Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Brasilianischer Erzbischof droht Teilnehmern an der Alten Messe Exkommunikation an
  2. Österreich: Liturgische Kommission wirbt für Kommunion in beiderlei Gestalt
  3. Um Gottes willen: „die Waffen nieder“ – Kardinal Brandmüllers Ruf zur liturgischen Vernunft
  4. Ab Juli müssen Besucher Eintritt für den Kölner Dom bezahlen
  5. Katholische Kirche in Island hilft Menschen mit homosexuellen Neigungen enthaltsam zu leben
  6. Ein Gott, der nichts mehr verlangt
  7. Der Apostolische Stuhl und die FSSPX: Wenn Extreme sich berühren
  8. "Mit Hitler hat es keinen vernünftigen, authentischen und verantwortungsvollen Dialog gegeben!"
  9. Niedersachsen plant Religionsunterricht ohne Gott!
  10. Beschließen ohne zu entscheiden?
  11. „Nimm deine kleinen Kinder zur Messe mit!“
  12. Warum kein einfach gläubiger Katholik „Laienpredigten“ in der heiligen Messe braucht
  13. Exorzismus-Experte: Aktuelle Weltlage nicht nur Werk des Bösen
  14. Die Nazi-Projektion
  15. "Herr Kardinal Parolin, wieviele zehntausende Tote brauchen Sie noch im Iran, bis Sie aufwachen?"

Menschenrechtler kritisieren Merkels Lob für Ägypten

1. März 2017 in Aktuelles, 10 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) nennt das Merkellob einen „Schlag ins Gesicht der Kopten“, denn „Ägyptens Christen leiden auch unter Staatspräsident Abdel Fatah al Sisi noch immer unter Diskriminierung, Willkür und Straflosigkeit.“


Göttingen (kath.net) Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) wirft Bundeskanzlerin Angela Merkel vorgeworfen, die autoritäre Staatsführung Ägyptens zu hofieren, um das Land zu mehr Kooperation in Flüchtlings-und Migrationsfragen zu bewegen. „Wenn die Bundeskanzlerin Ägypten für seine angeblich beispielhafte Christen-Politik lobt, dann ist dies ein Schlag ins Gesicht der Kopten. Denn Ägyptens Christen leiden auch unter Staatspräsident Abdel Fatah al Sisi noch immer unter Diskriminierung, Willkür und Straflosigkeit“, erklärte der GfbV-Afrikareferent Ulrich Delius am Sonntag in Göttingen, wie einer Pressemeldung zu entnehmen ist. Die Kritik kommt unmittelbar vor dem Ägyptenbesuch der deutschen Politikerin, sie wird dort vom Staatspräsidenten al Sisi empfangen, außerdem wird sie sich mit dem koptischen Papst Tawadros II. treffen.


Die GfbV wies darauf hin, dass die Bundeskanzlerin in einer am Samstag verbreiteten Video-Botschaft ausdrücklich die Unterstützung von Ägyptens Regierung für die Kopten gewürdigt hatte, sie hatte die Freiheit zur Religionsausübung für Kopten als „beispielhaft“ für ein muslimisch geprägtes Land bezeichnet.

Dem widersprach die GfbV. Delius erläuterte: „Der jahrelange Streit um ein im September 2016 ratifiziertes Gesetz zur Regelung des Neubaus und der Renovierung von Kirchen zeigt, wie ungleich die Behandlung von Christen und Muslimen in Ägypten ist“. In der Praxis könne Neubau von Kirchen auch weiterhin von Gouverneuren willkürlich abgelehnt werden; willkürlich ist auch die Prüfung durch die Behörden, ob die Kirchgemeinden eine angemessene Zahl von Gläubigen nachweisen können, um einen Neubau zu rechtfertigen. Im Alltag bleiben die meisten Übergriffe auf Kopten strafrechtlich ungesühnt. Auch in Streitfällen empfehlen Ägyptens Behörden den Christen oft, nicht auf der Durchsetzung ihrer Rechte zu beharren, sondern Muslimen Vorrang zu geben. Delius stellte fest: „Viele Kopten sehen sich daher als rechtlos und Bürger zweiter Klasse an.“


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Ägypten

  1. Papst gedenkt der Opfer von Kirchenbrand in Ägypten
  2. Ägypten: Mindestens 41 Tote bei Brand in koptischer Kirche in Kairo
  3. Ägypten legalisiert 1.800 kirchliche Gebäude
  4. Ägypten: „Ich habe Mitleid mit den Tätern“
  5. Bedeutendes frühchristliches Heiligtum in Kairo restauriert
  6. Keine Angst vor Corona
  7. Ägypten: Wegen Pandemie keine öffentlichen Ostergottesdienste
  8. Ägypten: Bisher knapp 1.200 Kirchen "legalisiert"
  9. Katharinenkloster auf der Sinai-Halbinsel besser zu erreichen
  10. Ägypten: Regierung legalisiert weitere christliche Kirchengebäude







Top-15

meist-gelesen

  1. kath.net ISLAND REISE im JULI 2026 - ANMELDE-DEADLINE - 25. MÄRZ!
  2. Oktober 2026 - Wunderbares SIZILIEN mit Kaplan Johannes Maria Schwarz!
  3. "Europa hat die Gefahr der islamischen Republik Iran noch immer nicht begriffen"
  4. Um Gottes willen: „die Waffen nieder“ – Kardinal Brandmüllers Ruf zur liturgischen Vernunft
  5. "Mit Hitler hat es keinen vernünftigen, authentischen und verantwortungsvollen Dialog gegeben!"
  6. Vier von sieben: Die unglaubliche Berufungs-Geschichte der Familie Morrison
  7. Der Apostolische Stuhl und die FSSPX: Wenn Extreme sich berühren
  8. Brasilianischer Erzbischof droht Teilnehmern an der Alten Messe Exkommunikation an
  9. Österreich: Liturgische Kommission wirbt für Kommunion in beiderlei Gestalt
  10. Ein Gott, der nichts mehr verlangt
  11. "Herr Kardinal Parolin, wieviele zehntausende Tote brauchen Sie noch im Iran, bis Sie aufwachen?"
  12. Eine große BITTE an Ihre Großzügigkeit! - FASTENSPENDE für kath.net!
  13. Ab Juli müssen Besucher Eintritt für den Kölner Dom bezahlen
  14. Die Nazi-Projektion
  15. Abtreibungs-Aktivisten greifen Profemina-Beratungszentrum an

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz