Login




oder neu registrieren?



Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:









Top-15

meist-diskutiert

  1. Franziskus kritisiert Maskenverweigerer
  2. Churer Domkapitel lehnte Dreierliste von Papst Franziskus ab
  3. Deutschland: Jeder Sechste glaubt an die Existenz der Hölle
  4. Künftiger US-Kardinal Gregory: „Echter Dialog – das ist das Mantra von Papst Franziskus“
  5. Jüngster US-Abgeordneter spricht über Bekehrung von Moslems und Juden
  6. Schluss mit dem Verbot von öffentlichen Gottesdiensten!
  7. Deutschland: Kirchen als #covid-Impfzentren?
  8. Belgrader Patriarch Irinej I. an Covid-19 gestorben
  9. Allein den Betern kann es noch gelingen
  10. 'Gender-Dreck' - Deutsches Gericht verurteilt Pastor Olaf Latzel
  11. „In Chur steht das Schicksal der Kirche in einem der reichsten Länder auf dem Spiel“
  12. Zur Nichtwahl eines Churer Bischofs durch das Domkapitel
  13. Twitter erlaubt Hashtag #FuegoAlClero, der die lebendige Verbrennung von Priestern fordert!
  14. Papst Franziskus: Lebensschutz und Umweltschutz hängen zusammen
  15. "Und dann kam der November 2020"

Hier müssen wir auf die Barrikaden: Leihmutterschaft!

31. Mai 2017 in Kommentar, 1 Lesermeinung
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


„Was hier geschieht, bekommt eine neue ‚Qualität‘ der Herabwürdigung der Frau. Es ist eine neue Form der Versklavung von Frau und Kind.“ Gastbeitrag von Hubert Gindert


Rom-Bonn (kath.net/Blog Forum Deutscher Katholiken) In Trient/Italien hat ein Richter zwei homosexuelle Männer als Eltern von Zwillingen anerkannt. Die Zwillinge wurden von einer Leihmutter ausgetragen. „Aus Gründen der Klugheit“, damit die Leihmutter aufgrund aufkommender mütterlicher Gefühle nicht zusätzliche Ansprüche stellte, haben die als Eltern akzeptierten Männer die Eizellen nicht von der Frau genommen, die das Kind austrug sondern von einer anderen Frau dazugekauft. Die beiden Männer wollten so sicherstellen, dass das ausgetragene Kind ihr Eigentum würde.

Dieser Vorgang geschieht zu einem Zeitpunkt, in dem Gewalt gegen Frauen angeprangert wird. Was aber hier geschieht, bekommt eine neue „Qualität“ der Herabwürdigung der Frau. Es ist eine neue Form der Versklavung von Frau und Kind. War bisher der Verkauf des fraulichen Körpers auf Prostitution und sexuelle Zurschaustellung beschränkt, so erstreckt er sich in der Leihmutterschaft auf das Innere des Körpers, nämlich auf die Gebärmutter und die Zeit der neunmonatigen Schwangerschaft. Wurde schon bisher die Verantwortung und Schuld für Abtreibung hauptsächlich der Frau aufgebürdet, so kommt nach dem Motto „freiwillig und bezahlt“ eine zusätzliche Form von Versklavung hinzu. In Italien gibt es noch kein Gesetz, das die Leihmutterschaft regelt. In der EU-Kommission gibt es Bestrebungen, die Leihmutterschaft zu legalisieren.


Wie die Frauenrechtlerin Lucetta Scaraffia im „Osservatore Romano“ (10. März 2017, Nr. 10, spanische Ausgabe) schreibt, wird in Italien nun heftig darüber diskutiert, ob man diese Richterentscheidung als unvermeidlich im Sinne des menschlichen Fortschritts hinnehmen soll, weil eine kritische Haltung dagegen als Zeichen eines absurden Widerstandes gegen die moderne Zeit interpretiert würde. Es sei ohnehin nur eine Frage der Zeit, bis jede denkbare Form der Vaterschaft realisiert sei. Diese schließe Leihmutterschaft und die Akzeptanz von zwei Personen gleichen Geschlechts als Eltern ein.

Hier stellt sich die Frage, was als „Fortschritt“ zu gelten hat. Was ist Fortschritt? Wikipedia bezeichnet Fortschritt als „eine Änderung eines Zustandes. Gegenbegriffe sind Rückschritt oder Stillstand … Der vieldeutige Begriff hat erhebliche geschichts- und kulturphilosophische Auswirkungen und prägt in besonderer Weise das Weltbild der westlichen Moderne.“

Papst Benedikt XVI. geht in seiner Enzyklika „Über die christliche Hoffnung“ (Spe Salvi) der Entwicklung und der Doppelgesichtigkeit des Begriffs „Fortschritt“ auf den Grund. Er sagt: „Zunächst ist zu fragen, was heißt Fortschritt wirklich; was verheißt er und was verheißt er nicht? Schon im 19. Jahrhundert hat es auch Kritik am Fortschrittsglauben gegeben. Im 20. Jahrhundert hat Theodor W. Adorno die Problematik des Fortschrittglaubens drastisch formuliert: Der Fortschritt sei, genau gesehen, der Fortschritt von der Steinschleuder zur Megabombe. Das ist nun in der Tat eine Seite des Fortschritts, die man nicht ausblenden darf. Anders gesagt: Die Zweigesichtigkeit des Fortschritts wird sichtbar: Der Fortschritt bietet unzweifelhaft neue Möglichkeiten zum Guten, aber er öffnet auch abgründige Möglichkeiten des Bösen, die es ehedem nicht gab“ (Ziff. 22).

Die Leihmutterschaft ist in der Tat eine Megabombe. Wir haben hier den Fall, dass sich Menschen anmaßen, alles zu machen, was biotechnisch möglich ist. Sie spielen Gott und liefern den Beweis, dass ohne Verantwortung vor Gott alles möglich ist, was sich Menschen ausdenken und in die Tat umsetzen können. Was hier als „Fortschritt“ deklariert wird, betrifft immerhin die Hälfte der Menschheit, nämlich die Frauen und auch die Kinder, die ihre Identität nicht mehr kennen.

Benedikt XVI. fragt in seiner Enzyklika (Ziff. 23) … „Wann herrscht die Vernunft wirklich? Wenn sie sich von Gott gelöst hat? Wenn sie für Gott blind geworden ist? Ist die Vernunft des Könnens und des Machens schon die ganze Vernunft?“ Und weiter: „Eine Selbstkritik der Neuzeit im Dialog mit dem Christentum und seine Hoffnungsgestalt ist notwendig“ (Ziff 22). Bis es soweit ist, müssen alle, die mit der durch die Leihmutterschaft verbundenen Deshumanisierung nicht einverstanden sind, auf die Barrikaden gehen und aktiven Widerstand leisten, damit uns diese Vorstellung unter dem Deckmantel der Freiheit nicht als Recht übergestülpt wird“.

Ethik2go - Leihmutterschaft - Philosoph Markus Gabriel: ´Leihmutterschaft ist extrem unmoralisch!´


Australischer Vater lässt Baby ´Gammy´ wegen Downsyndrom bei Leihmutter zurück und nimmt nur die nichtbehinderte Zwillingsschwester (engl.)



Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

 Renato13 1. Juni 2017 
 

Bitte um die Gaben des Hl. Geistes

Komm Hl. Geist und erleuchte die Herzen der Menschen und schenke uns deine Gaben, damit wir wieder auf den richtigen Weg kommen. Etwas Anderes kann ich dazu nicht schreiben.


4

0
 

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Leihmutterschaft

  1. Ethikerin: Leihmutterschaft nach Skandal in Ukraine verbieten
  2. Kindeswohl als zentrales Kriterium
  3. Lackner: Urteil zu Leihmutterschaft widerspricht Menschenrechten
  4. Indien: Ärzte fordern schärfere Kontrolle in Leihmutterschaftskliniken
  5. Leihmutterschaft in Luxemburg: Eine unangenehme Debatte
  6. Oberlandesgericht Braunschweig lehnt Leihmutterschaft ab
  7. Bioethikerin Merckens begrüßt EGMR-Urteil zu Leihmutterschaft
  8. EGMR: Staat muss Leihmutterschaftskind nicht legal anerkennen
  9. Erleichterung über Europarats-Entscheid gegen Leihmutterschaft
  10. Weiterer Anlauf für Leihmutterschaft im Europarat abgeblitzt








Top-15

meist-gelesen

  1. Churer Domkapitel lehnte Dreierliste von Papst Franziskus ab
  2. Franziskus kritisiert Maskenverweigerer
  3. Warum wir am 21. Dezember 2020 unbedingt den Himmel beobachten sollten!
  4. Schluss mit dem Verbot von öffentlichen Gottesdiensten!
  5. Münchner Kardinal Marx löst die "Katholische Integrierte Gemeinde" im Erzbistum auf
  6. „In Chur steht das Schicksal der Kirche in einem der reichsten Länder auf dem Spiel“
  7. Kirchengemeinde zutiefst schockiert: Mann verrichtet Notdurft ins Taufbecken
  8. „Wer sich in Kirchenzeitungen präsentieren darf?“
  9. Dies Gejaule stellt nur einen übergriffigen Klerikalismus dar
  10. „Ein bloßes Kulturchristentum ohne persönlichen Glauben an den dreifaltigen Gott hat keine Zukunft“
  11. Deutschland: Kirchen als #covid-Impfzentren?
  12. Zur Nichtwahl eines Churer Bischofs durch das Domkapitel
  13. Twitter erlaubt Hashtag #FuegoAlClero, der die lebendige Verbrennung von Priestern fordert!
  14. Jüngster US-Abgeordneter spricht über Bekehrung von Moslems und Juden
  15. 'Gender-Dreck' - Deutsches Gericht verurteilt Pastor Olaf Latzel

© 2020 kath.net | Impressum | Datenschutz