Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Für alle, die bis jetzt zweifelten: Nun gehen sie wieder ins Schisma!
  2. Bischof Oster legt nach: Grundsatzkritik am (deutsch-)Synodalen Weg
  3. Papst Leo XIV. empfing Katholiken, die mit gleichgeschlechtlicher Neigung keusch leben möchten
  4. Weihen ohne päpstliche Erlaubnis geplant: Papst Leo XIV. berät mit Vatikanbehörde
  5. Voll in die Falle getappt
  6. Die synodale Sackgasse der Anderskatholischen
  7. Der deutsch-synodale Weg als reines Herrschaftsinstrument!
  8. Die große Täuschung
  9. George Orwell wohnt in Brüssel, aber nicht nur dort!
  10. Kinderschutz oder Staatskontrolle? Das Dilemma der Social-Media-Verbote
  11. Deutsches Formular für Geburtenanzeige: Welches Geschlecht hat die Mutter?
  12. Wohltuende Überraschung: Papst beruft norwegischen Bischof Erik Varden OCSO zu seinem Fastenprediger
  13. Fatales Gerichtsurteil in Deutschland: Chefarzt siegt gegen katholisches Klinik-Verbot
  14. Meine Söhne, „seid heilig, Anbeter, Menschen des tiefen Gebets und lehrt das Volk, dasselbe zu tun!“
  15. Vatikan: Neue Statuten für die Marienforschung

Licht der Welt

5. Februar 2017 in Spirituelles, 2 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Alte Menschen waren es, die den ersehnten Messias erkannten und in die Arme nahmen. Ich meine, man sollte Simeon und Hanna zu Patronen aller alten Menschen ernennen. Von Bischof Heinz Josef Algermissen


Fulda (kath.net/Bonifatiusbote) Am 2. Februar waren es vierzig Tage, dass wir Weihnachten feierten. Das Fest „Darstellung des Herrn“ ist kein beliebiges Datum. Es hat im Neuen Testament eine besondere Bedeutung. Am vierzigsten Tag nach der Geburt mussten jüdische Eltern einen erstgeborenen Jungen Gott im Tempel zu Jerusalem darstellen, weihen. Sie brachten für ihr Kind ein Opfer dar und sollten auf diese Weise ihre Dankbarkeit für die glückliche Geburt bezeugen und gleichzeitig deutlich machen, dass ganz Israel Gottes besonderes Eigentum sei. Das war uralte jüdische Weisung. So hielten es selbstverständlich auch die Eltern Jesu.

Im Mittelpunkt des Festes steht die bewegende Szene, da der greise Simeon den kleinen Jesus auf seine Arme nimmt und Gott für diesen abschließenden Höhepunkt seines Lebens preist: „Nun lässt du, Herr, deinen Diener in Frieden scheiden, denn meine Augen haben das Heil gesehen…“ (Lukas, 2,29 und 30).


Eine Begegnung von eigenartigem Reiz, eine Begegnung zweier Generationen und zweiter Zeitalter. Altes verabschiedet sich, Neues bricht auf. Aber das Alte verschwindet nicht einfach, weicht nicht zurück, weil es verdrängt worden wäre, sondern weil es erfüllt ist: „Meine Augen haben das Heil gesehen.

Und dann tritt in diese Szene auch noch die Prophetin Hanna. Sie tat etwas ganz und gar Ungewöhnliches: Als Frau ergriff sie im Tempel das Wort und „sprach über das Kind zu allen, die auf die Erlösung Israels warteten“ (Lukas 2,38).

Alte Menschen waren es, die den ersehnten Messias erkannten und in die Arme nahmen. Ich meine, man sollte die beiden zu Patronen aller alten Menschen ernennen. Die Hoffnung hatte sie jung gehalten. Und jetzt, gegen Ende ihres Lebens, durften sie noch etwas tun, was damals wichtig war und heutzutage besonders wichtig ist: Sie gaben ihren durch Erfahrung und Treue geprägten und geläuterten Glauben weiter und brachten damit ihr inneres Licht in den Herzen der Eltern Jesu zum Leuchten.

Das Zeugnis Simeons und Hannas schenkt auch uns Kunde von jenem inneren Glanz, den sie bei einer äußerlich glanzlosen Darstellung im Tempel entdeckten. Wir alle, liebe Leserinnen und Leser, könnten dadurch angeregt werden, sehnsüchtiger und gläubiger die Darstellung des Herrn auch in den Gotteshäusern unseres Bistums zu erkennen und anzunehmen.

Das Fest der „Darstellung“ war der letzte Ausläufer der weihnachtlichen Feste. Ich möchte Ihnen und mir wünschen, dass wir zu all den kommenden Tagen des noch jungen Jahres 2017 sagen können: „Meine Augen haben dein Heil gesehen.“ Ganz gleich, ob es Tage voller Freude und Glück oder überschattet von Leid und Schmerz sein werden.


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Bistum Fulda

  1. Bistum Fulda – stark engagiert beim ‚Christopher Street Day‘
  2. Bistum Fulda hat Evangelisationszentrum ‚St. Theresia v. Lisieux’ im Haus Raphael, geschlossen
  3. Evangelische Bischöfin Hofmann legt Katholiken Frauenweihe und Interkommunion nahe
  4. Bistum Fulda: Pfarrer wegen Kinderpornoverdacht suspendiert
  5. Bischof em. Algermissen: „Kriege fallen nicht vom Himmel“
  6. „Zeuge Gottes und Anwalt des Lebensrechts“
  7. Papst Franziskus gratuliert Bischof em. Algermissen
  8. „Persönliche Beziehung zu Jesus Christus ermöglichen“
  9. „Jesus Christus ist der Retter aller Völker“
  10. Weihbischof Michael Gerber wird neuer Bischof von Fulda






Top-15

meist-gelesen

  1. ISLAND-REISE - KOMMEN SIE MIT! - Eine Reise, die Sie nie vergessen werden!
  2. Oktober 2026 - Kommen Sie mit nach SIZILIEN mit Kaplan Johannes Maria Schwarz!
  3. Bischof Oster legt nach: Grundsatzkritik am (deutsch-)Synodalen Weg
  4. Voll in die Falle getappt
  5. Große kath.net-Leserreise nach Rom - Ostern 2027 - Mit P. Johannes Maria Schwarz
  6. Für alle, die bis jetzt zweifelten: Nun gehen sie wieder ins Schisma!
  7. Weihen ohne päpstliche Erlaubnis geplant: Papst Leo XIV. berät mit Vatikanbehörde
  8. Papst Leo XIV. empfing Katholiken, die mit gleichgeschlechtlicher Neigung keusch leben möchten
  9. Wohltuende Überraschung: Papst beruft norwegischen Bischof Erik Varden OCSO zu seinem Fastenprediger
  10. Die synodale Sackgasse der Anderskatholischen
  11. Meine Söhne, „seid heilig, Anbeter, Menschen des tiefen Gebets und lehrt das Volk, dasselbe zu tun!“
  12. Die große Täuschung
  13. Der deutsch-synodale Weg als reines Herrschaftsinstrument!
  14. Die Kirche – nicht nur – im deutschsprachigen Raum: «the big picture»
  15. Niederösterreich: Pfarrer während Messfeier verstorben

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz