Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. ADIOS!
  2. US-Katholiken mehrheitlich für die Todesstrafe
  3. Vertrauliche Vorlagen des vatikanischen Konsistoriums sind aufgetaucht
  4. ‚Dubia‘ an den Vatikan – US-Priester bitten um Klärung hinsichtlich liturgischer Änderungen
  5. „Ich kann die Kommunion nicht empfangen. Ist es trotzdem sinnvoll, zur Messe zu gehen?“
  6. Hat der Synodale Weg „die katholische Kirche in Deutschland in Machtspiel und Kampfzone verwandelt“?
  7. „In Deutschland tobt derzeit ein Kirchenkampf“ - Droht ein Schisma?
  8. Synodaler Weg führte zu Streit und Verwerfung
  9. Santo subito? - Vatikan untersucht mögliches Wunder durch Benedikt XVI.!
  10. Brigitte Bardot bedauerte den Verlust des Geheimnisvollen in der Neuen Messe
  11. Papst Leo wird die Gründonnerstags-Fußwaschung wieder im Lateran vollziehen
  12. "Entsprechend klein ist die Lücke, die er hinterlässt"
  13. THESE: Und die Bibel hat doch Recht!
  14. Niederländischer Weihbischof Mutsaerts: „Möchte mich nun an liberale Theologen und Gläubige wenden“
  15. Das Porträt Leos XIV. wird nun in Mosaik-Galerie der Päpste aufgenommen

'Wieder einmal werden Evangelikale geschmäht'

17. Juni 2016 in Deutschland, 5 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


proChrist-Chef fordert Solidarität der Amtskirche – EKD: Keine Stellungnahme


München/Berlin/Marburg (kath.net/idea) Für anhaltende Proteste sorgen Kommentare in Medien, die unterstellen, dass die Bluttat von Orlando auch ein Evangelikaler hätte verüben können. Ein US-Bürger mit afghanischen Wurzeln – der 29-jährige Omar Mir Seddique Mateen – hatte am 12. Juni in einem bei Homosexuellen beliebten Club 49 Personen erschossen, bevor er selbst von der Polizei getötet wurde. Der Täter bekannte sich zur Terrororganisation „Islamischer Staat“ (IS). Der Berlin-Korrespondent der Süddeutschen Zeitung (Auflage rund 380.000), Thorsten Denkler, schrieb dazu in einem Kommentar: „Für diese Tat hätte er genauso gut auch ein evangelikaler Christ gewesen sein können.“ Der Leiter der Meinungsseite beim Berliner „Tagesspiegel“ (Auflage rund 110.000), Malte Lehming, formulierte fast gleichlautend – allerdings mit einer rhetorischen Frage: „Und hätte der Attentäter von Orlando nicht ebenso gut ein homophober Evangelikaler sein können?“.


Immer mehr äußern ihre Empörung

Immer mehr Repräsentanten aus der evangelikalen Bewegung, Freikirchen, Politik und Medien äußern ihre Empörung über die „journalistischen Entgleisungen“. Der Vorsitzende der größten protestantischen evangelistischen Initiative „proChrist“, Roland Werner (Marburg), nannte die Kommentare „böswillig“. Er erwarte „eine amtskirchliche Solidarisierung mit den wieder einmal geschmähten evangelikalen Christen“, schrieb er auf seiner Facebookseite. Eine solche Unterstützung bleibt jedoch von der EKD bisher aus. Sie nehme zu einzelnen Medienveröffentlichungen in der Regel nicht Stellung. „Davon würden wir auch in diesem Fall nicht abweichen“, antwortete ein Sprecher in Hannover auf eine Nachfrage der Evangelischen Nachrichtenagentur idea. Zuvor hatte der Vorsitzende des Dachverbandes der etwa 1,3 Millionen evangelikalen Christen, der Deutschen Evangelischen Allianz, Präses Michael Diener (Kassel), die Darstellung in der Süddeutschen Zeitung gegenüber idea als „völlig inakzeptabel“ bezeichnet. Er fragt: „Wo haben evangelikal geprägte Christen Gewalt gegenüber Andersdenkenden oder Minderheiten in einer Weise ausgeübt, welche diesen Vergleich rechtfertigen würde?“ Wer derart „einfach mal Äpfel mit Birnen vergleicht“, handele verantwortungslos.

Süddeutsche lehnt Richtigstellung ab: „Die Aussage ist nicht zu beanstanden“

Der Allianzvorsitzende – auch Mitglied der Leitung der EKD, des Rates – forderte eine Richtigstellung der Süddeutschen Zeitung. Sie sieht dafür jedoch keinen Anlass, teilte die stellvertretende Chefredakteurin Julia Bönisch (München) auf idea-Anfrage mit. Bei dem beanstandeten Artikel handele es sich um einen Meinungsbeitrag, der als Kommentar gekennzeichnet sei. Die Meinungsäußerung genieße grundgesetzlichen Schutz und überschreite „hier keinesfalls die Grenze zur Schmähkritik“. Daher sei die Aussage nicht zu beanstanden.

KEP-Vorstandsmitglied: Süddeutsche betreibt Hetze gegen Christen

Das sehen die Kritiker anders. Ein Vorstandsmitglied des Christlichen Medienverbundes KEP, der beim Mitteldeutschen Rundfunk tätige Journalist Michael Voß (Halle/Saale), schreibt auf seiner Internetseite, die Süddeutsche Zeitung mache vor, wie man nach dem schrecklichen Anschlag von Orlando „Hetze auf eine Bevölkerungsgruppe entwickeln kann“. Die Bluttat werde ausgenutzt, „um billige Propaganda gegen Menschen zu machen, die an Jesus Christus glauben“. Es stimme, dass „die Bibel eindeutig gegen ein schwules Zusammenleben“ sei, aber Jesus Christus habe vorgemacht, wie man mit Andersdenkenden umgehe: „Er überzeugte mit Worten, nicht mit Waffen und schon gar nicht mit dem Töten.“ Empört über die Diffamierung Evangelikaler äußerten sich unter anderen auch der Präsident der Vereinigung Evangelischer Freikirchen (VEF), Ansgar Hörsting (Witten), die frühere thüringische Ministerpräsidentin Christine Lieberknecht und die Bundestagsabgeordnete Erika Steinbach (beide CDU).


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Medien

  1. Wenn das 'Drehbuch' schon vorher feststeht
  2. Gebetshaus Augsburg reagiert mit Stellungnahme auf ARD-Doku „Die hippen Missionare“
  3. Kardinal Müller: „Von Anfang an ist Radio Maryja zu einer Stimme in dieser modernen Wüste geworden“
  4. „Ich wünsche mir gebildete Laien!“ – Newman hätte Martin Lohmann als Beispiel genommen
  5. "Hassprediger und Hofnarr"
  6. Die BBC hatte eine Trump-Rede gezielt frisiert, so dass sie zum angeblichen Gewaltaufruf wurde
  7. Skandal: ZDF bestätigt, dass langjähriger palästinischer Mitarbeiter der Hamas angehörte
  8. WELT-Reporter Bojanowski: Die Welt ist viel besser, als behauptet wird
  9. Aktuelle Daten zeigen: Keine Übersterblichkeit in Europa während der Hitzewelle
  10. NDR-Format ‚Zapp‘ erklärt konservatives Denken mit Gehirnanomalie und geringer Bildung






Top-15

meist-gelesen

  1. ISLAND-REISE - KOMMEN SIE MIT! - Eine Reise, die Sie nie vergessen werden!
  2. ADIOS!
  3. Santo subito? - Vatikan untersucht mögliches Wunder durch Benedikt XVI.!
  4. Vertrauliche Vorlagen des vatikanischen Konsistoriums sind aufgetaucht
  5. Oktober 2026 - Kommen Sie mit nach SIZILIEN mit Kaplan Johannes Maria Schwarz!
  6. "Entsprechend klein ist die Lücke, die er hinterlässt"
  7. Niederländischer Weihbischof Mutsaerts: „Möchte mich nun an liberale Theologen und Gläubige wenden“
  8. Synodaler Weg führte zu Streit und Verwerfung
  9. 'Exportweltmeister in Moral, ansonsten Beobachter an der Seitenlinie. Beschämend'
  10. „Ich kann die Kommunion nicht empfangen. Ist es trotzdem sinnvoll, zur Messe zu gehen?“
  11. Brigitte Bardot bedauerte den Verlust des Geheimnisvollen in der Neuen Messe
  12. ‚Dubia‘ an den Vatikan – US-Priester bitten um Klärung hinsichtlich liturgischer Änderungen
  13. Große kath.net-Leserreise nach Rom - Ostern 2027 - Mit P. Johannes Maria Schwarz
  14. US-Katholiken mehrheitlich für die Todesstrafe
  15. Papst sagt Weihbischof für Schweizer Diözese Chur zu

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz