Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Deutsche Bischofskonferenz beschließt: Man will in Rom um Erlaubnis für Laienpredigt bitten
  2. "Bevor es zu spät ist!" – Kardinal Sarah warnt Piusbruderschaft vor Schisma
  3. Bischof Heiner Wilmer ist neuer Vorsitzender der Deutschen Bischofskonferenz
  4. Die Deutsche Bischofskonferenz nimmt die Satzung für die künftige Synodalkonferenz an
  5. "Deutsche Kirchen" ersetzen spirituelle Dimension der Fastenzeit durch weltanschauliche Agitation
  6. Die Wahl von Bischof Heiner Wilmer zum DBK-Vorsitzenden „ist ein echtes Hoffnungszeichen“
  7. Das Ende einer Amtszeit voller Streit und Spaltung
  8. „Gemeinnutz vor Eigennutz“: Bischof erntet Kritik für NS-Vergleich in Richtung AfD
  9. Die „Synodalkonferenz“ der deutschen Funktionäre
  10. 'Ein Katholizismus ohne Beichte ist wie ein Krankenhaus ohne Medikamente'
  11. Burger: „Kurzum, wie hältst Du es mit Religion und Kirche? Wie geht das mit dem Glauben?“
  12. Kärntner Ordinaritaskanzler: Rechthaberei in der Kirche überwinden
  13. Klinisch tot nach Herzstillstand: Hirnaktivität noch Minuten, sogar Stunden messbar
  14. Woelki: „Herr, offenbare du deinen Willen für deine Kirche, das ist der Kernsatz aller Synodalität“
  15. 'Glaube ist kein PR-Problem': US-Burger-Kette verweigert Entfernung von Bibelversen

Schulz und Juncker wollen Papst-Rede zum Thema in der EU machen

7. Mai 2016 in Aktuelles, 6 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Franziskus habe sich laut Parlamentspräsident Schulz gegen Zynismus jener gewandt, die Flüchtlingsaufnahme verweigern und der EU zugleich ineffiziente Krisenbewältigung vorwerfen


Vatikanstadt (kath.net/KAP) Die beiden Spitzen der EU, Parlamentspräsident Martin Schulz und Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker, wollen die Ansprache des Papstes bei der Karlspreis-Verleihung allen Regierungen der EU-Mitgliedstaaten zuleiten. Schulz sagte am Freitag in Rom, er hoffe, dass "die Regierungen der Länder, die der Auffassung sind, sie hätten mit der Flüchtlingsproblematik nichts zu tun, diese Rede aufmerksam lesen". Franziskus wende sich genau gegen den Zynismus jener, die eine Aufnahme von Flüchtlingen verweigerten, aber der EU Ineffizienz bei der Lösung der Krise vorwürfen.

Juncker sagte nach dem Festakt der Auszeichnung für Papst Franziskus vor Journalisten, die Feier sei "unter die Haut gegangen". Der Papst habe eine treffende Analyse zu europäischen Fragen geliefert. Franziskus habe Mut gemacht, die Arme nicht sinken zu lassen und mit dem Aufbau Europas weiterzumachen, so Juncker.


Auch Schulz äußerte sich "enorm beeindruckt" von der Botschaft und dem "Traum einer möglichen Zukunft" Europas, die der Papst formulierte. Schulz sprach von einem "inspirierenden Moment" für alle, die gegen ein Wiedererstarken des Nationalstaatsdenkens kämpfen wollten. Schon zuvor hatte er die Papstrede in einem Tweet als "groß und inspirierend" bezeichnet.

Als zweiten wichtigen Aspekt hob Schulz den Appell des Papstes für bessere Berufsperspektiven junger Menschen hervor. Diese Generation sei "die am besten ausgebildete Generation aller Zeiten" und dennoch zu großen Teilen arbeitslos, sagte Schulz. Franziskus habe deutlich gemacht, dass dies zu einem "Element der Zerstörung unserer Gesellschaft" zu werden drohe. Mit den jungen Männern und Frauen seien schließlich auch Freunde, Eltern und Großeltern betroffen. "Da sind Eltern, die haben ihr ganzes Leben lang investiert in die Ausbildung ihrer Kinder und kriegen vom Staat anschließend gesagt, für eure Kinder haben wir keinen Platz, die gleichen Staaten, die hunderte Milliarden von Euro zahlen, um Banken zu retten." Die Aufforderung zum Kampf gegen Jugendarbeitslosigkeit sei daher ein "Schlüsselelement" der Papstrede.

Besonders würdigte Schulz gegenüber "Radio Vatikan", dass der Papst bei seinem Lesbos-Besuch muslimische Flüchtlinge in den Vatikan mitgenommen und dort untergebracht habe; allen Leuten, besonders aber den Regierungschefs, "die sagen, ich bin Regierungschef eines katholischen Landes, deshalb kann ich keine Flüchtlinge aufnehmen", habe Franziskus damit eine Lektion erteilt - und zwar "nicht irgendeine Lektion, sondern eine des Oberhaupts der katholischen Kirche".

Link zur Rede des Papstes im Wortlaut: 'Was ist mit dir los, humanistisches Europa?'.

Papst Franziskus wird der Karlspreis verliehen


Copyright 2016 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich
Alle Rechte vorbehalten


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Europa

  1. Bischofskonferenzen Europas beten in der Fastenzeit für Frieden
  2. Mein Held des Monats: Marco Rubio – Ein Weckruf für das Abendland
  3. Menschenrecht auf Abtreibung?
  4. CDL: „EU-Parlament entscheidet ein weiteres Mal gegen das Recht auf Leben“
  5. Katholische Bischöfe zeigen sich besorgt vor Abtreibungs-Abstimmungen des EU-Parlaments
  6. Papst fordert Schutz des religiösen Erbes Europas
  7. Wegweisend! - COMECE unterstützt Polen gegen EU-Druck zur Anerkennung sogenannter „Homo-Ehen“!
  8. Kardinal Filoni: "Europa braucht Re-Evangelisierung"
  9. P. Wallner: Weltmission Schlüssel für Aufbruch der Kirche in Europa
  10. US-Vizepräsident Vance: ‚Europa läuft Gefahr, zivilisatorischen Selbstmord zu begehen‘







Top-15

meist-gelesen

  1. Einmal im Leben nach ISLAND - Eine Reise, die Sie nie vergessen werden!
  2. Bischof Heiner Wilmer ist neuer Vorsitzender der Deutschen Bischofskonferenz
  3. "Bevor es zu spät ist!" – Kardinal Sarah warnt Piusbruderschaft vor Schisma
  4. Deutsche Bischofskonferenz beschließt: Man will in Rom um Erlaubnis für Laienpredigt bitten
  5. Die Deutsche Bischofskonferenz nimmt die Satzung für die künftige Synodalkonferenz an
  6. Das Ende einer Amtszeit voller Streit und Spaltung
  7. Die Wahl von Bischof Heiner Wilmer zum DBK-Vorsitzenden „ist ein echtes Hoffnungszeichen“
  8. "Deutsche Kirchen" ersetzen spirituelle Dimension der Fastenzeit durch weltanschauliche Agitation
  9. Die „Synodalkonferenz“ der deutschen Funktionäre
  10. Bischof Erik Varden bei Fastenexerzitien im Vatikan: „Tausende fallen“
  11. Klinisch tot nach Herzstillstand: Hirnaktivität noch Minuten, sogar Stunden messbar
  12. 'Woke Left' ist die 'wütendste und exklusivste Spaltungsbewegung in der Geschichte'
  13. „Es ist verlockend aber zweifelhaft zu glauben, wir müssten mit den Moden der Welt Schritt halten“
  14. Mexiko in Angst: Priester spenden auf einem Dach eucharistischen Segen
  15. 'Ein Katholizismus ohne Beichte ist wie ein Krankenhaus ohne Medikamente'

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz