutlich gemacht, dass dies zu einem "Element der Zerstörung unserer Gesellschaft" zu werden drohe. Mit den jungen Männern und Frauen seien schließlich auch Freunde, Eltern und Großeltern betroffen. "Da sind Eltern, die haben ihr ganzes Leben lang investiert in die Ausbildung ihrer Kinder und kriegen vom Staat anschließend gesagt, für eure Kinder haben wir keinen Platz, die gleichen Staaten, die hunderte Milliarden von Euro zahlen, um Banken zu retten." Die Aufforderung zum Kampf gegen Jugendarbeitslosigkeit sei daher ein "Schlüsselelement" der Papstrede.

Besonders würdigte Schulz gegenüber "Radio Vatikan", dass der Papst bei seinem Lesbos-Besuch muslimische Flüchtlinge in den Vatikan mitgenommen und dort untergebracht habe; allen Leuten, besonders aber den Regierungschefs, "die sagen, ich bin Regierungschef eines katholischen Landes, deshalb kann ich keine Flüchtlinge aufnehmen", habe Franziskus damit eine Lektion erteilt - und zwar "nicht irgendeine Lektion, sondern eine des Oberhaupts der katholischen Kirche".

Link zur Rede des Papstes im Wortlaut: 'Was ist mit dir los, humanistisches Europa?'.

Papst Franziskus wird der Karlspreis verliehen


Copyright 2016 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich
Alle Rechte vorbehalten


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Europa

  1. Islamexperte Mansour warnt: Europa hat ‚naive Haltung‘ zum Islam
  2. EU-Bischöfe zu „My Voice, My Choice“: „Eine Entscheidung, die ernsthafte Bedenken aufwirft“
  3. Bischofskonferenzen Europas beten in der Fastenzeit für Frieden
  4. Mein Held des Monats: Marco Rubio – Ein Weckruf für das Abendland
  5. Menschenrecht auf Abtreibung?
  6. CDL: „EU-Parlament entscheidet ein weiteres Mal gegen das Recht auf Leben“
  7. Katholische Bischöfe zeigen sich besorgt vor Abtreibungs-Abstimmungen des EU-Parlaments
  8. Papst fordert Schutz des religiösen Erbes Europas
  9. Wegweisend! - COMECE unterstützt Polen gegen EU-Druck zur Anerkennung sogenannter „Homo-Ehen“!
  10. Kardinal Filoni: "Europa braucht Re-Evangelisierung"






Top-15

meist-gelesen

  1. Sommerspende für kath.net - Bitte helfen SIE uns jetzt JETZT!
  2. Streit kocht hoch: Braucht die barocke Basilika Weingarten wirklich einen neuen „modernen“ Altar?
  3. Ein Signal des Himmels?
  4. Die Familie ist das Hauptziel des Bösen: Die prophetische Warnung des hl. Scharbel
  5. Das Schweigen der Bischöfe zur Causa Spahn
  6. Bischof Paprocki: FSSPX ist "im Grunde eine weitere protestantische Sekte"
  7. Leihmutter soll gezwungen werden, das Leben des herzkranken Babys zu beenden!
  8. ‚Dialogpredigt‘ und ‚meditativer Tanz’ während der Messe zum Magdalenenfest in München
  9. Junge brasilianische Katholiken hoffen auf mehr Glaubenslehre und ehrfürchtige Liturgie
  10. Der "rote Priester", der die Musikwelt revolutionierte
  11. Der Karmel in Christchurch/Neuseeland: Die Blüte im Verborgenen
  12. „Nur zur Klarstellung: Ich sehe mich eher als den Papst, der zufällig Amerikaner ist“
  13. Heute, nicht morgen! Der heilige Expeditus – Patron gegen das Aufschieben
  14. Eine mächtige Fürsprecherin für Ehepaare: Die heilige Birgitta von Schweden
  15. Joan Leslie: Das Hollywood-Glaubenszeugnis einer echten Heldin

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz