Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. THESE: Korrekturen vom 2. Vatikanum sind unerlässlich
  2. Leere Hörsäle: Dramatischer Einbruch bei katholischen Theologie-Studenten
  3. Der Tod der Theologie in Deutschland
  4. Erzbistum Paderborn: Hunderte Protest-E-Mails gegen ‚Harry Potter Gottesdienst‘
  5. Warum Hausfrauen leicht heilig werden können
  6. Traditionsbruch: New Yorks Bürgermeister Mamdani nicht bei Installation von Erzbischof Hicks
  7. 'Selig sind, die Schwangerschaften beenden' - US-Pastorin sorgt für Eklat
  8. Kritik an Kanzler Merz nach Ramadan-Grüßen
  9. Offener Brief an Kardinal Marc Ouellet
  10. Piusbrüder lehnen Dialog mit Rom ab und beharren auf Bischofsweihe
  11. Donald Trump und Keir Starmer grüßen Christen am Aschermittwoch, Merz und Van der Bellen die Muslime
  12. Kirche im Verfall
  13. Mein Held des Monats: Marco Rubio – Ein Weckruf für das Abendland
  14. 'Man kann mit der Begründung, man verteidige die Demokratie, die Demokratie nämlich auch abschaffen'
  15. Früherer Bundestagsvizepräsident Kubicki: „Der ZDF-Skandal muss politische Konsequenzen haben“

Tirol: Grünenpolitiker vergleicht Burkaträgerinnen mit Nonnen

18. August 2016 in Österreich, 28 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Posting des grünen Landtagsabgeordneten Ahmet Demir sorgt für heftige Diskussionen – Starke Kritik von ÖVP- und FPÖ-Politikern


Innsbruck (kath.net) „Habe zwei ‪Burka‬ -Trägerinnen in ‪Zams‬ gesichtet. Sachen gibt’s. Unterdrückte Frauen überall ;-)“. Das hatte der Tiroler Landtagsabgeordnete Ahmet Demir am Montag unter ein Foto von zwei katholischen Ordensfrauen geschrieben. Die Ordensfrauen – zwei ältere Damen - trugen klassische Schwesternkleidung, in Zams befindet sich das Mutterhaus der Barmherzigen Schwestern des heiligen Vinzenz von Paul. Nach heftigen Diskussionen „in sozialen Netzwerken und zahlreiche(n) politischen Reaktionen“ äußerste der grüne Integrationssprecher in einem längeren Facebook-Statement am Dienstag: „Wenn ich damit jemanden gekränkt habe, tut es mir leid.“ Er habe mit seinem „Posting einen wunden Punkt erwischt, aber möglicherweise zu kurz formuliert“. Es tue ihm „persönlich weh, wenn manche meiner FreundInnen, Bekannte... sich bei mir verunsichert melden und nachfragen, ob ich etwas gegen Nonnen oder gar gegen Religionen hätte. Ich arbeite wirklich sehr hart auf Gemeinde- und Landesebene, damit das Zusammenleben aller besser funktioniert, weil ich auch ein Teil von Landeck, Tirol und Österreich bin. Bei diesem Posting ist mir das anscheinend leider nicht ganz gelungen bzw. ist die Botschaft nicht angekommen.“ Er wollte mit seiner Äußerung eigentlich mitteilen, „dass es jeder Frau selbst überlassen sein sollte, was sie trägt, solange sie die Kleidung selbstbestimmt, aus eigener Überzeugung, also ohne Zwang, trägt“. Spätestens ab Donnerstag war das umstrittene Posting auf seiner Seite nicht mehr sichtbar.


Die Tiroler ÖVP regierte mit Empörung. Jakob Wolf, ÖVP-Klubobmann im Landtag, wertete Demirs Statement gegenüber der Tiroler Tageszeitung als „eine Respektlosigkeit im höchsten Ausmaߓ, die Aussagen seien auf das Schärfste zu verurteilen, der Grünenpolitiker möge sich öffentlich entschuldigen. Er selbst „toleriere diese Aussagen jedenfalls nicht und erwarte mir von jemandem, der im Tiroler Landtag sitzt, eine klare Entschuldigung an die Ordensgemeinschaft in Zams“.

Auch die FDP reagierte. FPÖ-Landesparteichef Markus Abwerzger forderte Demir zum Rücktritt auf. Der Vergleich sei eine „riesige Sauerei“. Abwerzger wörtlich: „Anstatt hanebüchene pseudowitzige Vergleiche zu ziehen und darin katholische Ordensschwestern verächtlich zu machen, wäre er in seiner politischen Tätigkeit besser beraten gewesen, die letzten Jahre und Monate sinnvoll zu nützen, um von seinen türkischstämmigen Landsleuten und muslimischen Glaubensbrüdern endlich Integration einzufordern.“


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Gesellschaft

  1. Warum Kirchen jetzt Frieden, Recht und Wahrheit verteidigen müssen
  2. Botox? – Die unsichtbaren tragischen Folgen des Jugendwahns
  3. Slowakei: Kirchen bitten gemeinsam um Vergebung für Verfehlungen
  4. Zwischen Wölfen und Brüdern
  5. „Alte Fragen, überraschende Antworten“
  6. Mike Johnson: Westen muss sich wieder auf christliche Werte besinnen
  7. Unschuldig angeklagt und verurteilt
  8. Scott Hahn: ‚Mit Kompromissen gewinnen wir nicht’
  9. Verkauf eines Feminismus-kritischen Buchs auf Facebook und Instagram gesperrt
  10. Österreichs Integrationsministerin richtet „Dokumentationsstelle politischer Islam“ ein







Top-15

meist-gelesen

  1. Einmal im Leben nach ISLAND - Eine Reise, die Sie nie vergessen werden!
  2. Oktober 2026 - Wunderbares SIZILIEN mit Kaplan Johannes Maria Schwarz!
  3. Leere Hörsäle: Dramatischer Einbruch bei katholischen Theologie-Studenten
  4. Der Tod der Theologie in Deutschland
  5. THESE: Korrekturen vom 2. Vatikanum sind unerlässlich
  6. Offener Brief an Kardinal Marc Ouellet
  7. 'Selig sind, die Schwangerschaften beenden' - US-Pastorin sorgt für Eklat
  8. Piusbrüder lehnen Dialog mit Rom ab und beharren auf Bischofsweihe
  9. Mein Held des Monats: Marco Rubio – Ein Weckruf für das Abendland
  10. Erzbistum Paderborn: Hunderte Protest-E-Mails gegen ‚Harry Potter Gottesdienst‘
  11. „In unendlicher Liebe durch das Leben geführt“
  12. Traditionsbruch: New Yorks Bürgermeister Mamdani nicht bei Installation von Erzbischof Hicks
  13. 10 Jahre Haft für eine biologische Wahrheit in Brasilien!
  14. Warum Hausfrauen leicht heilig werden können
  15. 'Man kann mit der Begründung, man verteidige die Demokratie, die Demokratie nämlich auch abschaffen'

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz