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Infantilismus: Der Nanny-Staat und seine Kinder

15. September 2016 in Buchtipp, 3 Lesermeinungen
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Europa im Umbruch. Die politische Elite ignoriert die von ihr selbst in Gang gesetzten Umwälzungen und flüchtet sich in eine infantile Traumwelt. Ein neues Buch von Christian Günther – mit Beiträgen von Birgit Kelle


Linz (kath.net)
„Der bevormundende Nanny-Staat ist für viele seiner willigen Kinder keine Bedrohung mehr, sondern gern gesehener Service-Dienstleister zur Erfüllung von Ansprüchen.“ (Birgit Kelle)

Europa im Umbruch. Die politische Elite ignoriert die von ihr selbst in Gang gesetzten Umwälzungen und flüchtet sich in eine infantile Traumwelt. Sie glaubt ernsthaft, mit dem Drucken von Geld Europas Wohlstand erhalten zu können. Sie öffnet die Grenzen, ohne die dramatischen Folgen auch nur annähernd einschätzen zu können. Auch nach dem x-ten blutigen Massaker lautet die Parole: Wir schaffen das! Das Klima wird mit Windrädern gerettet, und der Unterschied zwischen Frauen und Männern ist nur ein soziales Konstrukt.

All das ist Ergebnis und Ausfluss einer infantilen Politik. Einer Politik, die die Realität völlig negiert. Fakten, Argumente und Empirie zählen nicht mehr. Träume, Emotionen und Wünsche bestimmen das politische Handeln. Auf Kritiker reagiert die politisch-korrekte Elite trotzig mit Verboten und Drohungen. Einen ernsthaften öffentlichen Diskurs gibt es nicht mehr. Diese Infantilisierung betrifft alle gesellschaftlichen Bereiche. Wir leben in einer infantilen Gesellschaft, in einer großen Villa Kunterbunt. In ihr sind Eigenverantwortung, Ernsthaftigkeit, Leistungswille, Disziplin, Authentizität und Wahrhaftigkeit verbotenes Terrain.


In diesem Band beschäftigen sich bekannte Autoren, Journalisten und Wissenschaftler mit der Infantilisierung der europäischen Gesellschaften, den Ursachen und Folgen. Mit Beiträgen von Birgit Kelle, René Zeyer, Michael Ley, Martin Lichtmesz, Eva-Maria Michels, Henning Lindhoff, Andreas Tögel, Beatrix Pirchner, Christian Günther und Werner Reichel.

kath.net-Buchtipp
Infantilismus: Der Nanny-Staat und seine Kinder
Von Christian Günther, Werner Reichel, Birgit Kelle und weiteren
Taschenbuch, 224 Seiten
2016 Frank & Frei
ISBN 978-3950408164
Preis 19,00 EUR

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Lesermeinungen

 la gioia 16. September 2016 
 

Ja, @jabberwocky, Ihre Beobachtungen kann ich selbst auch nur bestätigen.
Meine Befürchtung ist allerdings, dass der Zug des Wahnsinns immer mehr Fahrt aufnimmt und nur noch durch die Wand, gegen die er rast, zu stoppen sein wird.


5
 
  15. September 2016 
 

flächendeckend

Infantilismus scheint flächendecken zu sein. Er ist eine Folge eines emotionalen Stillstandes in jungen Jahren. Ausgelöst durch traumatisierende Erlebnisse, wie zum Beispiel die beiden Weltkriege. Und sind die Eltern nicht erwachsen geworden, dann werden es auch ihre Kinder nicht. So geht das dann von Generation zu Generation. Das Resultat sind tatsächlich kindische Ideen, wie Trans-Gender, die jeder Vernunft entbehren. Wir werden von Kindsköpfen beherrscht und gegen diese ziehen keine Argumente, denn darauf reagieren sie ebenfalls kindisch.


3
 
 jabberwocky 15. September 2016 

Super Idee, ist schon gekauft

Hier wird eine Entwicklung aufgegriffen, die ich schon länger beobachte. Es findet ja nicht nur ein Glaubensschwund statt, sondern ein allgemeiner Verfall. Nicht nur die Kirchenbindung schwindet, sondern auch die an Anstand, Höflichkeit und Charakter. Mir begegnen zunehmend Menschen, die nicht in der Lage sind, einen normalen Text in gutem Deutsch zu verstehen. Beruflich erreichen uns von Geschäftspartnern unserer Firma mitunter Emails, für die ich in der Grundschule sowohl hinsichtlich des Stils als auch der Orthographie eine 6 gekriegt hätte. Nur ist der Verfasser eben kein Erstklässler, sondern ein Dipl.-Ing.
Gender und andere Erfindungen Hirntoter können nur deshalb überhaupt erwogen werden, weil auch in den Köpfen der Verantwortlichen in unserem Land ein Schwund eingesetzt hat. Ein gesunder Mensch käme nicht mal auf eine solche Idee.
Gebe Gott, daß wir die schleichende Zersetzung aufhalten können und die Kurve kriegen, bevor unsere Gesellschaft ihr menschliches Antlitz verliert.


8
 

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