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Tausendjähriger Rosenstock am Hildesheimer Dom blüht wieder

24. Mai 2016 in Chronik, 1 Lesermeinung
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Acht Wochen nach der Zerstörung des Doms durch Bomben im März 1945, bei der auch der Rosenstock verbrannte, sprossen aus seiner von Trümmern verschütteten Wurzel 25 neue Triebe hervor.


Hildesheim (kath.net/KNA) Am bekannten tausendjährigen Rosenstock an der Ostapsis des Hildesheimer Doms zeigen sich die ersten zartrosa Blüten. Die Hauptblüte ist nach Angaben des Bistums Hildesheim vom Montag in den kommenden Tagen zu erwarten. Sie dürfte wie jedes Jahr viele Besucher zur Bischofskirche locken.

Die Legende vom Rosenstock, einer wilden Heckenrose, geht bis in die Gründungsgeschichte des Bistums Hildesheim um das Jahr 815 zurück. Damals verfügte Kaiser Ludwig der Fromme, eine Kapelle an der Stelle bauen zu lassen, an der ein Rosenstock ein kostbares Reliquiengefäß umrankt hatte.


Auf diese Kapelle geht letztlich der Bau des Hildesheimer Mariendoms zurück, an dessen Außenmauer noch heute der sagenumwobene Rosenstock wächst. Schriftlich bezeugt ist er seit über 400 Jahren. Acht Wochen nach der Zerstörung des Doms durch Bomben im März 1945, bei der auch der Rosenstock verbrannte, sprossen aus seiner von Trümmern verschütteten Wurzel 25 neue Triebe hervor.

Die zum Unesco-Weltkulturerbe zählende Bischofskirche ist nach umfangreichen Sanierungsarbeiten seit Sommer 2014 wieder geöffnet.

Der Rosenstock, Wahrzeichen des Bistums und der Stadt Hildesheim, wird von einer niedrigen Buchsbaum-Hecke eingefasst. Das Gewächs ist über einen zentralen Zugang, das Domfoyer, täglich von 10.00 bis 18.00 Uhr zugänglich.

Der Hildesheimer Rosenstock


(C) 2016 KNA Katholische Nachrichten-Agentur GmbH. Alle Rechte vorbehalten.


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