16 Februar 2017, 09:45
DBK und Evangelisch-Lutherische Kirche (VELK) gehen aufeinander zu
 
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Neue Studie einer gemeinsamen Arbeitsgruppe – Bischof Feige: „Uns eint mehr als uns trennt“, es gibt „eine grundlegende Übereinstimmung in der Anthropologie und ebenso eine breite Gemeinsamkeit in der Ethik“

Bonn (kath.net/DBK) Mit der Studie „Gott und die Würde des Menschen“ liegt das Abschlussergebnis der dritten Bilateralen Arbeitsgruppe (BILAG III) der Deutschen Bischofskonferenz und der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands (VELKD) vor. Die Arbeitsgruppe unter dem Vorsitz von Bischof Dr. Gerhard Feige (Magdeburg) und Landesbischof Dr. Karl-Hinrich Manzke (Bückeburg) hat sich in einem mehrjährigen Dialogprozess mit Fragen von Anthropologie und ethischer Urteilsbildung beschäftigt.

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„Wir sind in unserem langen und intensiven Gesprächsprozess zu dem Ergebnis gekommen, dass es eine grundlegende Übereinstimmung in der Anthropologie und ebenso eine breite Gemeinsamkeit in der Ethik gibt. Auch hier gilt: Uns eint mehr als uns trennt“, erklärt Bischof Feige, Vorsitzender der Ökumenekommission der Deutschen Bischofskonferenz. „Die bestehenden Unterschiede in ethischen Einzelfragen werden in der Studie als ein begrenzter Dissens qualifiziert, der aber die fundamentalen Gemeinsamkeiten nicht aufhebt und von der gemeinsamen Verantwortung zum Schutz der Menschenwürde nicht entbindet.“

Seit 2009 hat sich die dritte Bilaterale Arbeitsgruppe im Auftrag der Deutschen Bischofskonferenz und der Kirchenleitung der VELKD mit dem Thema „Gott und die Würde des Menschen“ befasst. Die Studie zeigt die Gemeinsamkeiten beider Konfessionen in der Anthropologie und der ethischen Urteilsbildung auf. Sie hilft, mögliche Konflikte besser zu verstehen und sachgemäß mit ihnen umzugehen und zeigt, dass trotz einzelner Differenzen in ethischen Fragen ein überzeugendes gemeinsames Eintreten der Kirchen für Menschenwürde möglich ist.

„Angesichts der aktuellen gesellschaftspolitischen Debatten wollen wir auf der Grundlage des biblischen Zeugnisses die gemeinsamen anthropologischen Grundlagen des christlichen Glaubens stark machen“, betont Bischof Manzke, Landesbischof von Schaumburg-Lippe und Catholica-Beauftragter der VELKD. „Ich bin überzeugt, dass die Ausführungen unseres Abschlussberichtes unseren Kirchen neue Impulse geben können, gemeinsam für die Würde des Menschen einzutreten, wo immer sie in Frage gestellt oder gar mit Füßen getreten wird.“

Die Studie wird von der Bilateralen Arbeitsgruppe verantwortet und mit der Veröffentlichung den auftraggebenden Kirchen zur Prüfung vorgelegt. Bischof Feige und Landesbischof Manzke hoffen, dass sie darüber hinaus zu einer breiten Diskussion in Kirche und Gesellschaft anregt.

Seit 1976 führt die VELKD mit der Deutschen Bischofskonferenz Lehrgespräche, um zur Klärung kontroverstheologischer Fragen beizutragen. In den ökumenischen Lehrgesprächen spiegelt sich die intensive und vertrauensvolle Zusammenarbeit zwischen dem Lutherischen Weltbund und dem Päpstlichen Rat zur Förderung der Einheit der Christen. Die nun erscheinende Studie ist die dritte nach dem Studiendokument „Kirchengemeinschaft in Wort und Sakrament“ (1984) und der Studie „Communio Sanctorum – Die Gemeinschaft der Heiligen“ (2000).







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