Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Wie wird das „pro multis“ im neuen Messbuch übersetzt werden?
  2. Bischof Wilmer: "Wir wollen keinen deutschen Sonderweg"
  3. „Brot für die Vögel?“ – Können Protestanten zur Hl. Kommunion zugelassen werden?
  4. Bätzing gegen Papst Leo
  5. ‚Ein Doktor der Theologie hat keine Ahnung von der Auswirkung von Gruppeneffekten‘
  6. Der anderskatholische Papstkritiker
  7. Kardinal Fernández räumt geringes Interesse an seinem Dokument über Mission ein
  8. Scott Hahn: Die frühe Kirche war nicht protestantisch
  9. Revision des Messbuchs geht in nächste Phase - Erprobung 2027 geplant
  10. Musikerlegende Bob Dylan bei Papst Leo XIV. im Vatikan
  11. Drei Stunden im Fegefeuer
  12. ‚Entschuldigung, aber … was?‘
  13. Organspende? - Schweigen ist keine Zustimmung, Hirntod ist kein Tod im landläufigen Sinne
  14. Warum ausgerechnet ein Augustiner-Pater Patron der armen Seelen ist
  15. Die ersten US-Märtyrer für die Heiligkeit der Ehe: Seligsprechung der Märtyrer von Georgia

Literaturnobelpreis für religiös inspirierte Rocklegende Dylan

13. Oktober 2016 in Kultur, 14 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


75-jähriger Bob Dylan konvertierte nach Erweckungserlebnis 1978 zum Christentum


Stockholm (kath.netKAP) Die US-Rocklegende Bob Dylan (75) erhält den diesjährigen Literaturnobelpreis. Das gab das Nobelpreiskomitee am Donnerstag in Stockholm bekannt. Die aktuell mit umgerechnet rund 825.000 Euro dotierte Auszeichnung gilt als der weltweit bedeutendste Preis für Literatur. Die Nobelpreise werden am 10. Dezember, dem Todestag des Stifters Alfred Nobel, in Stockholm überreicht.

Der als Robert Allen Zimmerman in Duluth, Minnesota, in einer jüdischen Familie deutsch-ukrainischer Abstammung geborene Dylan hat in sein einflussreiches Werk immer wieder religiöse Themen anklingen lassen, seine in der populären Musik herausragend anspruchsvollen Texte spiegeln intensive Beschäftigung mit der Bibel. Eine explizit religiöse Phase seines Schaffens hatte Dylan nach einem Erweckungserlebnis auf seiner erfolgreichen Welttournee 1978, als jemand aus dem Publikum ein kleines silbernes Kreuz auf die Bühne warf, und die Konversion zum christlichen Glauben im Jahr danach.


Dylans Hinwendung zur freikirchlichen Erweckungsbewegung schlug sich in seinen folgenden Platten deutlich nieder: Bis 1981 veröffentlichte er die drei christlich inspirierten Alben "Slow Train Coming", "Saved" und "Shot of Love" und predigte bei Auftritten zu den Konzertbesuchern. Für den spirituellen Song "Gotta Serve Somebody" bekam der Liedermacher seinen ersten Grammy. Die Lyrik des ebenfalls von tiefem Glauben durchdrungenen Songs "Every Grain of Sand" gilt bis heute als einer von Dylans inspiriertesten Texte.

Mit der Zeit flaute die Kontroverse um seine vom Publikum oft nicht goutierte christliche Phase ab, ab 1981 erfolgte wieder eine Rückkehr zu weltlichen Themen in Dylans Musik.

Konzert 1997 vor dem Papst

Im September 1997 sang Bob Dylan mit Cowboy-Hut und Smoking vor 300.000 Jugendlichen und dem damals 77-jährigen Johannes Paul II. auf dem Eucharistischen Kongress in Bologna. "Der Papst lauschte mit geschlossenen Augen, begrüßte danach herzlich den Song-Poeten und predigte über dessen berühmte Verse, denen zufolge die Antwort, mein Freund, vom Wind verweht werde", berichtete die "Süddeutsche Zeitung" darüber. Fast wäre es aber zu dieser außerordentlichen Begegnung nicht gekommen, denn der damalige Präfekt der Glaubenskongregation, Kardinal Joseph Ratzinger, hatte - wie er später bekannte - grundsätzliche Bedenken gegen den "Nihilismus" Dylans, demzufolge die Antwort auf entscheidende Menschheitsfragen "Blowing in the wind" laute, also Windhauch. Den gleichnamigen Songklassiker sang Dylan bei seinem Auftrit 1997 aber gar nicht, sondern "Knockin' on Heaven's Door" und andere Klassiker der Moderne.

Seit 1988 befindet sich Bob Dylan auf einer "Never ending Tour" mit jährlich rund 100 Auftritten in aller Welt. Von Kritikern wird dem Sänger zugute gehalten, dass er sich im Unterschied zu anderen alt gewordenen Rockstars nie damit begnügte, Verwalter des eigenen Erbes zu sein. Im Mai erschien Dylans jüngstes Album "Fallen Angels".

Copyright 2016 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich
Alle Rechte vorbehalten
Foto: Symbolbild


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Literatur+Kunst

  1. Solschenizyns düstere Prognose: Wenn die Seele der Zivilisation stirbt
  2. Neuausgabe von Orwells ‚1984‘ mit Warnung vor fehlender politischer Korrektheit
  3. Drei Lehren aus ‚Der Herr der Ringe’
  4. ‚Aurë entuluva!’ – eine literarische Reise ins Abendland
  5. Papst: "Literatur ist wie ein Stachel im Herzen"
  6. Franziskus würdigt italienischen Dichter Dante zum 700. Todestag
  7. Christlicher Lotse durch die Welt der Literatur
  8. R. I. P. Christopher Tolkien!
  9. ‚Noel’: Weihnachtsgedicht von John R.R. Tolkien entdeckt
  10. Griffener Pfarrer dementiert Kirchenübertritt Peter Handkes







Top-15

meist-gelesen

  1. Ostern 2027 in Rom - Große kath.net-Leserreise!
  2. Regensburger Bischof Voderholzer: „Jungen Menschen zuhören und Perspektiven aufzeigen“
  3. Die ersten US-Märtyrer für die Heiligkeit der Ehe: Seligsprechung der Märtyrer von Georgia
  4. Revision des Messbuchs geht in nächste Phase - Erprobung 2027 geplant
  5. Neuer Visitator für Medjugorje: Cavina folgt auf Cavalli
  6. Der Tod unter dem Horizont der Auferstehung und die Hoffnung auf das ewige Leben
  7. Der katholische Osten in der Analyse
  8. „Die Kirche gewinnt an Kraft dank eines Anstiegs bei den Konversionen zum Katholizismus“
  9. Manuel Ostermann: „Ich möchte hier widersprechen, liebes WDR“
  10. ‚Entschuldigung, aber … was?‘
  11. Sozialbeauftragter des Papstes bringt Spenden in die Ukraine
  12. IMABE: Sterbehilfe-Entwicklung in Belgien wirft Fragen auf
  13. ‚Lieber ein ‚Fanatiker‘ als ein Verräter für Kataris und Dschihadisten‘
  14. Benedikt XVI.: „Wir fragen uns jedoch: Warum empfinden wir Angst vor dem Tod?“
  15. Kirchenhistoriker Wolf: Erwarte von Leo XIV. in Sachen Kirchenreform nichts

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz